Die Miniaturen. (Woermann 1887)

Textdaten
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Autor: Karl Woermann
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Titel: Die Miniaturen
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aus: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887)
Herausgeber: Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1887
Verlag: Druck von Wilhelm Hoffmann
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Erscheinungsort: Dresden
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Zweiter Abschnitt.




Die Miniaturen.

(Der Miniaturen-Schrank ist in dem Zimmer des Erdgeschosses hinter Raum 43 aufgestellt und bis auf Weiteres jeden Dienstag geöffnet.)




Die Miniaturensammlung der Königl. Gemäldegalerie ist aus vier zu verschiedenen Zeiten vermachten oder geschenkten Sammlungen und einigen wenigen einzeln erworbenen Bildchen zusammengesetzt. Die vier Hauptsammlungen, aus denen sie besteht, sind:

1. Die alte Kurfürstliche Sammlung. Allem Anschein nach war es der Kurfürst Christian (regierte nur vom 5. Oct. bis 17. Dec. 1763), welcher, wie der bei den Akten der Generaldirection befindlichen, unzweifelhaft bald nach 1763 aufgestellten „Consignatio“ zu entnehmen ist, seine Emaille-, Porcellain-, Mignatur und auf Mignatur-Art schwarz touchirten Bilder „zur Bilder-Gallerie gegeben“. Das Verzeichniss der „Consignatio“ umfasst 349 Nummern, von denen jedoch laut dem vom Inspector Gustav Otto Müller verfassten „Inventar der von der Königl. Gemälde-Galerie abgegebenen Miniaturen“ im Jahre 1872 der grössere Teil, weil er seinem sittlichen und künstlerischen Werte nach der Galerie nicht würdig zu sein schien, veräussert wurde. Gegenwärtig befinden sich noch 76 Nummern dieser Sammlung im Miniaturenschranke der Königl. Gemäldegalerie.

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2. Die von Römer’sche Sammlung. Sie wurde am 4. April 1857 von Herrn Rittergutsbesitzer Rudolf von Römer auf Löthain und Neumark der Galerie geschenkt und besteht aus sieben Miniaturbildchen von der Hand der Sophie Friederike Dinglinger. Inv. 1855 ff. S. 12–13.
3. Die Preuss’sche Sammlung. Dieselbe wurde am 2. Nov. 1843 vom Herrn Geheimrat Friedrich Preuss der Galerie geschenkt. Sie besteht aus 49 Bildnissen berühmter Herrscher aller Zeiten. Miniaturcopien von der Hand verschiedener Künstler, zum Teil eines geschickten Dilettanten, des Obersteuerexaminators Ernst Christian Weser, nach an verschiedenen Orten erhaltenen Original gemälden alter und neuer Meister. Inv. 1855 ff. S. 38–40.
4. Die von Reitzenstein’sche Sammlung. Sie gelangte im März 1858 durch Vermächtniss des Oberhofmarschall Carl Leopold Christoph von Reitzenstein zur Galerie und besteht aus 63 Miniaturbildnissen hochstehender und bedeutender Persönlichkeiten des XVII. und XVIII. Jahrhunderts, denen noch drei durch besonderes Vermächtniss nachträglich hinzugefügt wurden, so dass alles in allem 66 der im Miniaturenschrank aufbewahrten Bilder aus der Sammlung Reitzenstein stammen. Inv. 1855 ff. S. 25–30.
5. Bei verschiedenen Gelegenheiten einzeln erworbene Bildchen. Es sind nur vier im Ganzen, unsere Nummern 199–202. (Die Hübner’schen Nummern 40a, 43, 44, 147.)

I. Die alte Kurfürstliche Sammlung.Bearbeiten

Dieselbe nimmt den ganzen Mittelteil des Schrankes und die Auslagen unter demselben ein. Auch im oberen Teil der beiden Schrankthüren sind einige Bildchen dieser Sammlung angebracht. Die Buchstaben unter den Nummern des Katalogs verweisen auf die verschiedenen Schrankfelder.

Felice Ramelli (Rameli).Bearbeiten

Geb. zu Asti 1666; gest. zu Rom 1740. Schüler des Miniaturmalers Dion. Rho. Der Padre Fel. Ramelli war Canonicus von S. Giovanni in Laterano zu Rom.

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Eine Dame im Federhut. 1. (142.) E.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände nach links. Schwarzes Kleid mit weiss und goldengestreiften Aermeln; grosse Spitzenhalskrause; schwarzer Hut mit weisser Feder.

Hochoval; h. 0,103; br. 0,077. – Consignatio 134.

Rosalba Carriera.Bearbeiten

Geb. zu Venedig den 7. Oct. 1765; gest. daselbst den 15. April 1757. Schülerin des Cav. Diamantini und des Ant. Balestra. Arbeitete in Venedig, Wien, Versailles. Mitglied der Akademien von Bologna, Paris und Rom.

Maria mit dem Kinde und Johannes. 2. (31.) C.Bearbeiten

Kniestück. Das Christkind auf Maria’s Schoosse spielt nach rechts gewandt, mit dem Kreuze und dem Spruchbande, welche der vor ihr stehende Johannesknabe ihm gebracht hat. Links oben Engelsköpfe im goldenen Lichtglanze.

H. 0,138; br. 0,111. – Consignatio 75a.

Apollon und Daphne. 3. (136.) E.Bearbeiten

Kniestück. Der Gott verfolgt die Nymphe nach rechts gewandt. Aus den Fingern ihrer rechten Hand spriesst bereits der Lorbeer, in den sie verwandelt wird.

Hochoval; h. 0,109; br. 0,089. – Cons. 74.

Venus und Amor. 4. (139.) E.Bearbeiten

Kniestück. Venus sitzt nach links gewandt in weissem Hemd vor blassrotem Vorhang und blickt, sich zurückwendend, in den Spiegel, den Amor ihr vorhält.

Hochoval; h. 0,090; br. 0,071. – Cons. 64.

Friedrich Christian von Sachsen als Kurprinz. 5. (137.) E.Bearbeiten

Halbfigur nach rechts. Harnisch mit rotem Ordensbrustband, hellgemusterter Rock mit blauem Ordensbrustband; roter Hermelinmantel.

Hochoval; h. 1,109; br. 0,089. – Cons. 71.

Ludwig XIV. von Frankreich. 6. (145.) E.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände nach links. Blauer Hermelinmantel, goldene Ordenskette, Allongeperrücke, weisses Spitzenhalstuch. Nach Rigaud.

Hochoval; h. 0,096; br. 0,074. – Cons. 72.

Ein Herr im Schlafrock. 7. (118.) D.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände nach rechts. Roter, geblümter Schlafrock, weisse Spitzenwäsche, graue Allongeperrücke.

Hochoval; h. 0,083; br. 0,057. – Cons. 66.

[790]

Eine Dame mit einem Kaninchen. 8. (119.) D.Bearbeiten

Halbfigur nach links; der Kopf leicht nach rechts. Breiter Strohhut mit bunten Blumen; blaues Kleid; ein Kaninchen im linken Arme.

Hochoval; h. 0,084; br. 0,063. – Cons. 67.

Eine Dame mit Amor. 9. (121.) D.Bearbeiten

Kniestück, fast von vorn. Auf dem Schoosse der blonden Schönen ein aufgeschlagenes Buch mit der Ueberschrift: „ESCOLE D’AMOUR“. Links steht Amor an ihren Knieen und deutet belehrend mit der Rechten in’s Buch.

Hochoval; h. 0,084; br. 0,065. – Cons. 68.

Eine Dame mit einem Hündchen. 10. (122.) D.Bearbeiten

Halbfigur leicht nach links. Die schwarzäugige Schöne hält mit beiden Händen ein in einen gelben Mantel eingewickeltes Hündchen auf ihrem Schoosse. Hinter ihr ein eifersüchtiger Papagei.

Hochoval; h. 0,087; br. 0,065. – Cons. 60.

Eine Dame mit einem Spiegel in der Hand. 11. (123.) D.Bearbeiten

Brustbild nach links. Die Dame im rotgeblümten Goldkleid und Purpurhermelin hält in der Linken einen Spiegel (nach der „Consignatio“; nach H. ein „Medaillon“; vielleicht ein Bildchen).

Hochoval: h. 0,077; br. 0,057. – Cons. 59.

Ein Herr in blauem Rocke. 12. (124.) D.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände nach links. Weisses Spitzenhalstuch; mächtige Allongeperrücke.

Hochoval: h. 0,079; br. 0,061. – Cons. 62.

Venezianische Fruchtverkäuferin. 13. (135.) E.Bearbeiten

Kniestück nach rechts. Das Mädchen im Strohhut hält mit der Rechten die Früchte in dem auf ihrem Schoosse stehenden Fruchtkorbe fest.

Hochoval; h. 0,106: br. 0,079. – Cons. 70.

Eine Dame am Frühstückstisch. 14. (140.) E.Bearbeiten

Kniestück. Das Tischchen mit dem Porzellangeschirr steht rechts. Die Dame hält in der Rechten eine Tasse, in der Linken einen Löffel. Hinter ihr auf der Stuhllehne sitzt ein Kanarienvogel.

Hochoval; h. 0,083; br. 0,062. – Cons. 69.

Eine Dame mit einem Vögelchen auf der Hand. 15. (141.) E.Bearbeiten

Halbfigur fast von vorn in blauem Mantel. Auf dem Zeigefinger der rechten Hand ein buntes Vögelchen.

Hochoval: h. 0,070: br. 0,052. – Cons. 63.

[791]

Eine Dame am Klavier. 16. (143.) E.Bearbeiten

Halbfigur nach rechts, mit dem Kopfe zurückgewandt. Links hinter ihr auf der Stuhllehne sitzt ein Papagei. Das Klavier steht rechts.

