BLKÖ:Habsburg, Maximilian I.

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 7 (1861), ab Seite: 90. (Quelle)
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262. Maximilian I., deutscher Kaiser, der letzte Ritter zubenannt (geb. zu Neustadt 23. März 1459, gest. zu Wels 12. Jänner 1519). Sohn des Kaisers Friedrich III. (IV.) [Bd. VI, Nr. 104] aus dessen Ehe mit Eleonore von Portugal [Bd. VI, Nr. 50]. Gemalinen: 1) Maria von Burgund (geb. 12. Februar 1457, gest. 28. März 1482) [s. d. Nr. 196], ihm vermält am 20. März 1477[BN 1]; 2) Blanca Maria von Mailand (geb. 1472, gest. 11. December 1511), Witwe des Herzogs Philibert von Savoyen, dem Kaiser vermält am 16. März 1494. Nach Maria’s Tode sollte Maximilian Anna von Bretagne heirathen (Bd. VI, Nr. 23], doch wurde ihm diese Braut, als sie schon auf der Reise nach Deutschland sich befand, von König Karl VIII. von Frankreich geraubt, und so französischer Seits wieder einer jener schimpflichen Streiche begangen, an denen die Geschichte Frankreichs gegenüber dem Hause Oesterreich in alter und neuer Zeit nie arm war. Kinder. Deren besaß Kaiser Max nur aus seiner ersten Ehe: Franz (geb. 2. September, gest. 23. December 1481), Philipp (geb. 23. Juni 1478, gest. 25. September 1506) und Margaretha (geb. 10. Jänner 1480, gest. in der Nacht vom 30. November auf den 1. December 1530) [s. d. Nr. 189]. Außer diesen hatte Kaiser Max mehrere natürliche Kinder, deren zu Ende dieser Lebensskizze Erwähnung geschieht. Wahlspruch. Um ein außen herum mit Schwertern und Streitkolben bestecktes Rad, über welchem ein Reichsapfel schwebt, die Devise: „Per tot discrimina“. Hervorragende Lebensmomente. Die Friedensliebe von Maximilian’s Vater, Kaiser Friedrich, hatte eine allgemeine Erschlaffung des Lebens in Deutschland zur Folge gehabt, und es wurde von Vielen nur zu gern für Milde angesehen, was eigentlich Mangel an Thatkraft und ernstem Wollen war. Noch als Erzherzog vermälte sich Max mit Maria von Burgund, welche nach dem Tode ihres Vaters von dem listigen französischen Könige Ludwig XI. und ihren aufrührerischen Vasallen hart bedrängt wurde [man vergleiche Maria’s Lebensskizze, Nr. 196]. Diese Ehe brachte ihm Glück und dem Lande Frieden, aber schon nach vier Jahren löste der Tod das innige Band, und mit Maria’s Tode begannen auch die Unruhen in den burgundischen Landen von Neuem. Die Stände verweigerten dem Vater die Vormundschaft über seinen eigenen Sohn. Maximilian selbst wurde in Brügge [91] gefangen, erst als Kaiser Friedrich mit einem Reichsheere nahte und wider die Aufrührer die Acht ausgesprochen wurde, gaben sie Maximilian frei. Um aber die Niederlande gegen Frankreichs Ränke zu schützen, schloß Max einen Bund mit England, dessen König Richard III. Maximilian’s Oheim war, denn Margaretha von York, die Witwe Karl’s des Kühnen von Burgund, der Maximilian’s Schwiegervater war, war Richard’s Schwester. Diese Allianz mit England festigte sich aber erst mit der Zeit, und zwar kam erst 1502 die große Ligue Maximilian’s mit dem mittlerweile König gewordenen Heinrich VII. von England zu Stande, welchen Bund auch Heinrich VIII. am 20. August 1509 feierlich bestätigte. Ein zweiter Schritt, den Maximilian unternehmen wollte, gleichfalls in der Absicht, um dem ränkevollen Frankreich die Spitze zu bieten, war die bereits beschlossene Heirath mit Anna, Erbtochter Franz II. von Bretagne. Wie Karl VIII. dieses Vorhaben durch einen Streich französischer Galanterie, die, wenn’s nöthig ist, auch einen Raubzug um eine Braut veranstaltet, zu vereiteln gewußt, wurde bereits in der Lebensskizze Anna’s von Bretagne [Bd. VI., Nr. 23] ausführlicher berichtet. Ebenso wurde in der Lebensskizze Margaretha’s [s. d. Nr. 189] erzählt, in wie beispiellos erniedrigender Weise derselbe Karl seine Verlobte, in Frankreich zur Erziehung lebende Braut, Erzherzogin Margaretha, Maximilian’s Tochter, ihrem Vater zurückgeschickt hat. Während so die Verhältnisse mit dem Westen in nicht zu freundlicher Weise sich gestaltet hatten, hatte auch im Süden die Republik Venedig, welcher die Nachbarschaft Oesterreichs, das bereits Triest, Tirol und Görz besaß, unbequem war, Ränke gesponnen. Bekannt ist die Antwort des Rathes der Zehn, die er den Empörern in Belgien gab, als diese wegen Maximilian’s Haft bei Venedig sich anfragten, und welche lautete: „Uomo morto no fa più guerra“. Daß Max gegen einen Staat, der den Meuchelmord zu seinen Regierungsprincipien öffentlich proclamirte, einen unüberwindlichen Abscheu sein ganzes Leben hindurch trug, ist bei der ritterlichen Offenheit des großen Kaisers leicht erklärt. Von Tirol aus, wo damals Sigmund herrschte, lernten die Venetianer Dolche die Ueberlegenheit deutscher Schwerter kennen. Bei Calliano war es, wo Friedrich Kappler, ein Nachkomme jenes Berthold Kappler, der in der Schlacht bei Laa wider Ottocar (26. August 1278) Rudolphen von Habsburg gerettet, mit hocherhobenem tirolischen Banner die Trienter zum Kampfe gegen die Venetianer führte, und die Reiterhaufen des Adels, unter welchen sich die Andlau, Freundsberg, Freyberg, Knörringen, Liechtenstein, Pfyrdt, Reuttner, Rechberg, Truchseß, Welsberg, Wolkenstein befanden, den glänzenden Sieg über die Venetianer entschieden haben (10. August 1487), welchem (am 14. November) der Friede mit Venedig folgte. Sigmund übrigens, mit dessen Regiment die Tiroler Stände wenig zufrieden waren, legte alsbald seine Regierung nieder und trat sie (16. März 1490) an Maximilian ab. Die Verhältnisse mit Ungarn gewannen auch eine bessere Gestalt. König Mathias Hunyady[WS 1] war in Wien gestorben. Maximilian kam mit vielem Volke aus Schwaben gegen Melk heran, die Bürger Wiens, des Jochs der Ungarn müde, bemächtigten sich der Thore, und am 22. August [92] 1490 hielt Max seinen feierlichen Einzug in Wien. Nun wurden auch die Ungarn aus Neustadt und Klosterneuburg vertrieben und von Maximilian bis Stuhlweissenburg verfolgt. Im März 1494 wurde Maximilian’s zweite Vermälung mit Blanca Maria Sforza vollzogen Und dadurch der Kaiser in die italienischen Angelegenheiten verwickelt, in denen Ludwig Sforza[WS 2] nach seiner Devise, die einen Maulbeerbaum weist, il Moro zubenannt, von den Franzosen komisch le Maure übersetzt, die Hand im Spiele hatte. Durch die von ihm vermittelte Heirath des Kaisers mit seiner Nichte, suchte er um jeden Preis an Max einen Bundesgenossen zu gewinnen. Wie in der Gegenwart, spielte auch damals Frankreich in den Wirren Italiens die Hauptrolle. Karl VIII. fiel in Italien ein, hielt seinen Einzug in Neapel (1. Februar 1495), nannte sich – auf Münzen – Kaiser, aber nur vier Monate dauerte seine Glorie, denn alsbald verließ er Neapel und mußte, als er sich in Lyon befand, vernehmen, daß seine in Italien zurückgelassenen Besatzungen aus dem Lande vertrieben worden, und der rechtmäßige König von Neapel sein Königreich zurückerobert habe. Um einen erneuerten Einfall des Franzosenkönigs zu vereiteln, beschied