Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Vahot
Band: 49 (1884), ab Seite: 197. (Quelle)
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Vahot, Emmerich (ungarischer Dichter und Schriftsteller, geb. zu Gyöngyös im Heveser Comitate 1820, gest. zu Ofen am 20. Februar 1879). Der Sohn eines Verwalters in Fürst Eszterházy’schen Diensten und leiblicher Bruder des Poeten Alexander Vachott [siehe diesen S. 181], in dessen Biographie darüber glossirt wurde, wie verschieden Beide ihren Familiennamen (Vachott und Vahot) schrieben. Die protestantischen Eltern sahen sich durch Ortsverhältnisse gezwungen, ihre Söhne die katholische Schule besuchen zu lassen. Aber das originelle Leben der Bewohner des Heveser Comitates, sowie die reizende Landschaft des in nächster Nähe gelegenen Mátragebirges blieben nicht ohne Einfluß auf die geistige Entwickelung der Brüder. Emmerich zählte kaum eilf Jahre, als ihm zuerst die Mutter und bald danach der Vater starb, der noch kurz vorher, 1831, seine beiden Söhne in das protestantische Collegium zu Eperies gebracht hatte. In dieser Stadt, welche damals als das Jena der ungarisch-protestantischen Jugend galt, herrschte ein reges geistiges Leben, und ein Theater, auf welchem bald eine ungarische, bald eine deutsche Gesellschaft tragirte, trug nicht wenig zur Entfesselung der Geister, zur Belebung der Phantasie bei. Emmerich zeigte bedeutende Talente, that sich als Schüler in der Musik und Malerei, im Tanze und in der Declamation hervor und wurde bald die Seele einer Gesellschaft, welche schon seit längerer Zeit in Eperies bestand und sich nun als Verein zur Ausbildung und Vervollkommnung der ungarischen Sprache constituirte. Die nationale Entwickelung zu fördern, war die Hauptaufgabe dieses Vereines, in welchem Emmerich als Secretär durch seine poetischen und kritischen Aufsätze sich bald in hervorragender Weise bemerkbar machte, wie er auch sonst bei festlichen und anderen Anlässen mit seinen humoristischen oder poetischen Erzeugnissen nicht wenig zur Belebung der geistigen Interessen der dafür sehr empfänglichen Stadt beitrug. Intellectuell bedeutend veranlagt, konnte er [198] schon, erst siebzehn Jahre alt, im Auftrage des Eperieser Collegiums ein ganzes Jahr hindurch im philosophischen Lehrcurse Vorträge über Geschichte und Philosophie der ungarischen Sprache halten. In einem derselben hielt er die vorgeschriebenen Grenzen der Mäßigung so wenig ein, daß er nebst seinen Zuhörern, die meist älter waren als er selbst, und unter denen sich auch einige Professoren befanden, unter dem Vorwande eingesperrt wurde, eine politische Demonstration beabsichtigt zu haben. In diese Zeit fällt sein erstes schriftstellerisches Auftreten, denn im Jahrgange 1837 der belletristischen Zeitung „Rajzolatok“, d. i. Schilderungen, erschienen seine ersten Aufsätze. Nachdem er das Studium der Rechte beendet hatte, unternahm er eine Reise nach Krakau und Galizien, und nach seiner Rückkehr von derselben im Jahre 1838 sollte er sich für die juridische Laufbahn vorbereiten, aber die Neigung zur Literatur überwog indem er das Corpus juris bei