RE:Bakchides 1

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 2788
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Bakchides (Βακχίδης). 1) Einer der ‚Freunde‘ des Antiochos IV. Epiphanes von Syrien, mit der Verwaltung Mesopotamiens von ihm betraut (I Makk. 7, 8. Joseph. ant. XII 393). Als im J. 162 v. Chr. Demetrios I. Soter auf den Thron kam, erhielt B. den Auftrag, den Alkimos als Hohenpriester nach Jerusalem zu führen. Nachdem er ihn ohne sonderliche Mühe eingesetzt hatte, kehrte er unter Zurücklassung eines Teiles seines Heeres zum Könige zurück (I Makk. 7, 8–20. Joseph. ant. XII 393–397). Nach der Niederlage Nikanors erhielt B. das Commando gegen Iudas den Makkabaeer (im J. 161). Mit grosser Übermacht schlug er ihn in einer blutigen Schlacht, in der Iudas sein Leben verlor (I Makk. 9. Joseph. ant. XII 420–434). B. blieb nun im Lande und führte ein strenges Regiment. Ein Anschlag gegen Ionathan, der nach Iudas Tode die Führung der Aufrührer übernommen hatte, misslang. Dagegen stärkte er die syrische Herrschaft, indem er mehrere Städte wie Jericho, Emmaus u. a. befestigte und mit Besatzungen belegte. Seine Massregeln hatten zur Folge, dass längere Zeit Ruhe im Lande blieb. Nach dem Tode des Alkimos kehrte er zum König zurück (I Makk. 9, 25–57. Joseph. ant. XIII 1–17. 22). Was Josephos bell. Iud. I 2–3 in seinem ungenügenden Abriss der Makkabaeergeschichte über einen B. erzählt, der vom alten Mattathias getötet sei, scheint auf Confusion zu beruhen.