Maximilian (Mai 1496) die deutschen Reichsfürsten zu einem Zuge nach Italien. Dieser erfolgte mit Zustimmung, ja auf Veranlassung Ludwig Sforza’s, des Schwagers Maximilian’s. Aufgefangene Briefe verriethen aber dem Kaiser einen neuen Verrath, den Sforza und Venedig wider den Kaiser spannen, der nun entrüstet – ihnen offen die erbärmliche Treulosigkeit entgegenhaltend – mit seinem Heere nach Deutschland zurückkehrte. Mit Karl’s VIII. von Frankreich Tode (7. April 1498) schien es, werde das Einvernehmen mit Frankreich sich freundlicher gestalten, denn dort war Ludwig von Orleans als Ludwig XII. aus den Thron gefolgt, der früher Maximilian’s Bundesgenosse gewesen und von ihm aus schwerer Haft befreit worden war. Aber Ludwig XII. vermälte sich mit Karl’s VIII. Witwe, eben der, dem Kaiser Max geraubten Anna von Bretagne, und war nun auf’s Eifrigste bemüht, Bretagne der Krone Frankreichs desto gewisser zu sichern. Diese Vorgänge waren nicht geeignet, eine Annäherung zwischen den Cabineten Oesterreichs und Frankreichs zu erzielen. Auch in der Schweiz hatten sich aus verschiedenen Gründen die Verhältnisse mißlich gestaltet, die Eidgenossen hatten sich vorerst geweigert, die Erbeinigung mit Maximilian, auf den durch Vertrag die Regierung Tirols übergegangen war, zu erneuern, und auch war wegen der Vogtei des Frauenklosters Münster im Münsterthale zwischen der Regierung in Innsbruck und den Engadeinern harter Streit ausgebrochen. In dieser Fehde war Max nicht glücklich. Niederlage auf Niederlage bei Hard, Frastanz, Basel, auf der Haide von Mals und bei Dorneck hatten die Kaiserlichen bereits erlitten, aber wenn auch die Schweizer Sieger waren, so hatten sie den Sieg schwer erkauft, denn an 2000 Ortschaften waren niedergebrannt und beraubt, und an 30.000 Menschen hatte der Kampf das Leben gekostet. Am 22. September 1499 machte der Friede zu Basel dieser furchtbaren Fehde ein Ende. Glücklicher war Max in Spanien, indem es ihm gelang, durch eine Doppelheirath die Interessen beider Mächte enger zu knüpfen. Maximilian’s Tochter, die von Karl VIII. verlassene Margaretha, wurde mit Ferdinand’s des Katholischen Sohn, dem Infanten [93] Johann von Aragonien und Castilien, und Maximilian’s Sohn Philipp, mit Ferdinand’s des Katholischen Tochter Johanna vermält. Margaretha’s Ehe löste in wenigen Monden schon der Tod und das Kind, das sie gebar, starb bald nach der Geburt. Johanna’s ältere Schwester Isabella und ihr einziger Sohn Michael starben auch bald; so wurde Erzherzog Philipp, der Infantin Johanna Gemal, der präsumtive Erbe der ganzen spanischen Monarchie. Durch den Tod Leonhard‘s[WS 3], letzten Grafen von Görz (gest. 12 April 1500), kam das Pusterthal zu Tirol und war nunmehr die Verbindung Tirols mit Kärnthen vollends hergestellt. In Deutschland hatte der Tod Georg’s des Reichen von Landshut (gest. 1. December 1503), der, Gesetz und Ordnung der Nachfolge umstoßend, seinen Schwiegersohn, den Pfalzgrafen Rupert, zum Erben seiner ganzen Verlassenschaft eingesetzt hatte, den Kampf entflammt, der mit dem Siege bei Regensburg (12. September 1504) und dem plötzlichen Tode Rupert’s und seiner Gemalin seinen Abschluß fand. Als darauf in Spanien Ferdinand’s des Katholischen Gemalin Isabella starb (26. November 1504) und nach deren Tode sich ihr Gemal Ferdinand auf Grundlage eines (jedoch bezweifelten) Testaments seiner Gemalin zum Regenten Castiliens erklärte, so lange Philipp’s und Johanna’s Sohn Karl minderjährig sei, entstanden auch in diesem Lande Unruhen. Die Stände verwarfen diese letztwillige Anordnung Isabella’s und erklärten sich für Philipp und Johanna. Noch brach ein heftiger Streit um die Vormundschaft der Infanten Karl und Ferdinand (beide nachmals Kaiser, Karl V. und Ferdinand I.) zwischen dem väterlichen und mütterlichen Großvater, zwischen Maximilian und Ferdinand, aus, doch wurde dieser in zwei Jahren beigelegt, indem Ferdinand die Vormundschaft behielt, Max aber mit einer ansehnlichen Geldsumme entschädiget wurde. Die Spannung, welche zwischen dem Papste Julius II. und dem Könige von Frankreich bestand und auch die Staaten in Italien in zwei Lager theilte, blieb nicht ohne Rückwirkung auf das deutsche Reich, dessen Kaiser nun einen neuen Zug nach Italien unternahm und mit Venedig in einen Kampf gerieth, welches ihm den Durchzug seines Heeres durch das Gebiet der Republik verweigert hatte. Doch blieb dieser Römerzug erfolglos, denn das h. römische Reich schickte keine Truppen und auch die schweizerischen Söldner, auf welche mit Bestimmtheit gerechnet worden war, waren ausgeblieben. Indessen machte das Gebahren der Venetianer Republik, welche die kleineren Republiken Italiens tyrannisirte und mit Rom und Neapel rivalisirte, einen Schritt nothwendig, der für Venedig verhängnißvoll werden sollte. Oesterreich und Frankreich schlossen die berühmte Ligue von Cambray, in welcher die geniale Margaretha, Maximilian’s Tochter, all’ ihre diplomatische Kunst entwickelte (im December 1508) und deren geheimer Beschluß – denn als öffentlicher Grund dieser Zusammenkunft galt eine Wechselheirath zwischen Oesterreich und Frankreich, und die Beilegung der geldernschen Händel – dahin ausfiel, daß Spanien die verpfändeten Häfen und Festungen in beiden Sicilien, deren Einlösung aber Venedig verweigerte, der Papst Cesena, Cervia, Faenza, Imola, Ravenna; Ludwig XII. Bergamo, Brescia, Cremona mit einem Antheile von Mailand, und Maximilian [94] Padua, Verona, Treviso, Vicenza, Friaul, Aquileja und Roveredo erhalten sollte. Der Anlaß zum Ausbruche des Kampfes gegen die Republik ergab sich nur zu bald und indem Papst Julius II. die Venetianer in den Bann legte, mit 10.000 Mann die ihm bestimmten Plätze wegnahm, stürzten 40.000 Franzosen von den Alpen an die Adria herab und brachten den Venetianern bei Agnadello eine fürchterliche Niederlage bei. Die Republik, im Innern noch von anderem Ungemach, als Seuchen, Feuersbrünsten u. m. A. heimgesucht, war gebrochen und entsendete in ihrer Noth den Senator Anton Giustiniani an den Kaiser. Der Gesandte der Republik fiel dem Kaiser zu Füßen und erklärte in demüthiger Rede, das ganze feste Land zwischen der Adria und dem Gardasee sogleich abzutreten und einen jährlichen Tribut von 5000 Ducaten zu bezahlen, wenn der Republik Hilfe gegen Frankreich geleistet würde. Auf diese Anträge einzugehen, hinderte den Kaiser der Bund zu Cambray und seine Erbitterung gegen die Republik. Jedoch die Eifersucht Frankreichs, welches die Zunahme der Macht Maximilian’s nicht ertragen konnte, und welche seinen König bestimmte, den größten Theil des Heeres aus Italien zurückzuziehen, ferner der Abfall des Papstes Julius II., der, nachdem er seine Beute hatte, den Bannfluch von Venedig zurücknahm und einen besonderen Frieden schloß, Alles das hinderte den Kaiser, den Feldzug mit Nachdruck zu führen. Diese Treulosigkeit des Papstes, der auch sonst zu Eingriffen in des Kaisers Macht schritt, veranlaßte einen