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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 19 (1868), ab Seite: 116. (Quelle)
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Ignaz Moscheles in der Wikipedia
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Moscheles, Ignaz[BN 1] (Tonkünstler und Tonsetzer, geb. zu Prag 30. Mai 1794. Alle Angaben über seine Geburt in den verschiedenen Quellen stimmen mit obigem Datum überein, nur das böhmische Journal „Prager Morgenpost“ 1858, Nr. 187, gibt den 3. Mai 1794 als seinen Geburtstag an). Der Vater war Kaufmann in Prag. Da seine Tochter frühzeitig Unterricht in der Musik erhielt und der kleine Ignaz diesen Unterrichtsstunden öfter beiwohnte, gab sich bald sein ausgesprochenes Talent für die Musik zu erkennen, so daß der Vater beschloß, ihm einen eigenen Meister zu halten. Seine ersten Lehrer in der Musik waren zwei Böhmen, deren Namen hier nichts zur Sache thut, bald entfaltete sich aber das Talent des Knaben in so ungewöhnlicher Weise, daß ihm der Vater den damaligen Director des Prager Conservatoriums, den in der Musikwelt rühmlichst bekannten F. D. Weber, zum Lehrer gab. Unter der Anleitung dieses tüchtigen Meisters lernte M. allmälig die Werke Mozart’s, Bach’s und Händel’s kennen, und begann – obgleich erst acht Jahre alt – bereits das Studium des Contrapuncts. Ziemlich jung, im Jahre 1806, im Alter von 12 Jahren, trat M. zum ersten Male in öffentlichen Concerten auf und der Erfolg war ein so günstiger, daß der Vater beschloß, in Wien seine künstlerische Ausbildung vollenden zu lassen. So kam M. im Jahre 1808 nach Wien, wo Albrechtsberger im doppelten Contrapuncte sein Lehrer wurde und endlich die höhere Leitung Salieri’s die letzte Feile an den jugendlichen vielversprechenden Künstler legte. Als er auch in Wien in Concerten sich öffentlich hören ließ – es war am 8. August 1809, daß M. in einem Duo mit der Harfenspielerin Fräulein Longhi während eines Zwischenactes im Burgtheater zum ersten Male auftrat – wurde er bald der Centralpunct des Wiener Concertlebens und ein Liebling des Wiener musikalischen Publicums. Damals waren es Mozart und Beethoven, deren Werke der junge Künstler mit allem Eifer studirte; mit letzterem, dessen Oper „Fidelio“ er unter des berühmten Meisters Leitung im Clavierauszuge bearbeitete, trat er auch in innigeren Verkehr, was nicht ohne Einfluß auf M.’s spätere musikalische Entwickelung blieb. Auch mit Clementi, der zu jener Zeit in Wien lebte, unterhielt M. freundschaftlichen Umgang, und so waren es mannigfache und mitunter ganz bedeutsame Elemente, welche auf des jugendlichen Künstler Entwickelung und Richtung einwirkten. In den Jahren 1816 und 1817 machte er mehrere Kunstreisen, zunächst in das nördliche Deutschland; im Jahre 1820 besuchte er [117] Holland, Frankreich und England, überall ward dem Künstler, der sich in zahlreichen Concerten öffentlich hören ließ, eine glänzende Aufnahme, vornehmlich aber gefiel er in London, wo seine eleganten Improvisationen enthusiastischen Beifall fanden und in ihm der Entschluß zur Reife gelangte, daselbst seinen bleibenden Aufenthalt zu nehmen, den er wenige Jahre später auch ausführte. Im Jahre 1823 kehrte er nach Deutschland und im Jahre 1824 nach Böhmen zurück, von wo er nach einem längeren Leiden über Dresden, Leipzig, Berlin, Hamburg, überall wieder mit seinen öffentlichen Concerten ruhmvolle Erfolge feiernd, seine Rückreise nach London antrat. In Wien geschah es noch, daß er mit Kalkbrenner sozusagen, einen musikalischen Wettkampf zu bestehen hatte, aus welchem er siegreich hervorgegangen war. Nachdem Hummel [Bd. IX, S. 419] sich vom öffentlichen Concertiren zurückgezogen hatte, waren es Moscheles und Kalkbrenner, welche lange Zeit allein das Gebiet des Concerts beherrschten. Beide Künstler waren sehr bedeutend, aber der Unterschied ihrer Kunst deutlich ausgeprägt. Kalkbrenner’s Spiel war vollendet, aber kleinlich geglättet und weichlich, während in dem imposanten und markigen Spiele Moscheles’ sich neben dem Effektvollen und Glänzenden immer noch ein tieferer Gehalt offenbarte. Nun nahm M. in London seinen bleibenden Aufenthalt, und machte von dort aus von Zeit zu Zeit Kunstreisen nach Schweden, Frankreich, selbst nach Deutschland. In London hatte er abwechselnd mit anderen Directoren die Leitung der philharmonischen Concerte übernommen und benützte die sich ihm darbietende Gelegenheit, die Sympathien für seine deutschen Kunstgenossen, Beethoven, Hummel, Mendelssohn, Weber, mit denen ihn mehr oder minder enge Freundschaftsbande verknüpften, nach Kräften anzuregen und zu fördern, ohne deßwegen die hervorragenden Musiker des Landes zu vernachlässigen. So wirkte er denn durch Vorträge classischer Werke ungemein für die Läuterung des musikalischen Geschmackes in England und war seine Thätigkeit in jeder Hinsicht für seine Kunst eine sehr folgen- und nutzreiche. Moscheles war es gegönnt, in Weber’s letztem Concerte, am 26. Mai 1826, noch eine Improvisation vorzutragen, wenige Tage