Einsegnungsstunden 1916/4. Stunde

« 3. Stunde Wilhelm Eichhorn
Einsegnungsstunden 1916
5. Stunde »
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Für eine seitenweise Ansicht und den Vergleich mit den zugrundegelegten Scans, klicke bitte auf die entsprechende Seitenzahl (in eckigen Klammern).
|
4. Stunde
am Freitag, den 24. November, nachmittags 4 Uhr.
Lied 265, 1–4. Psalm 40, 1–12, 18. Kollekte 220, 43.
Von der erziehenden Liebe Gottes in der Vorbereitung des Erlösungswerkes.
 Wenn wir das heute Vormittag Besprochene noch näher durchdenken, so werden wir wie mit Notwendigkeit auf eine Frage geführt, auf die die Menschheit von selber eine Antwort nicht zu geben weiß. Das Liebesband zwischen Gott und den Menschen ist zerrissen; die Menschheit ist durch die Sünde von Gott geschieden; dem heiligen und gerechten Gott ist die Sünde der Menschen nicht gleichgiltig, so stehen denn die Menschen unter Gottes| Zorn. Hieraus ergibt sich die Frage für jeden ernst Denkenden: Wie kann ich wieder in das rechte Verhältnis zu meinem Gott und Schöpfer kommen? Für aufrichtig heilsverlangende Seelen wird die Frage lauten: Was kann ich tun, damit ich dennoch selig werde? Und für erschrockene Gewissen wird die Frage heißen müssen: Wie kann ich dem zukünftigen Zorn entrinnen? Auf diese Frage wissen die Menschen von sich aus keine Antwort. Die Menschheit hat den Rückweg zu Gott aus sich selbst nicht finden können; sie kamen vielmehr immer weiter von Gott ab. Einzelne Menschen, wie einzelne Völker sanken vielmehr immer tiefer. Wo kann da Rettung und Hilfe herkommen? Da bleibt nur die eine Möglichkeit, der Gedanke, der nie in eines Menschen Herz kommen konnte, der alles Denken übersteigt, daß nämlich Gott von sich aus, aus Gnade, aus Liebe und Erbarmung eine Rettung des menschlichen Geschlechtes ermöglicht. Das ist der göttliche Liebesratschluß, der zum Erlösungsratschluß geworden ist. Wir fassen heute wenigstens den Anfang desselben ins Auge und reden
von der erziehenden Liebe Gottes in der Vorbereitung des Erlösungswerkes.

 Diese erziehende Liebe Gottes betätigt sich:

1. in der die Menschheit tragenden, göttlichen Geduld,
2. in der Zurüstung des menschlichen Geschlechtes für das Heil,
3. in der Zurichtung des Heils für das menschliche Geschlecht und
4. besonders noch in der erziehlichen Bedeutung des göttlichen Gesetzes.