neuen Bund zwischen Maximilian und Ludwig XII., welcher am 17. November 1510 zu Blois geschlossen wurde. Dieses Mal war es aber nicht bloß die weltliche Macht des Papstes, sondern auch die geistliche, welche bedroht wurde; man setzte ein Concil zu Pisa zusammen, berief nach Tours eine Versammlung der gallicanischen Kirchenhäupter, während der deutsche Theolog Jacob Wimpheling beauftragt wurde, die Klagen der deutschen Nation gegen die steigenden Mißbräuche und Anmaßungen des römischen Hofes zusammenzufassen, und ein pragmatisches Gesetz für das Reich und die kaiserlichen Erblande zu entwerfen. Dem Bunde von Blois entgegen schlossen Papst Julius, Venedig und Spanien die sogenannte heilige Ligue (4. October 1511), der auch der König von England, Heinrich VIII., beitrat. Aber für das Waffenglück der Verbündeten war damit wenig gethan. Gaston de Foix, im Auftrage seines Königs, Ludwig’s XII., entsetzte Bologna (22. Jänner 1512), stürmte Brescia, wobei Maximilian’s Truppen unter Freyberg und Ems mit thätig waren, auch erfochten die vereinten Deutschen und Franzosen über das spanisch-päpstliche Heer den berühmten Sieg bei Ravenna (11. April 1512), in welchem die meisten feindlichen Generale und der päpstliche Cardinallegat Johann von Medicis (nachmaliger Papst Leo X.) gefangen wurden; nur der Tod Gaston’s de Foix, der sein Leben im zwecklosen Ungestüm bei einer Recognoscirung hinopferte, und der Einfall der Eidgenossen, indem der Cardinal-Bischof von Sitten, Matthäus Schinner, ein eifriger Anhänger des Papstes, denselben 10.000 Mann zuführte, retteten Rom und Neapel. Gaston’s Nachfolger, La Palisse, nachdem er nach Brescia, Crema, Cremona, Mailand und Novara Besatzungen geworfen hatte, marschirte über die Alpen zurück und Maximilian setzte Maximilian Sforza, des Ludwig [95] Marcus Sforza Sohn, zum Herzog von Mailand ein. Da änderte der Tod des Papstes Julius II. (21. Februar 1513) die politische Sachlage. Leo X. wurde Papst. Nun schlossen Venedig und Frankreich eine Allianz zu Blois (23. März 1513, welcher der Papst, Maximilian, die Könige von England und Spanien die Ligue von Mecheln (5. April 1513) entgegenstellten. Der Krieg begann von mehreren Seiten. Die deutschen Truppen fielen in’s Venetianische. Alviano, der General Venedigs, wurden von Wilhelm von Roggendorf und Georg Freundsberg[WS 4] bei Creazzo im Vicentinischen (7. October 1513) furchtbar geschlagen, Heinrich VIII. fiel in Frankreich ein, Maximilian erfocht den glänzenden Sieg bei Guinegate (17. August 1513). Venedig wie Frankreich suchten nun den Frieden. Die Niederlagen Venedigs hatten aber einen wichtigen Einfluß auf die Stellung Ungarns, das der Republik öfter schon den Bund angeboten hatte, um in die Pläne des Kaisers störend einzugreifen. Die Nachfolge in Ungarn beruhte auf einem einzigen Prinzen, Ludwig, den der Kaiser mit seiner Enkelin Maria, Schwester Kaiser Karl’s V., vermälte, wie er Ludwig’s Schwester Anna seinem andern Enkel Ferdinand als Gemalin gewählt hatte, diese Wechselheirath, am 20. Mai 1515 zu Preßburg beschlossen, wurde bei Maximilian’s persönlicher Zusammenkunft mit den königlichen Brüdern Sigmund von Polen und Wladislaus von Ungarn und Böhmen zu Wien feierlich bekräftigt, doch wurden der Minderjährigkeit der Verlobten halber erst zwei Jahre nach Maximilian’s Tode (1520) die Heirathen vollzogen. In Frankreich war König Ludwig (1. Jänner 1515) gestorben und mit seinem Nachfolger Franz schloß Maximilian ein friedliches Uebereinkommen, welches aber nicht von langer Dauer war, da schon im folgenden Jahre der Kaiser in Italien einzubrechen genöthigt wurde, wo er die vereinten Venetianer und Franzosen bei Brescia (März 1516[WS 5]) auf’s Haupt schlug. In Deutschland begannen gegen des Kaisers letzte Lebenstage die lutherischen Händel sich zu regen. Luther hatte am 31. October 1517 95 Sätze an die Thüre der Schloßkirche zu Wittenberg angeschlagen und damit jenen furchtbaren Kampf heraufbeschworen, der so viel Weh und Jammer in seinem Gefolge führte und noch heut’ die Fürsten des deutschen Reiches in allen großen politischen Fragen zum Nachtheile Deutschlands in zwei Lager theilt. Der Papst beschied den kühnen Augustinermönch nach Rom, der Kaiser änderte diesen Beschluß dahin ab, daß Luther vor dem Cardinallegaten auf dem Reichstage zu Augsburg erscheinen sollte. Es war der letzte Reichstag, den Maximilian hielt. Auf demselben rief der Kaiser das ganze Reich und die zwei ersten katholischen Mächte, Frankreich und Spanien, auf, dem gemeinschaftlichen Feinde Europa’s, den Türken, deren Rüstungen und Waffenglück die bedrohlichste Zukunft ahnen ließen, Widerstand entgegenzusetzen. Dieser Aufruf wurde durch die laut ausgesprochene Einwendung: „Nicht in Asien, sondern in Italien müsse man die Feinde deutscher Nation suchen, die Franzosen und den Papst“, vernichtet. Luther’s Angelegenheit aber kam erst auf dem Reichstage zur Sprache, nachdem der Kaiser Augsburg (am 8. October 1518) und zwar leidend verlassen hatte. Max begab sich nun nach Innsbruck, wo ihm die Bürgerschaft [96] dieser Stadt die entsetzliche Unbilde anthat, seinem Gefolge die Unterkunft zu verweigern, weil ihre vieljährigen Forderungen an seinen Hofstaat niemals befriedigt worden waren. Dieser Schimpf von dem Lande, das er über Alles geliebt, zehrte an seinem Herzen; er fuhr nun zu Wasser nach Wels, wo ihn aber das zunehmende Fieber Halt zu machen nöthigte. Dort vermeinte er durch Jagden, Reigerbeizen und starke Leibesbewegung seines Uebels Herr zu werden, aber im Gegentheil, es verschlimmerte sich und am 12. Jänner 1519, im 60. Jahre seines Alters, im 26. seiner Regierung, entschlief der „letzte Ritter“, groß im Tode wie im Leben. Er ließ sich zu Neustadt neben seiner geliebten Mutter Eleonore unter dem Altarsteine beisetzen, damit der messelesende Priester auf ihn trete, so wollte es des demüthigen Fürsten letzte Verfügung. Wenn man in des Kaisers politischem Leben die Summe zieht, so stellen sich mächtige Ergebnisse dar: nach innen hat Max die leichterworbene burgundische Erbschaft unter blutigen und dauernden Kämpfen behauptet und erhalten; er hat das über Ein Jahrhundert lang getrennte, durch einige Zuwächse trefflich abgerundete Tirol wieder mit der habsburgischen Hauptmacht vereinigt, nach Mathias’ Tode das vertragsmäßige Erbfolgerecht auf Ungarn gesichert, und nach außen hat er der für unbezwingbar gehaltenen Republik Venedig furchtbare Macht so nachhaltig erschüttert, daß es sich von diesem Schlage, mit welchem Venedigs Verfall beginnt, nie wieder zu erholen vermochte. Was Maximilian’s Wirksamkeit im deutschen Reiche betrifft, so vollendete er auf dem Reichstage zu Worms, was sein Ahn, Kaiser Rudolph, begonnen hatte, von den Nachfolgern aber vergeblich versucht wurde: Alle Selbsthilfe wurde auf immerwährende Zeiten verbannt und (7. August 1495) der allgemeine Landfriede, mit diesem zugleich auch die Ordnung des neuen Kammergerichtes kundgemacht. Als