Hochoval; h. 0,093; br. 0,072. – Cons. 73.

Herrenbesuch bei der Toilette. 17. (116.) D.Bearbeiten

Kniestück. Links die blonde Dame in blauem Kleide beim Ordnen ihres Haares. Rechts vor ihr auf rotem Sessel ein Herr in gelbem Rocke und grauer Allongeperrücke.

Breitoval; h. 0,059; br. 0,078. – Cons. 75 b.

Eine Dame als Diana. 18. (117.) D.Bearbeiten

Halbfigur nach rechts. Hellgeblümtes Kleid, blauer Mantel; der Köcher auf dem Rücken, ein Pfeil in beiden Händen.

Hochoval; h. 0,079; br. 0,060. – Cons. 65.

Felicitas Hoffmann, geb. Sartori.Bearbeiten

Das Geburtsjahr dieser Künstlerin ist nicht bekannt. Sie war in Venedig geboren und dort eine Schülerin der Rosalba Carriera, kam aber durch ihre Verheiratung mit dem sächsischen Hofrat Hoffmann nach Dresden, wo sie um 1760 starb.

Selbstbildniss der Künstlerin. 19. (138.) E.Bearbeiten

Halbfigur ohne Hände etwas nach rechts. Lila Kleid, blauer Mantel, eine rote Schleife hinten im braunen Haar. Auf der Rückseite bezeichnet: Felicita Hoffmann natta Sartori in ettà di 27 anni e dipinta dalla stessa.

H. 0,116; br. 0,092. – Cons. 82.

Selbstbildniss der Künstlerin in türkischem Maskenanzug. 20. (130.) D.Bearbeiten

Halbfigur fast von vorn. Weisser Turban. Enganliegendes weisses Kleid mit violett gefüttertem, bunt auf grünem Grunde geblümtem Ueberwurf. In der Rechten eine schwarze Maske. Auf der Rückseite gezeichnet: Felicita Hoffmann.  Natta Sartori.  fecit.

H. 0,131: br. 0,101. – Cons. 86.

Die Sängerin Faustina Hasse, geb. Bordoni. 21. (126.) D.Bearbeiten

Halbfigur ohne Hände nach rechts. Seegrünes Kleid, blauer Mantel; rote Blumen an der Brust.

H. 0,113; br. 0,88. – Cons. 84. – Nach H. von Rosalba Carriera. – Das zeitgenössische Inventar (die „Consignatio“ ) aber schreibt es, auch aus anderen Gründen wahrscheinlicher, der Felicita Hoftmann zu, der wir es zurückgeben. – Gegenstück zum folgenden.

[792]

Der Kapellmeister Joh. Adolf Hasse. 22. (127.) D.Bearbeiten

Halbfigur ohne Hände nach links. Gatte der vorigen. Rot-blau-goldene Weste, brauner Sammetrock, purpurroter Mantel.

H. 0,113; br. 0,090. – Cons. 85. – Nach H. von Rosalba Carriera. – Allein nicht nur das zeitgenössische Inventar (die „Consignatio“), sondern auch noch das Inventar von 1855, S. 32 N. 13, schreibt es der Felicita Hofimann zu. – Gegenstück zum vorigen. – Der dargestellte Künstler, berühmt als „il divino Sassone“, war den 25. Mai 1696 zu Bergedorf geboren und starb den 10. December 1783 zu Dresden.

Der segnende Heiland. 23. (36.) C.Bearbeiten

Halbfigur von vorn. Blonde Locken, blaues Ober-, rotes Untergewand. Die Rechte segnend erhoben.

H. 0,104; br. 0,084. – Cons. 89. – Copie nach Rosalba Carriera. – Gegenstück zum folgenden.

Die Jungfrau Maria. 24. (37.) C.Bearbeiten

Halbfigur nach links. Die Blicke gesenkt, die Hände vor der Brust gekreuzt. Rotes Kleid, blauer, über den Hinterkopf gezogener Mantel.

H. 0,103; br. 0,084. – Cons. 90. – Copie nach Rosalba Carriera. – Gegenstück zum vorigen.

Der Winter. 25. (12.) B.Bearbeiten

Weibliche Halbfigur mit dem Körper nach links, mit dem Kopfe nach rechts. Dunkelblondes Haar; nackter Oberkörper; glutroter Pelzmantel. Bezeichnet auf der Rückseite: Felicita Hoffmann. Natta Sartori. Fecit.

H. 0,115; br. 0,096. – Cons. 95.

Flora. 26. (13.) B.Bearbeiten

Kniestück nach links. Weisses Unter-, gelbes Obergewand; ein Blumenkorb im Schoosse. Bezeichnet auf der Rückseite: Felicita Sartori.  Fecit.

H. 0,124: br. 0,097. – Cons. 88. – Copie nach unserem Pastellbilde N. 89 (111) von Rosalba Carriera. – Als „Flora“ in der „Consignatio.“ Bei H. als „Der Frühling.“

Der Frühling. 27. (131.) E.Bearbeiten

Weibliches Brustbild nach rechts ohne Hände. Weisses Unter-, blaues Obergewand, rosa Schärpe. Frühlingsblumen im blonden Haar. Bezeichnet auf der Rückseite: Felicita Hoffmann. Natta Sartori. Fecit.

H. 0,093 ; br. 0,068. – Cons. 92. – .Gegenstück zu den folgenden dreien. – Alle vier sind Copien nach Rosalba Carriera.

Der Sommer. 28. (132.) E.Bearbeiten

Weibliches Brustbild fast von vorn. Ausgeschnittenes rotes Kleid, blauer Mantel. Goldne Aehren und Sommerblumen im braunen Haar. Bezeichnet auf der Rückseite: Felicita Hoffmann. Natta Sartori. Fecit.

H. 0,093; br. 0,067. – Cons. 94. – Gegenstück zum vorigen und zu dem folgenden beiden. – Es sind Copien nach Rosalba Carriera.

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Der Herbst. 29. (133.) E.Bearbeiten

Weibliches Brustbild von vorn mit dem Kopf nach links. Weisses Kleid mit gelbem Mantel. Herbstblumen im dunkelblonden Haar. Reife Trauben in der Linken. Bezeichnet Awf der Rückseite: Felicita Hoffmann. Natta Sartori. Fecit.

H. 0,093: br. 0,067. – Cons. 93. – Gegenstück zum folgenden und zu den beiden vorigen. – Es sind Copien nach Rosalba Carriera.

Der Winter. 30. (134.) E.Bearbeiten

Weibliches Brustbild von vorn, Purpur-Pelzmantel; braunes Haar mit violettem Bande. Bezeichnet auf der Rückseite: Felicità Hoffmann. Natta Sartori. Fecit.

H. 0,093; br. 0,068. – Cons. 95. – Gegenstück zu den vorigen dreien. – Es sind Copien nach Rosalba Carriera.

Diana mit dem Windhunde. 31. (129.) D.Bearbeiten

Kniestück von vorn. Die blonde Jungfrau mit dem Halbmond über der Stirn sitzt vor einem Garten und liebkost den Windhund, der an ihrem Schoosse emporstrebt.

H. 0,123; br. 0,093. – Cons. 87. – Copie nach Rosalba Carriera.

Die Madonna mit dem hl. Georg. 32. (10.) B.Bearbeiten

Copie nach dem Bilde des Antonio Allegri da Correggio in der Dresdener Galerie N. 153.

H. 0,321; br. 0,225. – Cons. 76.

Familienbild. 33. (23.) C.Bearbeiten

„Wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen.“ Copie nach dem Bilde des Nik. Knupfer in der Dresdener Galerie N. 1258.

H. 0,177; br. 0,231. – Cons. 79.

Venus mit zwei Amoretten. 34. (29.) C.Bearbeiten

Copie nach P. Liberi. Kniestück. Die Göttin hält einen kleinen geflügelten Amor, der lachend ein Spielvögelchen an sich drückt, welches ein von links nahender zweiter ihm entreissen will.

H. 0,100; br. 0,081. – Cons. 83.

Joseph und Potiphar’s Weib. 35. (38.) F.Bearbeiten

Copie nach Carlo Cignani’s Gemälde in der Dresdener Galerie N. 387.

H. 0,180; br. 0,180. – Cons. 80.

Apollon und Marsyas. 36. (39.) F.Bearbeiten

Copie nach Giov. Batt. Langhetti’s Gemälde in der Dresdener Galerie N. 663.

H. 0,253; br. 0,304. – Cons. 78.

Merkur und Argus. 37. (40.) F.Bearbeiten

Copie nach P. P. Rubens’ Gemälde in der Dresdener Galerie N. 964.

H. 0,172; br. 0,230. – Cons. 81.

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Martin von Mytens (Meytens).Bearbeiten

Geb. zu Stockholm den 24. Juli 1695; gest. zu Wien den 23. März 1770. Schüler seines Vaters, des in Stockholm ansässigen Haager Malers P. M. Mytens. Seit 1732 Kammermaler, seit 1759 Akademiedirector in Wien.

Maria, das Kind anbetend. 38. (25.) C.Bearbeiten

Kniestück. Freie Copie nach Guido Reni. Vergl. I. N. 365 der Kaiserl. Galerie zu Wien; doch auch unser Bild N. 326.

Breitoval; h. 0,124: br. 0,149. – Cons. 138.

Ismael Mengs.Bearbeiten

Geb. zu Kopenhagen 1690; gest. zu Dresden den 26. Dec. 1764. Schüler des Franzosen Benedict Coiffre in Kopenhagen. Hofmaler in Dresden. Vater des Raphael Mengs.