Seite legte, begann er sich auf journalistischem Gebiete herumzutummeln und wurde – Schriftsteller. Er zählte damals achtzehn Jahre. Das erste größere Werk, welches er schrieb, war eine Tragödie: „Zács nemzetség“, d. i. Die Familie Zács, welche während der Landtagsperiode 1839 entstand, aber in Folge verschiedener von der Censur erhobener Anstände erst sechs Jahre später zur Aufführung gelangen konnte. Dieser Conflict mit der Censur wirkte nichts weniger als ermuthigend auf den übrigens schon kränkelnden Dichter, der sich nun nach Gräfenberg begab, um in der Prießnitz’schen Kaltwasserheilanstalt Heilung seiner Leiden zu finden. Die halbjährige Cur benützte er zur Ausarbeitung seiner Schrift: „Ueber die Art und Weise der Gräfenberger Heilmethode“, welche jedoch ungedruckt blieb. Nach seiner Genesung trat er eine größere Reise an, auf welcher er Preußen, dann Böhmen besuchte und während eines längeren Aufenthaltes in Wien mit dem daselbst weilenden Dr. Emmerich Henszlmann [Bd. VIII, S. 315] sich befreundete, unter dessen unmittelbarer Leitung er die vielen Kunstschätze der Kaiserstadt kennen lernte und sozusagen einen praktischen Lehrcurs der Kunstgeschichte nahm. 1840 verließ er Wien und ging nun nach Pesth, wo er die Advocatenprüfung ablegte, aber immer seinen literarischen Arbeiten treu blieb. Als zu jener Zeit unter der Redaction der Dichter Bajza [Bd. I, S. 127] und Vörösmarty das „Athenaeum“, eine vortreffliche magyarische Zeitschrift, sich mehr der Belletristik zuwandte, begann auch Vahot an diesem Blatte mitzuarbeiten, und der zwanzigjährige Schriftsteller lieferte für dasselbe eine stattliche Reihe historischer und schöngeistiger Aufsätze. 1842 finden wir ihn auch als einen der fleißigsten Mitarbeiter an dem von Garay gegründeten Journal „Regélő“, d. i. Der Erzähler. In diesem und dem folgenden Jahre 1843 betheiligte sich Vahot an der Redaction des politischen und damals verbreitetsten Blattes „Pesti Hirlap“, d. i. Die Pesther Zeitung, in welchem er vornehmlich die Rubrik der Tagesneuigkeiten unter sich hatte, aber nebenbei zahlreiche Artikel über Literatur und Kunst schrieb. Als dann 1843 der Landtag in Preßburg zusammentrat, begab er sich dahin, und schrieb von dort für den „Pesti Hirlap“ die berühmten „Posonyi levelek“, d. i. Preßburger Briefe, welche bald großes Aufsehen erregten und den Namen ihres Verfassers in den weitesten Kreisen bekannt machten. Auch gab er [199] unter Mitwirkung einiger anderer Publicisten und Belletristen den „Országgyülési Almanach“, d. i. Landtagsalmanach, heraus und schrieb sein erstes Lustspiel „Országgyülési szállás“, d. i. Die Landtagswohnung, welches, im Pálffy’schen Saale zum Vortheile des Schauspielers Gabriel Egressy [Bd. IV, S. 4] aufgeführt, so großen Beifall fand, daß man es dann auf dem Nationaltheater in Pesth und auf mehreren Provinzbühnen in Scene setzte, wo es überall die Gunst des Publicums gewann. Der Erfolg in dieser Richtung ermunterte Vahot zu neuem Schaffen, und es entstanden nach einander die Lustspiele: „Még egy tisztújitás“, d. i. Noch eine Restauration – „Farsangi iskola“, d. i. Die