außerordentliche Beihilfe wider jeden Reichsfeind, namentlich Türken und Franzosen, wurde von den Ständen die Einzahlung des gemeinen Pfennigs im Umfange des ganzen Reiches bewilligt, Württemberg wurde in Person des Grafen Eberhard zum Herzogthume erhoben, auf dem Reichstage zu Cöln wurde zur kräftigeren Handhabung des Friedens das Reich in zehn Kreise getheilt und eine Executionsordnung errichtet. Im Innern der Erblande wurde der allgemeine Landfriede mit entsprechender Strenge aufrecht erhalten, für die wichtigsten Rechts- und Reichssachen der Reichshofrath, in den Provinzen, zu Wien, Gratz und Innsbruck, „Regiment und Banner“ errichtet. Registratur und Buchhalterei der Stelle zu Innsbruck organisirte der Kaiser selbst nach einem musterhaften Plane, der mit der Zeit wohl vervollkommnet, aber in seinen ursprünglichen Grundzügen seiner Trefflichkeit wegen nicht geändert werden konnte;, die verschiedenen Staats- und Verwaltungsgeschäfte wurden in eigenen Büchern, als das Capitalbuch, das Communialbuch, das Exemptbuch, das Vagantbuch (für auswärtige Geschäfte), das Curialbuch (für die Hofsachen), das Kriegsbuch (für Militärsachen), das Consilialbuch (für Plane und Memoires), und das öffentliche und geheime Buch, ersteres für tägliche Agenden, letzteres für die geheimen Angelegenheiten, in fortwährender Evidenz gehalten. Für das Kriegswesen beginnt mit Max eine neue und glänzende Epoche. Mit Georg [97] von Freundsberg entwarf Max das erste Kriegsrecht, er theilte die Reiterei in die leichte und schwere ein, errichtete Regimenter und eine zweckmäßig bewaffnete, leicht bewegliche Infanterie; führte in der Artillerie, in der er selbst ausgebreitete Kenntnisse und für welche er besondere Vorliege besaß, die wichtigsten Verbesserungen ein. Seine Liebhaberei für diese Waffe ging so weit, daß er jedes seiner Geschütze abbilden ließ und jedem einen eigenen Namen gab, die mitunter ebenso wirksam als komisch klingen, wie Weckauf, Purlepaus, die Kitzlerin, die Singerinen u. dgl. m. Die allgemeine Landesbewaffnung, nämlich Aufstand in Masse, wenn der Feind bereits in’s Land eingebrochen war, war auch Maximilian’s Werk, das Tiroler Landlibell vom Jahre 1511 ist der urkundliche Beleg für diese Idee. Die Personen, mit welchen sich der Kaiser umgab, deren Rath er hörte und mit welchen er die Meinungen austauschte, waren der Hofkanzler Cyprian Särentheiner von Nordheim, Tiroler von Geburt, ein Mann von einer Arbeitskraft, Geschäftskenntniß und Schweigsamkeit, die ihres Gleichen nicht hatten, Paul von Liechtenstein, opferwillig, dem Kaiser mit aller Treue ergeben und rasch im Handeln, wenn es Entscheidung galt, Matthäus Lang von Wellenburg, Bischof von Gurk, dann Erzbischof von Salzburg, der, wie ein Historiker ihn mit wenig Worten charakterisirt: einfältig wie die Tauben und klug wie die Schlangen zu sein verstand. Sonst umgab er sich mit den bedeutendsten Männern seiner Zeit, beispielweise seien hier genannt ein Agricola, Cuspinian, Conrad Celtes[WS 6], Johann von Dalberg, Jason Mainus[WS 7], Jacob Manlius, Conrad Peutinger, Willibald Pirkheimer, Reichlin, Bischof Christoph von Stadion, Stabius u. A. Ein Feind aller Pedanterie und alles unnützen Wissens, achtete er die wahre Wissenschaft, namentlich die Geschichte als Physiologie und Pathologie der Staaten, liebte er die Poesie, der er selbst ergeben war, und die Kunst, in welcher Richtung er sogar als emsiger Sammler von Porträten bemerkenswerth ist. Unter seiner unmittelbaren Anleitung beschrieb Melchior Pfintzing[WS 8], Propst zu St. Sebald in Nürnberg, im „Theuerdank“ im Gewande der Allegorie des Kaisers Fahrten und Thaten in seiner Jugend [vergl. die Ausgaben dieser merkwürdigen Dichtung in Ebert’s Bibliographischem Lexikon, Bd. II, S. 952, Nr. 22.869–22.877]; seinem Secretäre, nachmaligen Kanzler Marx Treitzsauerwein[WS 9], dictirte er im gleichen Gewande die Geschichte seines Lebens im Gedichte der „Weißkhunig“, wozu Hanns Burgmayr[WS 10], Albrecht Dürer’s Schüler, 240 Holzschnitte verfertigte [vergl. Ebert l. c., Bd. II, S. 979, Nr. 23.079–23.080], während Dürer selbst nach des Kaisers Tode den „Triumphzug“ in Holz schnitt, an dessen Zusammensetzung, da er seine Thaten und Absichten in Bildern darstellt, Max in seinen Erholungsstunden zu arbeiten liebte [vergl. Brunet, Manuel du libraire (Bruxelles 1838, Haumann & Comp.) Bd. II, S. 115]. Maximilian’s Leben war ein vielfach bewegtes, ein Bild der Zeit, deren Strömungen sich oft stürmisch begegneten, aber inmitten derselben steht er selbst da, ein schönes ehernes Heldenbild, an dem alle Wogen sich brechen, während die Gluten eines beginnenden Morgenrothes weit in die Lande hineinleuchten. Mit ihm erwacht eine neue Welt geistigen Lebens und [98] Strebens im Schooße Deutschlands; ein Mehrer des Reiches, mindestens Oesterreichs, im wahren Sinne des Wortes, war er Alleinherrscher, dessen geistiger Blick und nur das Wohl der Völker anstrebende Staatsweisheit mitten unter blutigen Kämpfen allenthalben Segen und Wohlfahrt schufen. Als Monarch und Gatte war er ein Muster. Seine erste Ehe mit Maria von Burgund wurde nur einmal getrübt, als ihm der Tod Marien entriß. Seine zweite Ehe mit Blanca Sforza war der Keim der sein Leben verdüsternden italienischen Wirren. Blanca’s Jugend und Schönheit waren nicht im Stande, den Widerwillen des Kaisers gegen ein Weib zu bewältigen, dessen Charakter so mißtrauisch und verschlossen war, wie jener Blanca’s. Wenn er nicht mußte, vermied es Max, ihr zu begegnen. Außer den mit Maria erzeugten, im Eingange dieser Lebensskizze angeführten Kindern besaß der Kaiser mehrere außereheliche Kinder, darunter Georg[WS 11] (geb. 1504[WS 12], gest. 4. Mai 1555), Bischof zu Lüttich, Brixen und Valenza, dem er es gestattete, sich „von Oesterreich“ zu nennen; Leopold (geb. um 1515), Propst zu Cordova, Maximilian von Amberg (geb. 1511, gest. 21. April 1553); Anna (geb. um 1517), vermält an Ludwig von Hirlemont; Dorothea (gest. 1572), vermält an Johann, Grafen von Ostfriesland, und Barbara, Elisabeth und Margarethe, deren Schicksale und Vermälungen verschiedentlich angegeben werden. Als Mensch wurde man an ihm stets die kaiserliche Hoheit und Würde gewahr, wie er als Monarch nie der Menschlichkeit in des Wortes schönster Bedeutung sich entäußerte. Die Wahlsprüche, die er oft im Munde führte, „wie der Rost das Eisen, so verzehrt Müßiggang die Seele“; „Halte Maß in Allem und bedenke das Ende“, und das Kaiser Titus’: „Nulla dies sine linea“ bezeichnen am Treffendsten sein innerstes Wesen. Einen wahren und tiefen Einblick in seine schöne, Alles überschauende, Nichts gering achtende, immer das Beste wollende, stets thätige Seele gewinnt man aber, wenn man seine Memorienbücher liest, die sich jeder Regent zum Vorbild nehmen sollte, weil er dann gewiß nichts vergessen oder zu spät vornehmen wird, was zu seinem eigenen Glücke und zu dem der seiner Leitung anvertrauten Völker unentbehrlich ist.

