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Titel: Kleiner Briefkasten
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aus: Die Gartenlaube, Heft 1 bis 52
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1887
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Heft 1Bearbeiten

[20]


Heft 4Bearbeiten

[68]


Heft 5Bearbeiten

[84] Hugo G. in L. Eine gut redigierte Zeitschrift, welche die gesammten Interessen der Sangeskunst vertritt, ist „Der Chorgesang“, herausgegeben von dem Weimarer Hoforganisten A. W. Gottschlag (Leipzig, Verlag von Licht und Meyer). Der Inhalt des eben beendeten Jahrgangs ist reich und mannigfaltig; der starke Band enthält Bildnisse und Biographien hervorragender Tonkünstler, größere Aaufsätze theoretischen Inhalts, kleine ansprechende Erzählungen, Musikalien für Kinderchor, gemischten Chor und Männerchor etc.

Schlesserin Ok. in Breslau. Besten Dank für ihren Gruß!

Heft 6Bearbeiten

[100]


Heft 7Bearbeiten

[116] Conrad B. in Hameln. „Der wilde Peter von Hameln“ wurde am 4. Mai 1724 auf einem Felde bei Hameln ergriffen. Er war damals 13 Jahre alt, ging ganz nackend, „außer daß er am Halse etwas hangen gehabt, daraus man ersehen konnte, daß es ein Hemd gewesen“. Er hatte ein gutes Gehör, aber keine Sprache und benahm sich durchaus wie ein „wilder Mensch“. In jener Zeit bestand in der gelehrten Welt der Streit, ob es angeborene Begriffe gebe, und der „wilde Peter“ erweckte die Aufmerksamkeit einiger Gelehrten, die sich für jene Streitfrage interessirten. König Georg I. ließ ihn nach Hannover kommen; dann wurde er nach England gebracht. Er hatte jedoch kaum das Nothdürftigste sprechen gelernt und konnte somit den Gelehrten den gewünschten Aufschluß über „angeborene Begriffe“ nicht geben. Er starb im Alter von etwa 73 Jahren bei einem Pächter in Hertfordshire. – Peter gehörte zu den „Verwilderten“, welche man auch „Wildlinge“ nennt: es sind dies Individuen, die schon in frühester Kindheit sich im Walde verirrten und ohne jede Berührung mit menschlicher Kultur aufwuchsen. In der wissenschaftlichen Litteratur sind 16 derartige Fälle bekannt. Linné benannte sie Homo sapiens ferus (der vernünftige wilde Mensch!). Neuerdings hat Prof. Dr. A. Räuber in Leipzig unter demselben Titel über die Zustände der Verwilderten eine interessante Studie veröffentlicht.


Ein Beamter in J. Sie fragen uns, welche Kapitalanlage für Sie die beste und sicherste wäre. Da Ihre jährlichen Ersparnisse nicht groß sind und Sie auch die Zukunft Ihrer Frau und Kinder sichern möchten, so antworten wir Ihnen: für Ihre Verhältnisse ist die Lebensversicherung die beste Kapitalanlage. Sie ist es auch darum, weil Sie gesund und verhältnißmäßig „jung“ sind. Wir rathen Ihnen ferner, Ihr Leben bei einer deutschen Anstalt zu versichern. In seinem trefflichen Büchlein „Zur Erhaltung und Beförderung bürgerlichen Wohlstandes“ (Tübingen, H. Laupp’sche Buchhandlung) betont Freiherr von Danckelmann mit Recht, daß die deutschen Lebensversicherungsanstalten ihr Vermögen überwiegend in mündelmäßig sicheren Hypotheken und in Werthpapieren ersten Ranges anlegen, während die meisten ausländischen ihre Reservefonds behufs Erzielung höherer Zinsen in Aktien und sonstigen Werthen, die starken Schwankungen ausgesetzt sind, zu placiren pflegen.

Gymnasiast in H. Der Rohrstock oder „spanisches Rohr“ stammt von keinem rohrartigen Gewächse, wie z. B. unser Rohr. Es ist ein Stück des rohrartigen Stammes einer Palme, die namentlich auf den Inseln des malayischen Archipels gedeiht, den Namen Rotaug-der Rattanpalme führt und mitunter die Länge von 100 Metern erreicht.“

Alter Abonnent. Sie haben Recht. Beseler und Schorlemer-Alst sind nicht mehr Mitglieder des Reichstages. Wir haben das Versehen leider zu spät bemerkt, und so ist die betreffende unrichtige Angabe in einem Theil unserer Auflage stehen geblieben.

