Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,2 (1905), Sp. 1569
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2) Eponyme der Dorer und in den Anfang ihrer Wanderungssagen verflochten; in der Peloponnes spielt er keine Rolle mehr. Er ist der Sohn des Hellen und der Nymphe Orseis (Othreis). Hes. frg. 25 K. Apollod. I 49. Schol. Plat. symp. 208 D. Vitruv. IV 1. Seine Söhne sind Tektamos, der Kreta besiedelt, Diod. IV 60, 2. V 80, 3. Steph. Byz. s. Δώριον (Tektaphos), und Aigimios, Diod. IV 58, 6 (vgl. 37, 3); genannt wird ferner eine Tochter Iphthime, Nonn. Dion. XIV 114f. Aus den ursprünglichen Sitzen in Phthia wanderte das Volk unter D. in die Histiaiotis, Diod. V 80, 3. Sonst heisst es, dass D. das später nach ihm Doris genannte Land am Parnass eingenommen habe, Strab. VIII 383, vgl. X 476 (Andron). Konon narr. 27. Skymn. peripl. 592f., so auch Apollod. I 50. Vitruv. IV 1 nennt ihn Herrscher von ganz Achaia und der Peloponnes. Ansprüche der am Parnass ansässigen Dorer auf das aitolische Land begründet die Sage, wonach D., ein Sohn des Apollon und der Phthia, mit seinen Brüdern Laodokos und Polypoites den flüchtigen Mörder Aitolos gastlich aufnehmend, von diesem getötet wird, der nun das Land nach sich benennt, Apollod. I 57. In Zusammenhang mit ihm steht Doros 3.