I. a) Selbstständige Schriften über Kaiser Maximilian I. Balde (Jacob), Maximilianus primus Austriacus (Ingolstadii 1631, Greg. Haelinus, 8°., auch Monachii 1639, 8°.). – Cosman (Fr. W.), Von dem großen Namenshandzeichen Maximilian’s I. bey Unterzeichnung der Urkunden in deutschen Rechtssachen (Mainz 1786, J. J. Aler, 8°. u. Facsimil). – Chmel (Jos.), Urkunden, Briefe und Actenstücke zur Geschichte Maximilian’s I. und seiner Zeit (Stuttgart 1848, 8°.). [Auf Kosten des literarischen Vereins in Stuttgart gedruckt, kam dieses Werk nicht in den Handel, sondern wurde nur an die Vereinsmitglieder vertheilt.] – Derselbe, Monumenta Habsburgica. Sammlung von Actenstücken und Briefen zur Geschichte des Hauses Habsburg in dem Zeitraume von 1473–1576. I. Abthlg. Das Zeitalter Maximilian’s I. 2 Bde. (Wien 1854 u. 1855, 8°.). – Donado (H.), La Oration del magnifico et clarissimo Misier Hieronymo Donado orator Veneto facta a la sacra Majesta del re Maximilian (Stampada in Venezia per Bernard. Venetian di Vidali del 1501 a di XI del mese de zugno, 4°.). – Dubos (Abbé), Histoire de la Ligue faite à Cambray entre Jules II. pape; Maximilien I. Empereur; Louis XII. roi de France: Ferdinand V. roi d’Arragon et tous les princes d’Italie contre la Republique de Venise. 2 Bde. (Paris 1709, auch 1728, 8°.). – Frommann (Erh. Andr.), De Maximiliani I. imp. Rom. in rem literariam meritis (Coburg 1761, 4°.). – Gachard (M.), Lettres inédits du Maximilian duc d’Autriche, Roi des Romaine et empereur sur [99] les affaires de Pays-bas. 2 Bde. (Bruxelles 1852, Muquardt). – Glay (Andr. J. G. le) Maximilien I. empereur d’Allemagne et Marguerite d’Autriche sa fille, esquisses biographiques (Paris 1829, 8°.). – Grimmius (Fr. M.), De historia imperatoris Maximiliani I. amplissimo juris germanorum publici fonte disputatiuncula (Ratisbonae 1747, 4°.). – Grossinger (Joseph), Ob Kaiser Maximilian der Erste habe Papst werden wollen? (Wien 1784, 8°.). – Hegewisch (D. St.), Geschichte der Regierung Kaiser Maximilian’s I. 2 Bde. (Hamburg u. Kiel 1782 u. 1783, Bohn). – Haltaus (Karl), Geschichte des Kaisers Maximilian des Ersten (Leipzig 1850, Lorck 8°., mit Portr.). – Herberger (Theodor), Conrad Peutinger in seinem Verhältniß zum Kaiser Maximilian I. ... Nach bisher unbenützten archival. Quellen bearbeitet (Augsburg 1851, 4°.). – Kaltenbäck (J. P.), Die gelehrte Donaugesellschaft in Wien unter Kaiser Maximilian I. (Wien 1837, Ghelen, 8°.) [auch in seiner Zeitschrift 1837, Nr. 18, 19, 21–23, 25, 26, 28]. – Jaeger (Alb.), Ueber Kaiser Maximilian’s I. Verhältniß zum Papstthum (Wien, 8°.) [früher in den Sitzungsberichten der philos. histor. Classe der kais. Akademie der Wissenschaften, Bd. XII, S. 195]. – Marggraff (Rud.), Kaiser Maximilian I. und Albrecht Dürer in Nürnberg. Ein Gedenkbuch (Nürnberg 1840, Fr. Campe). – Mellin (C. J.), Oratio de Maximiliani I. in rem litterariam meritis ... (Jenae 1762, 4°.). – Pach (Christ. Ulr.), Kaiser Maximilian’s I. Leben, Tugenden und Thaten vorgestellt, auch mit eingemischten andern Geschichten und politischen Sprüchen kürzlich ausgeführt (Innsbruck 1653, 12°.). – Pfintzing (Melchior), Maximiliani I. Geburts-, Lebens- und Todesbeschreibung (Augsburg 1679, Fol.). – Reineccius (Fel.), Beschreibung des herrlichen Mausolei Maximiliani des ersten R. K. u. s. w. wie auch deren um dieses Grab herumstehenden Statuen (Innsbruck 1740, 4°., mit K. K.). – Strauß (J. S.), Kunz von der Rosen, Maximilian’s I. lustiger Rath. Ein Beitrag zur Geschichte der Niederländischen Unruhen im 15. Jahrhundert. 2 Thle. (Freyberg und Annaberg 1792–1794, 8°.). – Voort (Michel J. T. van der), Maximilien van Osterriik (Antwerpen 1844, 8°.). – Der Weiss Kunig, eine Erzählung von den Thaten Kaiser Maximilian des Ersten. Von Marx Treitzsauerwein auf dessen Angaben zusammengetragen nebst den von Hannsen Burgmair dazu verfertigten Holzschnitten. Herausgegeben aus dem Manuscripte der k. k. Hofbibliothek (Wien 1775, auf Kosten Jos. Kurzböckens, Fol., 307 S. Text und 237 Holzschn.). [Abbé Hoffstätter von der kais. Hofbibliothek in Wien hat diese Ausgabe unternommen; im J. 1799 kaufte der Buchhändler J. Edwards in London den Rest der Exemplare und gab sie unter französischem Titel: Weisz Kunig. Tableau des principaux évènements de la vie et du regne de l’empereur Maximilien I. ... (Londres 1779, Fol.) heraus.] – Wolf (P. Ph.), Geschichte Maximilian’s I. und seiner Zeit. Pragmatisch aus den Hauptquellen bearbeitet. Fortgesetzt von C. W. T. Breyer. 4 Bde. (München 1801–1811, 8°.).
