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Titel: Kleiner Briefkasten
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aus: Die Gartenlaube, Heft 1 bis 52, S. 20
Herausgeber: Ernst Ziel
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Erscheinungsdatum: 1881
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Heft 1Bearbeiten

[20] G. B. in Freiberg. Den Beinamen „Vater der Gasbeleuchtung“ hat man Samuel Clegg deshalb gegeben, weil er für die Vervollkommnung der Gasindustrie außerordentliches leistete und zum ersten Male (1. April 1814) mit durchschlagendem Erfolg die Straßenbeleuchtung mittelst Gas in London eingeführt hat. Walter Scott verspottete Clegg’s Idee mit den Worten: man wolle jetzt London in der Nacht mit dem Kohlenrauch beleuchten, der sonst dort den Tag in Nacht verwandelt. Der Magistrat weigerte sich auch anfangs, seine Zustimmung zu der Eröffnung des Unternehmens zu geben, da, wie „Gelehrte“ behaupteten, das von Clegg erbaute Gasometer im Falle einer Explosion ganz Middlesex in die Luft sprengen würde. Da lud Clegg die Väter der Stadt zu einem Besuch seiner Gasanstalt ein, ließ, als alle Gäste versammelt waren, sämmtliche Thüren schließen, ergriff eine Axt und hieb mit ihr ein Loch in das gefüllte Gasometer. Und ehe die hohe Versammlung sich vom Schreck erholen konnte, zündete er das ausströmende Gas mit einer bereitgehaltenen Fackel an. Ohne zu explodiren, brannte das Gas ruhig in heller Flamme aus, bis das Gasometer völlig niedergesunken war. So wußte einst ein Mann aus der Schule Watt’s Menschen vom Vorurtheil zu befreien.

Elfriede Sch. in Leipzig. In Nr. 47 von 1869.

W. S. in F. Wir rathen ab.

Paul R. In Berlin!

K. in W. Haben Sie die Güte, uns Ihre Adresse anzugeben! Die Beantwortung von Fragen solchen Inhalts gehört nicht in unser Blatt, sondern kann nur brieflich geschehen. Durch solche ganz unnöthige, ja sogar verletzende Geheimthuerei uns gegenüber verzögern Sie die Beantwortung Ihrer Fragen und, im Glücksfall, die Erlösung einer Familie aus sorgenvoller Lage um vier bis fünf Wochen oder länger.


Heft 3Bearbeiten

[56] J. M. in Bayreuth. Das „Sehr gern!“ im Briefkasten von Nr. 46 vorigen Jahres war an einen anderen J. M., nicht an Sie, gerichtet. Auf Einsendung von Gedichten erfolgt der Regel nach keine Antwort.

Adele B-f. Ungeeignet! Verfügen Sie gütigst über das Manuscript!

A. A. Der „Zopfschulz“ ist „Gartenlaube“ 1859, S. 202 zu finden.

Ch. D. in Gr. B. Ja.


Heft 4Bearbeiten

[72] B. v. W. Sie irren; Ihr Wunsch ist längst erfüllt. Der alte Soldat, der Wächter am Schlachtdenkmale von Roßbach ist nicht vergessen, sondern durch das Garde-Husaren-Regiment in Potsdam, bei welchem er selber einst als Vice-Wachtmeister gedient, in den Stand gesetzt worden, seine goldene Hochzeit (am 22. Decbr. des vergangenen Jahres) recht freudig zu feiern. Das Regiment schickte ihm gegen zweihundert Mark baar und dazu noch Attila, Hose, Mütze und Mantel, alles neu. Möge der alte Husar noch lange damit paradiren!

F. F. in Frankfurt an der Oder. Um was handelt es sich? Wiederholen Sie gütigst Ihr Anliegen unter Angabe Ihrer vollen Adresse!


Heft 5Bearbeiten

[88] A. v. M. in Esthland. Tragopaneneier! Wie uns Dr. Bodinus, der hochverdiente Director des zoologischen Gartens in Berlin, der die Tragopane direct aus Ostindien bezogen hat, in zuvorkommender Weise mittheilt, kostet ein Paar dieser Vögel mit unausgefärbtem Gefieder, das heißt im ersten Lebensjahre, 300 Mark, während Eier bei so kostbaren und nicht reichlich legenden Vögeln nicht abgegeben werden.