später, am 5. Juni, war Weber’s Geist in das Reich der ewigen Harmonie aufgeschwebt. Mit Mendelssohn stand M. seit 1824 im freundschaftlichen Verkehre. Im genannten Jahre ertheilte Moscheles dem jungen Mendelssohn auf Wunsch der Eltern des Letzteren Clavierunterricht. Diese unwiderlegbare Thatsache macht die, wie es scheint, absichtliche Erfindung des russischen Staatsrathes Lenz, welche dieser in der „Rheinischen Musikzeitung“ 1856 zum Besten gibt, daß er nämlich Augenzeuge gewesen, wie Moscheles und Mendelssohn sich zu London im Jahre 1829 kennen gelernt, völlig zu nichte; übrigens hatte Moscheles selbst in Folge einiger unstatthaften Aeußerungen, welche Lenz bei dieser Gelegenheit hatte fallen lassen, in den „Signalen“ d. J. den ganzen Vorgang, wie ihn Lenz dargestellt, widerlegt. Frühzeitig hatte Mendelssohn seinem ehemaligen Lehrer die Idee mitgetheilt, in Leipzig ein Conservatorium zu gründen, welche er endlich im Jahre 1843 zur Ausführung brachte und bei dieser Gelegenheit Moscheles aufforderte, ihm als Mitlehrer zur Seite zu stehen. Moscheles dünkte es, seine Aufgabe in England, wo er [118] durch nahezu zwei Decennien thätig gewesen, gelöst zu haben und die Wirksamkeit in einer kleineren Sphäre, wo er sich unmittelbar und fast ungestört vollends der Pflege der Kunst widmen konnte, schien ihm nun doppelt willkommen, und er siedelte im Jahre 1846 von London nach Leipzig über. Aber schon im folgenden Jahre zerriß der Tod das innige Seelenverhältniß der beiden Meister, und auch ihre gemeinsame Wirksamkeit zur Förderung eines höheren künstlerischen Zweckes war zerstört. Im Sinne des verklärten Freundes ist aber M. noch gegenwärtig an dem Institute, wo er die Oberleitung des Clavierspiels übernahm, thätig, und der Glanz seines Namens, wie die Tüchtigkeit seiner Methode führt dem Conservatorium alljährlich eine beträchtliche Schülerzahl aus aller Herren Ländern zu. Bisher wurde vorwiegend der Lebenslauf des Künstlers in’s Auge gefaßt, es ist noch Einiges zu sagen übrig über ihn als Virtuosen und Compositeur. Was sein Clavierspiel anbelangt, so ist – indem eine vollkommene Beherrschung der Technik, die in der Gegenwart so gern als Kunst ausgegeben wird, als selbstverständlich vorausgesetzt wird – so ist sein Streben vor allem darauf gerichtet, seine geistigen Intentionen im Spiele zum Ausdrucke zu bringen; es ist sozusagen eine Seelenmalerei durch Töne, die aber ein vollendetes deutliches Bild seiner Ideen und Empfindungen zu geben sucht. Bei seinen Improvisationen, wie bei dem Vortrage seiner eigenen wie fremder Compositionen, zielt er immer auf eine bestimmte Gefühlsäußerung und auf die getreue Wiedergabe der Schule hin, welcher das eben vorgetragene Werk angehört. Bei seinen Improvisationen erschien es kunstverständigen Zuhörern immer, als trüge er ein längst in sich fertiges und vollends ausgearbeitetes Werk vor, so bestimmt, so abgeschlossen, so gerundet war Alles, und Kenner geben den Improvisationen des Meisters bei weitem den Vorzug vor seinen Werken und erklären den Umstand, daß letztere den ersteren weit nachstehen aus dem schlechten Gedächtnisse des Meisters, denn wenn Moscheles seine Improvisationen nur einigermaßen behalten hätte und sie später nachzuschreiben im Stande gewesen wäre, so hätte er mit wahrhaft wunderbaren Werken die Freunde der Musik beschenkt. Als Lehrer – obgleich bereits ein 72jähriger Greis – wirkt und schafft er wie in jungen Jahren mit rastloser Rührigkeit, ertheilt pünctlich seine Lectionen, bei denen er privatim, wie öffentlich, so oft er das Instrument behandelt, sich förmlich zu verjüngen scheint. Was nun seine Compositionen betrifft, von denen auf S. 119 u. f. ein vollständiges Verzeichniß gegeben wird, so sind namentlich die Werke seiner früheren Periode durch inneren Gehalt und die Eigenthümlichkeit des Ideenganges hervorragend. Die so berühmt gewordenen Alexander-Variationen, ein Werk seiner Jugend aus der Zeit seines ersten Auftretens in Wien, haben nicht wenig zu seinem raschen Emporkommen als Künstler beigetragen; – dann sind seine acht Pianoforte-Concerte in F-dur, Es-dur, G-moll, E-dur, B-dur, D-dur, C-moll und C-dur, ihrer Gediegenheit wegen besonders anzuführen, ferner „die große, Beethoven dedicirte Sonate, die drei Allegri di bravura, Kramer gewidmet, das Concert fantastique, seine großen, zuerst bei Propst, später bei Kistner erschienenen Etuden, zwei Hefte, und dann die Ouverture zu Schiller’s „Die Jungfrau von Orleans“. in London im Jahre 1835 zum ersten [119] Male aufgeführt. Viele seiner Werke sind Kinder des Augenblicks, für denselben geschaffen, aber selbst als solche weit gehaltvoller und bedeutender als das sinnlose Kling-Klang-Gewirr jener Tages-Virtuosen, die in Tonen machen, wie Handlungsreisende in Champagner, Wolle, Südfrüchten und Nürnberger Waare. In jüngster Zeit erst ist bei Fr. Kistner in Leipzig das „Thematische Verzeichniß der im Drucke erschienenen Compositionen von Ignaz Moscheles“, welche 135 numerirte und 35 unnumerirte Opera umfaßt, ausgegeben worden.

