Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Figur der griechischen Sage, die ,Strahlende‘
Band V,2 (1905) S. 23092314
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2) Ἠλέκτρα Ἀλέκτρα Ἠλέκτρη, Nebenform Ἠλεκτρυώνη auf Samothrake nach Hellanikos frg. 129 in Schol. Apoll. Rhod. I 916, diese allein in Rhodos üblich nach Zenon FHG III 176 bei Diod. V 56. Schol. Pind. Ol. VII 24, oder vielmehr Ἀλεκτρώνα. IG XII 1, 677 = Dittenberger Syll.1 357, vgl. v. Wilamowitz Herm. XIV 1879, 457. Zur Deutung vgl. ἠλέκτωρ Ὑπερίων Hom. Il. VI 513. XIX 398. Hymn. Hom. I 369 und ἤλεκτρον; demgemäß wird E. als die ,Strahlende‘ erklärt.

§ 1. Ursprünglich eine wohl vorgriechische Lichtgöttin (s. § 3: E. Atlas Tochter und Pleiade, § 5: Elektryone Heliostochter auf Rhodos), durch [2310] die Völkerwanderung besonders nach Westen hinausgedrängt, wo sie in Samothrake und Rhodos sich im Kult lebendig erhielt. Eine Erinnerung an ihr ursprüngliches Wesen lebte auch in den Sternensagen weiter, in die sie als eine der Pleiaden geriet. Aber auch als Wassergöttin erscheint sie (s. § 3, § 2 c und f, § 6 a. E.). Im Mutterlande ist sie durch Verknüpfung mit fremden Gestalten, besonders mit Agamemnon und Orest, allmählich ganz verwandelt worden, gerade in dieser Form aber durch die Tragiker allbekannt geworden.

In unserer Überlieferung erscheint E. nicht mehr einheitlich. Nach vier Richtungen ist sie hauptsächlich isoliert und spezialisiert und wird deshalb praktisch in dieser Einteilung behandelt: Tochter des Okeanos (§ 3), Tochter des Atlas, Mutter der Harmonia, des Iasion und Dardanos in Theben, Arkadien, Samothrake (§ 4), woran sich die Besprechung der E. als Lichtwesen besonders in den Sternsagen knüpfe (§ 5), Tochter des Danaos (§ 6), Tochter des Agamemnon (§ 7). Zunächst die lokale Verbreitung des Namens E.

§ 2. E. ist nachweisbar in folgenden Orten:

a) Theben: πύλαι Ἠλέκτραι oder Ἠλεκτρίδες Pind. Isth. III 79. Aischyl. Sept. 423 (wohl aus dem Epos Thebais). Eurip. Suppl. 651; Phoen. 1129. 1570; Bakch. 780. Hellanikos frg. 129 (Schol. Apoll. Rhod. I 916). Ephoros frg. 12 (Schol. Euripid. Phoen. 7). Paus. IX 8, 7. 11, 1. Schol. Euripid. usw. Material gesammelt von R. Unger Paradoxa Thebana 1839. Vgl. v. Wilamowitz Herm. XXVI 1891, 210ff. Ferner E. Tochter des Amphion, Schol. Euripid. Phoen. 1129.

b) Arkadien: als Tochter des Atlas auf dem Kyllenegebirge, Apollod. bibl. III § 110 Wg., und von Zeus Mutter des Dardanos, Dion. Hal. arch. I 61. Serv. Aen. II 325. III 167.

c) Messenien: Fluß E. zwischen Andania und Kyparissia. Paus. IV 33, 6.

d) Elis: Strab. VIII 346 erwähnt beim Samiakon zwei Höhlen, τὸ μὲν νυμφῶν Ἀνιγριάδων, τὸ δὲ ἐν ᾧ τὰ περὶ τὰς Ἀτλαντίδας καὶ τὴν Δαρδάνου γένεσιν (dessen Mutter eben E. ist).

e) Argos: E. als Tochter des Danaos und des Agamemnon, s. § 6 u. 7.

