BLKÖ:Peternader, Anton

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Peternader, Joseph
Band: 22 (1870), ab Seite: 75. (Quelle)
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Peternader, Anton (Schriftsteller, geb. in Tirol, gest. zu Kitzbühl in Tirol 4. August 1860). Ein Autodidact, über dessen Lebensverhältnisse dem Herausgeber Näheres nicht bekannt ist. [76] Er selbst bemerkt in seiner Hauptschrift: „über Tirols Landesvertheidigung“, daß er eine „nur einfache Erziehung genossen habe und ihm die Mittel zum Studiren fehlten“, Um so verdienstlicher erscheint sein Drang, sich ebenso selbst zu bilden, als über die bedeutungsvollen Momente der Geschichte seines Vaterlandes Tirol neue und authentische Mittheilungen zur allgemeinen Kenntniß zu bringen. Und von diesem Gesichtspuncte ist seine an interessanten Einzelheiten so reiche Arbeit zu beurtheilen, welche unter allen Umständen für den Geschichtschreiber Tirols schätzbare Materialien enthält. In den Jahren 1848 und 1849 war P. Marschdeputirter in St. Johann. Im Drucke erschien von ihm: „Tirols Landesvertheidigung nebst interessanten Biographien und Skizzen merkwürdiger Tiroler Landesvertheidiger“. Drei Theile in einem Bande (Innsbruck 1853, A. Witting, VIII, 208, 244 u. 220 S., gr. 8°.); dieses Werk enthält unter anderem die Biographien folgender Tiroler Landesvertheidiger, und zwar im 1. Theile von Joseph Schlechter, Joseph Schlumpf, Joseph Hager, der drei Rupert Wintersteller, Vater, Sohn und Enkel, Thomas Reischer, Johann Benno Hörwarter, Johann Schlechter; im 2. Theile von Christian Blattl, Joseph Stitz, Anton Oppacher, Blasius Löschenbrand, Johann Pirchl[WS 1] und Johann Panzl; im 3. Theile des Erzherzogs Johann, des Schützenhauptmanns Joseph Kögl und drei biographische Skizzen über Joseph Speckbacher, Joseph Eisenstecken und Joachim Haspinger. Den Reinertrag des Werkes hatte P. dem tirolischen Radetzky-Verein gewidmet. Eine zweite kleinere Schrift Peternader’s führt den Titel: „Der Ausmarsch der Kitzbichler Gerichts-Kompagnie im Jahre 1859“ (Innsbruck 1859, 8°.). P. starb, vom Schlage getroffen, eines plötzlichen Todes. Universalerbin seines Vermögens wurde seine Gattin, seine Bibliothek soll er einem jungen Bergknappen, der schon mehrfache Proben seines Dichtertalentes gegeben, vermacht haben.

Volks- und Schützen-Zeitung (Innsbruck, 4°.) Jahrg. 1860, Nr. 95: „Mittheilung aus Kitzbichl“. –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Johann Piechl.