H. H. in Leipzig, W. W. in W. Wiederholen Sie gütigst Ihr Anliegen unter Angabe Ihrer vollen Adresse! Directe Correspondenzen per Postbrief ziehen wir stets vor.

W. S. in München. Als ungeeignet vernichtet.

A. D. in Kappel. Gedichte über Miramare finden Sie im Jahrgang 1869, Seite 439 (von F. Poppe) und Seite 257 (von A. Traeger).

J. V. 22, Breslau. Wir bitten um Ihre Adresse. Anonyme Zusendungen gehören dem Papierkorb.

Mr. D. in Kg. K. S. Commissionsrath Adolf Henze, Redacteur und Director des Central-Bureaus für gerichtliche Handschrift-Vergleichungen, Neustadt bei Leipzig.

Langjährige treue Abonnentin in Schlesien. Ein notorischer Schwindler, wie die „Gartenlaube“ früher öffentlich erklärt hat.

Verein zur Hebung des Gemeinsinnes in Oberammergau. Wenden Sie sich an das Curatorium der Pfennigsparcasse in Darmstadt! Glück auf!

M. U. in Leipzig und M. Ed. in Königsberg. Das Manuscript steht zu Ihrer Verfügung.

Heft 6Bearbeiten

[104] Eine einfache Bauerfrau. Ben Joseph Akiba war ein gelehrter Rabbi, Vorsteher der jüdischen Akademie zu Jabne. Er wurde, 120 Jahre alt, von den Römern getödtet. Zu seinem Grabmale bei Tiberias pilgerten die Juden.


Heft 7Bearbeiten

[120] St. v. J. in L. Das Victoria-Stift des Lette-Vereins in Berlin SW Königgrätzerstraße 90 gewährt Damen, welche sich zum Zweck ihrer Ausbildung oder behufs der Erlangung einer Stelle für längere oder kürzere Zeit in Berlin aufhalten wollen, ein angenehmes, gesichertes Heim und volle Verpflegung für den mäßigen Preis von 15 Mark 50 Pfennig pro Woche. Durch die im Hause befindliche Handels, Gewerbe-, Zeichen-, Modellir-, Koch-, Plätt- und Waschschule des Lette-Vereins ist Gelegenheit für eine praktische Ausbildung nach den verschiedenen Richtungen ebenfalls zu mäßigen Preisen geboten; das Arbeitsnachweisungsbureau – gleichfalls im Hause – vermittelt unentgeltlich Stellen und Beschäftigung. Nähere Auskunft über die Bedingungen für die Aufnahme ertheilt die Hausmutter des Stifts, Fräulein Julie Helmholtz, Berlin SW Königgrätzerstraße 90, an welche auch die Anmeldungen zu richten sind.

Fabrikant in Lodz. Die Thatsache, daß in der Schafwolle zahlreiche kleine Insecten und Ueberreste von Insecten gefunden werden, war längst bekannt. Ein gewisser Herr Levoiturier hat in neuester Zeit Rohwollen aus aller Herren Ländern auf diese Eigenschaft hin untersucht und die verschiedenartigen in den Vließen lebenden Insecten näher beschrieben. Dabei stellte es sich heraus, daß die Arten derselben je nach dem Heimathslande der Schafe verschieden sind. Die Wolle vom Cap der guten Hoffnung enthält 52 Arten solcher „Parasiten“, die australische Wolle 47, die von Buenos Aires 30, spanische Wolle 16 und russische 6 Arten. Wird Ihnen also angeblich australische Wolle geliefert, die thatsächlich Insectenarten vom Cap der guten Hoffnung enthält, so sind Sie zu der Meinung berechtigt, daß Sie „hineingefallen“ sind. So meint wenigstens der genannte Entdecker. Eine bessere Aufklärung können wir Ihnen über diesen Gegenstand nicht geben.

