ADB:Radlof, Johann Gottlieb

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Artikel „Radlof, Johann Gottlieb“ von Daniel Jacoby in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 27 (1888), S. 137–140, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Radlof,_Johann_Gottlieb&oldid=- (Version vom 20. Juni 2021, 00:40 Uhr UTC)
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Radlof: Johann Gottlieb R., ein Sprachforscher, dessen Verdienste Jacob Grimm anerkannte, wurde geboren in Lauchstädt bei Merseburg am 27. März 1775. Seit 1802 veröffentlichte er Aufsätze über unsere Sprache in verschiedenen Zeitschriften, u. a. in Wieland’s Neuem teutschen Merkur 1804 über Adelung’s Schutzrede gegen die Beurtheilung seines Wörterbuchs durch Voß. Durch J. H. Campe’s Freund Wolke wurde R. Ostern 1804 veranlaßt, nach Braunschweig zu gehen. In der Vorrede zu seinem Wörterbuch erzählt Campe, daß R., der besonders aus den „Minnesingern“ und Hans Sachs gesammelt, dem die Ausarbeitung ausschließlich übernehmenden Th. Bernd (s. A. D. B. II, 411) mit seinem Rathe zur Hand gehen, jedes von Bernd ausgearbeitete Heft prüfen und ihm seine Beiträge mittheilen sollte. Nach einem Jahre, nach Vollendung des Buchstabens A, gab R. die Mitarbeit auf; seine Beiträge verblieben Campe. Der erste Theil des Wörterbuchs (A–E) erschien zu Braunschweig erst 1807; A reicht bis S. 356. Eine Beurtheilung des Campe’schen Werkes von R. erschien 1809 in den Heidelb. Jahrb. der Litteratur.

Seit 1806 lebte R. in Leipzig, Heidelberg, dann ein Jahr in Erlangen als Privatgelehrter. Nach München kam er im Frühling 1809; hier faßte er festen Fuß. 1811 wurde er Diurnist bei der Bibliothek. In der Zeit der Fremdherrschaft hatte er eine „Allgemeine Provinzen Grammatik“ angekündigt, allein unter den damaligen Verhältnissen kam das Werk nicht zustande. Seine erste größere Schrift „Trefflichkeiten der südteütschen (sic) Mund Arten zur Verschönerung und Bereicherung der Schrift Sprache“ erschien 1811 (München und Burghausen). Sie machte R. einen Namen. Er wies auf den Wortreichthum und den Wohllaut der süddeutschen Mundart hin; wie sie das a und o den verschwächenden Umlauten vorzieht und dadurch bestimmt unterschiedene Ableitungen herbeiführt, welche anderen Mundarten fehlen. Er erkannte vor Grimm die Erscheinungen des Vocalwandels in unserer Sprache; „Umlaut“, heißt es S. 26, „nennt man gewöhnlich die Wandelung eines Stimmlautes in seinen Verwandten, gemeinlich die Wandelung eines der tieferen a, o, u, und au in die höheren ä oder e, ö, ü, aü und des e in i“. Er redet vom „Umlaut der subjectiven und objectiven Verbe“. Neben Rask erhob sich vor Grimm auch R., so bemerkt Wilhelm Scherer, zu der Einsicht der höheren Wichtigkeit der starken Conjugation. Die Gründe aber des Umlautes sah er nicht, noch erkannte er, daß ganz verschiedene Erscheinungen vorlagen. Erst Jacob Grimm zeigte, daß die Wirkung des i auf vorangehende Vocale im Gothischen noch nicht vorhanden war; auf sie schränkte er die Bezeichnung des Umlautes ein. Die Beziehung des a der Endung zu vorhergehendem e und o faßte er als eine Brechung von i und u auf: den uralten Vocalwechsel aber in der Conjugation hieß er Ablaut.