I.
 Wir haben heute Vormittag zum Schluß noch von dem Gericht gesprochen, das Gott über die Sünde hielt und das wir erkannten als ein Vorbild des Gerichtes, das Gott einst halten wird am Abend der Welt. Nur auf einen gewaltigen Unterschied durften wir dabei aufmerksam machen: Das letzte Gericht, das Endgericht läßt nur den Zorn Gottes sich ergießen über die Sünder, dagegen dieses erste Gericht über die sündig gewordenen Menschen erweist sich zugleich als Gnade. Es ist, was das Urteil Gottes über die Sünder anlangt, auffällig, daß da nur vom leiblichen Tod geredet wird, daß der Mensch wieder soll zur Erde werden, davon er genommen ist und daß nur leibliche Mühsal, irdisches Leid es ist, was wie dem Weibe so dem Mann, jedem in seinem Berufe, von Gott auferlegt wird. Von der ewigen Strafe der Sünde hören wir nichts. Das mag sich einigermaßen erklären aus der Form des Berichtes, der auf uralte Ueberlieferung des Menschengeschlechtes| zurückgeht und zunächst nur die äußern Vorgänge schildert und das noch nicht erkennen läßt, was dahinter liegt. Als der Verführer tritt ja auch nur die Schlange auf. Daß der Satan selbst dahinter steht, wird nicht gesagt. Im neuen Testament ist das klar bezeugt, noch im letzten Buch der Bibel, wo der Verführer, der Teufel, genannt wird die alte Schlange. Aber allerdings wollte Gott zunächst leibliche, zeitliche Strafen über die Sünde kommen lassen, weil diese zeitlichen Strafen der Sünde zugleich zur Besserung dienen können. So tritt hier der Ratschluß der Erlösung hervor. Das beweist auch das ganze Verfahren Gottes bei diesem am Abend des entscheidenden Tages gehaltenen Gericht. Den Mann und das Weib fragt Gott: Was hast du getan? Warum hast du das getan? Er will in ihnen Erkenntnis der Sünde, Reue erwecken und damit auch ein Verlangen nach Vergebung. Die Schlange, an die sich Gott zuletzt wendet, wird nicht gefragt: Was hast du getan? Warum hast du das getan? Für sie gibt es nur Strafe, da ist der Gedanke der Besserung ausgeschlossen. Dagegen für die Menschheit liegt in dem, was der Schlange, dem argen, bösen Feind als Strafe auferlegt wird, ein heller Lichtschein der Hoffnung. Denn was will das Wort, das Gott zur Schlange spricht, das Gott dem Teufel zu verstehen gibt, anders sagen als: er, der sich jetzt für den Sieger ansieht, er soll dennoch der Besiegte werden. Es wird ein Kampf hingehen durch die Geschichte der Menschheit: Feindschaft will Gott setzen zwischen ihm und dem Weibe, zwischen ihrem und seinem Samen. Er hat also den Sieg durchaus noch nicht endgiltig erlangt. Der Kampf geht weiter, und das Ende wird sein, daß aus der Menschheit einer kommen wird, der die Schlange überwindet, ob auch durch bittern Kampf, der ihr den Kopf zertritt.
.
 Das ist das Protevangelium, die erste Weissagung der Erlösung, die erste Verheißung auf den, der aus dem menschlichen Geschlecht als des Weibes Samen sollte kommen. So rühmt sich hier schon die Barmherzigkeit deutlich wider das Gericht und das zeigt uns auch die weitere Entwicklung. – Denken wir an die Sintflut, in welcher Gott wieder ein Gericht ergehen lassen mußte, ein Gericht zeitlicher Art über die tief in Sünde versunkene Menschheit. Da spricht Gott, nachdem die Gerichtstat der Sintflut gewendet war, wieder ein merkwürdiges Gnadenwort. Er verheißt, daß er keine Sintflut mehr über die Menschheit wolle kommen lassen und zwar warum? Denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf! Eine merkwürdige Begründung! Man hätte denken müssen nach menschlichem Meinen, daß Gott hätte sagen können: Wenn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens böse ist von Jugend auf, dann ist das Menschengeschlecht eben wert, daß es vertilgt wird. Oder man hätte erwarten können, daß Gott gesagt hätte, er wolle keine Sintflut mehr über die Menschen| kommen lassen, weil er hoffen könne, daß doch das Menschengeschlecht auf bessere Bahnen gebracht würde; aber so sagt Gott, daß keine Sintflut mehr kommen soll, weil das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens böse sei von Jugend auf. Gott schaut also über das Böse des menschlichen Herzens vergebend hinweg und das tut er, diese Zusage gibt er auf grund des vorangegangenen Opfers. So haben wir hier schon den deutlichen Hinweis, daß Gott auf Grund eines Opfers, das er in Gnaden ansieht, sich des Menschengeschlechts erbarmen will. Die Barmherzigkeit triumphierte abermals wider das Gericht, als Gott diese Gnadenverheißung gab. Der völlige Triumph erfolgte als das vollkommene Opfer, das hier vorgebildet ist, gebracht wurde, als des Weibes Same der Schlange den Kopf zertrat am Kreuze. Und der letzte Triumph wird sein, wenn die alte Schlange, der Feind Gottes und der Menschen, geworfen wird in den Pfuhl, der vom Feuer und Schwefel brennt.
.
