Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,2 (1905), Sp. 1721
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Dropion (Δρωπίων), Sohn des Leon, König der Paioner, wird von Paus. X 13, 1 als Stifter eines Weihgeschenkes in Delphi erwähnt. Der Name ist auch erkannt worden auf einer in Olympia 1877 gefundenen Inschrift (Inschr. von Olympia 303):

[Δρω]πίωνα Λέοντος
βασιλέᾳ Παιόνων
[κ]αὶ κτίστην τὸ κοινὸν 2
τῶν Παιόνων ἀνέθηκε
ἀρετῆς ἕνεκεν
καὶ εὐνοίας τῆς ἐς αὐτούς.

Auf ihn beziehen sich wohl auch paionische Münzen, die auf der Vorderseite das lorbeergekrönte Haupt des Zeus tragen, auf der Rückseite die Bezeichnung Παιόνων mit dem Blitze und darunter das Monogramm Pauly-Wissowa V,1 1721 b.jpg, das als Monogramm des Königs D. von Imhoof-Blumer erkannt worden ist. Six Ann. de Num. et d’Archéol. VII 1883, 5ff. setzt die Begierungszeit des D., wenn auch ohne sichere Begründung, so doch nicht unwahrscheinlich unmittelbar nach 279, nach dem Einfall der Gallier, an; damit würde sich auch vereinigen lassen, dass das betreffende Monogramm auch auf Tetradrachmen des Lysimachos, der bald nach dem Tode des Audoleon (vgl. Bd. II S. 2279) Paionien für sich gewonnen hatte, vorkommt. Vgl. noch Head HN 208.