Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
korrigiert  
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Band V,2 (1905), Sp. 1721
Linkvorlage für WP   
* {{RE|V,2|1721||Drosache|[[REAutor]]|RE:Drosache}}        

Drosache (Δρωσάχη, Ptolem. VI 16, 7. VIII 24, 6), Station auf dem serischen Handelswege hinter dem ,serischen‘ Issedon, das im heutigen Ša.čeu vorliegt, und vor den Orten Thagora und Daxata (s. d.,jetzt Lan.čeu am rechten Ufer des geeinigten Ho); demnach unter den Städten entlang dem Nordabfall des Nan.šan zu suchen, sei es in Su.čeu (Sowčik) oder in Kan.čeu (Kamčik); die Wahl ergiebt sich aus der Etymologie; D. erklärt sich aus zend. draχša, draša. čitr. drôš sowie dž. dråh für skr. drâkšâ ,Weinstock‘ und aus zend. χa, skr. kha ,Grube, Quelle, Brunnen‘, demnach als ,Weinbrunnen‘; zur Zeit der Dynastie Han führte die Stadt Su.čeu nach einer dort befindlichen süssen und wohlriechenden Quelle den Beinamen Thsieu.tsyüan ,Weinbrunnen‘, und diesen Namen gaben die arianischen Agenten des Maës Titianos mit Drôša-χa wieder. Für Kan.čeu bliebe dann der Name Thagora (s. d.) übrig.