 Wir sprachen von dem ewigen Liebesrat, von der ewigen Erwählung, die zurückgeht bis vor die Grundlegung der Welt hineinreicht in die Ewigkeit. Kommt nun etwa ein anderer, ein neuer Ratschluß, der Erlösungsratschluß hinzu oder gibt es etwa doch, wie Kalvin meinte, einen doppelten Ratschluß, eine Erwählung Etlicher zur Seligkeit und eine Erwählung der großen Masse zur Verdammnis? Nein! Wir werden sagen: es ist derselbe ewige Liebesrat, dieselbe ewige Erwählung, die sich nun umgestaltet, wenn wir so sagen dürfen, zum Ratschluß der Erlösung. Und den Erlösungsratschluß durch Christum, die Botschaft von der durch Christum erwirkten Erlösung, dürfen wir auf den ewigen Liebesratschluß Gottes mit vollem Recht zurückführen und in der Einladung zum Heil, die an uns ergeht, eine Auswirkung des ewigen Liebesratschlusses Gottes erblicken, der sich für uns zum Heilsratschluß umgestaltet hat. So ist der Ratschluß der Erlösung verkündigt worden alsbald nach dem Sündenfall und die ersten Menschen haben ihn auch verstanden. Adam hat daraufhin sein Weib, das er erst Männin genannt hatte, Heva geheißen, die Lebenschaffende, die Mutter der Lebendigen – eine Tat des Glaubens und ein Trost für uns, daraus zu sehen, daß unser Stammvater Adam, in dem wir alle beschlossen waren, in dem auch alle gesündigt haben, doch nicht verloren gegangen, sondern gerettet worden ist durch den Glauben an die göttliche Verheißung. Und von Eva wissen wir, daß als sie den ersten Sohn gebar, sie ihn Kain nannte, das heißt der Erworbene, denn sie meinte, sie habe den Mann, den Herrn. Sie hat sich darin getäuscht, daß sie dachte, jetzt schon den verheißenen Weibessamen zu haben; aber geglaubt hat auch sie an das Wort der göttlichen Verheißung. Nein, so rasch sollte allerdings der Erlöser nicht kommen, und so hat den Gott die Sünde der Menschen gestellt unter seine Geduld. Von der die Menschheit tragenden Geduld| haben wir vor allem zu reden, wenn wir die vorbereitende, erziehende Liebe Gottes im alten Testament bewundern wollen.
.
 So sagt der Apostel (Röm. 3), daß die Sünde bis dahin, bis das vollkommene Opfer in Christo kam, gestellt gewesen sei unter die göttliche Geduld. Beides, Geduld und Langmut hat Gott bewiesen. Geduld ist das die Sünde Tragende, Langmut besagt, daß Zorn und Strafe zurückgestellt werden. Ja, wieviel Ursache haben wir, die Geduld und Langmut zu bewundern, wie er sie bewiesen hat gegenüber dem ganzen Menschengeschlecht. Mit seiner Geduld trägt Gott die Sünder. Ach, wieviel häufen die Menschen Schuld auf Schuld! Gott aber ist geduldig und langmütig; er schiebt die Strafe hinaus und läßt Zeit zur Buße. Ja, diese Liebe unseres Gottes ist freilich stark wie der Tod. Diese Liebe kann nicht verlöschen. Wir bewundern die Macht der göttlichen Liebe; wollen wir nur auch die Geduld des Herrn recht für unsere Seligkeit achten, wie St. Petrus uns dazu ermahnt! Wollen wir uns doch ja hüten, seiner Geduld irgend auf Mutwillen zu ziehen und wollen wir auch selber Geduld üben! Mit uns haben wir meist nur zuviel, mit andern haben wir so wenig. Geduld haben wir vor allem zu üben gegenüber den Schwachen, gegen die Kinder, gegen die Pfleglinge. Nicht von aufwallendem Zorn sich hinreißen lassen, nicht harte Züchtigung ohne genügenden Grund; im Gegenteil, Geduld gilt es zu üben auch sonst gegen die Untergebenen, Geduld gegen die jüngeren Schwestern, die erst herangezogen werden müssen, Geduld gegen die Schülerinnen, die an den ihnen vorgesetzten Schwestern sehen sollen, wie Dienerinnen der Barmherzigkeit, Dienerinnen der erbarmenden Liebe sich bewähren. Geduld sollen wir auch üben gegenüber den Mißständen, die da und dort uns entgegentreten, auch in unserem Hause, auf den einzelnen Stationen. Geduld soll geübt werden gegen die Mißstände in den einzelnen Gemeinden, daß man auch mittrage, wenn in der Gemeinde Schweres vorkommt. Geduld müssen wir üben mit unserem Land und Volk auch in der Gegenwart, wo wir auch darum oft so ungeduldig sind, weil diese Trübsalszeit nicht die Frucht bringt, die wir erwarten möchten. Geduld sollen wir üben auch mit unserer Kirche, die ja freilich der Mängel viele an sich trägt, die das Kleinod, das sie hat, Wort und Sakrament, im Leben so wenig ausnützt und gebraucht. Da gilt es auch Geduld zu haben und zu üben, wie wir ja auch selber die Geduld Gottes und der Menschen fortwährend brauchen. Doch freilich hat die Geduld auch eine Grenze. Im Sendschreiben an die Gemeinde zu Ephesus rühmt der erhöhte Herr und Christ, der das Tun der Gemeinde kennt, beides die Arbeit und die Geduld dieser Gemeinde, aber auch daß sie die Bösen nicht tragen kann. Es gibt also eine Grenze, wo man die Sünde nicht mehr| tragen kann. Man darf es nicht, weil man sich ihrer damit selbst teilhaftig machen würde durch mangelnden Ernst, oder wenn man etwa nicht mit vollem Ernst straft. Obwohl man mit dem Sünder Geduld haben soll, dürfen wir nie Geduld haben mit der Sünde selber. Etwas Großes ist die tragende Geduld und Langmut, aber noch größer erweist sie sich, wenn sie nicht nur Anderer Last trägt, sondern auch arbeitet an der Besserung. Der Liebesratschluß Gottes ist auch alsbald wirksam geworden, ob er gleich nicht alsbald sich vollzog. Wir sehen weiter, wie