I. b) In Sammelschriften und anderen Werken Zerstreutes. Anecdota ecclesiastica et latinitatis elegantioris (Gothae 1763, 8°.): „De Maximiliano I. Pontificatum maxime affectante“. – Archiv für Kunde österreich. Geschichtsquellen 1854, S. 364: „Kaiser Maximilian’s I. Plan, Ungarn und Böhmen mit Deutschland zu vereinigen.“ –[BN 2] Bayle (P.), Oeuvres diverses etc. (à la Haye 1727). Tom. III, Part. 2, p. 753: „S’il est vrai que l’Empereur Maximilien I. ait souhaité d’être Pape“. – Berichte des Francisco-Carolinums in Linz, III, p. 87: „Kaiser Maximilian’s I. Hinscheiden in der Burg zu Wels“. – Berichte des Wiener Alterthums-Vereins 1858, I. Abthlg. S. 84: „Die Edelknaben des Erzherzogs Maximilian“. – Bibliothèque Militaire, Historique et Politique (Paris 1760). Tom. III, p. 12: „Lettre de Maximilien Empereur à Marguerite d’Autriche sa fille au sujet de la bataille de Marignan le 7. Octobre 1515“. – 226me Bulletin du comité historique des monuments écrits de l’histoire de France. 1850, p. 210: „Documents pour servir à l’histoire des troubles des Pays-Bas sous Maximilien I. extraits des archives du Pas de Calais“ [handelt über Maxens Gefangenschaft in Belgien]. – Chmel (Jos.), Der österreichische Geschichtsforscher (Wien 1838, F. Beck, 8°.) Bd. I, S. 64–97: Historia Friderici IV. et Maximiliani I. ab Jos. Grünbeck [eine deutsche Uebersetzung dieser Schrift von J. J. Moser erschien zu Tübingen im Jahre 1721; obiges Original befindet sich in Handschrift im k. k. Haus-, Hof- und Staatsarchiv zu Wien. Ueber Grünbeck selbst vergleiche man die Oesterreichische Zeitschrift für [100] Geschichte 1837, Nr. 27, S. 105 Anmerkung]. – Fugger (Joh. Jac.), Spiegel der Ehren des Erzhauses Oesterreich (Nürnberg 1668, kl. Fol.). [Das fünfte Buch handelt zum Theile, das sechste Buch, S. 1091 u. f., ganz von Kaiser Maximilian.] – Gachard (L. P.), Collection de Documents inédits concernant l’histoire de la Belgique. 3 Bde. (Bruxelles 1833–1835, gr. 8°.). [Dieses Werk enthält viele Mittheilungen über Maximilian und seine Regierung in Belgien. Vergleiche: Jos. Chmel, Der österreichische Geschichtsforscher (Wien 1838, F. Beck, gr. 8°.) Bd. I, S. 156 u. f.] – Geschichts- und Erinnerungskalender, herausg. von Schimmer (Wien, Sollinger, 4°.) Jahrg. 1837, S. 148: „Biographische Skizze des Kaisers Max“. – Hormayr’s Archiv für Geschichte, Jahrg. 1810, Nr. 4, Jahrg. 1818, S. 186 u. 1828, S. 617: „Kaiser Max auf der Martinswand“ [vergl.: Vogel, Specimen bibl. germ. austr. II, 441, wo die Erzählung ohne poetische Ausschmückung nach Math. Burcklechner’s Aquila Tirolensis, II, 502, angeführt wird]; – Jahrg. 1812, Nr. 57–60: „Der römische König Maximilian und die aufrührerischen Flammänder“; Nr. 91–94, 97–100, 103 u. 104: „Zwiespalt zwischen Kaiser Friedrich IV., König Max und den Ständen Tirols einer Seits, und Erzherzog Sigmund und Albrecht dem Weisen von Bayern anderer Seits“; Nr. 143–148: „Maximilian I. wider Venedig“; – Jahrg. 1819, Nr. 21, S. 82: „Kaiser Max und Maria von Burgund“ [aus Grimm’s deutschen Sagen. Die Schriften über Maria von Burgund und ihre Vermälung mit Maximilian siehe in der Biographie Maria’s [Nr. 196], ebenso über den Raub Anna’s von Bretagne durch König Karl VIII. und den darüber ausgebrochenen Streit, in der Biographie Anna’s [Bd. VI, Nr. 23]; – Jahrg. 1820, Nr. 26: „Kaiser Maximilian’s I. Grabmal in der Hofkirche zu Innsbruck und die dasselbe umgebenden Erzstatuen“; – Jahrg. 1827, Nr. 50, 51: „Max’ I. Freiheitsbrief für die deutschen Handelsstädte, zu Wien freie Niederlage ihrer Waaren zu halten (Innsbruck 22. November 1515)“; Nr. 64: „Ladislaus Sundheim, Max’ I. Historiograph“; – Jahrg. 1828, Nr. 16 u. 17, S. 86: „Kaiser Max’ I. Versuch, Tirol zum Churfürstenthume zu erheben“; Nr. 57: „Die von der Signorie zu Venedig im Kriege wider Max I. ausgesendeten Mordbrenner“; Nr. 58 u. 59: „Kaiser Max I. als Heirathstifter“ [siehe auch weiter unten: Neues Archiv und Oesterreichische Zeitschrift für Geschichte]. – Hormayr’s Oesterreichischer Plutarch, Bd. V, S. 86–186 [auch abgedruckt in der „Austria. Oesterr. Universal-Kalender“ für das Jahr 1854, S. 51.]. – Hormayr’s Taschenbuch, Jahrg. 1821, S. 401 u. Jahrg. 1822, S. 349: „Ueber Maximilian’s I. Sammlung altdeutscher Gedichte in einer Pergament-Handschrift der k. k. Ambraser-Sammlung“; – Jahrg. 1823, S. 163 und Jahrg. 1824, S. 39: „Ueber des Kaisers Maximilian I. Gedenkbücher in der k. k. Ambraser-Sammlung“; – Jahrg. 1827, S. 186: „Memorienbuch Max’ I. vom Jahre 1502“; – Jahrg. 1834, S. 235: „König Max und die tanzlustigen Frauen in Nürnberg“; Jahrg. 1846, S. 69: „Kaiser Max und die Venediger auf Weyherburg“; – Jahrg. 1849, S. 74: „Maximilian’s I. letzter Wille“. Jahrbücher der Geschichts- und Staatskunde, herausg. von Pölitz, 1831, S. 289: „Kaiser Maximilian’s I. Bildungsgeschichte und Verdienste um die Wissenschaft. Von E. Münch“. – Jahresbericht des k. k. Gymnasiums zu den Schotten in Wien für 1853 (4°.): „Stand der Wissenschaft in Wien unter Kaiser Maximilian I., von Dr. E. Hauswirth“.– Khautz (Fr. Const. Flor.), Versuch einer Geschichte der österreichischen Gelehrten (Frankfurt und Leipzig 1755, 8°.) S. 78–142: „Maximilian I., römischer Kaiser“. – Mailáth (Joh. Graf), Geschichte des österreichischen Kaiserstaates (Hamburg 1850, Friedr. Perthes, 8°.) Bd. I, S. 287, 310, 312–318, 332–394. – Meusel, Historische Untersuchungen, Bd. I. S. 50: „Nachrichten und Urkunden, welche die gefängliche Haft des römischen Königs Maximilian in der Stadt Brügge im 1488. Jahre beleuchten. Von T. K. Fäsi“. – Neue Münchener Zeitung 1855, Beilage zu Nr. 113: „Skizzen aus Augsburgs Geschichte, gesammelt von Ed. Mayer. IV. Die deutschen Kaiser Sigmund und Maximilian in der Reichsstadt Augsburg“. – Neues Archiv für Geschichte, herausg. von G. Megerle von Mühlfeld und Em. Th. Hohler, Jahrg. 1829, Nr. 16: „Kaiser Max verleiht den Bürgern von Hallstadt im Lande ob der Enns ein Wappen“ (Innsbruck 21. März 1494); Nr. 20: „Max I. bewilligt dem Herrn Bartholomäus zu Firmian und dem Johann Fuxmagen in Niederösterreich Bergbau zu betreiben“ (8. Juli 1800); Nr. 22: „Max I. ertheilt der medicinischen Facultät der Universität zu Wien neue Privilegien“ (9. October 1517); Nr. 92 u. 93: „Kaiser Maximilian“ [aus den nachgelassenen [101] Schriften des verstorbenen k. k. Hofkammer-Archiv-Registrators Franz von Gretzmiller; siehe auch: Oesterreichische Zeitschrift]. – Oesterreichische militärische Zeitschrift, herausg. von Schels, 1839, Nr. III, IV, VII, 1840, Nr. V–X, 1841, Nr. IX: „Die Feldzüge Maximilian’s I., Erzherzogs von Oesterreich und Röm. Kaisers“. – Oesterreichischer Volksbote. Kalender (Wien, Pichler, gr. 8°.) VIII. Jahrg. (1856), S. 53: „Züge aus dem Leben des Kaisers Maximilian“. – Oesterreichische Zeitschrift für Geschichts- und Staatenkunde, herausg. von Joh. Paul Kaltenbäck, Jahrg. 