Tanzschule; – „Költő és királyi“, d. i. Sänger und König; – „Vén csapodár“, d. i. Der alte Geck; – „Éljen a honi“, d. i. Hoch das Heimische; – „Kézmüves“, d. i. Der Handwerker; – „Öreg és fiatal orvos“, d. i. Der alte und der junge Arzt; – „Bányarém“, d. i. Der Berggeist; – „Huszár csiny“, d. i. Huszarenstreiche. Einige dieser Lustspiele sind einactig, aber alle sprudeln von Humor und schlagfertigem Witz, und das Stück „Sänger und König“ ist ein treffliches historisches Lustspiel aus der Zeit des populärsten ungarischen Königs Matthias. Im Jahre 1844 übernahm nun Vahot von Johann Erdélyi [Bd. IV, S. 64]], der unseres Dichters Schwester Cornelia zur Gattin hatte, die belletristische Wochenschrift „Pesti Divatlap“, d. i. Pesther Modenblatt, die nahe daran war einzugehen, und setzte sie bis zum Jahre 1848 fort, in welchem sie nur in Folge der Ereignisse, da man sich um Anderes als Moden, Theater und dergleichen kümmerte, selig entschlief. Bald nach Uebernahme dieses Blattes brachte er auf eine Empfehlung des Dichters Vörösmarty den damals kaum, bekannten Alexander Petőfi [Bd. XXII, S. 84] als Mitarbeiter in der Redaction unter. Noch während des Bestandes dieses Unternehmens gründete er im Jahre 1846 ein nach dieser Richtung in Ungarn völlig neues, nämlich eine geographisch-ethnographisch-statistisch-historische Zeitschrift, welche er unter dem Titel „Magyar föld és népei“, d. i. Ungarn und seine Völker, herauszugeben begann. Bei dem für ein solches Werk kläglichen Absatze von nur fünfhundert Exemplaren gedieh dasselbe nur bis zu sieben Heften, welche zusammen 21 bildliche Darstellungen enthielten; mit dem Ausbruche der Revolution löste sich das Unternehmen auf, das unter den erwähnten Umständen überhaupt kaum länger zu halten gewesen wäre. Gegen das Ende des Jahres 1847 begab sich Vahot wieder nach Preßburg, um an Ort und Stelle seine Beobachtungen über das Landtagsleben anzustellen, welche er dann unter Mitwirkung anderer namhafter Autoren seines Vaterlandes zusammenfaßte und solchergestalt im „Országgyülési emlék“, d. i. Landtags-Album, ein historisches und belletristisches Gedenkbuch für das Jahr 1848, erscheinen ließ. Ueber seine Thätigkeit in der Zeit von 1848 bis 1850 gehen alle Quellen stillschweigend hin – gewiß hat er an der nationalen Erhebung energischen Antheil genommen – und führen ihn uns erst im letztgenannten Jahre wieder vor, in welchem er mit dem schon erwähnten Stücke „Bányarém“, d. i. Der Berggeist, den durch die Bewegungsjahre unterbrochenen Faden seines, literarischen Schaffens wieder aufnahm und neuerdings in die Oeffentlichkeit trat, denn nun schrieb er zunächst den Roman: [200] „Honvéd őrangyala. Regényes korrajz“, d. i. Des Honvéd (Landwehrmanns) Schutzgeist, wovon 1861 eine zweite Auflage erschien, und gab zum Besten der verunglückten Stadt Losoncz im Neograder Comitate den „Losonczy Phőnix“, d. i. Losonczer Phönix, einen belletristischen Erinnerungsalmanach, heraus, der mit Unterstützung der literarischen Freunde Vahot’s in drei Jahrgängen erschien, erfreulichen Absatz fand und die ansehnliche Summe von 4000 fl. einbrachte, welche unter die unglücklichen Bewohner der abgebrannten Stadt vertheilt wurden. Alsdann begründete er die belletristische Monatschrift „Remény“, d. i. Die Hoffnung, für welche er schon in kurzer Zeit den ungarischen Romanschriftsteller M. Jókai [Bd. X, S. 246] gewann, ohne jedoch im Stande zu sein, dieselbe über das Jahr 1851 hinaus zu führen. 