 II. Gottes erziehende Liebe sich beweist in der Bewahrung und Zurüstung der Menschheit für das Heil.

 Wir haben zunächst ins Auge zu fassen die Erhaltung wie der Welt, so des Menschen. Der Mensch stand unter dem Urteil des Todes; er konnte demselben anheimfallen ganz und völlig. Und nachdem die Welt des Menschen wegen geschaffen war, konnte Gott überhaupt feinen Odem wieder zurückziehen, wie es im Psalm einmal heißt; dann hätte alles in Staub zerfallen müssen. Aber Gott hat auch die sündig gewordene Welt erhalten und erhält sie. Obwohl man von außen her gesehen denken könnte, die Welt erhalte sich selbst durch die ihr innewohnende Naturkraft, so erkennt doch jeder Christ, daß Gott es ist, der sie tatsächlich erhält; denn er hat diese Kräfte in sie gelegt und er erhält sie fortwährend durch seine göttliche Macht, in der alles besteht und von der alle Kraft herkommt. Und er erhält auch uns, die Menschen. Auch wir erhalten uns nicht selbst, obwohl wir die uns zur Erhaltung des Lebens geschenkten Kräfte fleißig gebrauchen sollen in der Arbeit; Gott ist es, der auch uns erhält. Er hat diese Kräfte der Erhaltung in uns gelegt und erhält sie aufrecht. Er erhält uns die Gesundheit, durch die wir in der Lage sind, die uns zur Erhaltung des Lebens geschenkten Kräfte zu gebrauchen und anzuwenden. Und er muß zu aller menschlichen Arbeit seinen Segen geben. Wir wiesen gestern schon hin auf den anbetenden Blick auf die göttliche Erbarmung, die in Luthers Auslegung des 1. Artikels in dem kleinen Wörtlein „und noch erhält“ sich uns eröffnet.