L. S. S. B. Beide Novellen sind als Buch nicht erschienen.

Ein Unwissender in Marburg. Laut eingezogener Erkundigungen leben von Ernst Moritz Arndt’s nächsten Verwandten noch die folgenden: ein Sohn des Dichters, welcher Oberbergrath in Trier ist, zwei Söhne in Bonn und einige Neffen in Greifswald und Stralsund. Wir übernehmen übrigens keine Garantie für die Authenticität dieser Mittheilungen.

M. M. S. Nein!

Florenz 1849. Den Artikel Der König von Sardinien und seine Bersaglieri finden Sie im Jahrgang 1855, Nr. 50, die treffliche Ballade „Des Hochländers Rache“ von Wilhelm Schröder im Jahrgang 1855, Nr. 44.

F. St. in Riga. Erhalten und an C. St. gesandt.


Heft 16Bearbeiten

[272] Ed. St. in L. Bitte sehr! Einen eingehenden Artikel über die Boers und ihr Land haben wir unseren Lesern bereits in Nr. 11 des Jahrgangs 1880 geboten. Derselbe orientirt über die gesammten Verhältnisse unserer südafrikanischen Stammverwandten.

Consul H. in L. Sie hatten die Güte, uns Nr. 70 und 71 des Berner „Bund“ zu übermitteln. Ein Anonymus polemisirt daselbst in dem Artikel. „Wider deutsche Ueberhebung“ mit großem Feuereifer gegen unsern Aufsatz „Die frommen Landsknechte“ (vergl. Nr. 7 und 8). Wir verstehen nicht, wie der eidgenössische Nationalstolz sich durch diese historische Studie beleidigt fühlen konnte. Jedem aufmerksamen Leser der „frommen Landsknechte“ wird es einleuchten, daß jene Abhandlung nichts weniger beabsichtigt, als aus „deutscher Ueberhebung“ den Ruhm der eidgenössischen Waffentüchtigkeit zu schmälern; sie gedenkt nur mit Entrüstung des verkauften tapferen deutschen Blutes, um unseren Lesern auf Grund eines Vergleiches zwischen Sonst und Jetzt die Errungenschaften des heutigen politischen Fortschritts zu veranschaulichen. Was wir bei dieser Gelegenheit in kurzen Worten und nur nebenbei über die schweizerischen Söldner gesagt haben, ist nicht, wie der „Bund“ glauben machen möchte, eine willkürliche Geschichtsfälschung, auch nicht die Stimme eines Einzelnen, sondern vielmehr die Meinung hervorragender Historiker, wie Ranke und Berthold. Im Uebrigen können wir Ihnen versichern, daß wir für das schweizerische Volk und seine ruhmreiche Vergangenheit von den wärmsten Sympathien durchdrungen sind und uns zu unmotivirten Angriffen gegen die Schweiz niemals hergeben würden. Diese unsere Antwort gilt jedoch nur Ihnen, Herr Consul. Angriffe des Berner „Bund“ lassen wir unerwidert, da diese Zeitung uns jüngsthin in einer Weise angegriffen hat, die jede anständige Polemik ein für alle Mal unmöglich macht. Wir haben dabei jenen sehr ungenirten Reclame-Artikel des Berner Blattes im Auge, welcher bei Anpreisung eines politisch völlig farblosen belletristischen Journals die „Gartenlaube“ der Gesinnungslosigkeit bezichtigt, um jenem Blatte, dem wir jedoch mit diesen Zeilen keineswegs unfreundlich begegnen wollen, dadurch ein größeres Relief zu geben - ein Vorgang, der uns um so mehr jeder Auseinandersetzung mit dem Berner anonymen Scribenten überhebt.