1853 rief er den dramatischen Almanach „Magyar Thalia“ ins Leben, aber auch für diesen fanden sich so wenig Abnehmer, daß er von einem zweiten Jahrgange abstehen mußte. Noch im letztgenannten Jahre trat er mit Franz Kubinyi [Bd. XIII, S. 290, Nr. 1] in Verbindung zur Herausgabe eines nationalen Fortsetzungswerkes, unter dem Titel „Magyar és Erdélyi ország képekben“, d. i. Ungarn und Siebenbürgen in Bildern. Davon erschienen in den Jahren 1853 und 1854 vier Bände in ungarischer Ausgabe, der erste auch in deutscher, es war ein treffliches Unternehmen, dessen Aufhören in jeder Hinsicht zu beklagen ist. Darauf veröffentlichte er mehrere novellistische und humoristische Arbeiten, theils in selbständigen, theils in Sammelwerken, und zwar: „Ködfátyolképek“, d. i. Nebelbilder, 3 Bände (Pesth 1853); – „Képes naptár“, d. i. Bilderkalender für das Jahr 1855; – „A nagy világ képekben“, d. i. Die große Welt in Bildern, eine Art encyklopädischen Jahrbuches, und „Magyar nép naptára“, d. i. Ungarischer Volkskalender (1855). Nun trat er im Jänner 1856 als Hauptmitarbeiter bei der Zeitschrift: „Buda Pesti Viszhang“, d. i. Pesth-Ofener Echo, ein und brachte dieses dem Untergange nahe Damenblatt zu solcher Höhe, daß es bald eines der verbreitetsten illustrirten Blätter wurde; in Folge eines Zerwürfnisses mit dem Verleger schied er aber bald wieder aus der Redaction und trat mit 1. Juli 1856 als Mitarbeiter bei dem Journale „Magyar Néplap“ ein, welches Alois Szabó [Bd. XLI, S. 105] begründet hatte. Indessen im Kalender einen Haupthebel nationaler Bildung und Entwickelung erkennend, gab er 1856 gemeinschaftlich mit Julius Müller den „Nagy képes naptár“, d. i. Großer Bilderkalender, und den Volkskalender: „Mátyás diák könyvesháza“, d, i. Des Studenten Matthias Hausbuch, heraus. Um diese Zeit brachte er auch sein neuestes Drama „Mária királyné“, d. i. Königin Marie, zur Aufführung und erzielte mit demselben einen günstigen Erfolg, besorgte die Ausgabe zweier großer Kunstblätter mit den lithographirten Bildnissen der sämmtlichen lebenden Schriftsteller Ungarns und redigirte die zweite Auflage der Gedichte seines geisteskranken Bruders Alexander. So blieb Emmerich auch die folgenden Jahre literarisch thätig, und wenn auch die Zahl seiner selbständigen Werke auffallend gering, so ist doch jene seiner in belletristischen Zeitschriften, Gedenkbüchern, Kalendern u. s. w. enthaltenen Aufsätze eine beträchtliche. Eine Uebersicht der biographischen und historischen, als mit dem Lexikon in naher Beziehung stehenden, folgt auf S. 201 in den Quellen. [201] Die Titel seiner selbständigen, nach 1858 erschienenen Schriften sind: „Magyar történelmi képcsarnok. A Vizkelety B. által rajzolt s V. I. által kiadott“, „Hunyady-ház diadalünnepe“, „Mátyás az