 Aber Gott erhält nun nicht nur die Welt und die Menschheit, sondern er regiert sie auch und führt sie dem von ihm gewollten Ziel entgegen, trotz allen sündigen Fehlens und Irrens. Wunderbar sind die Wege Gottes mit der Menschheit. Er hat die Menschheit erhalten wollen für das ihr verheißene und in Aussicht gestellte Heil; er wollte sie auch so weit halten, daß sie nicht ganz und gar versinke in die Gottlosigkeit. In der Urzeit hat er sich einen heiligen Samen erhalten in dem Geschlecht der Sethiten, die den andern, unter denen sie lebten, stete Warnung, stete Mahnung sein sollten.| Als sich aber die Mehrzahl nicht wollte mahnen und warnen lassen, als das Verderben, wie es scheint, auch in die Reihen der Sethiten eingriff und als noch besondere Versündigungen dabei geschehen sein müssen, da beschloß Gott ein Gericht über die Menschheit, das aber zugleich ein Vorbild der Gnade wurde. In der Sintflut hat dasselbe Wasser, das die alte Menschheit vertilgte, die neue ermöglicht. Das Wasser trug die Arche, in der die 8 Seelen erhalten wurden als der Same und Anfang eines neuen Menschengeschlechts. Wohl sind die Menschen auch nach der Sintflut wieder in Sünde und Auflehnung gegen Gott verfallen; aber nun schlug Gott in seiner erziehenden Weisheit einen andern Weg ein. Er teilte die Menschheit in Völker, damit die einzelnen Völker sich untereinander im Zaume halten, eins das andere aneifern, eins dem andern wohl auch als Zuchtrute dienen sollte. So entstand die Völkerwelt nach der Völkertrennung, die Gott selber bewirkte durch die Verwirrung der Sprachen und die Völkerwelt bleibt auch unter Gottes Leitung. Im Lied Moses ist ausdrücklich davon die Rede, daß der Allmächtige die Völker zerteilt und ihnen ihre Grenzen festgesetzt hat. Und so sagt auch der Heidenapostel (Ap. 17, 26): „Er hat ihnen ein Ziel gesetzt zuvor versehen, wie lang und weit sie wohnen sollen“ und er hat auch sich ihnen nicht unbezeugt gelassen. Wohl sagt der Apostel ein anderes Mal, daß Gott die Heiden ihre eigenen Wege gehen ließ. Aber er will damit nur ausdrücken, daß er sich ihnen nicht unmittelbar geoffenbart hat, sondern sie der eigenen Entwicklung ihres Denkens, auch ihres religiösen Denkens überließ; aber so daß er sie allezeit auch in Acht behielt und auf sie schaute. Das tritt uns in wunderbarer Weise entgegen in dem Segen Nohas über seine drei Söhne, wo das Bild der Entwicklungsgeschichte der Menschheit kraft prophetischen Geistes durch den neuen Stammvater der Menschheit gegeben, wo gesagt wird, daß Gott in Sems Geschlecht sich offenbaren will, daß Japhet sich ausbreiten soll über die Erde, aber dann in den Hütten Sems wohnen, nämlich Anteil haben darf an dem in Sems Geschlecht erscheinenden Heil und wo über die Nachkommen Hams der Fluch der Knechtschaft ergeht. Und wie merkwürdig ist die Völkertafel, die im Anschluß daran 1. Mose 10 gegeben wird! Man sieht, Gott hat auch nicht ein einziges Volk außer Acht gelassen. Die Völker werden zunächst genannt, die Nachkommen Japhets sind, mit denen das Volk Israel am wenigsten in Beziehung kam, die Gott, wie es scheinen möchte am meisten ihre eigenen Wege gehen ließ, unter welchen nach jüdischer Ueberlieferung Askenas, als Stammvater der deutschen, der germanischen Völker genannt wird. Dann werden genannt die Nachkommen Hams, mit denen Israel viel mehr in Beziehung stand und auch keiner unter ihnen ist vergessen, so daß dort Völker genannt werden, die in der Weltgeschichte lange Zeit vergessen waren und erst neuerlich| durch die Ausgrabungen wieder bekannt geworden sind, wie Akkad, der Stammvater der ältesten Bewohner Babylons. Dann erst kommen die Nachkommen Sems, die Gott am meisten unter seine Leitung nahm. So hat Gott erziehend auch auf die Heidenwelt gewirkt und sie erhalten für das kommende Heil, ja mehr noch, er hat sie auf dasselbe vorbereitet auf mancherlei Weise.
.
 Warum ist die Erfüllung der Verheißung so gar spät, erst nach vier Jahrtausenden eingetreten? Es sollte der Menschheit die Möglichkeit gelassen sein, ob sie selbst einen Rückweg zu Gott könnte finden. Zeit genug hat die Menschheit gehabt; sie hat aber den Rückweg zu Gott nicht zu finden vermocht und darum hat Gott so lange gewartet, und darum bleibt für uns die Geschichte der alten Welt so wichtig. Großes konnten die Menschen leisten durch ihre Vernunft und ihren freien Willen auf menschlichem Gebiet, aber zur rechten Erkenntnis Gottes konnten sie nicht gelangen; sie sind vielmehr immer weiter von Gott abgekommen. Die Entstehung des Völkertums ist zugleich die Entstehung des Heidentums. Die einzelnen Völker nahmen aus dem gemeinsamen Vaterhaus eine Erinnerung mit an einen Gott; aber sie verschwand und verblaßte immer mehr. Immer mehr tritt Vielgötterei, insbesondere Naturdienst hervor und so entstand das Heidentum, das sich selbst auch auslebte insofern die gebildeten Völker je länger je mehr die die Nichtigkeit ihrer heidnischen Religion, ihrer Göttersagen erkannten, und mehr und mehr sich sehnten nach etwas Besserem, nach wahrer Erkenntnis Gottes. Merkwürdig wie ein Weltreich das andere abgelöst hat in der alten Geschichte! Erst das Weltreich der Babylonier, das dann vom Weltreich der Perser verschlungen wurde, das wiederum dem griechischen Weltreich Alexanders des Großen zur Beute fiel, bis alles in die Hände des gewaltigen Weltreichs der Römer kam – lauter Versuche zu zeigen, was die Menschheit Großes wirken kann. Insbesondere die Geschichte der Römer und Griechen ist für uns hochwichtig, weil wir deren Geisteswerke kennen und daran zu sehen vermögen, was die Menschheit aus eigenen Kräften leisten konnte und was sie nicht vermochte. Großes ist geschehen auf dem Gebiet der Kunst und der Wissenschaft bei den Griechen, die darin Unvergängliches geleistet haben, so daß fast alle Wissenschaften auf dem gründen, was sie zuerst fanden. Dagegen die Römer leisteten Großes auf dem Gebiet der Staatskunst, des Rechtes und des Militärwesens. Aber den Weg zu Gott fanden sie beide nicht. So wurde die Welt für das Heil erhalten und das Heil vorbereitet, insofern als diese Völker selbst ahnen mußten, daß sie eine bessere Erkenntnis Gottes brauchten. Der weiseste, der bedeutendste unter allen Griechen, Plato, der Schüler des Sokrates, hat wiederholt es ausgesprochen, es möge der Gottheit gefallen sich selbst zu offenbaren, da wir durch uns selbst nicht zu ihrer Erkenntnis| kommen könnten. Das sagte der, der im Verhältnis der Wahrheit am nächsten kam, indem er Gott die höchste Idee, das heißt den höchsten Gedanken nannte.