C. S. in W. Die Zinsen des zu sammelnden Fonds der Martini-Stiftung in Hamburg (zu Ehren des dort vor Jahresfrist verstorbenen genialen Arztes Dr. Erich Martini) sollen in Form von Stipendien für Studirende, in Preisen für die beste wissenschaftliche Verwerthung der in Hamburger Krankenanstalten gemachten Beobachtungen und in Unterstützungen junger tüchtiger Aerzte bei ihrer Niederlassung in Hamburg verwendet werden, und nimmt die dortige Reichsbank- Hauptstelle für die Martini-Stiftung Beiträge gern entgegen, deren recht zahlreichen Eingang wir im Interesse der guten Sache nur wünschen können. Ein Dr. Martini-Monument hat auf dem Grabe des Verstorbenen als ein Ehrendank der Bürgerschaft Hamburgs seinen Platz gefunden.


Heft 20Bearbeiten

[336] H. B. Sheboygan in Wisconsin. Das von Ihnen beobachtete Phänomen war eine mit Regenbogen verbundene Nebensonnen-Erscheinung, wie sie durch Brechung der Sonnenstrahlen in sehr kleinen Eiskrystallen, die in der Luft schweben, entsteht. Diese Erscheinungen lassen sich in einer völlig befriedigenden Weise erklären, erfordern aber für das Verständniß eingehendere mathematische Kenntnisse. Andeutungen darüber finden Sie in jedem besseren physikalischen Lehrbuche.

M. B. in Braunschweig. Wiederholen Sie gütigst Ihr Anliegen unter Angabe Ihrer vollen Adresse! Wir beantworten, wie bereits oft erklärt. alle an uns gestellten Anfragen lieber auf brieflichem Wege.

W. Th. A. in Berlin. Recht hübsch zwar, namentlich „December“, aber bei dem lyrischen Sprühregen, der sich täglich über die „Gartenlaube“ ergießt, ist die einzig mögliche Antwort: „Wolfsschlucht“. Besten Dank!

Ernststine C. in New-Orleans. Leider ungeeignet! Verfügen Sie gütigst über das Manuscript!

M. F. in Dortmund. Den Roman „Ein Held der Feder“ von E. Werner finden Sie im Jahrgang 1871.

L. R. in L. Leider ungeeignet.

C. F. A. in Rostock. Die uns zum eventuellen Abdruck gesandten Manuscriptblätter dürfen nur auf einer Seite beschrieben sein.

Ottomar Sch. in Weißenfels. Die gewünschte Adresse lautet einfach: Guido Hammer in Dresden.

H. 1000 in Görlitz. Nein!

R. K. in W. Sie haben vollkommen Recht. Von einer unwürdigen Beisetzung Schiller’s , wie unser Lessing-Artikel (Nr. 7, S. 116) sich irrthümlich ausdrückt, kann keine Rede sein. Die „Gartenlaube“ selbst hat diese jahrelang verbreitete falsche Meinung bereits früher in ihrem Artikel „Der katholische Schiller“ von Robert Keil (vergl. Jahrg. 1875, S. 134 ff.) auf das Gründlichste widerlegt.

Ein Abonnent in Florenz. Die Artikel „Die Truppen des italienischen Feldzugs“ und „Eine Hirschjagd auf Java“ finden Sie beide im Jahrgang 1859.