Die für Erforschung der deutschen Sprache eifrig bemühte Münchener Akademie war auf R. aufmerksam geworden. Ein Preis für eine deutsche Grammatik war von ihr ausgeschrieben: Radlof’s Beurtheilung und Abhandlung wurden von der Akademie vergütet. Den ausgesetzten Jahrgehalt aber genehmigte der Minister Montgelas (s. A. D. B. XXII, 193) nicht. Darauf begab sich R. 1816 nach Frankfurt a/M. In diesem Jahre ließ er eine Sammlung über deutsche Mundarten drucken: zwei Bibelstellen wurden in möglichst viele Volksidiome übersetzt. Das „Teutschlands Hohen Amphiktyonen“ „geweihete“ Buch erschien 1817 unter dem Titel „Die Sprachen der Germanen in ihren sämmtlichen Mundarten dargestellt und erläutert durch die Gleichniss Reden vom Säemanne und dem verlorenen Sohne, samt einer kurzen Geschichte des Namens der Teütschen“. Jacob Grimm, der mit R. seit 1810 in Verbindung stand, lobte in einem Schreiben an Bang aus Cassel vom 12. Juni 1816 das ungemein [138] nützliche Unternehmen. Er selbst hatte Beiträge geliefert, diese mit Grimm’s Anmerkungen finden sich in Radlof’s Buch S. 399–403 und 409–415 (Schluß). Auch Wilhelm Grimm, in einem Schreiben vom 7. Januar 1817, rühmt das Unternehmen, da man die Eigenthümlichkeiten und Bildungen der Sprache verfolgen kann, z. B. den Uebergang in den Vocalen. Ueber R. urtheilt Wilhelm Grimm sehr treffend: „Er ist auf der einen Seite gelehrt, scharfsinnig und fleißig, auf der andern klebt ihm eine gewisse hölzerne steifstellige Vorstellung an, wie man die gegenwärtige Sprache verbessern und reinigen müsse, die jedem lebendigen Menschen zuwider ist und leicht zu einem ungerechten Urtheil über ihn verleitet.“ Im J. 1817 besuchte Jacob Grimm R. in Frankfurt. „Unsern bekannten R.“, schreibt er aus Kassel an Docen am 2. Juni 1817, „habe ich zu Frankfurt in einem Dachstübchen, auf das man mir bei hellem Tage leuchten mußte, gesprochen … Seine Gleichnißreden in Mundarten sind mir nicht correct genug, mit überflüssigen Ausschweifungen versehen und in der ältesten Sprache, besonders der Grammatik, zeigt er sich häufig unwissend.“ Es war ein Unglück für R., daß er keinen Widerspruch ertragen konnte. Jacob Grimm hatte seine Verdienste 1813 in den „Altdeutschen Wäldern“ gerühmt; so seinen Nachweis, daß, wo in der Wurzel ein reiner einfacher Laut liege, sie sich leicht in eine Menge Ableitungen entfalte, während das Wort, worein der Diphtong gerathen ist, bald zu stocken anfange und wenig weiter bildsam bleibe. So hob Grimm auch hervor, „daß die besten neueren Forscher die Fähigkeit unserer edlen Sprache umzulauten“ – 1813 schied Jacob Grimm noch nicht Umlaut und Ablaut – „erkannt haben: Seidenstücker, Radlof“. Aber seine Sprachmeisterei und Pedanterei hatte er bekämpft. „Puristen und Besserer“ wollen mit Gewalt eindringen, wo keine Gewalt gilt und ohne Schaden selbst die leiseste nicht. Wolke thue es höchst geschmacklos und beschränkt, R. „neben dem ersten nur mit Unrecht zu nennen, aber auch befangen in dem offenen Irrthum, daß ein einzelner das gemeine Gut ehrenwerther Sitte meistern und stürzen könne, welches höchstens im einzelnen der entzückte Dichter vermag.“ R. solle „zu seinem rechten Punkt zurückkehren, welcher ist, daß er tüchtige gründliche Werke über Provincialgrammatik und Wörterbücher liefere und sie unter sich mit Altdeutschem und Nebensprachen vergleiche.“ … „Eine solche historische Grammatik wird zugleich ein Licht der Geschichte der Poesie werden und sie überall begleiten.“ „Alles nüchterne Bilden nach Analogie, ohne Autorität, ist Sünde, weil es Lüge ist.“ Mit welchem Groll R. diese Kritik hinnahm, zeigte sein nächstes Buch, die 1820 erschienene „Ausführliche Schreibungslehre der teütschen Sprache, für Denkende, vornehmlich für Schriftsteller, Lehrer und Beamte.