f) Kreta: Fluß E. der Südküste erwähnt Ptolem. III 15, 3 (s. Elektras), und E. als Mutter des Iasion: Schol. Hom. Od. V 125: ἦν ΚρὴςἸασίων. Ἑλλάνικος (frg. 58 vgl. 129) δὲ Ἤλεκτρας καὶ Διὸς αὐτὸν γενεαλογεῖ.

g) Rhodos: E. als Elektryone oder Alektrona (s. d.), vgl. oben und § 5 a. E.

h) Samothrake, von Apoll. Rhod. I 916 νῆσος Ἠλέκτρης Ἀτλαντίδος genannt, s. § 4.

i) Italien, wo E. Gattin des Korythos, Gründers von Cortona (der aber in der Tat wie E. in Arkadien nachweisbar: Diodor. IV 33, 11, vgl. Apollod. bibl. III § 104). So die römischen Antiquare bei Serv. Aen. III 167. VII 207. 209. X 719. Ihre Gelehrsamkeit ist nicht ohne weiteres verwendbar, aber keineswegs ohne Grundlage.

§ 3. Tochter des Okeanos wird E. in der Hesiodeischen Theogonie 265 und 348 genannt. V. 265 heißt sie Gattin des Thaumas, des Sohnes des Pontos (237), und Mutter der Iris und der Harpyien Aello und Okypete. Vgl. Nonn. Dionys. XXVI 360. Da ein Rhapsode die Liste der Okeaniden [2311] Theog. 346ff. benutzt hat, um Namen für die Gespielinnen der Persephone zu gewinnen, ist auch E. unter diese geraten, Hymn. Hom. in Cer. 418.

§ 4. E. Tochter des Atlas (Hesiod, op. 381). Wie dieser auch in Arkadien. Hier ist sie nach Apollod. bibl. III § 110 Wg. Dionys. Hal. arch. I 61 auf der Kyllene geboren von Pleione, der Okeanostochter, mit ihren sechs Schwestern, den Pleiaden. Hier gebiert sie selbst nach Dion. Hal. arch. I 61. Serv. Aen. III 167. II 325 dem Zeus die Söhne Iasos und Dardanos, der auch als Vater des Zakynthos zu Psophis nach Paus. VIII 24, 3 in Arkadien erscheint und ferner als Gatte der Pallastochter Chryse dahin gehört. Diese arkadische Atlastochter E. ist im Altertum identifiziert mit E. auf Samothrake und diese wieder mit der thebanischen E. in der üblichen Art, daß eine reiche Lebensgeschichte der E. entwickelt wurde. Daß Atlas auch in Samothrake und in Theben als Vater der E. galt, ist nicht überliefert, aber ihre Söhne Iasos oder Iasion und Dardanos, die in Samothrake wie in Arkadien zu Hause, und ihre Tochter Harmonia, die in Theben und Samothrake erscheint, ermöglichten diese Verbindung, die bei der ursprünglichen Identität berechtigt ist. Meist fehlt die Ortsangabe für die Geburt der beiden Söhne der E., Apollod. bibl. III § 138. Verg. Aen. VIII 135. Konon 21 (vgl. Hellanikos frg. 129). Eratosth. Catasterism. 23. Athenikon FHG IV 345 in Schol. Apoll. Rhod. I 917.

Wie man E. mit ihren Söhnen Iasos-Iasion und Dardanos von Arkadien nach Samothrake gelangen ließ, und ob man sich überhaupt darum bemühte, ist gleichgültig und unklar auch bei Dion. Hal. arch. I 61. Apollod. bibl. III § 138 Wg.