P. M. in Bern. In unserem Artikel „Das Original-Manuskript der Wacht am Rhein“ (Nr. 1 d. Jahrg.) haben wir die Frage, ob es noch andere Originalmanuskripte. d. h. eigenhändige Abschriften des Liedes giebt, keineswegs verneint. Die „Gartenlaube“ selbst hat bereits im Jahrgang 1870, S. 667 ein Faksimile des von Schneckenburger eigenhändig niedergeschriebenen Liedes in seiner endgültigen Gestaltung gebracht. Diese und andere Niederschriften des Dichters, wie z. B. die in den Besitz des Kaisers übergegangene, werden ja immer ihren Werth behalten. Das Manuskript „Der Rheinwacht“, weiches wir im Beginn dieses Jahres veröffentlicht haben, besitzt aber vor den anderen uns bekannten Originalmanuskripten den Vorzug, das; es einen, wie Sie gewiß selbst zugeben werden, höchst interessanten Einblick in die Entstehung des Liedes gewährt.


Heft 8Bearbeiten

[132]


Heft 9Bearbeiten

[148] Frage 3: Bei einem kurzsichtigen Knaben, der beim Lesen und Schreiben stets eine schiefe Haltung einnimmt, bewährt sich ein Geradehalter nicht. Der Knabe kann in gerader Haltung die Schrift auf dem Tisch nicht erkennen. Welchen Rath würden Sie mir geben?

Antwort: Bei derartiger hochgradiger Kurzsichtigkeit müssen Sie das Kind vom Augenarzt untersuchen lassen, der vielleicht eine passende Brille verordnen wird. Dann wird auch der Geradehalter seinen Zweck erfüllen. – Außerdem möchten wir Sie auf „Atzert’s Universalschreib-, Zeichen- und Lesepult“ aufmerksam machen. Das Pult ist für stark Kurzsichtige mit einer besonderen Stellvorrichtung nach augenärztlicher Angabe versehen und von Fachautoritäten vielfach als zweckmäßig empfohlen worden. Wir geben beistehend eine kleine Abbildung desselben und bemerken, daß es auch von Leuten mit gesunden Augen benutzt werden kann. Das Lesen und Durchsehen großer Bücher, wie z. B. der gebundenen Jahrgänge der „Gartenlaube“, wird durch dasselbe wesentlich erleichtert.

Frage 4: Wo und in welcher Wattenfabrik wird seidene Watte aus Seiden-Charpie gearbeitet?

C. S.

Frage 5: Wer kann einige Recepte für Osterspeisen angeben?

Frage 6: Wodurch unterscheidet sich kaukasisches Petroleum von dem amerikanischen?

Frage 7: Giebt es wasserfesten Kitt für Glassachen?



Heft 10Bearbeiten

[164]


Heft 13Bearbeiten

[220]


Heft 14Bearbeiten

[240]


Heft 15Bearbeiten

[256] P. H. in Breslau. Ihr Gewährsmann hat durchaus Recht. Es giebt in der That transportable Krematorien, das heißt fahrbare Feuerbestattungsöfen. In Nr. 8 der „Neuen Flamme“, einer Zeitschrift zur Förderung der Feuerbestattung, befindet sich eine Abbildung des Wagen-Feuerbestattungsapparates, welchen Kapitän Domeniko Rey zu Alessandria konstruirt hat. Die Anhänger der Feuerbestattung treten darum für die Einführung dieser Neuerung ein, weil durch dieselbe die Kosten bedeutend ermäßigt werden. Der Transport des Wagens ist billiger als der eines Sarges mit der Leiche. So betrugen z. B. sämmtliche Transport- und Feuerbestattungskosten in einem Falle, wo der Wagen auf eine Entfernung von 96 Kilometer von Mailand transportirt werden mußte, nur 60 Mark, während eine Leichenbeförderung von Wien nach Gotha nebst Verbrennung in dem dortigen Krematorium zur Zeit etwa 800 Mark kostet.

B. H. in Wien. Der Trabersport ist allerdings in Amerika am meisten ausgebildet, und die amerikanischen Traber sind den russischen überlegen. So viel wir wissen, ist das schnellste Tempo eines amerikanischen Trabers mit 2 Minuten 11¼ Sekunden angegeben worden, das heißt, das Pferd legte in jener Zeit im Trabe eine englische Meile zurück. Die Königin des Traberturfs ist jetzt Maud S., welche sich im Besitz von Rob. Benner in New-York befindet. Vor Kurzem sollen ihm für dieselbe 100 000 Dollars (gleich 420 000 Mark) geboten worden sein.

B. in K. Um ein Zimmer gründlich zu lüften, genügt es durchaus nicht, die unteren Fensterflügel zu öffnen. Die verdorbene, wärmere Luft sammelt sich an der Zimmerdecke und man muß darum den oberen Fensterflügel öffnen. Die Konstruktion unserer Fenster ist leider derart, daß es recht umständlich ist, auf diese Weise für die Ventilation zu sorgen. Die Rouleaustangen bilden ein lästiges Hinderniß für das Oeffnen der oberen Fensterflügel. Wir rathen Ihnen darum, eine der obersten Scheiben in eine sogenannte Glasjalousie verwandeln zu lassen. Durch einen Zug an der herabhängenden Schnur können Sie die Jalousie nach Belieben öffnen oder schließen.

