RE:Claudius 87

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,2 (1899), Sp. 2680
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87) Ti. Claudius Bradua Atticus, der ältere Sohn des Rhetors Ti. Cl. Atticus Herodes (Nr. 72) und der Appia Annia Regula Atilia Caucidia Tertulla (Bd. I S. 2315 Nr. 125). Seine Namen finden sich in folgenden Formen: Tib. Cl. Appius Atilius Bradua Regillus Atticus (Athen. Mitt. VI 1881, 310); M. Atilius Atti[cus] Bradua Regillus (Dittenberger-Purgold Inschr. v. Olympia nr. 623); Tib. Cl. Bradua Atticus (CIA III 1145); Cl[audi]u[s] Bra[dua] . . . (CIA III 1146); Atticus (CIL VIII Suppl. 14683. CIRh. 101. Philostr. vit soph. II 1 p. 66 Kayser); Bradua in den meisten Datierungen nach seinem Consulat und in den Fasten. Sein vollständiger officieller Name ist uns demnach nicht überliefert; nach Klebs Vermutung lautete derselbe Ti. Cl. Atticus M. Appius Atilius Bradua Regillus. C. gehörte dem attischen Demos Marathon an (CIA III 1145. Athen. Mitt. a. a. O.). Wohl unmittelbar nach dem Tode seiner Mutter, die einer neupatricischen Familie entstammte (vgl. die Ämterlaufbahn ihres Vaters, Olympia nr. 619 und Philostr. vit. soph. II 1 p. 63 Z. 26ff.), wurde der Knabe von Kaiser Pius (138—161 n. Chr.) auf Beschluss des Senates in den Patriciat aufgenommen (IGI 1392. 1389 I = Kaibel Epigr. gr. 1046 v. 15ff.; als εὐπατρίδης wird C. bezeichnet Athen. Mitt. a. a. O.). Seinem Vater bereitete er viel Kummer, da es ihm an Lernfähigkeit gebrach und er übermässig dem Wein und den Weibern huldigte. Daher hinterliess ihm Herodes (gestorben um 176) testamentarisch nur das mütterliche Erbteil (Philostr. p. 66; die Worte Frontos dicendum est de filio impio et precum paternarum immemore, ad M. Caes. III 3 p. 42 N., beziehen sich vielleicht eher auf Herodes selbst). Im J. 185 bekleidete C. den Consulat als Ordinarius mit Maternus (s. o) Die hervorragende Stellung, die seine Vorfahren in Hellas eingenommen hatten, vererbte sich auch auf ihn, er war Archon eponymos in Athen zwischen 185/186 und 191/192 (CIA in 1145 mit Dittenbergers Anm. 1146); in Sparta hatte er vielleicht das Amt eines Patronomen inne (der CIG I 1256 genannte Ἀττικὸς Ἡρώδου ist dann zu unterscheiden von dem Atticus, der zur Zeit Hadrians Patronomos war, CIG I 1241. 1245, vermutlich dem Grossvater des C., s. Nr. 71); die Eleer und die Bewohner des Piraeus setzten ihm Statuen (Olympia nr. 623. Athen. Mitt. VI 1881, 310). Als sein Sohn ist vielleicht Κλ. Ἀττικὸς Μαρα(θώνιος), κῆρυξ βουλῆς καὶ δήμου im J. 209 n. Chr. (CIA III 10) anzusehen (s. auch Nr. 436). Vgl. Dittenberger Herm. XIII 78ff. Klebs Prosopogr. I 348 nr. 640.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S I (1903), Sp. 318
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87) Ti. Claudius Bradua Atticus s. o. Atilius Nr. 29 in diesem Suppl.