 Aber auch äußerlich ist die Welt für das kommende Heil vorbereitet worden. Der gewaltige Weltherrscher Alexander der Große hatte den Gedanken, Morgen- und Abendland in einem großen Reiche zu vereinen, damit die äußern und innern Güter und Gaben der beiden Teile der damaligen Kulturwelt sich ausgleichen sollten. Er wußte nicht, daß er dabei ein Werkzeug in Gottes Hand war. Durch ihn und sein Weltreich ist die griechische Sprache Weltsprache geworden, im Morgen- und Abendland verstanden worden und so konnten die heiligen Apostel von einem Volk zum andern ziehen, überall in der von ihnen gekannten Sprache predigen und so konnte die älteste Kirche auch nach Seite der Sprache und sonstiger Erkenntnis viel mehr einheitlich sein als in späteren Zeiten. Und als die Römer allmählich auf den Trümmern des Reiches Alexanders des Großen ihr gewaltiges Weltreich errichteten und es zusammenhielten durch ihr System von Heerstraßen, die sie erbauten, da wußten sie auch nicht, daß sie damit dem Reich Christi den Weg bereiteten. Darum wollte der Heidenapostel unbedingt nach Rom kommen, weil er wußte, daß, wenn dort das Evangelium begründet wäre, es von selbst hinausginge bis in die entferntesten Teile des römischen Reiches. Das ist die eine Seite der erziehenden Liebe Gottes zur Vorbereitung der Erlösung, aber nun noch die andere:

 III. die Zurüstung des Heils für die Menschheit. Das führt uns zum Volk Israel.

 Wo Moses in seinem Lied (5. Mos. 32, 8) davon spricht, daß der Allmächtige die Völker zerstreute und ihnen Grenzen setzte, da fügt er das gewaltige Wort hinzu: „da setzte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der Kinder Israel.“ Da tritt noch einmal im Laufe des Lebens dieses Führers Israels die volle Erkenntnis von der Bedeutung seines Volkes hervor. Nach der Zahl der Kinder Israels hat Gott den Völkern ihre Grenzen angewiesen. Merkwürdig, Israel wohnte inmitten der alten Welt; wenn man eine Linie zieht vom Nordwesten der Länder der alten Welt bis zum Südosten und wieder umgekehrt vom Nordosten bis zum Südwesten, – so schneiden sich diese Linien im Lande Kanaan. Das Land Kanaan lag im Mittelpunkt der alten Welt. Drei Weltteile waren von da aus leicht zugänglich, die da zusammenstoßen. Und doch war dies Land wieder abgesondert durch Wüsten und hohe Gebirge und Meeresküsten mit wenig Häfen, also ganz wie von Gott dazu vorbereitet, daß hier das Volk des Heils seinen Wohnsitz nehmen sollte, damit von ihm das Heil ausginge auf die Menschheit. Wie ist auch sonst die wunderbare Führung Israels durch Gottes erziehende| Liebe zu bewundern! An die älteste Ueberlieferung der Offenbarung knüpft Gott an; denn Abraham war aus Sems Geschlecht und hat mit Sem noch etliche Jahre zusammen gelebt. Und doch etwas Neues, Wunderbares beginnt zugleich. Wider den Lauf der Natur wird Abraham der Vater eines Sohnes von seinem Weibe Sarai. Wunderbar war die weitere Leitung und Erziehung, oftmals gerade entgegen den menschlichen Gedanken. Nicht Esau, der kräftigere, der Erstgeborene, sondern Jakob sollte der Erbe der Verheißung werden. Nicht von Rahel, dessen geliebter Gattin, sondern von Lea, der verschmähten, mußte der Träger der Verheißung kommen. Nicht Ruben, nicht einer der Erstgeborenen, sondern Juda, der in der Mitte der Reihe stand, ist der Gelobte, den seine Brüder loben sollen. Und wie wunderbar hat Gott das Volk selbst geführt, da er es in früher Kindheit heraushob aus seinem natürlichen Boden und es nach Egypten verpflanzte, damit unvermischt mit heidnischen Elementen die Familie sich entwickeln konnte zum Volk und damit bezeugt wurde für alle Zeit, daß das Volk Gottes nicht in der Heimat, sondern in der Fremde sich entfaltet. Der lange Wüstenzug