I. Verzeichniß der gedruckten Compositionen von Ignaz Moscheles. „Variations sur un Thème de l’Opera: Une folie, pour le Pianoforte“, in F-dur, Op. 1 (Leipzig, Fr. Kistner zuerst Wien, Mecchetti). – „Dix Variations sur l’Air favori de l’Opera“: Der Dorfbarbier („Jüngst sprach mein Herr der Bader“), pour le Pfte.“ in G-dur, Op. 2 (Wien, Haslinger). – Polonaise pour le Pianoforte“ in D-dur, Op. 3 (Leipzig, Fr. Hofmeister; Wien, Artaria). – „Nouvelle Sonatine facile et agréable o. l. P.“, in G-dur, Op. 4 (Wien, Artaria, und später Leipzig, Fr. Hofmeister). – „Air favori de Weigl: Wer hörte wohl jemals mich klagen? varié p. l. P.“ in B-dur, Op. 5 (Wien, C. A. Spina). – „Variations pour le Pianoforte sur l’Air national autrichien“: „Müßt’s ma nix in Uebel aufnehma“, in F-dur, Op. 6 (Wien, Artaria u. Comp.). – „Variazioni per il Fortepiano sopra la Cavatina: „Tu sei il mio dolce amore“ dell’ Opera: Trajano in Dacia in F-dur, Op. 7 (Wien, Artaria u. Comp.). – „Dix Valses pour le Pianoforte“, Op. 8 (Wien, Artaria u. Comp.). – „Fünf deutsche Tänze für das Pianoforte“ (aufgef. im k. k. Augartensaale in Wien 1810) (Wien, C. A. Spina). – „Triumph-Marsch nebst zwei Trio’s für das Pianoforte auf 4 Hände“, in D-dur, Op. 10 (Wien, C. A. Spina) [beim Verleger ohne Opus-Zahl]. – „Deux Rondeaux pour le Pianoforte sur des Motifs introduits dans le Ballet: Les Portraits de l’Auteur“, in D-dur, Op. 11 (Leipzig, Fr. Kistner). – „Introduction et Rondeau p. le P. sur une Barcarole venetiene“, in G-dur, Op. 12 (Wien, Haslinger). – „Fantaisie héroique pour le Pianoforte“, in Es-dur, Op. 13 (Wien, C. A. Spina; neue Ausg. Leipzig, Hofmeister). – „Rondo brillante per il Pianoforte“, in D-dur, Op. 14 (Wien, Artaria u. Comp.). – „Variations p. l. P. sur un Thême favori, tiré du Sextuor de l’Opera: Der Augenarzt“, in B-dur, Op. 15 (Wien, C. A. Spina). – „Drei erotische Lieder von E. Ludwig, in Musik gesetzt mit Begleitung des Pianoforte“ [Nr. 1: Traum und Wahrheit; Nr. 2: Der Kuß; Nr. 3: Das Unvergängliche], Op. 16 (Leipzig, Hofmeister). – „Introduction et Variations conc. p. P., Viol. et Violoncelle“, in C-dur, Op. 17 (Wien, Haslinger). – „Trois Rondeaux p. le P.“ in G, B, D-dur, Op. 18 (Wien, C. A. Spina). – „Polonaise precedée d’une Introduction pour le Pianoforte“, in G-dur, Op. 19 (Wien, C. A. Spina). – „Grand Duo concertant pour Pianoforte et Guitarre“, in A-dur [Moscheles und Giuliani], Op. 20 (Wien, Artaria u. Comp.). – „Six Variations concert. pour Pianoforte et Flûte ou Violon“, in F-dur, Op. 21 (Wien, Haslinger). – „Sonate pour le Pianoforte“, in D-dur, Op. 22 (Wien, C. A. Spina). – „Variations pour le Pianoforte sur un Thême russe“, in F-dur, Op. 23 (Wien, Artaria). – „Rondo espagnol pour le Pianoforte“, in G-dur, Op. 24 (Wien, C. A. Spina). – „Caprice pour le Pianoforte“, in A-moll, Op. 25 (Wien, C. A. Spina). – „Triumpheinzug der verbündeten Mächte in Paris, ein charakteristisches Tongemälde für das Pianoforte“, in D-dur, Op. 26 (Wien, Artaria u. Comp.). – „Sonate für das Pianoforte“ [Variationen über: Freut euch des Lebens], in B-dur, Op. 27 (Wien, Artaria u. Comp.), auch unter dem Titel: „Sonate caractéristique“ (Wiens Empfindungen bei der Rückkehr des Kaisers 1814)“. – „Six Divertissements pour le Pianoforte“ in G, Es, C, A, F u. D-dur, Op. 28 (Wien, C. A. Spina). – „Variations pour le Pianoforte sur un thème de Händel in F-dur, Op. 29 (Wien, C. A. Spina), auch unter d. Titl: 1. „The harmonious Blacksmith“; 2. „Le forgeron harmonieux. Air cèlébre de Händel av. variat.“ – „Rondeau brillant pour le Pianoforte à quatre mains“ in A-dur, Op. 30 (Wien, C. A. Spina). – „Trois Marches héroiques p. le Pianof. à quatre mains“, in C-dur, [120] A-moll, A-dur, Op. 31 (Wien, C. A. Spina). – „La Marche d’Alexandre variée pour le Pianof. avec accompagnement de l’orchestre“, in F-dur, Op. 32 (Wien, Artaria u. Comp.). – „Six Valses avec Trios pour le Pianoforte à quatre mains“, Op. 33 (Wien, Artaria u. Comp.). – „Grand Duo concertant pour le Pianoforte et Violoncelle ou Basson“, in B-dur, Op. 34 (Wien, Artaria u. Comp.). – „Grand Sextuor pour Pianof., Violon, Flûte, 2 Cors et Violoncelle“, in Es-dur, Op. 35 (Leipzig, Fr. Hofmeister). – „Variationen-Concert für Pianoforte und Violine über einen österreichischen Walzer“, in D-dur, Op. 36 (Wien, Haslinger). – „Grand Caprice suivi d’un Potpourri p. Pianof. et Violonc. ou Violon, concertants“, in B-dur, Op. 37 (Wien, C. A. Spina). – „Phantasie (im ital. Style), verbunden mit einem grossen Rondeau für das Pianof.“, in C-dur, Op. 38 (Wien, Haslinger), auch unter dem Titel: „Fantaisie et grand Rondeau dans le Style italien“ (Paris, Carli). – „Einleitung und Bravour-Variationen für die Violine mit Quartettbegleitung“, in G-dur, Op. 39 (Wien, Haslinger). – „Les Portraits, Ballet champêtre et comique arrangé pour le Pianof. par l’Auteur“, Op. 40 a: „Ouverture“, in D-dur (Wien, Artaria u. Comp.); Op. 40 b: „Trois Divertissements“, in G, A, C-dur (Leipzig, Fr. Hofmeister). – „Große Sonate für das Pianof.