1835, S. 308: „Vertrauliches Schreiben Erzherzogs Maximilian von Oesterreich an Sigmund Freiherrn von Stettemberg“ (8. December 1477, „Bruckh“ in Flandern); S. 388: „K. Maximilian schreibt dem Erzherzoge Sigmund von Oesterreich; schickt ihm das Schwert Königs Mathias Corvinus und verspricht ihm eine Kanone von Demselben“ (Linz 16. Jänner 1491); S. 380: „K. Maximilian schreibt dem Erzherzoge Sigmund von Oesterreich, er möge auch beisteuern zu den Kosten eines silbernen Sarges für den h. Leopold“ (Linz 3. Februar 1491); S. 416: „Vertrauliches Schreiben K. Maximilian’s I. an den Erzherzog Sigmund von Oesterreich“ (8. März 1495); Nr. 3 u. 4: „Die Dichterkrönung zu Linz 1501“ [des Schlesiers Vincenz Lang durch K.Maximilian; Conrad Celte’s Schauspiel: „Ludus Dianae“, wurde dabei aufgeführt]; Nr. 11, S. 44: „Gedicht an Maximilian I. 1494 [in einem Codex des Werkes vom Abte Engelbert von Admont: De regimine principum, Rathschläge er soll sparen und den Schmeichlern nicht trauen]; – Jahrg. 1836, S. 136: „Churfürst Johann von Brandenburg empfiehlt den Fürsten Magnus von Anhalt dem K. Maximilian zur Aufnahme in seine Dienste“ (Cölln an der Spree 10. September 1492); S. 264: „Maximilian I. erläßt ein Patent in Betreff der Verkündung und Einsammlung der Türkensteuer“ (Innsbruck 1. August 1496); Dieselbe (Blätter für Literatur) S. 281: „Kaiser Max verlangt von der theologischen Facultät der Wiener Universität Aufklärung über den (gefährlichen) Gebrauch, die wöchentliche Procession zu Ehren des heiligen Frohnleichnams welche alle Donnerstage gehalten wird, an jenem, „den der erste Mondschein bescheinet“ (im ersten Viertel?), mit mehr Gepränge zu halten“ (Nürnberg 10. Februar 1512); S. 419: „K. Maximilian erläßt eine Verordnung wider die Gotteslästerer“ (1518, im Auszuge); S. 196: „K. Maximilian’s pedantischer Lehrer M. Peter Engelbrecht“ (nach Zinkgräf); S. 204: „Stuhlweissenburg, von Kaiser Maximilian mit Gewalt genommen“; S. 124: „Kaiser Maximilian verhindert die Plünderung der Gruft der ungarischen Könige bei der Einnahme von Stuhlweissenburg“; S. 268: „Der erste Buchhalter in Wien“ (Kaiser Maximilian bestimmt ihn, 1496?); S. 120; „Ueber das Bruchstück einer Autobiographie K. Maximilian’s I., 1499 dictirt“ [vergl. Mailáth’s Geschichte von Oesterreich, I, S. 354]; S. 207: „Herzog Erich von Braunschweig, K. Maximilian’s I. Retter in der Böhmerschlacht bei Regensburg 4. September 1504“; S. 44: „K. Maximilian I. steht einem von einem Landsknechte mißhandelten gefangenen Böhmen bei Regensburg bei“; Nr. 54: „Merkwürdige Unterredung zwischen K. Maximilian I. und Friedrich von der Pfalz“ (1513). Nach Leodius von Fischer (?); Nr. 103: „Kleiderordnung K. Maximilian’s I. für die österreichischen Länder (1518)“; Nr. 104: „Das Regiment der österreichischen Lande unter Maximilian I.“ (1494, 1501); – Nr. 2, S. 8: „Kaiser Max und sein Sohn Philipp, als Herren der Niederlande, bestellen Grafen Engelbert II. von Nassau zum Regenten und Statthalter von Flandern, St. Omer, Orchies und Terrouanne“ (Brügge 12. April 1486); Nr. 4, S. 15: „Sebastian Tombner’s Epitaphium auf Kaiser Maximilian I. in der Burg zu Wels“ (vom Jahre 1543), mitgetheilt von J. Bergmann; S. 184: „Volkslieder über die Schlacht bei Dorneck zwischen K. Maximilian I. und den Schweizern, am 22. Juli 1499“; Jahrg. 1837, S. 231 u. 235: „K. Maximilian I. setzt in den fünf niederösterreichischen Provinzen (Oesterreich, Steiermark, Kärnthen, Krain und Isterreich) ein neues Regiment (Regierung) ein und bestimmt seinen Wirkungskreis“ (Innsbruck 2. Februar 1502); S. 256: „Kaiser Maximilian I. verschreibt dem Linzer Bürger Maximilian Prandtstetter den Ungelt zu Linz auf weitere vier Jahre, nachdem der frühere Termin von fünf Jahren im Jahre 1518 zu Ende gehen wird“ (Roytte 9. Juli 1516); Nr. 67: „Zeichnungen zur Charakteristik Kaiser Maximilian’s I. 1) Kaiser Max will nicht, daß die Supplicanten knien; Nr. 99: 2) Zu Donauwörth 1500; Nr. 101: 3) Zu Donauwörth 1514; Meistersängerfest; Nr. 103: 4) Prächtige Monstranze für den Kreuzpartikel“; S. 367: „Das Lied von der Stadt Doll, 1478“. Aus [102] einem Codex der k. Bibliothek in München; S. 308: „Ein newes lied von Hohenkreen“ [vergl. Fugger’s Ehrenspiegel, S. 1289]. – Pez, Scriptores rerum austriacarum, Tom. II, p. 551: „Narratio captivitatis Maximiliani I., Imp. apud Brugenses“. – Spieß, Archivarische Nebenarbeiten 1783. S. 49–66: „Anekdoten von Kaiser Maximilian’s I. Absterben. Aus den Archiven von Plessenburg“. – Steck’s Ausführungen politischer und rechtlicher Materien, S. 171: „Von den Unterhandlungen K. Maximilian’s I., einem seiner Enkel die römische Königskrone zu verschaffen“ (1518). – Thüringische antiquar. Mittheilungen, Nr. IV, 1839, S. 69: „Eigenhändige Briefe des Kaisers Maximilian’s I. an Friedrich den Weisen, Churfürst von Sachsen“. – Vehse (Eduard), Geschichte der deutschen Höfe seit der Reformation (Hamburg, Hoffmann u. Campe, 1851 u. f.) Zweite Abthlg. 1. Band. – Wiener Jahrbücher der Literatur 1829, 47. Band, Anzeigeblatt und 48. Band: „Zur Geschichte Kaiser Maximilian’s I.“ [enthält mehreres über die Zeughäuser des Kaisers]. – Dieselben 1837, Bd. LXXVIII, Anzeigeblatt: „Lateinische Gramatik, moralische und diätätische Verse in Prosa. Zum Unterrichte des Erzherzogs, nachherigen Kaisers Maximilian I. Ein Beitrag zur Geschichte der Lehr- und Lernweise des XV. Jahrhunderts“, von Jos. Bergmann. – Neue Zeitschrift des Ferdinandeums (Innsbruck), IX. Heft: „Cardinal Hadrian in Tirol. Lösung des Räthsels, ob Kaiser Maximilian im Ernste Papst werden wollte“. – Zeitung für die elegante Welt 1830, Nr. 240 und 241: „Ueber Innsbrucks Kunstdenkmäler, Maximilian’s Mausoleum“. – Eine reiche Literatur über Kaiser Maximilian I. enthält des Dr. Carl Schmit Ritter von Tavera „Bibliographie zur Geschichte des österreichischen Kaiserstaates“ (Wien 1858, L. W. Seidel, gr. 8°.) I. Abthlg. 1. Heft, S. 79–114, nach folgenden Momenten: Urkunden: Nr. 695–708; Tewrdannckh, Weisskunig, Ehrenpforte, Triumphzug und Triumphwagen: Nr. 709–724; Biographien: Nr. 725–738; Biographische Beiträge vermischten Inhaltes: Nr. 739–774; Vermälung mit Maria von Burgund: Nr. 775–784; Wahl und Krönung: Nr. 785–796; Aufstand der Flamänder: Nr. 797–811; Streit wegen Anna von Bretagne: Nr. 812–822; Verhältniß zu Ungarn: Nr. 823–826; Vermälung mit Blanca Maria Sforza: Nr. 827–834; Reichstag zu Worms: Nr. 835 und 836; Italienische Angelegenheiten (1500–1508): Nr. 837–848; Der Schwabenkrieg: Nr. 849–873; Krieg gegen Ruprecht von der Pfalz: Nr. 874–897; Ligue von Cambrai: Nr. 898–914 (allgemeine Schriften), Nr. 915–946 (Einzelnheiten); Maximilian’s I. Wunsch, Papst zu werden: Nr. 947–957; Verhältniß zu König Heinrich VII. von England: Nr. 958–964; Congreß zu Wien (1515): Nr. 965–979; Reichstag zu Augsburg und das Jahr 1518: Nr. 980–991; Türkennoth: Nr. 992 bis 1006; Leichenreden und Begräbniß: Nr. 1007–1032. Vergleiche übrigens auch die Quellen zur Biographie des Kaisers Friedrich, Nr. 104, S. 269 u. f., wo mehreres, Max betreffendes angeführt wird.