Die Schmerzensmutter. 39. (2.) A.Bearbeiten

Kniestück von vorn. Maria in violettem Unter-, blauem Obergewande und gelbbraunem Kopftuche erhebt weinend die Rechte; ein Engelknabe legt ihr ein Tuch mit der Dornenkrone des Heilands auf den Schooss.

Email. Hochoval; h, 0,132; br. 0,107. – Cons. 1.

Maria Magdalena. 40. (7.) A.Bearbeiten

Kniestück. Die halbnackte blonde Büsserin steht in ihrer Felsengrotte nach rechts gewandt mit gefalteten Händen vor ihrem Altar und blickt in das vor ihr aufgeschlagene Buch hinab, auf dem ein Totenkopf liegt.

Email. Hochoval; h. 0,163; hr. 0,137. – Cons. 62.

Die Verkündigung. 41. (11.) B.Bearbeiten

a) Maria. Halbfigur nach links. Links steht das Betpult. Maria blickt erschreckt zurück.
b) Der Engel. Halbfigur nach links. Mit der Lilie in der Linken und erhobener Rechten redet der Engel Maria an.

Email. Zwei breitovale Bildchen, jedes h. 0,105; br. 0,135. – Cons. 3 u. 4.

Christus als Weltheiland. 42. (30.) C.Bearbeiten

Kniestück von vorn. Der Heiland trägt ein purpurnes Unter-, ein blaues Obergewand. Die Linke legt er auf die rechts neben ihm ruhende Weltkugel, die Rechte erhebt er.

H. 0,113; br. 0,088. – Cons. 116.

[795]

Der Apostel Bartholomäus. 43. (14.) B.Bearbeiten

Halbfigur nach links. Dunkelbraunes Haupthaar und Vollbart; grau- violettes Unter-, blaues Obergewand. Sein Messer in der Rechten.

H. 0,113; br. 0,89. - Cons. 112.

Der Apostel Matthäus. 44. (15.) B.Bearbeiten

Kniestück von vorn. Der grauhaarige, graubärtige Apostel trägt ein violettes Unter-, ein goldgelbes Obergewand und hält in der Linken sein Beil.

H. 0,113; br. 0,090. – Cons. 106.

Der Apostel Jacobus d. ä. 45. (16.) B.Bearbeiten

Kniestück nach rechts. Der Apostel mit ergrauendem blonden Haar und Vollbart trägt ein graues Pilgergewand mit Muscheln am Kragen und einen braunen Mantel. In der Rechten sein Stab.

H. 0,114; br. 0,080. – Cons. 104.

Der Apostel Thomas. 46. (17.) B.Bearbeiten

Kniestück fast von vorn. Der Apostel träg-t ein rotes Unter-, ein blaues Obergewand. Mit beiden Händen hält er ein Buch und im linken Arme ruht sein Speer.

H. 0,113; br. 0,088. – Cons. 103.

Der Apostel Philippus. 47. (18.) B.Bearbeiten

Kniestück nach links. Der alte Apostel trägt ein violettes Unter-, ein goldgelbes Obergewand und stützt sich mit der Linken auf seinen Speer.

H. 0,114; br. 0,092. – Cons. 113.

Der Apostel Matthias. 48. (19.) B.Bearbeiten

Halbfigur von vorn mit dunklem Haar, ergrauendem Bart. Er trägt ein violettes Unter-, ein dunkelgraues Obergewand und hält seine Lanze im Arm.

H. 0,108; br. 0,084. – Cons. 105.

Der Apostel Judas Thaddaeus. 49. (20.) B.Bearbeiten

Halbfigur von vorn. Der graubärtige Kahlkopf trägt einen graubraunen Rock und einen blauen Mantel. Beide Hände stützt er auf einen Kolben.

H. 0,114; br. 0,089. – Cons. 102.

Der Apostel Simon. 50. (21.) B.Bearbeiten

Halbfigur nach links. Dunkelgrauer Rock, dunkelgelber Mantel. Mit der Linken auf die Säge gestützt.

H. 0,114; br. 0,089. – Cons. 101.

Der Apostel Petrus. 51. (32.) C.Bearbeiten

Kniestück nach rechts. Der graubärtige Kahlkopf trägt ein blaues Unter-, ein gelbes Obergewand. Er drückt beide Hände an seine Brust und blickt schmerzlich gen Himmel.

H. 0,113; br. 0,089. – Cons. 107.

[796]

Der Apostel Andreas. 52. (33.) C.Bearbeiten

Kniestück nach rechts. Rotes Unter-, grünes Obergewand. Die Linke umklammert das mächtige Kreuz.

H. 0,114; br. 0,089. – Cons. 109.

Der Apostel Johannes. 53. (34.) C.Bearbeiten

Kniestück nach rechts. Der schwarzlockige bartlose Jüngling in rotem Mantel über blauem Rocke hält den Kelch in der Linken.

H. 0,113; br. 0,089. - Cons. 110.

Der Apostel Jakobus d. j. 54. (35.) C.Bearbeiten

Kniestück nach links. Der schwarzhaarige, schwarz bärtige Apostel im blauen Mantel stützt sich mit der Rechten auf seinen Stab und deutet mit der Linken über seine rechte Schulter.

H. 0,114; br. 0,089. – Cons. 111.

Diogenes. 55. B.Bearbeiten

Kniestück nach rechts. Weisses Untergewand, grünes Obergewand. Die Schriftrolle in der erhobenen Rechten, die Laterne in der gesenkten Linken. Links das Fass und ein Hund. Rechts Blick in die Landschaft.

H. 0,109: br. 0,085. – Consignatio 117. – Fehlte in H.’s Katalog, weil es sich in’s Kupferstich-Cabinet verirrt hatte, von wo es 1885 zurückgenommen wurde.

August der Starke. 56. (146.) E.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände fast von vorn. Harnisch, graue Allongeperrücke, roter Mantel.

Hochoval; h. 0,034; br. 0,029. – Cons. 6.

Eine Dame mit ihrem Sohn. 57. (125.) D.Bearbeiten

Kniestück fast von vorn. Rotes Kleid und blauer Mantel. Die Dame hält ihren Sohn auf dem Schoosse und reicht ihm eine Aprikose.

Hochoval; h. 0,123; br. 0,091. – Cons. 122. – Aus der Consignatio geht nicht hervor, dass die Dargestellten, wie H. frageweise annahm, die Gräfin Cosel und ihr Sohn seien, wohl aber, was H. übersah, dass Ismael Mengs das Bildchen gemalt hat.

Anton Raphael Mengs.Bearbeiten

Geb. zu Aussig den 12. März 1728; gest. zu Rom den 29. Juni 1779. Sohn und Schüler seines Vaters Ismael Mengs, der ihn in seiner Jugend wiederholt nach Rom führte. Später Hofmaler in Dresden; doch kehrte er bald nach Rom zurück, wo er mit Ausnahme der Jahre von 1761 bis 1770 und von 1772 bis 1775, während welcher er als Hofmaler in Madrid thätig war, ansässig blieb.

August III. von Sachsen und Polen. 58. (144.) E.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände halb nach rechts. Weisse Ohrenperrücke; blauer Hermelinmantel.

Hochoval; h. 0,099; br. 0,060. – Cons. 100.

[797]

Maria mit dem Kinde und dem kleinen Johannes. 59. (3.) A.Bearbeiten

Kniestück. Maria in feuerrotem Kleide und blauem Mantel hält, nach links gewandt, das Christkind auf ilirem Schoosse. Links der kleine Johannes.

Hochoval; h. 0,167; br. 1,138. – Cons. 96.

Die hl. Magdalena. 60. (8.) A.Bearbeiten

Kniestück. Felsenhintergrund. Die halbnackte hellblonde Büsserin beugt sich, nach links gewandt über ihren Altar. Die Arme kreuzt sie auf der Brust, in der Linken hält sie ein Kreuz.

H. 0,185; br. 0,142. – Cons. 97.

Heilige Familie. 61. (9.) B.Bearbeiten

Copie nach Raphael’s Bild im Museo nazionale zu Neapel. Maria mit dem Christkinde, Elisabeth und Johannes. Joseph im Hintergrunde.

H. 0,228; br. 0,185. – Cons. 99.

Die Madonna della Sedia. 62. (22.) C.Bearbeiten

Copie nach Raphael’s Bild im Palazzo Pitti zu Florenz. Kniestück. Maria mit dem Kinde und Johannes.

Hochoval; h. 0,163; br. 0,138. – Cons. 98.

Therese Concordia Maron, geb. Mengs.Bearbeiten

Geb. 1725; gest. 1806 in Rom. Tochter und Schülerin des Ismael Mengs, Schwester des Anton Raphael Mengs. Gattin des Malers Anton Maron (geb. zu Wien 1733; gest. zu Rom 1808).

Maria mit dem Kinde, dem hl. Hieronymus und der hl. Magdalena. 63. (5.) A.Bearbeiten

Copie nach Correggio’s auch unter dem Namen „Der Tag“ berühmtem Bilde in der Galerie zu Parma. Maria mit dem Christkind zwischen Engeln in der Mitte unter rotem Vorhang. Rechts Magdalena, sich an das Christkind schmiegend, links der hl. Hieronymus.

H. 0,247; br. 0,183. – Cons. 77.

Die hl. Nacht. 64. (24.) C.Bearbeiten

Copie nach Correggio’s berühmtem Gemälde der Dresdener Galerie N. 152.

H. 0,247; br. 0,184. – Cons. 140.

Unbekannte Meister des vorigen Jahrhunderts.Bearbeiten

Maria mit dem Kinde und Johannes. 65. (6.) A.Bearbeiten

Kniestück. Maria sitzt nach links gewandt vor üppiger Landschaft. Das Christkind steht nach rechts gewandt auf ihrem Schoose. Vorn rechts der kleine Johannes mit dem Spruchband.