“ In der 1818 geschriebenen Vorrede, in der er sich beklagt, daß ein großer Theil seiner durch vieljährige Untersuchungen gefundenen Resultate von jedermann, gewöhnlich ohne Nennung des Urhebers, benutzt werden, nennt er Grimm unter seinen Freunden, in einer Anmerkung jedoch äußert er hochmüthig, „die kraft- und kenntnißlosen Anstreitungen des Herrn Jacob Grimm in den altd. Wäldern berichtigte ich nicht öffentlich, sondern nur brieflich und mündlich, um den Muth des neuen Freundes und aufstrebenden Mitarbeiters nicht darnieder zu drücken“. Noch stärker aber ist die Sprache in der 1820 geschriebenen „Nachschrift“, da inzwischen Grimm’s „Deutsche Grammatik. Erster Theil“ 1819 erschienen war. Weit entfernt, die Bedeutung des Werkes anzuerkennen, welches Jean Paul, den eine Zeitlang von Radlof’s Sprachmeistereien Angesteckten, zu den überschwenglichsten Lobsprüchen hinriß, konnte er schreiben: Jacob Grimm trete plötzlich wie aus einem Hinterhalte mit einer sogenannten deutschen Grammatik hervor, „worinn er jedoch nichts giebt als eine gemein erfahrungsmäßige Zusammenstellung unserer Deklinationen und Conjugationen“. Die [139] Stelle in Grimm’s Vorrede konnte R. freilich auf sich beziehen: „Gegen die Puristen, wie sie heutigestags unter uns aufgetreten sind, wird sich jeder erklären, der einen richtigen Blick in die Natur der deutschen Sprache gethan hat. Sie wollen nicht nur alles Fremde bis auf die letzte Zaser aus ihr gestoßen wissen, sondern sie überdem durch die gewaltsamsten Mittel wohllautender, kräftiger und reicher machen.“ Aber die Ausfälle Radlof’s waren durch nichts gerechtfertigt, und ein Satz wie der folgende muthet uns heute sonderbar an: „Basedow’s Zuckerbuchstaben, Hrn. Grimm’s Kindermärchen und Sagen … werden schwerlich je … ein ernstlich gelehrtes oder wissenschaftliches Werk über Geschichte und Sprache entbehrlich machen.“ Auf diese „Schutz- und Trutzworte“ Radlof’s erließ Jacob Grimm eine kräftige Entgegnung in der „Allgemeinen Litteraturzeitung“ 1820, in welcher er sich schärfer als früher über Radlof’s Schriften äußerte. Der Schluß lautet: „Ob ich auf dem betretenen Wege vorrücke, werden Kenner aus der nunmehr erscheinenden II. Auflage meines Werkes beurtheilen; über einzelne Punkte mit solchen zu streiten, die nicht einmal Waffen, deren ich mich bedienen müßte, zu führen vermögen, und erzeigte Gefälligkeit durch Gemeinheit zu vergelten pflegen, scheint mir theils unnöthig, theils verächtlich.“

Die Schreiblust Radlof’s ließ nicht nach. Seit 1818 Professor in Bonn, ließ er daselbst in 2 Bändchen 1821 und 1822 erscheinen: „Mustersaal aller teütschen Mund-arten, enthaltend Gedichte, prosaische Aufsätze und kleine Lustspiele.“ Das erste Wilhelm v. Humboldt gewidmete Bändchen enthält deutsche Mundarten in Italien (Vorarbeiter waren Fulda und Adelung; Schmeller’s sogen. Cimbrisches Wörterbuch 1855 gibt zum ersten Mal eine wissenschaftliche Darstellung der deutschen Sprachinseln in den venetianischen Alpen); ferner tyrolische, salzburgische, bairische, österreichische, mitteldeutsche. Das zweite entbält schwäbische, schweizerische, ober- und mittelrheinische, niederdeutsche zwischen Rhein und Elbe, friesische, niedersächsische, dann die der östlichen Landschaften in Pommern, Rügen. Darauf folgen Mundarten in Holstein und Schleswig, zuletzt „verderbte Mundarten“. Ebenfalls in Bonn 1821 erschien das Schriftchen: „Die irregulären Verbe und Deponente des Lateins, neu untersucht und zum Schulgebrauche verzeichnet und erklärt.“ Ein Jahr darauf: „Neue Untersuchungen des Keltenthums zur Aufhellung der Urgeschichte der Teütschen.“ Dieses dem Freiherrn v. Stein und Graf Solms-Laubach gewidmete Buch enthält weniges Richtige und viel Falsches. R. untersucht unter anderem das Keltenland vor Cäsar, spricht über Pytheas, Eratosthenes, Polybius, die Wanderzüge der Kelten, den Ursprung und die Bedeutung des Namens Germanen, zuletzt gibt er ein „Verzeichniß altkeltischer Wörter“. Kein Wunder, daß die Ableitungen viel Unrichtiges und heute Werthloses enthalten, da erst Zeuß die Lautverhältnisse der keltischen Sprache 1853 durch seine keltische Grammatik dargelegt hat. Auf dem Titelblatt der folgenden Schrift nennt sich R. nicht mehr Professor zu Bonn, sondern nur Professor, Mitglied der Akademie zu München, der teutschen Gesellschaft zu Berlin, auch der kameralistischen Societät