“ (Beethoven gewidmet), in E-dur, Op. 41 (Wien, Steiner u. Comp.). – „Grandes Variations sur: un Mélodie national-autrichienne“, in G-dur, Op. 42 (Wien, Artaria u. C.). – „Grand Rondeau brillant pour le Pianof.“, in D-dur, Op. 43 (Wien, Artaria; auch Leipzig, Hofmeister). – „Grande Sonate concertante pour Pianof. et Flûte“, in A-dur, Op. 44 (Wien, Artaria). – „Concert de Société“. Gesellschaftsconcert für das Pianoforte mit Begleitung eines kleinen Orchesters“ [Concert Nr. 1 in F-dur], Op. 45 (Wien, C. A. Spina). – „Phantasie, Variation und Finale über das böhmische Volkslied: „To gsau kône“ für Pianoforte, Violine, Clarinette (oder Viola) und Violoncelle“, in Es-dur, Op. 46 (Wien, Haslinger). – „Grande Sonate pour le Pianoforte à quatre mains“, in Es-dur, Op. 47 (Wien, Artaria u. C.), später mit Abkürzungen vom Autor, in Paris, London und Hamburg erschienen. – „Französisches Rondeau, concertirend für Pianoforte und Violine mit Begleitung eines kleinen Orchesters“, in G-dur, Op. 48 (Wien, Haslinger), auch ohne Orchester. – „Sonate mélancolique pour le Pianoforte“, in Fis-moll, Op. 49 (Paris, M. Schlesinger). – „Fantaisie et Variations sur l’air favori: Au clair de la lune, in A-dur, Op. 50 (Berlin, Schlesinger). – „Allegri di Bravura caratterizzando la Forza, la Leggerezza ed il Capriccio, calcolati per lo Studio delle più grandi difficoltà di Pianoforte“, in E, G u. Es, Op. 51 (Leipzig, C. F. Peters). – „La Tenerezza“ (die Zärtlichkeit). „Rondoletto per il Pianoforte“, in G-dur, Op. 52 (Wien, C. A. Spina; neue Ausg. Hamburg, A. Cranz). – „Polonaise brillante p. le Pianof.“, in B-moll, Op. 53 (Leipzig, Hofmeister, auch Wien, Spina, und Hamburg, Cranz). – „Les Charmes de Paris. Rondeau brillant, précédé d’une Introduction pour le Pianof.“, in Es-dur, Op. 54 (Wien, Spina, auch Berlin, Schlesinger). – „Bonbonnière musicale. Suite de Morceaux faciles, agréables et doigtés pour le Piano“, Op. 55 (Paris, Schlesinger). – „Großes Concert [Nr. 2 in Es-dur] für das Pianof. mit Begleitung des Orchesters“, in Op. 56 (Wien, Steiner, dann Paris, Schlesinger). – „Fantaisie pour le Pianof. sur trois airs favoris écossais“, in D-dur, Op. 57 (Leipzig, Breitkopf u. Härtel, und Wien, Haslinger). – „Jadis et aujourdhui, une Gigue et un Quadrille pour le Pianof.“, in C u. G-dur, Op. 58 (Hamburg, Cranz). – „Grand Potpourri concert. pour Pianof. et Violin ou Flûte“, in A-dur (Moscheles und Lafont), Op. 59 (Wien, Mechetti, und Paris und Berlin, Schlesinger). – „Drittes Concert für das Pianoforte mit Begleitung des Orchesters“, in G-minor, Op. 60 (Wien, Haslinger), das erste und zweite siehe Op. 45 u. 56, dieses dritte erschien früher auch als Op. 58. – „Rondoletto sur un Nocturne favorite de Paër p. le Pianof.“, in A-dur, Op. 61 (Wien, Artaria u. C.). – „Impromptu pour le Pianoforte“, in H-moll, Op. 62 (Leipzig, Kistner; Paris, Richault; London, Cramer). – „Introduction et Rondeau écossais concertants pour Pianof. et Cor. (ou Violon ou Violoncelle)“, in F-dur, Op. 63 (Leipzig, Kistner). – „Viertes Concert für das Pianoforte mit Begl. des Orchesters“, in E-dur, Op. 64 (Wien, Steiner; Paris, Schlesinger), die drei früheren Concerte siehe Op. 53, 56 u. 60. – „Impromptu martial sur l’Air anglais: Revenge he cries pour le Pianof.“, [121] in G-dur, Op. 65 (Leipzig, Kistner; London, Chapell). – „La petite Babillarde. Rondeau pour le Pianof.“, in G-dur, Op. 66 (Leipzig, Kistner; Berlin, Schlesinger; Hamburg, Cranz; Offenbach, André). – „Trois Rondeau brillants p. le Pianof. sur des Motifs favoris du Vaudeville allemand: Les Viennois à Berlin, in G, C, A, Op. 67 (Berlin, Schlesinger). – „Fantaisie et Rondeau sur une Marche autrichienne p. le Pianof.“, in C-dur, Op. 68 (Leipzig, Kistner; Paris, Schlesinger). – „Souvenirs d’Irlande. Grande Fantaisie p. le Pianof. avec accompagnement d’Orchestre (ou de Quatuor)“, in F-dur, Op. 69 (Leipzig, Hofmeister). – „Studien für das Pianoforte, zur höheren Vollendung bereite ausgebildeter Clavierspieler, bestehend aus 24 charakteristischen Tonstücken“, 24 Hefte, Op. 70 (Leipzig, Kistner; London, Chappell[WS 1]), davon sind 20 Studien für die Violine bearbeitet von Ferd. David (Leipzig, Kistner). – „Rondeau expressif sur un Thème favori de Gallenberg p. le Pianof.“, in As-dur, Op. 71 (Leipzig, Kistner; London, Cramer). – „Fantaisie dramatique dans le Style italien sur des Airs favoris chantés par Mme Pasta p. le Pianof. Nr. 2 par Mlle Henriette Sontag; Nr. 3 par Mme Malibran; Nr. 4 par Mme Malibran“, Nr. 1–4 Op. 72 (Leipzig, Kistner). – „Fünfzig Präludien in den verschiedenen Dur- und Molltonarten für das Pianoforte mit Fingersatz, als Vorspiel zu Tonstücken, sowie als Vorübungen zu des Verfassers Pianoforte-Studien“, Op. 73 (Leipzig, Kistner). – „Les Charmes de Londres. Rondeau brillant precede d’une Introd. p. le Pianof.