O. in Wladiwostok. Ja! Nach den deutschen Reichsgesetzen, die Civilehe betreffend, ist es erlaubt.

E. S. in A. Ein kleines Talent, für die Veröffentlichung nicht bedeutend genug – zu wenig eigenartig.

M. im Bodenstein. Nein! Die „Gartenlaube“ ist kein Nachweisungsbureau.


Heft 21Bearbeiten

[352] C. L. in C. Sie fragen an, ob die sogenannten Promessen (gemeinschaftliches Spielen einer Anzahl Loose von Lotterie-Anleihen) auf solider Basis beruhen oder nicht. Hätten Sie sich die Mühe genommen, ein wenig nachzurechnen, würden Sie selbst gefunden haben, daß derartige Unternehmungen stark auf die - Leichtgläubigkeit des Publicums speculiren. Hier ein Beispiel aus dem von Ihnen eingesandten Prospect: zwanzig Theilnehmer spielen zusammen zehn Loose der badischen Lotterie-Anleihe von 1845 (sogenannte 35 Gulden-Loose), jeder also ein halbes Loos. Der Cours dieser Loose ist, während wir dies schreiben, 136 1/4, ein halbes Loos kostet demnach 68 1/8 M. und Sie bezahlen dafür 150 M. Freilich haben Sie dabei Antheil an 10 Loosen, unter denen moglicherweise ein Haupttreffer sein kann. - Zu rathen ist Jedem, der es nun einmal nicht lassen kann, bei solchem Gesellschaftsspiel sich zu betheiligen, dies wenigstens bei einer als solid bekannten Firma zu thun und sein Geld nicht dem ersten besten unbekannten Agenten anzuvertrauen; denn es ist schon vorgekommen, daß Unternehmer oder deren Agenten mit dem erhobenen Gewinne das Weite gesucht und den Spielern das Nachsehen gelasseu haben.

M. Z. in Reval. Die Anwendung der Elektricität in der Müllerei, wie sie die Amerikaner neuerdings versucht haben, ist insofern von einem großen culturhistorischen Interesse, als sich darin ein Gedanke wiederholt, den man schon vor mehreren tausend Jahren gehabt hat. Ueber eine älteste Anwendung der Elektricität in den Gewerben erzählt uns nämlich Plinius: „In Syrien verfertigen die Frauen kleine Schwungräder für die Spindeln aus Bernstein, und nennen ihn Räuber (Harpax), weil er Blätter, Spren und Fasern der Kleider an sich zieht.“ Wie hier die anziehende Kraft des geriebenen .Bernsteins, dem bekanntlich die große Naturkraft ihren Namen - Elektricität heißt Bernsteinigkeit - verdankt, benutzt wurde, um das Gespinnst von der Spren zu reinigen, so haben amerikanische Mühlen-Ingenieure über den Griessieden ein über zwei Walzen laufendes, endloses Band aus Hartgummi angebracht, welches durch Reibung gegen ein Schaffell elektrisch wird und nun die zu entfernenden Kleintheilchen anzieht, welche nachher durch eine Bürste in einem besonderen Behälter abgekehrt werden. Die Idee scheint im höchsten Grade originell zu sein, und dennoch bestätigt sie nur das alte Sprüchwort: „Nichts neues unter der Sonne!“

Charles le Blanc in Wien. Die Adresse des beklagenswerthen Mädchens ist uns leider unbekannt. Sollen wir Ihre Gabe zu einem andern mildthätigen Zwecke verwenden? Wenn nicht, so bitten wir um Angabe Ihrer Adresse.

„Alter Abonnent“ in Sprottau. Wir warnen Sie vor all diesen „Herren“, soll heißen: Beutelschneidern.

T. E. Derartige Vertrauensangelegenheiten können nur mit offenem Visir, das heißt brieflich, nicht aber auf dieser öffentlichen Tribüne der Anonymität verhandelt werden. Bitte, Ihre Adresse! An uns wird es nicht fehlen, Ihnen gefällig zu sein.

E. W. in Bunzlau. O, Sie schlechter Leser! Spangenberg’s Bild „Der Zug des Todes“ finden Sie bereits in Nr. 15. unseres Jahrg. 1879.

Sophie R. in Suczawa. Wir bedauern, Ihnen nicht rathen zu können.

