Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Sternbild, nördlicher (und südlicher) Kranz, den Ariadne als Braut trug
Band IV,2 (1901) S. 1643
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2) Corona, στέφανος als Sternbild. Schon Germanicus (72. 391) und Ptolemaios unterscheiden einen nördlichen und südlichen Kranz (Almag. VII c. 4 p. 36 Halma: der nördliche Kranz besteht aus acht Sternen; Almag. VIII 3 c. 1 p. 80f.: der südliche Kranz aus dreizehn Sternen), während sonst nur der nördliche Kranz im Altertume erwähnt wird (Ideler Unters. über den Ursprung und die Bedeutung der Sternnamen 281f.). Er war vielleicht schon Pherekydes bekannt (Schol. Od. XI 320) und kam sicher bei Eudoxos vor (Hipparch. I c. 11 p. 112 Manit. Vitruv. IX 6 p. 229 Rose). Der hellste Stern des nördlichen Kranzes, nach Ptolemaios von einer Lichtstärke zweiten Grades, heisst bei diesem ὁ λαμπρὸς ὁ ἐν τῷ Στεφάνῳ und bei Columella (XI 2, 74) clara stella Coronae. Gewöhnlieh wird berichtet, das Sternbild sei der Kranz, den Ariadne als die Braut des Dionysos getragen habe, und sei von diesem später an den Himmel versetzt worden; Ariadne hatte ihn von den Horen und Aphrodite erhalten, nachdem er von Hephaistos aus kostbarem Golde und indischen Edelsteinen angefertigt worden war. Nach einer etwas abweichenden Darstellung hat sich Dionysos mit diesem Kleinode die Liebe der Ariadne erkauft (Arat. Phaen. 71. Cic. Arat. frg. 12. Germanic. 72. Avien. 194ff. Manil. I 319–323. V 253. Ovid. fast. III 513ff.; met. VIII 176ff.; trist. V 3, 42. Serv. Georg. I 222. Robert Eratosth. Catast. reliquiae p. 66ff. Hygin. astron. p. 39f. Bunte.

Auf- und Untergänge bei Geminos 12. Juli, 6. August, 3. und 6. Oktober, 2. Januar, 14. März; bei Ptolemaios 6. 16. 23. 27. Phaophi, 15. 21. 23. Athyr, 10. 19. Choiak, 9. 20. Phamenoth, 2. Pharmuthi, 18. 28. Epiphi.