“, in A-dur, Op. 74 (Leipzig, Kistner; Wien, Spina; London, Cramer). – „Anklänge aus Schottland. Phantasie über schottische Nationallieder für das Pianoforte mit Orchester oder Quartett“, in B-dur, Op. 75 (Leipzig, Hofmeister; Wien Spina). – „La belle Union. Rondeau brillant précédé d’une Introduction pour le Pianof. à quatre mains“, in Es-dur, Op. 76(Leipzig, Kistner; London, Chappell). – „Allegro di Bravura p. le Pianof. (dedié à F. Mendelssohn-Bartholdy)“, in Es-dur, Op. 77 (Berlin, Schlesinger; London, Chappell). – „Divertimento à la Savoyarde p. Pianof. et Flûte ou Violon“, in A-dur, Op. 78 (Leipzig, Hofmeister). – „Sonate concertante pour Pianof. et Flûte (ou Violon)“, in G-dur, Op. 79 (Leipzig, Kistner). – „Fantaisie sur des Airs des Bardes écossais pour le Piano av. orch.“, in G-dur, Op. 80 (Leipzig, Kistner), Walter Scott gewidmet. – „Erste Symphonie (in C) für großes Orchester“, Op. 81 (Leipzig, Kistner). – „Rondo sentimental p. le Pianof.“, in F-dur, Op. 82 a – und „Quatre Divertissements pour Piano et Flûte“, in C, F, Es, G, Op. 82 b (Leipzig, Kistner). – „Souvenirs de Danemarc. Fantaisie sur des Airs nationaux danois p. le Pianof. av. Orch.“, in D-dur, Op. 83 (Leipzig, Kistner; Paris, Schlesinger). – „Grand Trio pour Pianof., Violon et Violoncelle“, in C-moll, Op. 84 (Leipzig, Kistner), Cherubini gewidmet. – „La Gaieté. Rondeau brillant précédé d’un Andante expressif p. le Pianof.“, in A-dur, Op. 85 (Leipzig, Kistner; Paris, Schlesinger; London, Chappell). – „Marche facile avec Trio pour le Pianof. à quatre mains“, in F-dur, Op. 86 a[WS 2]; – „Souvenir de Rubini. Fantaisie dramatique pour le Pianof.“, in Es u. C-dur, Op. 86 b (Leipzig, Kistner). – „Fünftes Concert (in C-dur) für das Pianof. mit Begl. des Orchesters“, Op. 87 (Wien, Haslinger; London, Cramer; Paris, Schlesinger), die ersten vier Concerte siehe Op. 45, 56, 60 u. 64. – „Souvenir de l’Opera. Fantaisie dramatique pour le Pianof. sur des airs favoris chantés à Londres par Mme Pasta, in Es u. C-dur, Op. 87 a (Leipzig, Kistner; London, Mori u. Lavenu, Paris, Schlesinger). – „Duo concertant pour deux Pianos avec accompagnement d’Orchestre en Variations brillantes sur la Marche Bohémienne tirée du Mélodrame Preciosa de C. M. de Weber, composé par Felix Mendelssohn-Bartholdy et I. Moscheles, in C-dur, Op. 87 b (Leipzig, Kistner; London, Cramer; Paris, Brandus). – „Grand Septuor pour Pianof., Violon, Alto, Clarinette, Violoncelle et Contrabasse“, in D-dur, Op. 88 (Leipzig, Kistner; Paris, Schlesinger; London, Cramer). – „Impromptu pour le Pianof.“, in Es-dur, Op. 89 (Leipzig, Kistner; London, Mori; Paris, Schlesinger). – „Concerto fantastique pour le Pianof. avec orchestre“, in B-dur, Op. 90 (Wien, Haslinger; London, Cramer; Paris, Schlesinger), die fünf früheren Concerte siehe Op. 45, 56, 60, 64 u. 87. – „Ouverture à grand Orchestre de Jeanne d’Arc, Tragedie de Schiller, in F-dur, Op. 91 (Leipzig, Kistner; Paris, Schlesinger; London, Cramer). – „Hommage à Händel [122] grand Duo pour deux Pianofortes“, in G-dur, Op. 92 (Leipzig, Kistner, u. wie oben). – „Concerto pathétique pour le Pianof. avec Orchestre“, in C-moll, Op. 93 (Wien, Haslinger; Paris, Schlesinger; London, Cramer), die sechs früheren Concerte siehe Op. 45, 56, 60, 64, 87 u. 90. – „Rondeau brillant pour le Piano précédé d’une Introduction, sur la Romance favorite de N. J. Dessauer: Le Retour des Promis, in A-dur, Op. 94 a (Leipzig, Kistner; Paris, Schlesinger London, Olivier). – „Hommage caractéristique à la Mémoire de Mme Malibran de Bériot en forme de Fantaisie pour le Pianof.“, in Cis-moll, Op. 94 b (Leipzig, Kistner, u. wie oben. – „Charakteristische Studien für das Pianof. zur höheren Entwickelung des Vortrages und der Bravour. Nr. 1: Zorn; Nr. 2: Versöhnung; Nr. 3: Widerspruch; Nr. 4: Juno; Nr. 5: Kindermärchen; Nr. 6: Bachanal; Nr. 7: Zärtlichkeit; Nr. 8: Volksfest-Scenen; Nr. 9: Mondnacht am Seegestade; Nr. 10: Terpsichore; Nr. 11: Traum; Nr. 12, Angst“, Op. 95 (Leipzig, Kistner; Paris, Schlesinger; London, Cramer). – „Concerto pastorale pour le Pianof. avec accompagnement d’Orchestre ou Quatuor“, in D-dur, Op. 96 (Wien, Haslinger; Paris, Schlesinger), Mendelssohn-Bartholdy gewidmet; die sieben früheren Concerte siehe Op. 45, 56, 60, 64, 87, 90, 93; dieses Pastorale oder 8. Concert ist auch das letzte. – „Sechs Lieder für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte. Stumme Liebe von C. Probald; Der Schmid von Uhland; Zuversicht von Gräfin Hahn; Das Reh von Uhland; Im Herbste von Uhland; Sakontala von Klingemann“, Op. 97 (Leipzig, Kistner). – „Deux Études: L’Ambition, l’Enjouement“, in dem Sammelwerke von de Fétis: „Méthode des Méthodes de Piano“, in G-dur u. A-moll, Op. 98 (Berlin, Schlesinger; Paris, Schlesinger). – „Tutti frutti. Six nouvelles Mélodies pour le Piano. Nr. 1: Romance; Nr. 2: Notturno; Nr. 3: Valse (à la Strauss); Nr. 4 et 5: Andantino; Nr. 6: Valse“, Op. 99 (Paris, Pacini), die ersten vier ohne Opus-Zahl