II. Poesien, Dramen u. A., welche Kaiser Max zum Gegenstande haben. Grün (Anastasius), Der letzte Ritter. Romanzenkranz (München 1830, F. O. Frankh, kl. 4°.). [Erste. jetzt schon seltene Ausgabe dieses oft aufgelegten herrlichen Gedichtes, dessen Verfasser Anton Alexander Graf von Auersperg, seit 1860 Reichsrath, ist. Unter dem „letzten Ritter“ ist Kaiser Max verstanden.] – Oesterreichisches Archiv für Geschichte, Erdbeschreibung u. s. w., 1814, Nr. 39 und 40: „Kaiser Max I., wie er seine Braut Maria von Burgund zu Gent empfängt“, von Karoline Pichler; – 1817, Nr. 40–42: „Kaiser Maxens Abschied von Augsburg 1519“, von J. J. Hannusch; 1819, Nr. 31: „Kaiser Maxens Grabmal zu Innsbruck“; – 1826, Nr. 1: „Wie Kaiser Max die Kunst ehrte“, von Baron Schlechta; – 1827, Nr. 10, S. 53: „Inschrift in dem Zimmer zu Wels, wo Max I. starb“; Nr. 113 und 114, S. 619: „Maximilian’s Waffenthat zu Worms“, von J. N. Vogl; – 1828, Nr. 18: „Altes Lied von dem Abscheiden Kaiser Maximilian’s I.“; – 1831, Nr. 18: „Kaiser Maxens Sarg“, von Carl Ad. Kaltenbrunner. – Deinhardstein (Joh. Ludw. Ferd.), Erzherzog Maximilian’s Brautzug. Dramat. Gedicht in 5 Abthlg. (nach dem Teuerdank) (Wien 1832, Gerold jun., 12°.). – Habsburgs-Chronik. Mit besonderer Rücksicht auf die vaterländische Jugend, herausg. von Ludwig Bowitsch (Wien 1858, A. Pichler’s Witwe u. Sohn, kl. 8°.), enthält S. 91 Canaval’s Gedicht: „Kaiser Max in der Haft zu Gent“; S. 93 Collin’s Gedicht: „Kaiser Max auf der Martinswand“; S. 110: [103] „Albrecht Dürer und Kaiser Max“, von G. Seidl. – Frankl (Ludwig August), Das Habsburglied (Wien 1832), widmet dem Kaiser Max folgende Gedichte: S. 103: „Seine Zeit“; S. 105: „Der deutsche Ritter (1495)“; S. 107: „Oesterreichs Wappen“; S. 110: „Der Liebesbrief“; S. 112: „Der letzte Ritter“.
III. Porträte. 1) J. Adam sc. (Fol), Schwarzk., der Kaiser als Knabe; – 2) Lucas v. Leyden p., J. Adam sc. (4°.); – 3) Lucas v. Leyden p., Blaschke sc. (8°.); – 4) (D. Custos sc.) (8°.); – von demselben Kupferstecher, nach einem Bilde aus der Ambraser-Sammlung (gr. Fol.), ganze Figur; – 5) A. Dürer sc., Holzschnitt (Roy. Fol.), schönes und kostbares Blatt (16 Thlr., bei Drugulin in Leipzig); – 6) Luc. v. Leyden pinx., Gaillard sc. (8°.); – 7) D. Hopfer fec. (kl. Fol.); – 8) Lucas v. Leyden p., P. de Jode sc.; – 9) Moncornet exc. (8°.); – 10) P. Soutman p., P. v. Sompel sc. (gr. Fol.); – 11) Luc. v. Leyden p., C. Visscher sc. (gr. Fol.); – 12) C. Waumans sc. (8°.); – 13) A. Dürer p., A. Weger sc. (kl. Fol). – Berichte des Wiener Alterthums-Vereins 1858, I. Abthlg. S. 64: „Erzherzog Maximilian I. und Maria von Burgund, und deren älteste Porträte in der k. k. Ambraser-Sammlung“. – Kunstblatt (Stuttgart, 4°.) 1825, S. 336: „Doppelbildniß des Kaisers Maximilian“ [Nachricht über ein höchst merkwürdiges, auf der Rathsbibliothek zu Zittau befindliches zweifaches Bild des Kaisers Max].
IV. Medaillen. Vergl. das „Verzeichniß der von dem k. k. Feldmarschall-Lieutenant Ludwig de Traux in Wien hinterlassenen Münz- und Medaillen-Sammlung“ (Wien 1856), Nr. 93 bis 107.

Berichtigungen und Nachträge

  1. S. 90 d. Bds., Sp. 1 in der Biographie von Maximilian I. (Nr. 262), Zeile 10, zu Ende soll statt 20. März 1477 stehen: 20. August 1477. [Band 7, S. 415]
  2. S. 99 d. Bds., Sp. 2, in den Quellen über Kaiser Maximilian I. (Nr. 262) unter I. b) „in Sammelschriften und anderen Werken Zerstreutes“ vor Bayle (P.) einzuschalten:
    Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, Lex. 8°.) VI. Jahrg. (1845), S.5: „Kaiser Maximilian und der Franzose Claude de Batre“; – Ebenda, S. 34: „Maximilian I. in Constanz“; – XI. Jahrg. (1850), S. 53: „Kaiser Max und Maria von Burgund“ (Sage); – XII. Jahrg. (1851), S. 81: „Der Wiener Congreß vom Jahre 1515 [Zusammenkunft der Könige Wladislaus von Ungarn, Sigismund von Polen mit Kaiser Max I.] [Band 7, S. 415]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Matthias Corvinus (Wikipedia).
  2. Ludovico Sforza (Wikipedia).
  3. Leonhard von Görz (Wikipedia).
  4. Frundsberg, Georg von bzw. Georg von Frundsberg (Wikipedia).
  5. Vorlage: 1506.
  6. Celtis, Konrad bzw. Conrad Celtis (Wikipedia).
  7. Giasone del Maino (Wikipedia, italienisch).
  8. Pfinzing, Melchior bzw. Melchior Pfintzing (Wikipedia).
  9. Treitz-Sauerwein, Marx bzw. Marx Treitzsaurwein (Wikipedia).
  10. Burgkmair, Hans der Ältere bzw. Hans Burgkmair der Ältere (Wikipedia).
  11. Georg von Österreich bzw. Georg von Österreich (Wikipedia).
  12. Vorlage: 1525.