Jedenfalls nahm E. in Samothrake eine hohe Stellung ein; das bezeugt sowohl die Wendung des Apollonios Rhodios, der Argon. I 916 Samothrake νῆσος Ἠλέκτρης Ἀτλαντίδος nennt, als auch der Beiname Στρατηγίς, den sie dort nach dem Scholion zu dieser Stelle geführt hat. Eine andere, wie es scheint, von Hellanikos ἐν πρώτῳ Τρωικῶν frg. 129 (Schol. Apoll. Rhod. I 916 + frg. 56 + Schol. Eurip. Phoen. 1129, vgl. v. Wilamowitz Herm. XXVI 210) ausgegangene Version ignorierte die arkadische Heimat und ließ die E., oder Elektryone, wie Hellanikos sie nannte, ihre drei Kinder in Samothrake gebären: den Dardanos, der nach Troia auswandert, von den Eingeborenen Polyarches genannt; den Eetion (von Nonn. III 186 zu Emathion gemacht?), Iasion genannt, von Demeter geliebt und vom Blitz erschlagen; und die Harmonia, die von Kadmos nach Theben entführt ward. So Hellanikos frg. 129. Idomeneus FHG II 494, 18. Ephoros frg. 12 in Schol. Euripid. Phoen. 7. Demagoras FHG IV 378, 1 ebd., der E. aus Libyen (?) nach Samothrake kommen liess. Diodor. V 48, vgl. Strab. VII frg. 50. Lykophr. 73 mit Schol. Ob Iasion und Dardanos mit den Kabiren identifiziert worden seien, ist aus Schol. Apoll. Rhod. I 917 (Theon, vgl. Schol. Lykophr. 219) nicht sicher zu ermitteln. Diodor. V 49 lässt die berühmte Hochzeitsfeier des Kadmos und der Harmonia auf Samothrake stattfinden und die E. als Hochzeitsgeschenk darbringen τὰ τῆς Μεγάλης καλουμένης Μητρὸς τῶν θεῶν ἰερὰ μετὰ [2312] κυμβάλων καὶ τυμπάνων καὶ τῶν ὀργιαζόντων. Mit ihrem Sohne Dardanos ist E. auch nach Troia gebracht worden, und zwar als Stifterin des berühmten Palladions, das in der Tat zu Arkadien (Pallas) usw. in Beziehung stehen wird; Schol. Euripid. Phoen. 1129 (nach v. Wilamowitz Herm. XXVI 210 aus Hellanikos).

So gelangt E. als Schwiegermutter des Kadmos (Paus. IX 8, 4 nennt sie versehentlich seine Schwester) nach Theben, um den πύλαι Ἠλέκτραι oder Ἠλεκτρίδες den Namen zu geben; s. ο. § 1 a. Wohl erst wegen dieses Tornamens ist sie zur Tochter des Thebaners Amphion (des personifizierten Stadtumkreises ?) geworden; Schol. Eurip. Phoen. 1129.

§ 5. E. ist eine der sieben Pleiaden, jenes Sternenhäufleins, das vor den Gürtelsternen des Orion einhergeht. Ihr Katalog bei Hellanikos ἐν ᾱ τῶν 'Ἀτλαντικῶν frg. 56 in Schol. Hom. Il. XVIII 486 A D. Arat. 262f. Eratosth. Catast. 23. Hyg. astr. II 21. Apollod. bibl. III § 110 Wg. Diodor. III 60, 4. Pleione ist ihnen als Mutter wohl gegeben, weil sie als Pleiaden galten, Atlas aber der alte Himmelsgott und Himmelsträger ist ihr echter Vater (Hesiod, op. 381). Aber so vortrefflich diese Verwandtschaft zu E.s Eigentümlichkeit als Lichtgöttin paßt, die durch ihren eigenen Namen, ihre Beziehung zu Helios in Rhodos (s. Alektrona und Elektryone) und zu Iris (§ 3) gesichert ist, so ist damit doch noch nicht erklärt, warum sie eine der Pleiaden geworden, ein Sternlein des nicht lichtstarken Häufleins. Aber dies Sternbild ist doch eines der auffallendsten, weil es eine nicht trennbare Gruppe bildet, und für die südliche Landwirtschaft wichtig, da ihr Aufgang Mitte Mai die Ernte, ihr Untergang Ende Oktober Winteranfang und Zeit zur Aussaat anzeigte (Arat. 266. Preller-Robert Gr. Myth. 464). Das Sternbild der Pleiaden kennt schon Homer Il. XVIII 486, und Hesiod. op. 619 weiß, daß sie vor dem Orion fliehend sich ins Meer stürzen. Orion ist Boioter. Seine Liebe zu Merope, einer der Pleiaden, bezeugt Pind. frg. 74 Bergk, noch in der chiischen Sage vergewaltigt er sie (Hyg. astr. II 21). Folglich sind die Benennungen dieser beiden Sternbilder Orion und Pleiaden und deren Benennung nach den sieben Atlastöehtern E., Merope usw. sehr alt, sie gehen auf vorhomerische Zeit zurück, wo E. mit ihren Schwestern und Orion, auch wohl ihrem Vater Atlas noch lebendig auch im boiotischen Glauben waren. Vgl. Bethe Rh. Mus. LV 432ff.