H. 0,198; br. 0,144. – Cons. 174.

[798]

Der hl. Franciscus. 66. (1.) A.Bearbeiten

Der Heilige kniet in brauner Kutte nach links gewandt mit gefalteten Händen unter einem Felsen. Rechts die von kühlen Strahlen erleuchtete Landschaft.

Kreisrund; h. 0,141; br. 0,141. – Cons. 56. – Geschmackvoller Porzellanrahmen. – Nach H. vom sächsischen Hofmaler J. M. Heinrici, von dem die Sammlung Porzellanbilder von 1750 und 1756 besass. Dass jedoch auch dieses Bild von ihm herrührt, geht aus der „Consignatio“ nicht deutlich hervor.

Portia. 67. (4.) A.Bearbeiten

Die Gemahlin des Brutus, welche sich tötete, indem sie glühende Kohlen verschlang. Rechts vorn steht das Kohlenbecken, dem sie die glühende Kohle entnommen, welche sie, einen schmerzlichen Blick gen Himmel richtend, zum Munde führt.

H. 0,206; br. 0,171. – Cons. 175. – Es soll nach H. ein Gemälde von Guido Reni, nach anderen eins von Tischbein zu Grunde liegen.

Galileo Galilei. 68. (26.) C.Bearbeiten

Kniestück halb nach links. Der grauhaarige, graubärtige Gelehrte sitzt im schwarzen Rocke auf einem Stuhle und hält sein Fernrohr in der Rechten.

H. 0,133; br. 0,109. – Cons. 127.

Ein Flötenbläser. 69. (27.) C.Bearbeiten

Halbfigur nach links. Goldbrauner Rock; graue Perrücke; hohe schwarz und rote Mütze.

H. 0,132 ; br. 0,100. – Cons. 125.

Belisar. 70. (28.) C.Bearbeiten

Kniestück nach rechts. Der blinde Feldherr im Harnisch und in Hemdsärmeln stützt die Rechte aufs Schwert und streckt die Linke bettelnd aus. Angeblich nach Livens.

H. 0,126; br. 0,096. – Cons. 126.

Ludwig, Dauphin von Frankreich. 71. (120.) D.Bearbeiten

Halbfigur nach links ohne Hände. Blanker Harnisch, blaues Ordensbrustband, rotes Ordenshalsband.

H. 0,059; br. 0,078. – Cons. 129.

Die Sängerin Coralli. 72. (128.) D.Bearbeiten

Halbfigur nach rechts. Im Hintergrunde der Zwinger. Die Sängerin Maria Antonia Laurenti, genannt Coralli, hält in lebhafter Bewegung mit beiden Händen vor sich ein Notenblatt, auf dem die Worte stehen: Viva, viva, viva, Sua Altezza il Serenissimo, sua Altezza il Serinissimo Principe Reale.

H. 0,114; br. 0,089. – Cons. 203.

[799]

Ein rotgekleideter Pole. 73. B.Bearbeiten

Halbfigur ohne Hände nach rechts. Der glattrasirte Herr trügt einen rotbraunen Pelzmantel und eine Pelzmütze von derselben Farbe mit einer Feder.

H. 0,093; br. 0,074. – Cons. 207. – Nicht bei H. Erst 1885 aus dem Kupferstich-Cabinet, wohin es sich verirrt hatte, wieder zur Galerie.

Eine alte Frau im breiten Hut. 74. B.Bearbeiten

Halbfigur fast von vorn. Die Alte trägt einen rot-violetten Schnürleib, einen blauen Pelzmantel, ein buntes Halstuch, einen mächtigen, turbanartigen Federhut.

H. 0,056; br. 0,067. – Cons. 137. – Angeblich nach Rembrandt. – Erst 1885 wieder zur Galerie. Vergl. die Bemerkung zum vorigen.

Galante Scene im Freien. 75. B.Bearbeiten

Ein Herr sitzt mit zwei Damen in einem Park auf einer Bank. In der Rechten hält er eine Flasche, in der Linken ein Glas, welches er einer der Damen anbietet. Grau in Grau mit wenigen leichten Farbenandeutungen.

H. 0,245; br. 0,065. – Cons. 288. – Nur dieses und das folgende von 16 Gegenstücken sind erhalten. – Erst 1885 wieder zur Galerie. Vergl. die Bemerkung zum vorigen.

Tanz im Freien. 76. B.Bearbeiten

Vor einem ländlichen Hause führen Bauern-Burschen und -Mädchen einen Ringeltanz auf. Links küsst einer sein Mädchen. Fast grau in grau.

H. 0,042; br. 0,064. – Cons. 289. – Vergl. alle Bemerkungen zum vorigen, seinem Gegenstück.


II. Die von Römersche Sammlung.Bearbeiten

Sie ist unten in der Mitte des rechten Schrankflügels aufgestellt. Alle ihre Bilder im Inv. 1855 ff. S. 12–13.

Sophie Friederike Dinglinger.Bearbeiten

Geb. 1736 zu Dresden; gest. daselbst den 10. März 1791. Schülerin Oeser’s in Leipzig.

Bildniss des Joh. Melchior Dinglinger. 77. (92.) G.Bearbeiten

(1664–1731.) Er war Hofjuwelier August des Starken und August III. und der Grossvater der Künstlerin. Halbfigur fast von vorn. Graue Allongeperrücke, weisses, an der Brust offenes Hemd, goldgelber Rock, bauschiger violetter Mantel.

H. 0,117: br. 0,096.

[800]

Bildniss des Joh. Friedr. Dinglinger. 78. (93.) G.Bearbeiten

(1702–1767.) Er war als Hofjuwelier der Nachfolger seines Vaters Joh. Melchior Dinglinger und der Vater der Künstlerin. Brustbild ohne Hände nach links. Brauner Rock, braune Weste, violettes Halstuch, grüne Mütze.

Hochoval; h. 0,054; br. 0,041.

Frau Joh. Fr. Dinglinger. 79. (94.) G.Bearbeiten

Sie war die Gattin des vorigen, die Mutter der Künstlerin. Brustbild ohne Hände nach rechts. Schwarzes Kleid, weisser Hut mit blauer Bandrosette.

Hochoval; h. 0,054; br. 0,041.

Charlotte Dinglinger. 80. (95.) G.Bearbeiten

Sie war die Tochter Joh. Melchior Dinglinger’s, die Tante der Künstlerin. Brustbild ohne Hände nach links. Blaues Kleid mit durchsichtigem Brusttuch; violettes Band im dunkelblonden Haar.

Hochoval; h. 0,042; br. 0,033.

Sophie Friederike Dinglinger. 81. (96.) G.Bearbeiten

Selbstbildniss. Brustbild ohne Hände. Die schwarzhaarige Künstlerin trägt ein graues Kleid und eine weisse Haube.

Hochoval; h. 0,036; br. 0,030.

Anna Poppe, geb. Dinglinger. 82. (97.) G.Bearbeiten

Sie war die Tochter Joh. Melchior Dinglinger’s, die Gattin des Kaufmanns Fr. Poppe, die Tante der Künstlerin. Brustbild ohne Hände nach links. Blaues Kleid, Perlenhalsband, weisse Spitzenhaube.

Hochoval; h. 0,038; br. 0,032.

Der Kaufmann Franz Poppe. 83. (98.) G.Bearbeiten

Er war der Gatte der vorigen und dadurch der Oheim der Künstlerin. Brustbild ohne Hände nach rechts. Violetter Rock, Spitzenwäsche und graue Perrücke mit schwarzer Schleife.

Hochoval; h. 0,047; br. 0,039.


III. Die Preuss’sche Sammlung.Bearbeiten

Ihre 49 Bilder sind sämmtlich im linken Schrankflügel aufgestellt. Die Copien rühren nach Aussage des Geh. Rat Preuss selbst von verschiedenen Künstlern her; manche von ihnen von

Ernst Christian Weser.Bearbeiten

Geb. zu Dresden den 12. Nov. 1783; gest. daselbst am 23. Dec. 1860. Dieser geschickte Copist angeblich aller Bildchen dieser [801] Sammlung war Königl. Sachs. Obersteuerexaminator und als Maler mehr Dilettant als Künstler.

Den folgenden 40 Herrscherbildnissen liegen durchweg andere, grössere, zum Teil berühmte Originale zu Grunde. Mit Ausnahme des Papstbildes N. 85 sind es Brustbilder ohne Hände; alle sind auf Elfenbein gemalt. Im Hübner’schen Katalog waren sie nicht einzeln aufgeführt und daher auch nicht numerirt.

Papst Julius II. 84. F.Bearbeiten

Nach rechts. Roter Mantelkragen, rote Mütze. Nach Raphael’s Bild im Palazzo Pitti zu Florenz.

H. 0,078; br. 0,060.

Papst Clemens XIV. 85. F.Bearbeiten

Nach rechts mit segnend erhobener Rechten. Roter Mantelkragen, rote Mütze. Nach dem Bildnisse auf einer römischen Tabaksdose.

H. 0,077; br. 0,060.

Papst Leo X. 86. F.Bearbeiten

Nach links. Roter Mantelkragen, rote Kappe. Nach Raphael’s Bild im Palazzo Pitti zu Florenz.

H. 0,077; br. 0,060.

Papst Pius VII. 87. F.Bearbeiten

Halb nach links. Rote Amtstracht mit weissem Pelze und weisser Kappe. Nach einem Bilde Wicar’s in Paris.

