Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,2 (1905), Sp. 1548–1549
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Donusa, auch Donusia, Donussa (Δόνουσα, Δονοῦσα, Δονουσία, Δονοῦσσα = die an Röhricht reiche, Fick Beitr. z. Kde. d. indog. Spr. XXII 1897, 20), den Rhodiern gehörige, sehr steinige [1549] Insel östlich von Naxos, mit einem 300 m. hohen Berg, jetzt Δονποῦσα, ital. Stenosa. Grünlicher Marmor. Pflanzenwuchs s. u.; viridem Donusam nennt sie Vergil Aen. III 125 und Ciris 476. Verbannungsort in der römischen Kaiserzeit, Tac. ann. IV 30. Der Name erwähnt bei Mela II 7. Plin. n. h. IV 69. Stadiasm. m. m. 271. 283. 284. Steph. Byz. Auf sie soll Dionysos die Ariadne von Naxos aus gebracht haben, um sie der Verfolgung durch Minos zu entziehen. Über die Insel J. Pitton de Tournefort Voyage du Levant I 86 s. Die Pflanzen darauf beschrieben von Sibthorp in Walpoles Travels in various Countries of the East II 81. Bursian Geogr. v. Griechenl. II 496. Kotsowillis Νέος Λιμενοδείκτης 55: die runde Insel hat mehrere kleine Rheden mit Ankerplätzen für kleine Fahrzeuge. Der Seegrund ist frei von Riffen.