igazságos“, „Báthory István lengyel király bevonulása Krakkóba“ és „Egervár hősi megvédése ez. képek költői magyarázata“, d. i. Historische Bildergalerie Ungarns: Siegesfest des Hauses Hunyadi, gezeichnet von Vizkelety und herausgegeben von E. V. – Matthias der Gerechte – Stephan Báthory’s Einzug in Krakau und Erlaus heldenmüthige Vertheidigung (Pesth 1860); – „Az 1862 Londoni világkiállitás emlékkönyve“, d. i. Erinnerungsbuch der Londoner Weltausstellung vom Jahre 1862 (Pesth 1863, Poldini); – „Budapesti kalauz vagyis: a magyar főváros mindenféle érdekesebb látnivalói köz és magánintézései, egyletei, kereskedői, gyári, iparos, gazdászati, művészeti jelességei, mulatóhelyei etc.“, d. i. Budapesther Führer. Interessante Sehenswürdigkeiten der ungarischen Hauptstadt, als: Communal- und Privatinstitute, Vereine, Fabriken, hervorragende industrielle, wirthschaftliche und Kunstetablissements, Belustigungsorte u. s. w. (Pesth 1864, Wodianer); – „Honvédek könyve. Új foly. 1. Fűzet“, d. i. Das Honvéd-Buch. Neue Folge. 1. Heft (Pesth 1867, J. Kertész); – „A Magyar honvéd vagy Budavár bevétele 1849–ben. Pályanyertes szinmű 3 szakaszban“; d. i. Der Honvéd oder die Einnahme Ofens im Jahre 1849. Preisgekröntes Drama in drei Abtheilungen (Pesth 1870, Lauffer, 8°.); – „Gróf Batthyány Lajos élet- és ellemrajza“, d. i. Des Grafen Ludwig Batthyány Lebens- und Charakterskizze (Pesth 1873, Kunessy, 8°.). Seine Memoiren erschienen von seinem Sohne Julius herausgegeben unter dem Titel: Vahot Imre Emlékiratai és Petőfi Sándor emlékezete“, d. i. Emmerich Vahot’s Lebensaufzeichnungen und Erinnerung an Alexander Petőfi (Pesth 1880, Alex. Kocsi, gr. 8°.). Der für Ungarns Literatur ebenso durch den Abdruck magyarischer Werke als durch eigene literarhistorische Forschungen ungemein thätige Pesther Verleger Ludwig Aigner (Pseudonym Abafi Lajos) begann dann im Jahre 1881 die Herausgabe der ausgewählten Werke Emmerich Vahot’s, und zwar mit dessen Memoiren (Vahot Imre Emlékiratai“, setzte aber dieselbe wohl wegen Mangels an Theilnahme von Seite des Publicums nicht über den ersten Band fort. Seiner Freundlichkeit verdanke ich auch eine magyarische autographe Lebensskizze Emmerichs und eine zweite dessen Sohnes, welche ich zur vorstehenden benützen konnte, wofür ich ihm hiemit auch meinen besten Dank öffentlich ausspreche.

Uebersicht der in Zeitschriften, Almanachen, Gedenkbüchern u. dgl. enthaltenen kleineren historischen und biographischen Aufsätze von Emmerich Vahot. In „Losonczi Phőnix“, d. i. Losonczer Phönix. Jahrg. I (1851): „Regényes krónika nemzetünk aranykorából“, d. i. Romantische Chronik aus unseres Volkes goldenem Zeitalter; – Jahrg. II: „Látogatás Losonczon“, d. i. Ein Besuch in Losoncz. – In „Magyarország és Erdély képekben“, d. i. Ungarn und Siebenbürgen in Bildern, Bd. I, 1853: „Kecskemét és a Kecskeméti puszták“, d. i. Kecskemét und die Kecskeméter Haide; – „Vác hajdan és most“, d. i. Waitzen einst und jetzt; – „Budavár Mátyás király Idejében“, d. i. Die Ofener Festung in der Zeit des Königs Matthias; – Bd. II, 1853: „Eszterháza fénykorában“, d. i. Die Burg Eszterháza in