M. H. in Leipzig. Jedes gute Conversationslexicon giebt Ihnen die gewünschte Auskunft.

Heft 33Bearbeiten

[552] E. v. R. in Reval. Für den Unterricht im Pianofortespiel haben in den letzten Jahrzehnten auch hervorragende Componisten in der That werthvolle und praktische Werke geliefert. - Anton Krause in Barmen, der bekanntlich den dortigen Gesangverein zu einem der höchst stehenden gemischen Chöre Westdeutschlands emporgehoben hat, gilt mit Recht als einer der vorzüglichsten Musikkpädagogischen Autoren. Seine mannigfaltigen Etüden, seine ganz vortrefflichen, instructiven Sonaten (mit opus 1 beginnend) sind darum so rühmenswerth, weil sie in Erfindung und Haltung nicht nur stets das zu treffen wissen, was die Jugend anmuthet, sondern weil sie damit auch die Fortschritte der Schüler wesentlich fördern. Zugleich ist die compositorische Ausführung eine so gewandte und geschmackvolle, daß auch die Lehrer an diesen Unterrichtswerken eine persönliche Freude haben. Man kann sagen, daß Krause für dergleichen pädagogische Compositionen, wie sie sein sollen, den Typus hingestellt habe. Wenn nun von ihm ein neues Werk in Aussicht steht, die bei Breitkopf und Härtel erscheinende „Jugendbibliothek für Pianoforte zu vier Händen“, so können Sie im Voraus annehmen, geehrtes Fräulein, daß Krause damit den lernbegierigen Klavierspielern wiederum einen außergewöhnlichen Genuß bereiten wird. Wir können Ihnen nur rathen, das neue Opus Ihrer Familien-Musikbibliothek einzureihen! Es umfaßt einen zum Gebrauch beim Unterricht bearbeiteten „Melodienschatz“ aus Werken alter und neuer Meister und soll in acht Heften die Jugend mit einer sorgfältigen Blumenlese aus den Gärten eines Beethoven, C. Maria von Weber, Haydn, Schumann, Schubert, Bach, Händel, Mozart, Mendelssohn erfreuen. Die Unterrichtsliteratur für Pianofortespiel schuldet sicherlich Anton Krause ganz besonderen Dank.

W. in Riga. Absoluter Schwindel!

Hedwig K. in Teplitz. Die gewünschten Adressen lauten: Frau Professor Fanny Lewald-Stahr in Berlin und Herrn Professor Georg Ebers in Leipzig.


Heft 35Bearbeiten

[584] H. St. in Dresden. Zur Beurtheilung lyrischer Gedichte fehlt uns alle Zeit.

Gustav Gr. in Breslau. Wiederholen Sie gütigst Ihre Anfrage unter Angabe Ihrer vollen Adresse!

Julie in B. Wir bedauern, Ihnen nicht dienen zu können.


Heft 37Bearbeiten

[616] Eine Abonnentin. Muß der Consequenzen halber leider abgelehnt werden.

„O forsche nicht!“ Bitte, vergleichen Sie Nr. 6, Jahrg. 1880, der „Gartenlaube“!

A. L. in Altona. Sie finden das Gesuchte in der im Verlage von Ernst Keil in Leipzig erschienenen Schrift Scherr’s „Goethe’s Jugend“, geb. M. 4,50.

Lehrerin aus dem Wupperthal. Ihrem Zwecke wird die „Pädagogische Vacanzen-Zeitung“ (Berlin, S. Schwarz’sche Buchhandlung) dienen.

H. R. in Hbg. Wenden Sie sich an den Dr. med. Curschmann, Director des dortigen Hospitals!


Heft 45Bearbeiten

[756] Ch. D. in W. Sie irren trotz alledem. Die Preisausschreibung auf eine Hymne für das deutsche Volk in Oesterreich ist nicht von einer Grazer Zeitung, sondern von der „Deutschen Zeitung“ in Wien (Morgenausgabe vom 16. October) ausgegangen. Das genannte Blatt erwirbt sich mit diesem Aufrufe ein anerkennenswerthes Verdienst um die Wacherhaltung des deutschen Nationalbewußtseins in Oesterreich, und wohl jedes deutsche Herz ruft der wackeren Wiener Zeitung mit uns ein kräftiges: „Habe Dank und Glück auf!“ zu. Der Appell richtet sich „an alle sangesgeübten Söhne des deutschen Volkes“ und fordert sie auf, „dem deutschen Stamme an der Donau eine Hymne zu schaffen, würdig dessen nationaler Aufgaben, würdig seiner künstlerischen Empfindung“, ein Nationallied, welches der Mission der Deutschen Oesterreichs in sangbarer Form einen poetischen Ausdruck leiht. Die „Deutsche Zeitung“ setzt den Preis von hundert Ducaten für den Text des besten unter den eingesandten Liedern aus, während zwei Nebenpreise von je zehn Ducaten den beiden nächstglücklichen Bewerbern garantirt werden. Der Termin zur Lieferung des Preisgedichtes läuft bis zum 1. December dieses Jahres, und die Einsendung hat in geschlossenem Convert unter folgender Adresse stattzufinden: „An die Redaction der ‚Deutschen Zeitung‘ in Wien. Zur Preisbewerbung.“ Möge das nationale Unternehmen von bestem Erfolg gekrönt werden!