Da von den angeblich sieben Pleiadensternen aber nur sechs deutlich sichtbar sind (Arat. 257), so waren schon vor Arat (vgl. v. 259ff.) verschiedene Versuche gemacht, diese Differenz zwischen der Zahl der sechs Sterne und der sieben Atlastöchter auszugleichen. Neben anderen ließ man auch E. verschwinden; aus Furcht vor Orion wie Sminthes bei Arien. Aratea 582 (vgl. Isagoge in Aratum bei Maass Comment. in Aratum p. 324, 10. Maass Aratea 162; s. auch Aratus Latinus 229, 9 und rec. interp. 229, 9 bei Maass Comment. in Aratum); oder aus Schmerz über die Zerstörung Troias und das Unglück der Nachkommen ihres Sohnes Dardanos: Schol. Hom. Il. XVIII 486. Schol. Arat. 259 p. 391, 5. 20. 392, 14 und Aratus Latinus 229, 9 Maass. Hygin. [2313] astr. II 21, wo E. Komet wird, vgl. Robert Eratosth. catast. reliquiae 136 und 23. Avien. Arat. 585.

Die Lichtgöttin E. ist in Rhodos kultlich festgehalten worden unter der Namensform Ἀλεκτρώνα (IG XII 1, 677) und Ἠλεκτρυώνη (s. d.). Zu Eltern gab man ihr dort Helios und Rhodos, Diodor. V 56. Schol. Pind. Ol. VII 24. Newton Transactions of the R. Soc. of Literature XI 442 bezog auf sie rhodische Münzbilder, die einen Kopf mit Strahlenkranz zeigen.

§ 6. E. muß wohl wie in Theben so in Argos, wo die mykenische Kultur neben Boiotien am lebhaftesten sich entwickelt hat, fest gewurzelt gewesen sein. Denn wenn sie hier auch nicht mehr im Kult, wie auf der von Argos aus besiedelten Insel Rhodos, nachweisbar ist, so ist sie doch in die argivische Localsage doppelt aufgenommen: als Tochter des Danaos und des Agamemnon.

Apollodors bibl. II § 19 Wg. führt E. als Tochter des Danaos und der Naiade Polyxo auf. Sie ermordet, wie alle Danaiden, den Bräutigam. Vgl. Hyg. fab. 170. Sie dürfte hier als Flußgöttin gelten, da in Messenien und Kreta Flüsse E. heißen, und die Danaiden Quellnymphen zum Teil sicher sind wie Amymone, Peirene.