ihrer Glanzzeit; – „Patai és Szokolai régi templomaink“, d. i. Unsere alten Kirchen Pata und Szokola; – Kölcsey Ferenc és emlékei“, d. i. Franz Kölcsey und seine [202] Denkmale; – Bd. II, 1854: „Mária királynő“, d. i. Die regierende Königin Maria; – Bd. III, 1854: Kazinczy Ferenc; – Liszt Ferenc; – Megyery Károly“; – „Munkács és környéke“, d. i. Munkács und seine Umgebung; – „Nyitra és vidéke“, d. i. Neutra und seine Umgebung; – „Boszorkánypör miskolci kivonatban“, d. i. Hexenproceß nach einem Auszug der Stadt Miskolcz; – S. 41: „Néma barátok emlékei Majkón“, d. i. Die Denkmäler der stummen Mönche in Majko; – Bd. IV, 1854: „Eger és környéke“, d. i. Eger und seine Umgebung; – S. 86: „Beeli három forrásról nevezett apátság“, d. i. Beeli, nach drei Quellen benannte Abtei. – In „Remény“, d. i. Die Hoffnung, 1851, Bd. I, S. 55, 107, 146, 218, 296 und 375: „Budapesti levelek egy honleányhoz. Fővárosi társasélet stb.“, d. i. Pesth-Ofener Briefe an ein Mädchen der Heimat; – Bd. II, S. 123, 180, 229, 273 und 276: „Látogatás Losonczon. Utazás Mátrától Tátráig. Tátrafüredtől Szobráncig. Ungvár. Szerednye. Munkács. Terebes. Sátorállja-Ujhely. Sárospatak. Keresztúr. Tokaj. Tiszai utazás“, d. i. Ein Besuch in Losoncz. Reise durch den Tátra und Mátra. Von Tatrafüred nach Szobránc. Ungvár. Szerednye. Munkács. Terebes, Sátorállja-Ujhely. Sárospatak. Keresztur. Tokaj. Reise an der Theiß; – S. 88: „Magyarföldi ritkaságok a cs. kir. érme és régiség tárban“, d. i. Ungarns Seltenheiten in der kais. kön. Münz- und Alterthümer-Sammlung; – 1852. Bd. II: „Magyar huszárok hőstettei a régi világban“, d. i. Heldenthaten der Matthias-Huszaren in alter Zeit. – In „Honvédek könyve“, d. i. Honvéd-Buch, 1861: „Adatok Jalovics György, az első hatfontos ágyúüteg első ágyúja 11 hónapos s 32 csatás irányzója később tűzmestere jegyzeteiből“, d. i. Daten aus den Aufzeichnungen des Vormeisters, späteren Feuerwerkers der ersten sechspfündigen Batterie Georg Jalovics, während des Zeitraumes von eilf Monaten in 32 Gefechten; – „Emléklapoc az 1848-iki s 49-diki magyar alvidéki s középmagyarországi hadjáratokról. Horváth Mihály altiszt jegyzeteiből Vahot Imre, d. i. Erinnerungsblätter aus den Feldzügen der Jahre 1848 und 1849. Aus den Aufzeichnungen u. s. w. – Bem tábornok életrajza“, d. i. Des Feldherrn Bem Lebensbeschreibung; – neue Folge, 1867/68: Asboth Lajos“, d. i. Ludwig Asboth; – „Albert Foldváry; – Futaki gróf Hadik Gustav“, d. i. Gustav Graf Hadik von Futak; – Klapka György; – Mogyoródy Adolf“. – Vetter Antal“. – In „Országgyülési Almanach“, d. i. Reichstags-Almanach. Bd. I, 1843: Beöthy Ödön biharmegyei követ“, d. i. E. Beöthy, Abgeordneter bes Biharer Comitats; – Bezerédy István tolnamegyei követ“, d. i. Stephan Bezerédy, Abgeordneter des Tolnaer Comitats; – Klauzál Gábor“; – Palóczy László borsodmegyei követ“, d. i. Ladislaus Palóczy, Abgeordneter des Borsoder Comitats; – Szemere Bertalan borsodmegyei követ“, d. i. Berth. Szemere, Abgeordneter des Borsoder Comitats; – Szentkirályi Mór. országgyülési képviselő“, d. i. Moriz Szentkirályi, Reichstags-Abgeordneter; – Szerencsy István, királyi személynők. Jellemrajz“, d. i. Stephan Szerencsy, k. Personal. Charakterschilderung; – Zsedényi Ede szepesmegyei képviselő“, d. i. E. Zsedényi, Abgeordneter der Zips. – In „Nagy világ képekben“, d. i. Die große Welt in Bildern. 