unter d. Tit.: „Pensées fugitives p. le Piano“, in Es, A, G-dur, G-moll, As-dur (Wien, Spina). – „Ballade pour le Piano“, in Es-moll, Op. 100 (Braunschweig, Spehr; Wien, Wessely). – „Romance et Tarantelle brillante pour le Piano“, Op. 101 (Leipzig, Hofmeister; Paris, Schlesinger; London, Chappell). – „Hommage à Weber. Grand Duo pour le Piano à quatre mains sur des motifs d’„Euryanthe“ et d’„Oberon“, in Es-dur, Op. 102 (Leipzig, Kistner; Paris, Schlesinger; London, Chappell). – „Sérénade pour le Pianoforte“, in F-dur, Op. 103 (Leipzig, Kistner; London, Chappell; Paris, Schlesinger). – „Romanesca pour le Pianoforte“, in D-moll, Op. 104 (Leipzig, Kistner; London, Cramer; Paris, Schlesinger). – „Deux Études pour le Piano, écrites pour l’Album de Beethoven, in F-dur u. B-moll, Op. 105 (Wien, Spina; Paris, Schlesinger; London, Cramer). – „Fantaisie brillante pour le Piano sur une Cavatine de l’Opera: Zelmire de Rossini et une Ballade de l’Enlèvement du Serail de Mozart, in A u. F-dur, Op. 106 (Leipzig, Kistner; London, Metzler; Paris, Schlesinger). – „Tägliche Stunden über die harmonischen Scalen, zur Uebung in den verschiedenen Rhythmen, ein Cyclus von 59 vierhändigen Charakterstücken in allen Dur- und Moll-Tonarten, mit vollständigem Fingersatze für das Pianoforte“ 2 Hefte, Op. 107 (Leipzig, Kistner; London, Cramer; Paris, Schlesinger). – „Première Fantaisie brillante p. le Piano sur des airs favoris de l’Opera de Balfe: La Bohémienne, in A-dur, Op. 108 Nr. 1 (Leipzig, Kistner; Paris, Latte; London, Chappell). – „Deuxième Fantaisie brillante etc.“, wie das vor., in Es-dur, Op. 108 Nr. 2 (Verleger wie oben). – „Fantaisie brillante sur des Thèmes favoris de l’Opera Don Pasquale pour le Piano“, in F-dur, Op. 109 a (Leipzig, Hofmeister; Paris, la France musicale; London, Cramer). – „Mélange pour le Pianoforte sur la Sérénade et d’autres airs favoris de l’Opera Don Pasquale, in F-dur, Op. 109 b (Leipzig, Hofmeister; London, Cramer). – „Gondoliers-Lied für das Pianoforte“, in As-dur, Op. 110 (Rotterdam, herausg. von der Gesellschaft zur Bef. der Tonkunst in Holland). – „Quatre grandes Études de Concert pour le Piano. Nr. 1: Rèverie et Allegresse; Nr. 2: Le Carillon; Nr. 3: Tendresse et Exaltation; Nr. 4: La Fougue““, in G-moll, Es-dur, B-dur, Cis-moll, Op. 111 (Leipzig, Kistner; Paris, Schlesinger; London, Chappell). – „Grande Sonate symphonique Nr. 2 à quatre mains pour le Piano“, in H-moll, Op. 112 (Berlin, J. Friedländer; Paris, Brandus); Sonate Nr. 1 siehe Op. 22. – „Album des Chants favoris de Pischek [123] [Chanson bohémienne, Rheinsehnsucht Ballade bohémienne, Fahnenwacht] trancrits pour le Piano en forme de Fantaisie brillante“, in Op. 113 (Leipzig, Kistner; London, Chappell; Paris, Schlesinger). – „Souvenirs de Jenny Lind. Fantaisie brillante pour le Piano sur des Airs Suédois, chantes par cette célèbre Cantatrice“, in G-moll, Op. 114 (Leipzig, Kistner; London, Chappell; Paris, Brandus). – „Les Contrastes. Grand Duo pour deux Pianos à huit mains“, in D-moll, Op. 115 (Leipzig, Kistner; Paris, Brandis; London, Cramer; Mailand, Ricordi). – „Freie Kunst, Gedicht von Uhland für eine Baß- oder Altstimme, mit Begleitung des Pianoforte“, Op. 116 (Leipzig, Kistner). – „Sechs Lieder für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte. Nr. 1: Liebeslauschen, von Schlechta; Nr. 2: Dem Liebesänger, von Rückert; Nr. 3: Warum so stumm? von E. Geibel; Nr. 4: Botschaft von E. Geibel; Nr. 5: Schäfers SonntagsIied, von Uhland; Nr. 6: Frühlingslied, von Hölty“, Op. 117 (Leipzig, Kistner). – „Grande Valse pour le Piano“, in Des-dur, Op. 118 (Leipzig, Kistner). – „Sechs Gesänge für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte, Nr. 1: Abends, von G. Keil; Nr. 2: Die Zigeunerin, von Daumer; Nr. 3: Strenge, von C. Probald; Nr. 4: Jemand, nach Burns von Gerhard; Nr. 5: Der Liebenswürdigen, von Gerhard; Nr. 6: Der dreifache Schnee, von C. Probald“, Op. 119 (Leipzig, Kistner). – „Mazurka appassionata pour le Piano“, in D-moll, Op. 120 (Leipzig, Kistner). – „Sonate für Pianof. und Violoncello“, in Es-dur, Op. 121 (Leipzig, Kistner; London, Cramer). – „Die Erwartung (l’Attente). Nach Schiller’s Gedicht. Phantasie für Pianoforte“, in B-dur, Op. 122 (Hamburg, Cranz; Paris, Lemoine, London, Cramer). – „Magyaren-Klänge, Original-Phantasie für das Pianoforte“, Op. 123 (Braunschweig, Litolff; London, Ewer; New York, Fr. Meyer). – „Sehnsucht (nach Schiller’s Gedicht) Phantasie für das Pianof.“, in Fis-moll, Op. 124 (Leipzig, C. F. W. Siegel; Petersburg, Büttner; London, Ewer; Hamburg, Cranz). – „Frühlingslied für eine Sopran- oder Tenorstimme mit Pianofortebegleitung“, Op. 125 (Cöln, M. Schloß). – „Große Concert-Etude für Pianoforte“ (als Beitrag in die Clavierschule von S. Lebert und L. Stark), in Es-dur, Op. 126 (Leipzig, Kistner). – „Scherzo für das Pianoforte“ [Payne’s Album für Musik], Op. 117 (Leipzig und Dresden. A. H. Payne). – „Humoristische Variationen, Scherzo und Fest-Marsch für das Pianoforte“, D-dur, Op. 128 (Leipzig, Kistner; London, Cramer). – „Der Tanz. Charakterstück (nach Schiller’s Gedicht) für das Pianof.