§ 7. Als Tochter des Agamemnon und der Klytaimestra ist E. dem Homerischen Epos unbekannt, wodurch diese Verbindung als sekundär bestätigt wird. Für Aischylos und die übrigen Tragiker ist E. als Tochter Agamemnons selbstverständliche Voraussetzung, ebenso ihre Teilnahme an der Ermordung des Aigisth und der Klytaimestra. Schon am Anfange des 5. Jhdts. ist diese von Aischylos in den Choephoren verarbeitete Version berühmt gewesen und bildlich dargestellt worden. Robert Bild und Lied 149ff. hat diese Bilder attischer rf. Vasen strengen Stiles gesammelt und erläutert. Auch das etwa aus derselben Zeit stammende Tonrelief von Melos, Mon. d. Inst. VI 57 = Roschers Myth. Lex. I 1238 zeigt E. am Grabe Agamemnons sitzend, von Orest angesprochen; vgl. das etwas jüngere Relief ebenda. Da nun jene beiden Bilder auffallend an Aischylos Tragödie erinnern, die ihre Verfertiger aber nicht gekannt haben können, so erschloß Robert a. a. O. aus ihnen eine ältere poetische Darstellung der Rache des Orestes und der E. und suchte sie als das Werk des Stesichoros nachzuweisen, der eine große Orestie geschrieben hat. So treffend die erste Folgerung ist, so bedenklich ist die zweite, jetzt von v. Wilamowitz (Aischylos Orestie II 1896, 246ff.) ausführlich widerlegt, der seinerseits jene von Robert erschlossene Dichtung in einem ,delphischen Epos‘ wenigstens des 7. Jhdts. erkennt, Vorlage für jene Bildner, Aischylos und Stesichoros. Daß Stesichoros wirklich auch E. erwähnt habe, hat Robert Bild und Lied 173ff. wahrscheinlich gemacht aus Aelian. v. h. IV 26 verglichen mit Athen. XII 513.

Nach Aischylos haben Sophokles und Euripides in den erhaltenen Tragödien, beide E. betitelt, die Ermordung der Klytaimestra behandelt, aber das psychologische Interesse auf E. conzentriert und sie in den Mittelpunkt gestellt. Auch in Euripides Orest spielt E. eine hervorragende [2314] Rolle. Aus diesen Tragödien und des Euripides Iphigenia I ist die bei Hyg. fab. 122 erzählte Geschichte entwickelt: E. habe ihrer eben von Orest zurückgeführten Schwester Iphigenia in Delphi die Augen ausbrennen wollen, weil Aletes, der Sohn Aigisths, ihr gesagt, sie habe den Orest getötet. Welcker (Gr. Tragödie 215) hat diesen Stoff für die Tragödie Aletes des Sophokles in Anspruch genommen, ohne Wahrscheinlichkeit. Vgl. Accius Tragödien Erigona und Agamemnonidae, Ribbeck Röm. Trag. 469ff.

E. heiratet schließlich Pylades, den Gefährten ihres Bruders Orest, Eurip. El. 1249; Orest. 1658, und gebiert ihm den Strophios und Medon. Wesenlose Fictionen: Hellanikos frg. 43 = Paus. II 16, 7 vgl. ΙΙI 1, 6. IX 40. 12.

§ 8. Darstellungen der E. am Grabe Agamemnons und bei der Ermordung des Aigisthos s. § 7. Dazu die Sarkophage bei Robert Sarkophagreliefs II 150. Spätere Vasen verzeichnete Overbeck Her. Gallerie S. 683ff. Auf E. und Orest hat Winckelmann die Marmorgruppe der Villa Ludovisi gedeutet, die urschriftlich als Werk des Menelaos, des Schülers des Stephanos, bezeichnet ist (Kekulé Gruppe des Künstlers Menelaos Taf. 25), abgebildet bei Overbeck Griech. Plastik II3 416. Baumeister Denkm. II 1193. Brunn-Bruckmann Denkmäler nr. 309, vgl. Friederichs-Wolters nr. 1560. Helbig Führer nr. 932. Ebenso eine Marmorgruppe in Neapel, deren Jüngling eine Wiederholung der Einzelstatue des Stephanos ist, des Schülers des Pasiteles, in Villa Albani (Friederichs-Wolters nr. 225. Helbig Führer nr. 786), abgebildet bei Overbeck Griech. Plastik II3 414. Baumeister Denkm. II 1192.