R. R. in Neustadt a. O. Wie viel elektrische Lampen jetzt auf der ganzen Welt leuchten, das können wir Ihnen nicht sagen. Die Zeiten sind längst dahin, wo alle elektrischen Beleuchtungsanlagen als Seltenheit aufgezählt werden konnten. Einen Begriff von der Verbreitung des elektrischen Lichtes möge Ihnen die Mittheilung geben, daß in den Vereinigten Staaten von Nordamerika allein gegen 400 000 Edisonlampen im Betrieb sind. Dies entspricht einem Konsum an Leuchtgas von 1 630 000 Kubikmeter für den Tag. In Berlin befinden sich zur Zeit 20 900 Glühlampen in Thätigkeit.

P. R. in Berlin. Sie fragen, ob auch bisweilen Preise für wissenschaftliche Arbeiten ausgesetzt werden? Das ist neuerdings geschehen. Herr Privatmann Jenny in Dresden hat 10 000 Mark zu einer „August Jenny-Stiftung“ gegeben, deren Zweck die wissenschaftliche und litterarische Förderung und Verbreitung der Lessing’schen Anschauungen über die Erziehung des Menschengeschlechtes ist. 1500 Mark resp. 1000 Mark werden für die beste, resp. zweitbeste Abhandlung ausgesetzt, welche die letzten sieben Paragraphen in Lessing’s Schrift „Die Erziehung des Menschengeschlechts“ mit der Tendenz der eindringlichsten, überzeugenden Vertheidigung ihres Inhalts verhandelt, und 2500 resp. 2000 Mark für die beste, resp. zweitbeste Erzählung von gleicher Tendenz. Die Erzählungen sollen in Bezug auf Geist, Komposition und Sprache litterarische Kunstwerke sein.

E. F., St. Petersburg. Nicht verwendbar; die Manuskripte stehen zu ihrer Verfügung.

S. M. in Frankfurt a. M. Wir bitten um Angabe Ihrer genauen Adresse.

F. F. in Zürich. Nicht geeignet. Besten Dank!

Heft 17Bearbeiten

[292]


Heft 18Bearbeiten

[308]


Heft 19Bearbeiten

[324]


Heft 20Bearbeiten

[340]


Heft 21Bearbeiten

[356]

Heft 22Bearbeiten

[372]


Heft 23Bearbeiten

[388]


Heft 24Bearbeiten

[408]


Heft 27Bearbeiten

[468]


Heft 28Bearbeiten

[484]


Heft 32Bearbeiten

[532] Touristen G. und Sch. in Hamburg. Sie wollen einen Ferienausflug in die Steierischen Alpen machen und wünschen von uns die Angabe einer handlichen und dauerhaften Karte, welche Ihnen als durchaus zuverlässiger Führer dienen kann. Als eine solche nennen wir Ihnen die „Karte der Steierischen Alpen und der Karawanken“, welche jüngst im Verlage der geographischen Anstalt von Ludwig Ravenstein in Frankfurt am Main erschienen ist. Diese Karte ist sorgfältig ausgeführt, übersichtlich und zuverlässig. – Uebrigens möchte vielen Touristen die Mittheilung willkommen sein, daß in demselben Verlage auch gleich vorzügliche Karten anderer Alpengebiete (Salzburger Alpen und Salzkammergut, Tiroler Alpen, Oesterreichische Alpen etc.) erschienen sind.

K. L. in B. Was ist für eine Innung geeigneter: eine Fahne oder ein Banner? lautet ihre Frage. – Das Banner (vom französischen bannière) war nicht von Tuch oder Leinwand wie die Fahne (welch letzteres uralte Wort, gothisch fana, die allgemeine Bedeutung von Tuch und Gewebe hat), sondern von Pergament, Leder, Blech oder dünnen Holzplättchen, daher steif, während die Fahne meist zusammengefaltet ist, wenn sie nicht vom Winde bewegt oder die Fahnenstange horizontal gestellt wird. Josua Maaler, Bürger zu Zürich, bezeichnet in seinem 1561 erschienenen deutschen Wörterbuche das „paner“ als „das oberst Fänle“, und dementsprechend wird im Grimm’schen Wörterbuche bemerkt, daß Banner nicht nur in der Bedeutung von Heerfahne gebraucht wird, sondern daß man es nach Maaler auch als Hauptheerfahne nehmen kann. Nach dieser Deutung würde sich für eine Innung allerdings eine Fahne besser denn ein Banner eignen und letzteres vielleicht für einen Bund, eine Vereinigung von Innungen am Platze sein. Die Grenze zwischen Fahne und Banner ist jedoch nicht sehr scharf gezogen, und heut zu Tage steht es vollends Jedem frei, sich für eine Banner oder für eine Fahne zu entscheiden. Es werden dabei lediglich persönlicher Geschmack, persönliche Liebhaberei, persönliche künstlerische Anschauung, vielleicht auch praktische Nützlichkeitsgründe, da man auf einem Banner z. B. fortwährend das angebrachte Bild sehen kann, ausschlaggebend sein.


Anmerkungen (Wikisource)