H. 0,075; br. 0,055.

Kaiser Rudolf von Habsburg. 88. F.Bearbeiten

Fast von vorn. Die Krone im langen blonden Haar. Hellroter Rock, grüner Mantel. Bez. rechts mit einem aus O und G zusammengesetzten Monogramm. Nach einem Bilde im Germanischen Museum zu Nürnberg.

H. 0,077; br. 0,060.

Kaiser Sigismund. 89. F.Bearbeiten

Nach links. Die Krone auf dem Haupte. Grauer, rot eingefasster Rock, goldner Mantel. Bezeichnet links mit Dürer’s, rechts mit einem aus G und K zusammengesetzten Monogramm. Nach Dürer’s Bild im Germanischen Museum zu Nürnberg.

H. 0,077; br. 0,063.

Kaiser Maximilian. 90. F.Bearbeiten

Nach links. Brauner Rock, feuerroter Mantel, goldne Kette, schwarzer Hut. Bezeichnet links mit Dürer’s, rechts mit einem aus H und K (Hans v. Kulmbach?) zusammengesetzten Monogramm. Nach einem Bilde im Germanischen Museum zu Nürnberg.

H. 0,077; br. 0,059.

[802]

Kaiser Karl V. 91. F.Bearbeiten

Nach rechts. Graues Haar, kurzer grauer Vollbart. Schwarzer Rock, schwarze Kopfbedeckung. NachTizian’s Bilde in der Kaiserl. Galerie zu Wien.

H. 0,075; br. 0,056.

König Heinrich IV. von Frankreich. 92. F.Bearbeiten

Fast von vorn. Kurzes graues Haupthaar und kurzer grauer Vollbart. Dunkler Rock, kleine Halskrause, blaues Ordenshalsband. Nach dem Bilde des Frans Pourbus im Louvre zu Paris.

H. 0,075; br. 0,050.

König Gustav Adolf I. von Schweden. 93. F.Bearbeiten

Nach rechts. Rotblondes kurzes Haupthaar. Schnurr- und Kinnbart von derselben Farbe. Harnisch mit weissem Klappkragen und gelber Feldbinde. Nach dem Porträt van Dyck’s in der Münchener Pinakothek.

H. 0,075; br. 0,056.

König Johann Sobiesky von Polen. 94. F.Bearbeiten

Nach rechts. Kurzes dunkelblondes Haar; Schnurrbart von gleicher Farbe. Harnisch; rot und blauer Pelzmantel. Nach einem Bilde im Königl. Schlosse zu München.

H. 0,075; br. 0,057.

König Wilhelm III. von England. 95. F.Bearbeiten

Nach rechts. Grünlicher Harnisch ; weisses Spitzenhalstuch; lange braune Allongeperrücke. Angeblich nach einem Bilde Phil. van Dyck’s in Dresden.

H. 0,075; br. 0,057.

König Heinrich VIII. von England. 96. F.Bearbeiten

Von vorn. Feuerroter Hermelinrock mit goldner Kette; schwarzes Barett mit weisser Feder. Nach der Copie nach Holbein in der Dresdener Galerie.

H. 0,077; br. 0,055.

König Christian II. von Dänemark. 97. F.Bearbeiten

Nach rechts. Haar und Vollbart braun. Rock braun; Hut und Mantel schwarz. Nach einem Bilde im Germanischen Museum zu Nürnberg.

H. 0,077; br. 0,062.

König Franz I. von Frankreich. 98. F.Bearbeiten

Haar und Vollbart kurz, kraus und blond. Weisser Rock mit goldener Kette, blauer Hermelinmantel, schwarzes Barett. – Frei nach Tizian’s Bild im Louvre zu Paris.

H. 0,077; br. 0,060.

[803]

König Gustav Wasa von Schweden. 99. F.Bearbeiten

Brust nach links, Kopf nach rechts. Langer dunkelblonder Vollbart. Schwarzer Rock, schwarzes Barett mit weisser Feder. Nach einem Original im Museum zu Stockholm.

H. 0,077; br. 0,060.

Zar Peter der Grosse von Russland. 100. F.Bearbeiten

Nach links. Kleines Schnurrbärtchen. Roter Pelzmantel und blaues Ordensband über dem Harnisch. Angeblich nach einem Original der Dresdener Galerie.

H. 0,075; br. 0,057.

König Ludwig XIV. von Frankreich. 101. F.Bearbeiten

Nach rechts. Harnisch mit blauem Ordensbrustband. Allongeperrücke. Nach einem Originale Petitot’s.

H. 0,076; br. 0,056.

König Karl XII. von Schweden. 102. F.Bearbeiten

Brust nach links. Kopf noch rechts. Kurzgeschorenes blondes Haar. Ueber blankem Harnisch ein offener blauer Rock und eine schwarze Halsbinde. Angeblich nach einem Original der Dresdener Galerie.

H. 0,075; br. 0,056.

König August II. (der Starke) von Polen, Kurfürst von Sachsen. 103. F.Bearbeiten

Brust leicht nach links. Kopf leicht nach rechts. Graue Allongeperrücke. Roter, vorn offner Rock über blankem Harnisch. Nach unbekanntem Original.

H. 0,075; br. 0,057.

Kaiser Joseph II. 104. F.Bearbeiten

Brust nach rechts, Kopf nach links. Grüner Waffenrock mit rotem Kragen. Nach einem Original Jos. Hickel’s in Wien.

H. 0,075; br. 0,056.

König Friedrich II. (der Grosse) von Preussen. 105. F.Bearbeiten

Nach links. Weisse Perrücke, hinten mit schwarzer Schleife. Schwarzer Rock mit Ordensstern. Weisse Halsbinde. Nach einem Original im Kaiserl. Schlosse zu Wien.

H. 0,075; br. 0,055.

König Georg III. von England. 106. F.Bearbeiten

Nach rechts. Weisse, bis an den Hals zugeknöpfte Weste mit blauem Ordensband. Dunkelblauer Rock mit rotem Kragen. Weisse Perrücke mit schwarzer Schleife. Nach einer Tabaksdose.

H. 0,074; br. 0,056.

[804]

König Ferdinand IV. von Neapel. 107. F.Bearbeiten

Nach links. Dunkelblauer Rock mit rotem Kragen; schwarze Halsbinde. Nach einer Tabaksdose.

H. 0,075; br. 0,054.

König Karl XIII. von Schweden. 108. F.Bearbeiten

Nach links. Blauer, fest zugeknöpfter Rock mit hohem Kragen und weissem Ordensbrustband. Nach einer Tabaksdose.

H. 0,075; br. 0,056.

Angeblich Königin Catarina Cornaro von Cypern. 109. F.Bearbeiten

Nach links. Schwarzes Wittwenkleid und schwarzer Wittwenschleier vor rotem Vorhang. Nach Pordenone’s Bild in der Dresdener Galerie.

H. 0,077; br. 0,059.

Königin Maria Stuart von Schottland. 110. F.Bearbeiten

Nach rechts. Sie trägt ein schwarzes Kleid und weissen Kragen, eine weisse Haube, ein goldenes Kreuz an blauem Bande. Nach nicht bekanntem Original.

H. 0,075; br. 0,056.

Königin Christine von Schweden. 111. F.Bearbeiten

Nach rechts. Blonde, auf die Schultern herabfallende Locken; Perlenhalsband; ausgeschnittenes dunkles Kleid mit weissem Brusttuch. Angeblich nach einem Original J. G. Beck’s.

H. 0,075; br. 0,057.

Kaiserin Maria Theresia von Oesterreich. 112. F.Bearbeiten

Nach links. Schwarzes Trauerkleid und schwarze Trauerhaube. Nach einem Original Jos. Hickel’s in Wien.

H. 0,075; br. 0,056.

Kaiserin Katharina II. von Russland. 113. F.Bearbeiten

Fast von vorn. Grüner Lorbeerkranz im grauen Haar, dessen Locken auf die Schultern herabfallen.. Hermelinmantel mit Ordenskette. Nach einem Original J. B. Lampi’s in Wien.

H. 0,074; br. 0,055.

König Friedrich VI. von Dänemark. 114. F.Bearbeiten

Fast von vorn. Kurzes rotblondes Haar. Feuerroter Waffenrock mit blauem Kragen und Bruststück, blauem Ordensbrustband, silbernen Epauletten. Nach einer Tabaksdose.

H. 0,075; br. 0,056.

[805]

König Friedrich Wilhelm III. von Preussen. 115. F.Bearbeiten

Nach links. Dunkelblauer Waffenrock mit rotem, silberbesetztem Kragen und silbernen Epauletten. Nach einer Tabaksdose.

H. 0,075; br. 0,056.

König Maximilian Joseph von Baiern. 116. F.Bearbeiten

Nach rechts. Dunkelblauer Waffenrock mit scharlachrotem Bruststück, rotem, silberbesetztem Kragen, rotem Ordensbrustband, blauweisser Schärpe. Nach einem Originale Joh. Fr. Stieler’s in München.

H. 0,075; br. 0,057.

König Friedrich August der Gerechte von Sachsen. 117. F.Bearbeiten

Nach rechts. Weisser Waffenrock mit feuerroten Aufschlägen und grünem Ordensband. Nach dem Originale A. Graff’s in der Dresdener Galerie.

H. 0,075; br. 0,057.

König Friedrich von Würtemberg. 118. F.Bearbeiten

Brust nach links, Kopf nach rechts. Dunkler Waffenrock mit silbernen Epauletten, schwarz- und silbernem Kragen und Bruststück, rotem Ordensbrustband. Nach einem Original in Stuttgart.

H. 0,075; br. 0,056.

König Karl I. von England. 119. F.Bearbeiten

Nach rechts. Langes rotes Haar. Kinn- und Schnurrbart von gleicher Färbung. Schwarzer, aufgeschützter Rock mit weissem Faltenkragen und blauem Ordenshalsbande. Frei nach einem der Originale van Dyck’s.

