Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Trever. Gottheit / = Entarabus (V 2638)
Band IX,2 (1916) Sp. 15951596
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Intarabus s. Entarabus o. Bd. V S. 2688f. Denn deus Entarabus ist dieser wohl auf das Gebiet der Treverer beschränkte Gott genannt CIL XIII 3632 (aus Foy bei Bastnach-Bastogne im belgischen Luxemburg, jetzt im Museum zu Brüssel), dagegen deus Intarabus in der nicht mehr erhaltenen Weihinschrift CIL XIII 4128 (Niersbach bei Bruch in der südlichen Eifel) und deus Mars Intarabus CIL XIII 3653 (aus Trier-Löwenbrücken, jetzt im Trierer Museum), wo sein Name dem Mars als Beiname gegeben ist, unter dessen Namen in gallischen Gegenden Heilgötter verehrt wurden. Alle drei Inschriften bezeugen dem I. geweihte Bauwerke (3632: porticum, in Gemeinschaft mit einem Genius centuriae und zwar eines Colleginm iuventutis Ticanorum; 3653: fanum et simulacrum; 4128: aedem cum suis ornamentis). Beziehung der Inschrift CIL XIII 7393 auf I. (Westd. Ztschr. XI 302) mit Holder Altcelt. Sprachsch. II 56 ist irrig. In der Nähe von Trier ist kürzlich (1914) auf der linken Moselseite bei den schon früher bekannten Resten eines römischen Tempels eine Altarinschrift gefunden worden, die nach Krügers Mitteilung lautet: In h(onorem) d(omus) d(ivinae) Deo Intarabo Bittius Benignius Acceptus restituit. Mit diesem Altar wurden hier aufgefunden zwei weitere Altarinschriften und zwei Steinbänke mit Inschriften, welche auch die Namen von zwei pagi des Trevererlandes nennen; die ersteren und eine der letzteren ehren den Mars, dessen Namen auf einer Altarinschrift die heimische Benennung beigefügt ist: Lenus Mars (s. Lenus), und der in allen drei Inschriften gepaart ist mit einer bisher unbekannten Göttin Ancamna, deren Name aber nach Krüger auch auf der Inschrift aus einem Tempel zu Möhn CIL XIII 41■9 herzustellen ist. Die [1596] neugefundenen Inschriften sind jetzt im Trierer Museum aufgestellt. Durch den neuen Fund wird bestätigt, daß Entarabus nur eine andere, vulgäre Schreibung für I. ist, ebenso daß dieser ein Landesgott der Treverer war.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IX,2 (1916) Sp. 2548
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S. 1596, 5 zum Art. Intarabus ist hinzuzufügen:

Zur vulgären Schreibung Entarabus statt des gewöhnlichen Intarabus vgl. den häufigen Wechsel von e und i und insbesondere die Schreibung en statt in, ennocens statt innocens u. ä. in (späten, altchristlichen) Inschriften, z. B. CIL XII 933. 2088. 2701. XIII 3800.