“, D-dur, Op. 129 (Leipzig, in Comm. bei Breitkopf u. Härtel), Eigenthumsrecht und Ertrag ist von M. der Leipziger Schillerstiftung zugewiesen. – „Symphonisch-heroischer Marsch über deutsche Volkslieder, nach der Partitur für das Pianoforte zu vier Händen bearbeitet“, G-dur, Op. 130 (Leipzig, Kistner). – „Sechs Lieder für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte Nr. 1: Gib uns täglich Brot, von J. F. Meuthen; Nr. 2: Frühlingsliebe, von C. Keil; Nr. 3: Schmetterling und Liebchen, von W. Gerhard; Nr. 4: Am Meere; Nr. 5: Inniges Verständniß“ von E. Raulf; Nr. 6: Tanz-Reigen der donischen Kosaken, von F. Bodenstedt“, Op. 131 (Leipzig, Kistner). – „Vier Duette für Sopran und Alt mit Begleitung des Piano. Nr. 1: Des Lilien-Mädchens Wiegenlied, von Arndt; Nr. 2: Am Bache, von F. Baltzer; Nr. 3: Winter und Frühling, von C. Probald; Nr. 4: „Unter den Bäumen, von F. Baltzer“, Op. 132 (Leipzig, Kistner). – „Rêverie mélodique für das Pianoforte“, in F-dur, Op. 133 (Stuttgart, Hallberger) [im „Salon“, II. Jahrg. 1. Heft]. – „Toccata für das Pianoforte“, in Fis-moll, Op. 134 [im Mozart-Album]. – „Pastorale im Orgel-Style“, in G-dur, Op. 135 [in dem 1860 von C. Fleischer herausgegebenen „Künstler-Album“].
Compositionen ohne Angabe einer Opus-Zahl. „Souvenirs de Belisaire. Deux Fantaisies pour le Pianoforte sur des Airs favoris de l’Opera de Donizetti: Belisario (Leipzig, Kistner; London, Chappell). – „Fantaisie pour le Piano sur des motifs de Fallstaff de Balfe (Mainz, Schott’s Söhne). – „Fantaisie sur des Thèmes de l’Opera Obéron pour le Pianof.“ (Berlin, Schlesinger). – „Fantaisie à la Paganini pour le Pianoforte seul“ (Leipzig, Kistner; London, Mori; Paris Schlesinger), auch unter dem Titel: „Bijoux à la Paganini. Fantaisie brillante dans le Style de cet Artiste“. – „Fantaisie sur des Motifs de l’Opéra Le Siège de Rochelle de Balfe p. Piano“ (Wien, C. A. Spina). – „Bouquet des Mélodies. Petite Fantaisie [124] sur des Airs favoris pour le Pianoforte“ (Hamburg, Cranz). – „The popular Barcarolle: „Or che in cièlo“ sung by Signore Ivanoff, in Donizetti’s Opera, „Marino Faliero“ arranged as a Fantaisie with Variations for the Pianoforte“ (London, Addison). – „Pensées fugitives pour le Piano. Nr. 1: Romance; Nr. 2: Nocturne; Nr. 3: Impromptu; Nr. 4: Rhapsodie“ (Wien, Spina). – „Andante et Rondeau sur un Thème allemand pour le Piano“ (Leipzig, Kistner). – „Écho des Alpes. Divertissement pour le Pianoforte sur trios airs past. de la Suisse“ (Leipzig, Kistner). – „Die Tiroler Familie. Drittes Divertissement für das Pianoforte“ (Leipzig, Hofmeister; London, Willis). – „Divertissement sur des Airs tiroliens etc. chantés per la famille Rainer pendant son séjour à Londres, pour le Pianoforte“ (Leipzig, Peters; Bonn, Simrock; Hamburg, Cranz). – „Divertissement sur des Airs suisses nationaux pour le Pianof.“ (Leipzig, Kistner). – „Rondeau über eine beliebte schottische Melodie für das Pianof.“ (Wien, Haslinger; London, Cramer). – „Rondo militaire pour le Piano sur le Duo favori: „Entendez vous“ de „La Fiancée“ d’Auber (Leipzig, Kistner; London, Chappell; Paris, Troupenas). – „Abschiedsmarsch des löbl. Infanterie-Regiments Kaiser Alexander bei Gelegenheit seines Ausmarsches von Wien am 12. April 1815 zum Kampfe für Deutschlands Freiheit, für das Pianof.“ (Wien, Spina). – „Zwei große Märsche für das Regiment Kaiser Alexander, für das Pianof.“ (Wien, Spina). – „Marsch des 2. Regiments Wiener Stadtmiliz für das Pianof.“ (Wien, Spina). – „Favorit-Marsch mit Trio (des Regiments-Kutschera und Max Joseph) für das Pianof. auf vier Hände“ (Wien, Spina); für das Pianoforte Solo unter dem Titel: „Marche militaire“ (Hannover, Nagel). – „Rhapsodie champêtre pour le Piano“ (Berlin, Schlesinger). – „Der Abschied der Troubadours. Romance mit deutschem und italienischem Texte. Unterhaltungsstück für Gesang, Pianoforte, Guitarre und Violine mit abwechselnden Variationen von Moscheles, Giuliani und Mayseder“ (Wien, Spina). – „Musik der bei Anwesenheit der hohen Alliirten gehaltenen Schlittenfahrt, für das Pianoforte eingerichtet“ (Wien, Artaria), auch unter dem Titel: „“Course de Trainaux. – „Zwölf deutsche Tänze sammt Trio’s und Coda für das Pianof.“ (aufgeführt im k. k. Redoutensaale in Wien 1812) (Wien, k. k. Hoftheater-Musikverlag). – „Six Valses p. le Pianof.“ (Wien, C. A. Spina). – „Six Ecossaises p. le Pianof.“ (Wien, Artaria). – „Six Valses p. le Pianof.“ (Leipzig, Peters). – „An G. Rossini. „Am Bache“, Lied mit obligater Begleitung für Horn (oder Violoncelle) und Pianoforte“ (Leipzig, Kistner). – „Verständniß Gedicht von C. Probald“ [in A. G. Payne’s Album]. – „Fantaisie pour le Piano sur des Airs de Neukomm (London, Cramer). – „L’Élegante, Rondeau pour Piano“ (London, Chappell).