zu Erlangen. In dem 120 Seiten enthaltenden Büchlein „Zertrümmerung der großen Planeten Hesperus und Phaëthon, und die darauf folgenden Zerstörungen und Ueberflutungen auf der Erde; nebst neuen Aufschlüssen über die Mythensprache der alten Völker“, dessen Vorrede aus Berlin 1822 datirt ist, will er eine Entscheidung über die Streitfragen in Betreff der Umgestaltung unserer Erde herbeiführen, damit den Grund zu einer wahrhaften Urgeschichte der Teütschen legen. Diese seltsame Schrift ist den berühmten Aerzten K. F. Gräfe (s. A. D. B. IX, 557) und E. L. Heim (s. A. D. B. XI, 319) gewidmet. Das letzte Werk Radlof’s „Teütschkundliche Forschungen und Erheiterungen für Gebildete“ in 3 Bänden [140] erschien zu Berlin 1825–27. In der Vorrede des ersten Bandes (Berlin im August, an Goethe’s Geburtstage 1824) berichtet er in seiner eigenthümlichen Sprache und mit seinen willkürlichen „Sinn- und Lesezeichen“, daß Fr. Schlegel, F. H. Jacobi, auch Hegel und besonders Kaspar Stephan zu Amberg ihn zur Sammlung seiner zerstreuten Aufsätze aufgefordert hätten, welche in der Zeit der Fremdherrschaft „viele andere Schriftner zu ähnlichen Untersuchungen veranlaßt“. „Allum erstunden die Geister unter den Stürmen zur Rettung und Pflege des germanischen Wunderbaumes, dessen Herzwurzeln in Indiens und Persiens Boden grunden.“ Nur in „leiser Ueberarbeitung“ legt er die Aufsätze vor, „bald größere Ausführungen, bald nur flüchtige Darrisse und kürzere Bemerkungen“. Im ersten Bande u. a. Fränkisches und „Rheinpfälzisches Wörterbüchlein“; im zweiten „Sprachbemerkungen zu Fr. Schlegel’s Vorlesungen über die neuere Geschichte“, Wien 1811. Der dritte Band – die Vorrede datirt aus Halle 1826 – enthält u. a. Bemerkungen über die Sprachweise Joh. v. Müller’s, die Eigennamen der Teütschen, zuletzt Epigramme in Prosa unter dem Titel „Schlußgedanken“. Die „Belohnung hienieden“ zeigt Radlof’s Verbitterung. Sein Todesjahr ist nicht bekannt: ein Zeichen, wie wenig zuletzt seiner geachtet wurde. So viel Arbeit um ein Leichentuch! möchte man mit Platen ausrufen. Doch im „Aachener Idiotikon“ von Müller und Weitz 1836 (vielleicht Schüler Radlof’s aus der Bonner Zeit) fand ich als Motto Radlof’s Wort: „Die Mundarten sind die ewigen Lebensquellen unserer Büchersprache.“ Und noch Th. Mundt (s. A. D. B. XXIII, 10), in seinem 1837 erschienenen Buch „Die Kunst der deutschen Prosa“ (2. Aufl. 1843) weist mehrmals auf R. hin.

Daß R. für eine gute Sache begeistert war und trotz Mißgriffen und Verkehrtheiten auch Gutes geleistet hat, ist selbst von Jacob Grimm anerkannt worden, dessen Auffassung der sprachlichen Erscheinungen so grundverschieden war von der Radlof’s. Diesen nennt F. J. Stalder in seiner „Schweizer. Dialektologie“ (Aarau 1819, S. 96), die J. Grimm unter den Quellen anführt (D. Grammatik I2, XX), einen „tiefsinnigen“ Forscher. Und Joh. Chr. Schmid in seinem Schwäbischen Wörterbuch (2. Aufl. 1831) urtheilt über ihn: „Wenige Sprachweisen sind R. an Scharfsinn und folgerechter Darstellung gleich oder auch nur nahe gekommen.“ Aber auch er tadelt ihn, daß er die Speculation in das Leben der Sprache gewaltsam übertrage. „Ein Grammatiker, der über die Gründe des Gegebenen zu urtheilen hat, soll nicht den Schein des Gesetzgebers annehmen.“

Wilhelm Scherer, J. Grimm, 18852, S. 172, 200, 203. – Stengel, Beziehungen der Brüder Grimm zu Hessen, 1886, I, 29–30. II, 153. – J. Grimm, Kleine Schr. VII, 596. – Grimm’s Brief an Docen veröffentl. von Strauch 1888 im Anzeiger der Zeitschrift für deutsches Alterth. 14, 151. – Meusel, Das gelehrte Teutschland, 1811, XV, 90 und XIX, 227–228 führt Radlof’s Aufsätze bis 1822 an. – Nachrichten über sein Leben in den Vorreden zu seinen Schriften. Eine habe ich nicht gesehen. Sie ist der königl. Bibliothek zu Berlin abhanden gekommen: „Frankreichs Sprach und Geistes Tyranney über Europa, seit dem Rastadter Frieden“. München 1814. – H. Hoffmann (Die d. Philologie 1836) und R. v. Raumer (Gesch. d. germ. Philologie) kennen nicht alle Schriften Radlof’s; Vgl. Raumer a. a. O. 566 und Register.