H. 0,075; br. 0,055.

König Ludwig XVI. von Frankreich. 120. F.Bearbeiten

Nach links. Graue Perrücke. Blauer Hermelinmantel mit goldner Kette und weissem Spitzenhalstuch. Nach dem Original Luca Sicardi’s in Paris.

H. 0,075; br. 0,055.

König Gustav Adolf II. von Schweden. 121. F.Bearbeiten

Nach links. Bartloses Gesicht, hellblondes Haar. Roter Rock mit weissem Klappkragen; schwarzer Mantel. Nach einem Original von J. B. Lampi in Wien.

H. 0,075; br. 0,055.

König Karl IV. von Spanien. 122. F.Bearbeiten

Nach rechts. Dunkelblauer Waffenrock mit feuerroten und silbernen Aufschlägen, blau-weiss-blauem Ordensbrustband. Angeblich nach einem Originale Goya’s.

H. 0,075; br. 0,057.

[806]

König Victor Emanuel von Sardinien. 123. F.Bearbeiten

Nach rechts. Weisses Haar. Dunkelblauer Waffenrock mit hohem, gleichfarbigem Kragen, silbernen Epauletten, blauem Ordensbrustband. Nach einer Tabaksdose.

H. 0,075; br. 0,056.

Kaiser Karl der Grosse. 124. F.Bearbeiten

Von vorn. Blonder Vollbart; lange blonde Locken. Reich in Gold gestickter Mantel. Goldene Krone. Nach dem Original Dürer’s im Germanischen Museum zu Nürnberg.

H. 0,075; br. 0,055.

Oliver Cromwell, Protector von England. 125. F.Bearbeiten

Brust von vorn, Kopf nach rechts. Dünnes braunes Haar. Harnisch mit weissem Klappkragen. Nach Andreas Möller’s Copie in der Dresdener Galerie nach einem Originale Rob. Walker’s in London.

H. 0,077; br. 0,050.

Der schwarze König Christoph von Haiti. 126. F.Bearbeiten

Weisse Perrücke. Europäischer dunkelblauer Waffenrock mit goldenem und rotem Brusteinsatz und Kragen, goldenen Epauletten und einem Ordensstern. Nach einem englischen Kupferstiche.

H. 0,077; br. 0,060.

Kaiser Napoleon I. von Frankreich. 127. F.Bearbeiten

Brust von vorn, Kopf nach rechts. Scharlachroter Hermelinmantel mit goldener Ordenskette. Goldener Lorbeerkranz im kurzen braunen Haar. Nach Isabey.

H. 0,074; br. 0,056.

Kaiser Alexander I. von Russland. 128. F.Bearbeiten

Nach links. Kurzes hellblondes Haar. Grüner Waffenrock mit rotem Kragen, goldenen Epauletten, blauem Ordensbrustband. Nach einem Originale St. Aubin’s in Paris.

H. 0,075; br. 0,055.

Kaiser Franz I. von Oesterreich. 129. F.Bearbeiten

Nach links. Spärliches graues Haar. Grüner Waftenrock mit rotem Kragen. Nach einem Originale in Wien.

H. 0,076; br. 0,056.

Sultan Mahomet II. 130. F.Bearbeiten

Nach rechts. Schwarzer Vollbart; schwarz und weisser Turban. Hellblauer Rock mit schwarzem Pelzkragen. Nach einem Bilde, welches Graf Italinsky in Constantinopel hatte anfertigen lassen.

H. 0,077; br. 0,059.

[807]

König Ludwig XVIII. von Frankreich. 131. F.Bearbeiten

Nach links. Graues, spärliches Haar. Dunkelblauer Rock mit hohem Kragen, goldenen Epauletten, blauem Ordensbrustband. Nach einem Originale Gerard’s in Paris.

H. 0,077; br. 0,060.

König Ferdinand VII. von Spanien. 132. F.Bearbeiten

Nach links. Kurzes schwarzes Haar. Dunkelblauer Waffenrock mit silberbesetztem rotem Kragen und Bruststück, sowie blau-weiss-blauem Ordensbande. Nach einer Tabaksdose.

H. 0,075; br. 0,057.


IV. Die von Reitzenstein’sche Sammlung.Bearbeiten

Ihre 66 Bildchen sind im rechten Schrankflügel (G) untergebracht.

A. Bildchen bekannter Künstler.Bearbeiten

Jean Baptiste Jacques Augustin.Bearbeiten

Geb. den 15. Aug. 1759 zu St. Dié in Lothringen; gest. zu Paris den 13. April 1832. Autodidakt. Berühmter französischer Miniaturenmaler der Kaiserzeit.

Kaiser Napoleon I. 133. (59.) G.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände fast von vorn, den Kopf leicht nach rechts gewandt. Kurzes dunkles Haar. Grüner Waffenrock mit goldenen Epauletten und Knöpfen, rotem Kragen und roter Weste. Bez. links in der Mitte: Augustin.

H. 0,063; br. 0,044. – Dieses Bild bildete mit dem folgenden, seinem Gegenstücke, die Deckel eines Notizbüchleins, welches Kaiser Napoleon I. der Königin Amalie von Sachsen verehrte.

Jerome, König von Westfalen. 134. (60.) G.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände fast von vorn. Dunkler Krauskopf. Weisser Waffenrock mit goldener Stickerei und goldenen Epauletten, schwarzem goldbestickten Kragen, rotem Ordensbrustband. Bez. links i. d. M.: Augustin.

H. 0,064; br. 0,044. –Vergl. die Bemerkungen zum vorigen, seinem Gegenstücke.

Jean Baptiste Isabey.Bearbeiten

Geb. zu Nancy den 11. April 1767; gest. zu Paris 1855. Als Miniaturist Schüler des Jacques Dumont, peintre du roi, in Paris. Er gehörte zu den berühmtesten Miniaturenmalern seiner Zeit.

[808]

Jerome, König von Westfalen. 135. (47.) G.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände etwas nach links. Dunkler Krauskopf. Weisser, mit Gold bestickter Waffenrock, goldene Epauletten, rote Weste. Bezeichnet rechts oben: Isabey.

Hochoval; h. 0,050; br. 0,041.

Johann Walch.Bearbeiten

Geb. zu Kempten 1757; gest. zu Augsburg 1816. Schüler der Akademie zu Augsburg, wo er sich nach längeren Reisen 1786 niederliess.

Erzherzog Karl von Oesterreich. 136. (62.) G.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände nach links. Weisser Waffenrock mit blauem Kragen und rot-weiss-rotem Ordensbrustband. Bez. r. i. d. Mitte: Walch. 1799.

Kreisrund; h. 0,073; br. 0,073.

Günther.Bearbeiten

Es ist nicht bekannt, von welchem der verschiedenen Maler dieses Namens, welche um die Wende des XVIII. und XIX. Jahrhunderts lebten, die nachfolgenden Bildchen herrühren. Chr. August Günther (geb. zu Pirna 1760, gest. zu Dresden 1824) erscheint, da er Landschaftsmaler war, weniger wahrscheinlich als Job. Georg Günther (Gündter), der 1766 zu Altmannstein in Bayern geboren wurde und 1832 als Inspector der Augsburger Galerie starb.

Erzherzog Karl von Oesterreich. 137. (42.) G.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände nach links. Spärliches weisses Haar. Weisser Waffenrock mit blauem Kragen und rot-weiss-rotem Ordensband. Bezeichnet rechts unten: Günther 1793 (nicht 1799).

Hochoval; h. 0,086; br. 0,066.

Graf Laudon, österreichischer Feldmarschall. 138. (105.) G.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände nach links. Dunkelgrüner Waffenrock mit rotem Kragen, blauem und rot-weiss-rotem Ordensbrustband. Bezeichnet links in der Mitte: Günter 17 .   . (Jahreszahl undeutlich).

Oben abgerundet: h. 0,101; br. 0,088.

Jeremias Alexander Fiorino.Bearbeiten

Geb. zu Cassel den 19. April 1793; gest. zu Dresden den 24. Juni 1847. Näheres unbekannt.

[809]

Prinz Maximilian von Sachsen. 139. (73.) G.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände nach rechts. Graues, zurückgestrichenes Haar. Weisser Waffenrock mit goldgesticktem grünen Kragen, goldenen Epauletten, einem Ordensbrustbande. Bez. rechts in der Mitte: Fiorino . p.

Hochoval; h. 0,035; br. 0,022.

C. Oppermann.Bearbeiten

Nagler’s Künstlerlexikon nennt einen um 1765 in Braunschweig geborenen Miniaturenmaler Oppermann, dessen Taufnamensinitialen (J. H. N.) aber mit denjenigen unseres Künstlers nicht übereinstimmen.

Kaiser Alexander I. von Russland. 140. (71.) G.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände nach links. Ergrautes Haar. Blauer Waffenrock mit rotem, goldgesticktem Kragen, goldenen Epauletten, blauem Ordensband. Bezeichnet rechts in der Mitte: C. (im C scheint noch ein J zu stehen) Oppermann . 1809.

Hochoval; h. 0,056; br. 0,043.

M. Winberg.Bearbeiten

Wir konnten bis jetzt keine Lebensnachrichten dieses Künstlers ermitteln.

Kaiser Alexander II. von Russland. 141. (69.) G.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände von vorn. Der blauäugige dunkelblonde Zar trägt einen schwarzen Waffenrock mit rotem, goldgesticktem Kragen, goldenen Epauletten und blauem Ordensbrustband. Bezeichnet rechts in der Mitte: M. Winberg.