sollte zeigen, wie auch der Weg der Kinder Gottes geht durch die Wüste dieser Welt in die Heimat nach Kanaan. Eine gewaltige Persönlichkeit – menschlich angesehen und im Reiche Gottes – ist und bleibt Moses, der aus dem Wasser Gezogene, wie er im Egyptischen hieß, oder der Herausführer, wie sein Name in der hebräischen Umdeutung lautet. Für die Weltgeschichte ist er der Gesetzgeber, seines Volks, in der Religionsgeschichte der Hauptvertreter des Monotheismus. Für uns, die wir es geistlich ansehen, ist er der Mann des Gesetzes, der Mittler des alten Bundes zwischen Gott und den Menschen, der erste Prophet und zugleich der Anfänger der heiligen Schrift. Auf welche Höhe wurde Israel gehoben durch die Gesetzgebung auf Sinai! Dann kamen freilich wieder Zeiten des Stillstandes, die Richterzeit, wo Israel sich hätte einleben sollen wie im heiligen Lande so in den Ordnungen des Gesetzes, welche Aufgabe es aber schlecht erfüllte. Und doch erweckte ihnen Gott immer wieder Heilande, wenn er sie um ihres Götzendienstes willen dahingegeben hatte in die Hände ihrer Feinde. Und am Ende der Richterzeit steht wieder eine gewaltige Gestalt: Samuel, der ebenso Prophet war wie Richter, fast möchte man sagen, König seines Volkes und der zugleich opfern durfte, obwohl er nicht aus priesterlichem Geschlecht stammte, sondern nur aus levitischer Familie. Auch war er offenbar ein Förderer der heiligen Schriften, von denen manche sicherlich auf ihn zurückgehen. Dann die Könige – zuerst ein König, den sie mit Unrecht gefordert hatten und mit dem sie gestraft wurden, bis der König nach dem Herzen Gottes David hervortrat. Und dann durfte unter Salomo, diesem Herrscher des Friedens das Königreich seinen schönsten Glanz entfalten; freilich| ist dann am Ende seiner Regierungszeit die Unvollkommenheit auch dieses Vorbildes hervorgetreten, wie denn die fernere Königszeit zeigen sollte, daß das rechte Königstum aus Davids Haus nicht in der Gegenwart, sondern in der Zukunft liege. Und wie wichtig nun die Prophetie! Die früheren Offenbarungen waren Gotteserscheinungen gleichsam von außen her. Mit Mose tritt die Prophetie ein, mit welcher Gott sich menschlicher Werkzeuge bedient. Die Propheten haben dem Volke den Willen Gottes geoffenbart. Je länger die Zeit währte, je mehr sich die Blicke auf die Zukunft richten mußten, desto mehr haben sie ihre Worte auch für die Zukunft niedergeschrieben. Und zuletzt hatte Israel an dem geschriebenen Wort seinen Halt und seinen Trost. Und wie wunderbar ist der Gang der Weissagung: zunächst von der Menschheit her, von des Weibes Samen aus, nehmen die Verheißungen ihren Ausgang. Dann wird der aus Sems Geschlecht kommen soll als Abrahams Same bezeichnet, dem Jakob verheißen, dann dem Stamm Juda’s in Aussicht gestellt und zuletzt 2. Sam. 7 als der Sohn Davids verheißen. Die prophetischen, königlichen und hohepriesterlichen Aemter sollten auf ihn hinweisen, der in den späteren prophetischen Schriften als der große Knecht Gottes erscheint, der kommen wird Gottes Werk auf Erden auszurichten. – Daneben geht aber die andere Linie von oben nach unten, wenn von dem Kommen Gottes geweissagt wird, von dem großen Tag des Herrn. In Christo laufen die beiden Linien zusammen, wie der Herr selbst einmal im Anschluß an den 110. Psalm angedeutet hat: Davids Sohn und Davids Herr! Wie viel wäre noch zu sagen auch von den Vorbildern, die in der Geschichte selber liegen. Weil die ganze Geschichte Israels wunderbar von Gott gewirkt war, so mußte sich immer wieder vorbildlich darstellen, was einst kommen sollte, so oft ein neuer Abschnitt der das Heil vorbereitenden Geschichte eintrat oder endigte. Nur über eines müssen wir noch ein Wort sprechen, nämlich