II. Zur Biographie des Ignaz Moscheles. Gaßner (F. S. Dr.), Universal-Lexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849, Franz Köhler, Lex. 8°.) S. 622. – Hirsch (Rudolph), Gallerie lebender Tondichter. Biographisch-kritischer Beitrag (Güns 1836, C. Reichard, 8°.) S. 87. – Schilling (G. Dr., Das musikalische Europa (Speyer 1842, F. C. Neidhard, gr. 8°.) S. 242. – Neues Universal-Lexikon der Tonkunst. Angefangen von Dr. Julius Schladebach, fortgesetzt von Ed. Berndorf (Dresden 1856, R. Schäfer, Lex. 8°.) Bd. II, S. 186. – Heindl (Joh. Bapt.), Gallerie berühmter Pädagogen, verdienter Schulmänner, Jugend- und Volksschriftsteller und Komponisten aus der Gegenwart (München 1859, Jos. Ant. Finsterlin, 8°.) Bd. II, S. 38. – Wiener allgemeine Musik-Zeitung. Herausg. von Dr. Aug. Schmidt (Wien, 4°.) IV. Jahrgang (1844), Nr. 142, S. 566. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. III, S. 709. – Meyer (J.). Das große Conversations-Lexikon, für die gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. 8°.) Bd. XXII, S. 185. – Männer der Zeit. Biographisches Lexikon der Gegenwart (Leipzig 1860, Karl B. Lorck, 4°.) Erste Serie, S. 623. – Jüdisches Athenäum. Gallerie berühmter Männer jüdischer Abstammung und jüdischen Glaubens u. s. w. (Grimma und Leipzig 1851, Verlagscomptoir, 8°.) S. 167. – (Gräffer) Jüdischer Plutarch oder biographisches Lexikon der markantesten Männer und Frauen jüdischer Abkunft ... mit besonderer Rücksicht auf das österreichische Kaiserthum (Wien 1848, Ulr. Klopf sen. 8°.) Zweites Alphabet, S. 215. – Nouvelle [125] Biographie générale ... publiée par MM. Firmin Didot frères, sous la direction de M. le Dr. Hoefer (Paris, 1850 et seq., 8°.) Tome XXXVI, p. 706. – Oesterreichischer Zuschauer, herausgegeben von J. S. Ebersberg (Wien, 8°. ) Jahrg, 1837, Bd. II, 656. – Prager Morgenpost (polit. Blatt) 1858, Nr. 187 [nach dieser geb. 3. Mai 1794]. – Wiener Mittheilungen. Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst, orientalische Studien und Israelitische Culturzustände (4°.), herausgegeben von Dr. M. Letteris, VIII. Jahrgang (1861), Nr. 3, S. 10. – Allgemeine Wiener Theater-Zeitung, herausg. von Adolph Bäuerle (Wien, gr. 4°.) 49. Jahrg. (1856), Nr. 34: Eine Anekdote und ihre Widerlegung [betrifft das Bekanntwerden Moscheles’ mit Mendelssohn]. – Frankl (Ludw. Aug. Dr.), Sonntagsblätter (Wien, gr. 8°.) I. Jahrg. (1842), S. 230; III. Jahrg. (1844), S. 876 u. 1161. – Oesterreichische Revue (Wien, gr. 8°.) 1864, Bd. IV, S. 187 u. 195; Bd. V, S. 154, 159, 162, 165, 168, 169, in Hanslick’s Aufsatz „Zur Geschichte des Concertwesens in Wien“.
III. Porträte. 1) Lithogr. von A. Brandt (Leipzig, Klemm, Fol.). – 2) A. Flicke lith. (4°.). – 3) Kupferstich von Riedel (Leipzig, Breitkopf u. Härtel, Fol.). – 4) L. von Montmorillon fec. ad. viv. 1820. Lithographie in Tondruck (4°.), selten. – 5) Lieder p. 1827, Bolt sc. (Zwickau, b. d. Gebr. Schumann, 4°.). – 6) Stahlstich von Carl Mayer in Nürnberg (Verlag von Schuberth u. Riemeyer in Hamburg und Itzehoe, 4°.), 7) Zusammen mit Denault, Mermet, Mengal, Plantade. Caricatur von Nadar, im „Journal pour rire“. – 8) Holzschnitt ohne Angabe des Zeichners, mit Facsimile des Namenszuges (8°.).

Berichtigungen und Nachträge

  1. Moscheles, Ignaz [Bd. XIX, S. 116], gestorben 10. März 1870.
    Die Gartenlaube. Illustrirtes Familienblatt (Leipzig, Ernst Keil, gr. 4°.) Jahrg. 1870, S. 420: „Ein Veteran der classischen Musik“ [mit trefflichem Holzschnittbildniß in ganzer Figur von A. N.(eumann)]. [Bd. 28, S. 366.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Chapell
  2. Vorlage: Op. 68 a