Hochoval; h. 0,044; br. 0,030.

B. Bildchen unbekannter Meister.Bearbeiten

Die Bilder, bei denen nichts anderes angegeben ist, sind Brustbilder oder Köpfe ohne Hände. – Die Benennungen beruhen, wo nichts anderes angegeben ist, auf dem Inventar von 1855 ff.

Carl Leopold Christoph von Reitzenstein. 142. (45.) G.Bearbeiten

Rittmeister im kursächsischen Kürassier-Regiment von Brenkenhoff. Halbfigur fast von vorn. Brustharnisch unter gelbem Rock mit blau-silbernen Aufschlägen. In der Landschaft ein Zeltlager.

Oelbild auf Leinen; h. 0,255; br. 0,215.

[810]

Prinzessin Marianne von Sachsen. 143. (41.) G.Bearbeiten

Nach links. Blaues Kleid mit Ordenskreuz, Purpurmantel, weisser Kopfputz mit Federn.

H. 0,100; br. 0,080.

Prinz Albrecht von Sachsen-Teschen. 144. (48.) G.Bearbeiten

Halbfigur nach links. Er trägt eine Perrücke, eine gelbe Weste und einen roten Rock mit grünen Aufschlägen. Die rechte Hand stützt er auf seinen Stock.

Hochoval; h. 0,073; br. 0,058. – Gegenstück zum folgenden.

Erzherzogin Christine von Oesterreich, Gemahlin des Prinzen Albrecht von Sachsen-Teschen. 145. (46.) G.Bearbeiten

Halbfigur nach rechts in blauem Kleide mit Spitzen.

Hochoval; h. 0,071; br. 0,057. – Gegenstück zum vorigen.

Gräfin Corvin-Krasinska. 146. (49.) G.Bearbeiten

Ein wenig nach rechts. Schwarzes Tülltuch über gelbem Kleide. Spitzenhaube mit blauen Bändern.

Hochoval; h. 0,050; br. 0,041. – Erst im Hübner’schen Katalog als die Gräfin Corvin. Im Inventar 1855 ff. S. 246 als unbekanntes Bildniss.

Maria Leczinska, Königin von Frankreich. 147. (50.) G.Bearbeiten

Fast von vorn. Blonde, mit Perlen durchflochtene Locken. An der linken Schulter ein gelb und blaues, an der rechten ein weisses Gewandstück.

Hochoval; h. 0,036; br. 0,030.

Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz. 148. (51.) G.Bearbeiten

Etwas nach links. Eine durchsichtige helle Haube auf hoher Perrücke; ein schwarzes Band um den Hals. Ein dünnes Brusttuch über blau-weissem Kleide.

Hochoval; h. 0,062; br. 0,051.

Oberlandfischmeister von Wolfersdorff. 149. (52.) G.Bearbeiten

Nach links. Auf grünem Rock ein blaues Ordensbrustband; hinten an der grauen Perrücke eine schwarze Schleife.

Hochoval; h. 0,052; br. 0,042.

Gräfin von Hrzan und Harras, geb. Gräfin Colonna. 150. (53.) G.Bearbeiten

Nach rechts. Weisses Kleid; durchsichtiges weisses Brusttuch; weisse Haube im weissen Haar.

Hochoval; h. 0,049; br. 0,039.

Antonie Gräfin von Hrzan und Harras. 151. (54.) G.Bearbeiten

Halb nach links. Blaues Kleid; bläuliche Haube; blauschattiges Gesicht.

Hochoval; h. 0,061; br. 0,048.

[811]

König Max I. von Baiern. 152. (55.) G.Bearbeiten

Nach rechts. Spärliches, kurzes braunes Haar. Blauer Waffenrock mit rotem Bruststück.

Hochoval; h. 0,045; br. 0,032.

König Friedrich August der Gerechte von Sachsen. 153. (56.) G.Bearbeiten

Nach links. Weisse Perrücke. Weisser Waffenrock mit rotem Bruststück und Kragen, goldenen Epauletten, grünem Ordensbrustband.

Hochoval; h. 0,052; br. 0.033.

König Ferdinand VII. von Spanien. 154. (57.) G.Bearbeiten

Nach rechts. Kurzes braunes Haar. Dunkler, mit Gold bestickter Rock mit blau-weiss-blauem Ordensbrustband und roter Gürtelschärpe.

Hochoval; h. 0,057; br. 0,032.

König Ludwig I. von Baiern. 155. (58.) G.Bearbeiten

Nach links. Dunkelblonder Krauskopf. Blauer Waffenrock mit rotem, silberbesetztem Kragen. Viele Orden an der Brust.

Hochoval; h. 0,054; br. 0,033.

Königin Amalie von Sachsen. 156. (61.) G.Bearbeiten

Von vorn in blauem Kleide mit braunem Pelze.

Hochoval; h. 0,047; br. 0,037.

Herzogin Amalie von Zweibrücken. 157. (63.) G.Bearbeiten

Fast von vorn in weissem Hemde und rotem, vorn geöffneten Morgenkleide mit Pelzbesatz.

Hochoval; h. 0,052; br. 0,041.

Prinzessin Marianne von Sachsen. 158. (64.) G.Bearbeiten

Nach rechts. Weisser Hut mit einer roten Rose, violettes Kleid mit rosa Gürtelschärpe und weissem Brusttuch.

Hochoval; h. 0,072; br. 0,058.

Prinz Clemens von Sachsen, Kurfürst von Trier. 159. (65.) G.Bearbeiten

Nach links. Schwarzer Rock mit goldenem Kreuz auf der Brust und rotem Brusteinsatz.

Hochoval; h. 0,078; br. 0,066.

Kurfürstin Marie Antonie von Sachsen. 160. (66.) G.Bearbeiten

Halbfigur nach links auf grünem Stuhl. Die alte Dame stützt sich mit der erhobenen Rechten anf einen Stock. Sie trägt ein helles, buntgeblümtes Kleid, eine schwarze Tüll-Mantille und eine kleine Haube mit blau-weissen Bändern.

Hochoval; h. 0,060; br. 0,050.

[812]

Kaiser Nikolaus von Russland. 161. (67.) G.Bearbeiten

Nach rechts. Braunes Haar, blaue Augen. Dunkler Waffenrock mit rotem, goldgesticktem Kragen, goldenen Epauletten, blauem Ordensbrustband.

Hochoval; h. 0,041; br. 0,035.

Kaiserin Alexandra Feodorowna von Russland. 162. (68.) G.Bearbeiten

Die Gemahlin des Kaisers Nikolaus. Fast von vorn vor rotem Vorhang. Auf dem Kopfe eine kleine Krone, eine Perlenschnur um den Hals. Ausgeschnittenes weisses Kleid mit blauem Ordensband unter dem Hermelin.

Hochoval; h. 0,041; br. 0,028.

König Friedrich Wilhelm IV. von Preussen. 163. (70.) G.Bearbeiten

Nach rechts, halb von hinten. Blauer Waffenrock mit rotem, goldgesticktem Kragen und mit orangefarbenem Ordensband über dem Rücken.

Hochoval; h. 0,040; br. 0,032.

Prinzessin Elisabeth von Sachsen. 164. (72.) G.Bearbeiten

Leicht nach rechts. Grau gepudertes Haar. Hellblaues ausgeschnittenes Kleid mit durchsichtigem weissen Brusttuch.

Hochoval; h. 0,050; br. 0,040.

Prinzessin Elisabeth von Sachsen. 165. (74.) G.Bearbeiten

Halbfigur fast von vorn ohne Hände. Ausgeschnittenes kornblaues Kleid mit Pelzbesatz. Links im Hintergrunde eine Säule, rechts grüne Büsche.

H. 0,056; br. 0,067.

Weibliches Bildniss. 166. (75.) G.Bearbeiten

Halbfigur ohne Hände nach links. Weisses Kleid mit hellroter Pelzjacke. Kopfschmuck mit dunklen Federn und weissem Schleier.

Hochoval; h. 0,063; br. 0,051.

Kurfürst Maximilian Josef von Baiern. 167. (76.) G.Bearbeiten

Nach rechts. Langes, auf dem Rücken gebundenes Haar. Blau und roter Rock.

Hochoval; h. 0,018; br. 0,015.

Herzog Karl von Pfalz-Zweibrücken. 168. (77.) G.Bearbeiten

Nach rechts. Hellblauer, mit Gold besetzter Rock; darunter ein rot-weiss-rotes Ordensbrustband.

Hochoval; h. 0,029; br. 0,023.

Baron Fersen. 169. (78.) G.Bearbeiten

Schwedischer Oberkammerherr. Im Profil nach links. Graue Perrücke; blau und gelber Rock.

Hochoval; h. 0,017; br. 0,014.

[813]

Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz. 170. (79.) G.Bearbeiten

Fast von vorn. Grau gepudertes Haar. Ausgeschnittenes weisses Kleid; Hermelinmantel; feuerrotes Ordensband.

Hochoval; h. 0,029; br. 0,023.

Weibliches Bildniss. 171. (80.) G.Bearbeiten

Nach links. Blaues Band im Haar, dessen helle Locken auf die Schultern herabfallen.

Hochoval; h. 0,018; br. 0,016.

König August III. von Polen, Kurfürst von Sachsen. 172. (81.) G.Bearbeiten

Halbfigur ohne Hände nach rechts. Ueber die Ohren gezogene Perrücke. Grauer Stahlharnisch mit feuerrotem Ordenshalsband und blauem Hermelinmantel.

Oben abgerundet; h. 0,055; br. 0,067. – Gegenstück zum folgenden.

