Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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apulischer Ort (= Uria), heute Oria
Band IX,1 (1914) Sp. 453
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2) Siedlung zwischen Brundisium und Tarent im ἐπὶ τῷ ἰσθμῷ μέσῳ (Strab. VI 282), von Plin. n. hist. III100 Uria, auf der Tab. Peut. verderbt Urbius genannt, heute Oria. Nach Herodot. VII 170 (danach Strab. a. Ο. Steph. Byz. s. v.) eine Siedlung von Kretern. In der Geschichte erscheint sie als Schauplatz eines Gefechtes zwischen Reitern des Antonius und des P. Servilius Rullus im J. 40 v. Chr., Appian. bell. civ. V 58, vgl. Drumann-Groebe I 307. Die vor dem Bundesgenossenkrieg geschlagenen Münzen des Ortes mit der Legende ORRA bei Head HN² 52. Cat. Greek coins Italy 158, die Inschriften im CIL IX p. 20f. 655. Über Grabfunde (Keramik) berichten Not. d. scavi 1877, 98. 129. 333. 1878, 146. 1881, 96. 249. 1902, 580f., vgl. M. Mayer Röm. Mitt. XII 241f.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IX,2 (1916) Sp. 2523
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S. 463, 25 zum Art. Hyria Nr. 2:

Nach der Überlieferung bei Varro (Probus zu Verg. Buc. VI 31. Ed. Hagen III 2 p. 336f.) hatten lokrische Verbannte Anteil an der Gründung dieser Stadt (Uria geschrieben), sowie Castrum Minervae, zusammen mit Kretern unter Idomeneus. Über Kreter in Iapygien vgl. Klausen Aen. u. die Penaten 428ff.; über Lokrer Pais Storia della Sicilia e della Magna Grecia I 353ff. Daß die ältere H. (Uria) nicht die binnenländische Stadt sei, die jetzt Oria heißt, sondern an der Küste bei dem jetzigen Patù lag, haben Pais a. a. O. 550ff. und Nissen Ital. Landesk. II 875. 884f. bewiesen. Danach gehört diesem Küstenorte an die Sage von der Gründung durch Kreter und Lokrer, sowie die Angabe über vier Schiffe, die im J. 171 M. Lucretius ab Uritibus erhielt (Liv. XLII 48, 7), während Gronov und Mommsen an die binnenländische Stadt dachten; vgl. noch M. Mayer Philol. LXV 500. Ein Versuch, die verderbte Stelle bei Plin. n. h. III 100 zu heilen, ebd. 502. Zur Literatur füge noch hinzu Mommsen Unterital. Dial. 47. 61. Über spätere Namensformen und Geschichte s. Gelzer Georg. Cypr. 87.

Anmerkungen (Wikisource)

Vgl. auch den ausführlicheren und aktuelleren Artikel Uria 1 zur selben Stadt.