E. d. Bg. in Rußland. Nein! Besten Dank!

Dr. T. in Schönebeck. Wir bedauern, Ihnen eine Auskunft nicht ertheilen zu können.

Langjährige Abonnentin. Aus Lessing’s „Nathan der Weise“.

B. L. in Stuttgart. Wir empfehlen Ihnen zur Vervollkommnung in Ihrer Muttersprache auf das Wärmste die vortrefflichen „Deutschen Sprachbriefe“ von dem rühmlich bekannten Professor Dr. Daniel Sanders, welche jetzt in dritter vermehrter Auflage erschienen und durch jede Buchhandlung zu beziehen sind.


Heft 47Bearbeiten

[792] K. M. in Dresden. Ganz recht! Der anmuthigen Feder C. del Negro’s verdanken bereits die früheren Jahrgänge der „Gartenlaube“ eine Reihe feinsinniger Schilderungen und fesselnder Artikel. Ihren Wunsch nach „mehr von dieser Kost“, in welchem Sie sich durch das stimmungsvolle Gedicht „Resignation“ in Nr. 42 unseres Blattes so sehr bestärkt fühlen, hoffen wir bald erfüllen zu können, da wir einige neue Erzeugnisse dieses ebenso eigenartigen wie geistvollen Talents in petto haben. Uebrigens befindet sich ein längerer Roman C. del Negro’s, dem Vernehmen nach, in Vorbereitung für die Buchausgabe. Also wir gratuliren Ihnen und – uns.

E. L. in G. Robespierre’s Portrait finden Sie in Lamartine’s „L’histoire des Girondins“. – Fehlende Nummern der „Gartenlaube“ (soweit sie nicht vergriffen sind) können Sie, natürlich unter voller Angabe Ihrer Adresse, von der Expedition unseres Blattes jederzeit nachbeziehen.

Marie. Befragen Sie die Direction des dortigen Theaters!


Heft 48Bearbeiten

[808] A. Z. in Budapest. Zu spät! Sie finden denselben Stoff schon in Balduin Groller’s Novellenbuche: „Junges Blut“ (Leipzig, Ed. Wartig’s Verlag) behandelt. Lesen Sie gefälligst das lustige, elegant geschriebene Buch! Es dürfte Sie nicht gereuen.

Eine Rügianerin. Wiederholen Sie Ihre Anfrage unter Angabe Ihrer vollen Adresse sowie des Alters der von Ihnen als majorem bezeichneten Person.

Dr. B. D. in Kattowitz. Die in unserem Artikel „Die Wasserversorgung der schwäbischen Alb“ (vergl. Nr. 37 dieses Jahrganges!) erwähnte Denkschrift des königlich württembergischen Ministeriums des Innern: „Die öffentliche Wasserversorgung im Königreich Württemberg“ ist durch jede Buchhandlung zu dem Preise von 15 Mark zu beziehen. Das Werk ist im Verlage der E. Greiner’schen Verlagsbuchhandlung in Stuttgart erschienen.

Edison’s elektrische Lampe. Vergleichen Sie unseren Artikel über die elektrische Ausstellung in Paris (Nr. 43 dieses Jahrganges!).

„Ein Hildesheimer Turner“. Jenny: „Buch der Reigen“ und „Deutsche Turnzeitung“.

Ein Alt-Elsässer. Nicht verwendbar!

Heft 49Bearbeiten

[824] Alte Abonnentin. Für Ihren Zweck ganz geeignet.

Z. Z. Sie erhalten die gewünschte Auskunft auf dem Standesamte.

Concertgeige I. Wir müssen Ihr Gesuch der Consequenzen wegen leider ablehnen.

G. S. in Berlin. Rückgabe und Honorar.