Kurfürstin Maria Anna von Baiern. 173. (83.) G.Bearbeiten

Halbfigur nach links. Sie trägt ein ausgeschnittenes grünes Kleid und stützt sich mit der erhobenen Rechten auf einen Stock. Links ein Hund. Im Hintergrunde Bäume.

Oben abgerundet; h. 0,056; br. 0,067. – Gegenstück zum vorigen.

Kurfürstin Marie Antonie von Sachsen. 174. (82.) G.Bearbeiten

Halbfigur nach links auf gelbbezogenem Stuhle. Sie trägt ein blaues, braun besetztes Kleid, einen schwarzen Schleier im grauen Haar und stützt sich mit erhobener Rechten auf einen Stock. Links liegt ihre Krone auf blauem Mantel.

Breitoval; h. 0,043; br. 0,054.

Weibliches Bildniss. 175. (84.) G.Bearbeiten

Fast von vorn. Hut und Kleid von hellroter Farbe.

Hochoval; h. 0,040; br. 0,030.

Prinzessin Elisabeth von Sachsen. 176. (85.) G.Bearbeiten

Fast von vorn. Blaues Kleid mit braunem Pelz; ein Rosenkranz im hochfrisirten grau gepuderten Haar.

Hochoval; h. 0,026; br. 0,020.

Prinzessin Christine von Sachsen. 177. (86.) G.Bearbeiten

Sie war Aebtissin von Remiremont. Nach rechts. Sie trägt ein ausgeschnittenes rotes Kleid. Hinter ihr vor braunem Vorhang liegt eine Hermelinkrone auf violettem Kissen.

Hochoval; h. 0,037; br. 0,031.

[814]

Kurfürst Karl Theodor von Baiern. 178. (87.) G.Bearbeiten

Nach links. Das feuerrote Gesicht von weisser Perrücke umrahmt. Eine goldene Kette auf weissem Gewande.

Hochoval; h. 0,031; br. 0,026. – Gegenstück zum folgenden.

Kurfürstin Elisabeth von Baiern. 179. (88.) G.Bearbeiten

Nach links. Blaues Kleid mit rot-blauer Ordensschleife. Brauner durchsichtiger Schleier.

Hochoval; h. 0,031; br. 0,026. – Gegenstück zum vorigen.

König Friedrich August der Gerechte von Sachsen. 180. (89.) G.Bearbeiten

Nach rechts. Weisser Waffenrock mit rotem Bruststücke, goldenen Knöpfen, blauem Ordensbrustband.

Hochoval; h. 0,042 ; br. 0,032.

König Friedrich August der Gerechte von Sachsen. 181. (90.) G.Bearbeiten

Nach rechts. Weisser Waffenrock mit rotem Bruststücke, goldenen Knöpfen, blauem Ordensbrustband.

Hochoval; h. 0,057; br. 0,030.

Kurfürst Maximilian Josef von Baiern. 182. (91.) G.Bearbeiten

Nach rechts. Blauer Rock, roter Mantel mit feuerrotem Ordenshalsbande.

H. 0,026; br. 0,032.

Prinz Albrecht von Sachsen-Teschen. 183. (99.) G.Bearbeiten

Nach rechts. Hermelinmantel mit grün-rot-grünem Ordensband. Am Hinterkopf eine schwarze Schleife.

Hochoval; h. 0,065; br. 0,046. – Gegenstück zum folgenden.

Erzherzogin Christine von Oesterreich. 184. (100.) G.Bearbeiten

Gemahlin des Prinzen Albrecht von Sachsen-Teschen. Nach links. Weisses Kleid, weisse Haube, graue Locken.

Hochoval; h. 0,067; br. 0,046. – Gegenstück zum vorigen.

König August II. (der Starke) von Polen, Kurfürst von Sachsen. 185. (101.) G.Bearbeiten

Nach links. Harnisch, Purpurhermelin und mächtige Allongeperrücke.

Hochoval; h. 0,029; br. 0,023.

König Friedrich August der Gerechte von Sachsen. 186. (102.) G.Bearbeiten

Nach rechts. Weisser Waffenrock mit rotem Kragen und grünem Ordensbrustband.

Hochoval; h. 0,041; br. 0.032.

Prinzessin Marianne von Sachsen. 187. (103.) G.Bearbeiten

Fast von vorn. Feuerrotes Kleid mit braunem Pelzbesätze, weisser Tüllschleier mit Rosen auf der mächtigen grauen Frisur.

Hochoval; h. 0,038; br. 0,033.

[815]

Kurfürst Maximilian Josef von Baiern. 188. (104.) G.Bearbeiten

Halbfigur nach rechts. Harnisch und Purpurhermelin mit blauem Ordensbrust- und dunkelgelbem Ordenshalsbande vor blauem Vorhang.

H. 0,056; br. 0,067.

Maria von Toscana und Friedrich August von Sachsen als Kinder. 189. (106.) G.Bearbeiten

niestück, halb nach rechts. Arm in Arm stehen die prinzlichen Kinder in weissen Kleidern da.

Kreisrund; h. 0,064; br. 0,064.

König August III. von Polen, Kurfürst von Sachsen. 190. (107.) G.Bearbeiten

Nach rechts. Weisse, die Ohren bedeckende Perrücke. Ein kleines Stück des blauen Mantels sichtbar.

Hochoval; h. 0,024; br. 0,019.

Kurfürstin Maria Anna von Baiern. 191. (108.) G.Bearbeiten

Nach links. Weisses Kleid mit blauem Bande und durchsichtigem Brusttuche.

Hoch achteckig; h. 0,031; br. 0,019.

Kurfürst Friedrich Christian von Sachsen. 192. (109.) G.Bearbeiten

Nach links. Weisse Perrücke. Nur ein kleines Stück der Kleidung am Hals sichtbar.

Hochoval; h. 0,026; br. 0,019.

Prinz Maximilian von Sachsen. 193. (110.) G.Bearbeiten

Nach links. Weisser Waffenrock mit gelbem Kragen, goldenen Epauletten, blauem Ordensbrustband.

Hoch achteckig; h. 0,029; br. 0,017.

Kurfürstin Marie Antonie von Sachsen. 194. (111.) G.Bearbeiten

Nach links. Ausgeschnittenes blaues Kleid; schwarzer Schleier, der von ihrer weissen Haube herabfällt.

Hochoval; h. 0,023; br. 0,019.

Prinzessin Karoline von Parma. 195. (112.) G.Bearbeiten

Gemahlin des Prinzen Maximilian von Sachsen. Nach rechts. Blaues Kleid mit weissem Brusttuch und einer mit einer Perle geschmückten blau-weissen Schleife.

Hochoval; h. 0,055; br. 0,046.

König Maximilian I. von Baiern. 196. (113.) G.Bearbeiten

Nach rechts. Spärliches braunes Haar. Blauer Waffenrock mit rotem Bruststück und Kragen, rotem Ordensbrustbande.

Hochoval; h. 0,048; br. 0,029.

[816]

Herzogin Christine von Sachsen-Teschen. 197. (114.) G.Bearbeiten

Nach links. Lila, mit Spitzen besetztes Kleid; lila Federhut im hochfrisirten Haar.

Hochoval; h. 0,047; br. 0,037.

König Maximilian I. von Baiern. 198. (115.) G.Bearbeiten

Fast von vorn. Weisser Waffenrock mit rotem Kragen und Brusteinsatz. Auf der Brust ein roter und ein blauer Ordensstern.

Hochoval; h. 0,075; br. 0,058.

V. Einzeln erworbene Miniaturbilder.Bearbeiten

Jer. Alex. Fiorino.Bearbeiten

Lebensdaten oben zu N. 139 (73).

Der Sänger Filippo Sassaroli. 199. (147.) E.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände nach rechts. Der schwarzhaarige Sänger trägt eine weisse Weste, einen blauen Rock mit goldenen Knöpfen, Vatermörder und eine weisse Halsbinde.

H. 0,056; br. 0,045. – 1866 als Vermächtniss des Fräulein Charlotte Hasse. Die Benennung des Künstlers beruht auf dem Inventar 1855 ff. S. 51.

Friedrich Moritz August Retsch.Bearbeiten

Geb. zu Dresden den 9. Dec. 1779; gest. in der Lössnitz den 11. Juni 1857. Schüler der Dresdener Akademie, besonders Grassi’s, seit 1798.

Frau von Somaruga. 200. (40 a.) F.Bearbeiten

Brustbild ohne Hände nach links. Die dunkelblonde Dame trägt ein weisses Kleid und einen grünen Mantel.

Hochoval; h. 0,077 ; br. 0,064. – 1879 von Frau von Somaruga, geb. von Ploetz, selbst der Galerie geschenkt.

Unbekannte Künstler.Bearbeiten

Graf Camino Marcolini. 201. (43.) G.Bearbeiten

Brustbild nach links vor einer Mauer, neben welcher man links in die Landschaft blickt. Schwarzer Rock mit Ordensstern, blaue Weste, rotes Ordenshalsband. An der Brust ist die Rechte sichtbar.

Papier; h. 0,270.[WS 1]; br. 0,251. – 1873 als Geschenk aus dem Nachlasse des höchstseligen Königs Johann.

[817]

Schloss Nymphenburg bei München. 202. (44.) G.Bearbeiten

Ansicht aus der Vogelperspective. Vorn der Weiher mit Schwänen und einer Gondel. Im Mittelgrunde hinter den Gartenanlagen das rotdachige Schloss mit seinen Nebengebäuden. Im Hintergrunde die weite Landschaft.

Papier; h. 0,232; br. 0,190. – 1780 durch den Kammerherrn von Nitsche zur Galerie geliefert.




Anmerkungen (Wikisource)

  1. In der Vorlage 0,027, Korrektur siehe 5. Auflage [1]