Topographia Sueviae: Sefflingen

Topographia Germaniae
Sefflingen (heute: Söflingen)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 172.
Stadtteil von Ulm
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[172]
Sefflingen /

Ein Dorff / vnnd verschlossen Frawen-Closter / bey einer Viertel Meil Wegs von der Statt Vlm gelegen; welches erstlich in jetztgemeldter Statt / vnd dem Theil derselben / so das Grieß genant wirdt / vmbs Jahr 1237. seinen Anfang genommen / vnd hernach Anno 1250. vor die Statt / nahend dem Schloß Sefflingen / so selbiges mal der Grafen von Dillingen gewesen / von Graff Hartman von Dillingen / Bischoffen zu Augspurg / versetzt worden ist. Sein Vatter / Graf Hartman von Dillingen / ließ seinen Schweher Aegidium / Grafen von Kelmüntz / vmbbringen / vnnd mußte deßwegen wieder zu Trier sein Leben lassen / vnnd wurde sein ander Sohn / deß gedachten Bischoffs Bruder / von einem wütigen Hund gebissen / vnd als er bald darauff gestorben / so hat ihr beyder Mutter / die Gräfin von Kelmüntz / das angedeute Schloß / vnnd was darzu gehört hatte / dem Closter geschenckt / darauß erst ein rechtes Closter erbawt worden / in welchem sie / die Gräfin / als erste Aebbtissin / An. 1281. zu jhrem jungen Sohn begraben worden. Anno 1484. kam es vnter dem Schutz wolermeldter Statt Vlm / vnder welchem es noch der Zeit ist. Es sollen / vor Zeiten / einsmals 72. Nonnen in solchem gewest seyn. Sihe Bruschium, in Beschreibung desselben / vnnd Crusium part. 3. Anna. Suev. lib. I. cap. 13. welcher letzte sagt / daß die Nonnen allda jetzt S. Clarae Ordens / vnnd deß H. Francisci Regel / seyen. Die Stifftung were von der Gräffin Wilpurg von Dillingen / gebornen Gräffin von Kelmüntz / vmbs Jahr 1252. geschehen, vnnd lige solches Closter Sefflingen ohngefähr 12. Meilen von Vaihingen. Er setzet auch am 41. Blat / die Aebbtissinen allhie.