1855: Bulyovszkyné szül. Szillágyi Lilla“, d. i. Frau Bulyovszky, geborene Lilla Szillágyi; – „Adalék Csermák életrajzához“, d. i. Zur Biographie des A. Czermák; – Jókai Mór“; – Patikárus Ferkó; – Tompa Mihály; – S. 52: „Magyar irók segélypénztára ügyében“, d. i. In Angelegenheit der Hilfscasse ungarischer Schriftsteller. – In „Országgyülési Emlény“, d. i. Reichstags-Gedenkbuch für 1848: Dobos János. A reformátusok országgyülési papja Pozsonyban“, d. i. Johann Dobos, Landtagsgeistlicher der Reformirten in Preßburg; – Kossuth Lajos. – In „Fáncsy Album“, 1855: Fáncsy Lajos emlékezete“, d. i. Des Schauspielers Ludwig Fáncsy Biographie. – In „Nagy Naptár“, d. i. Großer Kalender, herausgegeben von Vahot. II. Jahrg., 1856: Garay János“; – Gyöngyös Ismertése“, d. i. Nachrichten über Gyöngyös; – „Nagybánya történeti és statistikai ismertetése“, d. i. Geschichte und Statistik von Nagybánya – „Emlékbeszéd Vörösmarty Mihály felett“, d. i. Michael Vörösmarty’s Biographie; – 1857: Katona József; – S. 122: „Debrecen“, d. i. Debreczin; – 1860: „Pannonhegyi könyvtár“, d. i. Die Bibliothek auf dem Pannonberge. – In „Magyar Thalia“, [203] d. i. Ungarische Thalia. 1833: Katona József“. – In „Magyarföld és Népei“, d. i. Ungarn und seine Völker (Pesth) 1847 Bd. I: Sobri Józsi és családja“, d. i. Josi Sobri und seine Familie – Bd. II: „Murányvár és vidéke“, d. i. Burg Murány und Umgebung; – „A hortobágyi puszta és a csikós“, d. i. Die Hortobágyer Puszta und der Pferdehirt; – Bd. III: „Eperjes jelen állapota“, d. i. Eperies in der Gegenwart; – Bd. V: „Gyöngyös szabadalmazott mezőváros“, d. i. Gyöngyös, privilegirter Marktflecken. – In „Mátyás diák könyvesháza“, d. i. Des Studenten Matthias Hausbuch. 1857, Bd. I: „Székes fehérváry haidan és most“, d. i. Stuhlweißenburg einst und jetzt.
Quellen. Theater-Zeitung. Von Adolph Bäuerle (Wien, kl. Fol.) 1856, Nr. 200, 201, 204 und 207: „Die dramatischen Schriftsteller Ungarns. III. Emmerich Vahot“. Von L. R. – Allgemeine literarische Correspondenz, 1879, Bd. III, S. 112. – Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Gyüjték Ferenczy Jakab es Danielik József, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy und Joseph Danielik (Pesth 1856, Gustav Emich, 8°.) I. Theil, S. 600. – Müller és Vahot Nagy Képes Naptára, d. i. Großer Bilder-Kalender von Müller und Vahot, 1857, S. 168: „Kende Manut és Vahot Imre“. – Kisfaludi Társaság Évlapjai, d. i. Jahrbücher der Kisfaludi-Gesellschaft. Neue Folge. VII. Jahrg., 1871/72, S. 251: „Emmerich Vahot“. Von M. Jókai.
Porträte. 1) Auf dem lithographirten Gruppenbilde: „Magyar irók arczképcsarnoka“, 1856, I. Blatt lithogr. von Barabás (Fol.). – 2) Unterschrift: „Vahot Imre, Ny. Grund v. Budapesten“ (8°.). Lithographie; auch als Titelbild vor der von Vahot Gyula besorgten Ausgabe der Memoiren des Vaters („Vahot Imre emlékiratai és Petőfi Sándor emlékezete“).