 IV. wie die erziehende Liebe Gottes besonders in der Bedeutung des Gesetzes zu erkennen ist.

 Das Gesetz ist durch Mose gegeben. Wir wissen, der Mensch ist sich selbst auch ein Gesetz, insofern des Gesetzes Werk geschrieben ist in seinem Herzen. Weil aber das Gewissen der Menschen getrübt wurde durch die Sünde, so hat Gott seinen Willen objektiv geoffenbart und einzeichnen lassen auf zwei steinere Tafeln. Wir haben zu reden von dem Verhältnis zwischen Verheißung und Gesetz. Die Verheißung ist älter als das Gesetz. Das Gesetz ist 350 Jahre darnach gekommen und ist nebenein gekommen, wie Paulus sagt, um das Volk vorzubereiten auf Christum. Es war die Aufgabe des Gesetzes für Israel, das Volk zu erhalten für das Heil. Wie ein Zaun hat das Gesetz Israel umgeben und von den andern| Völkern geschieden, aber zugleich auch das Heil für Israel immer mehr vorbereitet. Es richtete den Blick auf das, was kommen sollte. Der ganze Gottesdienst, die Stätte der Anbetung, der Gedanke des Opferns sollte ein steter Hinweis auf das Kommende sein.

 Aber die Hauptbedeutung des Gesetzes hat uns Paulus (Röm. 3, 20) angegeben: „Durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.“ Wir können im Gesetz das bürgerliche, das gottesdienstliche und das eigentliche Zucht- und Sittengesetz unterscheiden. Alles aber hat die Bedeutung dem Volk die göttliche Heiligkeit vor Augen zu stellen, das große Gebot (3. Mose 19, 2) ins Herz zu prägen: „Ihr sollt heilig sein; denn ich bin heilig, der Herr, euer Gott.“ Und wenn Israel wollte, konnte es im Gesetz seine eigene Sündhaftigkeit erkennen. Demnach ist das Gesetz in der Hand Gottes ein wichtiges Erziehungsmittel Israels auf das kommende Heil hin, wenn es auch freilich die große Menge nicht erfaßte und auch uns ist es noch dazu gegeben. Möchte uns das Gesetz immer ein Zuchtmeister auf Christum hin sein und möchte auch an uns die Leitung unseres Lebens nicht vergeblich bleiben! Das sage ich besonders zu Ihnen, verehrte Schwestern, die Sie der Einsegnung entgegengehen. Sie blicken zurück auf die ganze Führung Ihres Lebens zum Beruf, den Sie erwählt haben; aber blicken Sie doch auch in diesen Tagen zurück auf die Lebensführung, die abzielt auf die Berufung zu Christo und zu seinem Heil. Wie freundlich hat Gott Sie alle geführt, damit Sie Christum erkennen und finden sollten als Ihren Heiland. Aber nicht zum wenigsten hat er Ihnen dazu auch das Gesetz gegeben als einen Spiegel. Luther ist zur Erkenntnis der Sünde dadurch geführt worden, daß er den ernstgemeinten Versuch machte, durch gute Werke – also im Grunde durch des Gesetzes Werke – zum Frieden zu kommen. Wir brauchen diesen Umweg nicht zu machen. Wir wissen, das Gesetz ist uns gegeben als ein Spiegel zur Erkenntnis der Sünde, wenn wir uns ernstlich darnach prüfen. Möchten wir das täglich und getreulich tun!

 Doch auch der andere Weg ist für uns nicht ausgeschlossen. Je mehr wir ernstlich uns bestreben der Heiligung nachzujagen, ohne welche niemand den Herrn sehen kann und das Gesetz des Geistes, das Gesetz Christi, zu erfüllen, desto mehr erkennen wir die Macht der Sünde über uns. Daher kommt es auch: je älter wir werden, desto tiefer muß die Erkenntnis der Sünde werden, desto demütigender wird für uns die Erfahrung, wie wenig wir doch weiter kommen auf dem Weg der Heiligung. So werden wir wieder zu der Frage zurückgeführt, von der wir ausgegangen sind, zu der Frage: „Wie können wir dem zukünftigen Zorn entrinnen?“ Nur wenn wir in wahrer Buße unsere Sünden erkennen und uns zu dem halten, der als Sündentilger uns verordnet ist.

|  Aber auch hinsichtlich der Erziehung anderer sollen wir uns gleichfalls durch das jetzt Dargelegte gemahnt sein lassen. Von der Geduld haben wir schon gesprochen, die wir üben sollen, aber auch die Bedeutung des Gesetzes ist dabei nicht zu Verkennen. Es ist unsere Aufgabe auch unsere Gemeinden zu bewahren für das Heil. Zu dieser Tätigkeit gehört es, gute Sitte und Ordnung aufrecht zu erhalten, damit dadurch die Gemeinden bewahrt werden können für das Heil, das ihnen gepredigt wird und damit der Gemeinde es ermöglicht werde, immer wieder das Heil finden zu können. Darum ist bei der Erziehung heilsame Gewöhnung so notwendig und wichtig, als etwas Bewahrendes auf die Zeit hin, wo dann die Berufung selbst durch den Geist in die Herzen dringen kann.

 Noch wichtiger freilich ist die Zurüstung der einzelnen Menschen für das Heil. Hier findet sonderlich das Gesetz in seiner erziehenden Macht Anwendung als Spiegel, der zur Sündenerkenntnis führt. Darum muß auch in der Erziehung Strenge geübt werden und es dürfen die Fehler nicht etwa übersehen werden. Man darf sie nicht durchgehen lassen ohne sie zu rügen, damit ein Verlangen nach Gnadenkraft von oben und nach Vergebung in den Seelen möchte erwachen.

 Ach, daß wir möchten unsere eigene Seele retten und die auf den rechten Weg führen, die uns befohlen sind! Ja, möchte es uns einmal vergönnt sein sagen zu können: Hier bin ich und die, die du mir gegeben hast! Möchten wir unselig machen und die, die uns hören und denen wir dienen!

Amen!
Ps. 96. Lied: 343, 7. 8.





« 3. Stunde Wilhelm Eichhorn
Einsegnungsstunden 1916
5. Stunde »
Für eine seitenweise Ansicht und den Vergleich mit den zugrundegelegten Scans, klicke bitte auf die entsprechende Seitenzahl (in eckigen Klammern).