Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band VI,1 (1907), Sp. 426
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Eretum (Ἠρητόν Strab. V 228, Ἠρητός irrig Steph. Byz.; abgeleitet von Ἡρα bei Solin. II 10. Serv. Aen. VII 711), Flecken im Sabinerland, als Stadt nur genannt in der römischen Königszeit (Dionys. III 32. 59. IV 3. 51) und frühesten republikanischen Epoche (Liv. III 26, 2. 29, 7. 38, 3. Dionys. V 45. XI 3). In historischer Zeit erscheint es nur als Straßenstation, bei der die Via Nomentana sich mit der Salaria vereinigte (Strab. V 228. 238. Tab. Peut. Itin. Ant. 300. Geogr. Rav. IV 31 p. 280 P.), und war jedenfalls ohne Städtrecht. Die Entfernung 18 mp. von Rom steht fest, also muß E. in der Nähe von Grotta Marozza gelegen haben; dort sind jedoch weder bauliche Reste noch Inschriften gefunden. Gelegentliche Erwähnungen noch Verg. Aen. VII 711. Val. Max. II 4, 5 (Villa der Valerier am Tiber unweit E.). Liv. XXVI 23, 5 (Prodigien). Vgl. Nibby Dintorni di Roma II 143–147. CIL IX p. 472. XIV p. 439.