BLKÖ:Wolf, Ferdinand Joseph

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Wolf, Franz P.
Band: 57 (1889), ab Seite: 273. (Quelle)
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Wolf, Ferdinand Joseph (gelehrter Romanist, geb. zu Wien am 8. December 1796, gest. daselbst am 18., nach Anderen am 19. Februar 1866). Seine erste wissenschaftliche Ausbildung erhielt er am akademischen Gymnasium in Wien; nachdem aber 1809 seine Eltern nach Graz übersiedelt waren, besuchte er in dieser Stadt das Gymnasium und die Hochschule, an welcher er die Rechtswissenschaft beendete. 1819 nach Wien zurückgekehrt, widmete er sich nach dem Wunsche seines Stiefvaters, der Advocat war, der Advocatur. Als ihm aber diese Beschäftigung auf die Dauer wenig zusagte, bewarb er sich um eine seinen literarischen Neigungen entsprechende Anstellung an der k. k. Hofbibliothek, an welcher er noch im selben Jahre als Conceptpracticant Aufnahme fand. Daselbst wurde er nun zunächst bei der Anfertigung des alphabetischen Kataloges beschäftigt, bei welcher Arbeit sich ihm der ganze Reichthum der Wissenschaft nach den verschiedensten Gebieten erschloß und ihn zunächst jene Werke kennen lernen ließ, die ihm das Feld zeigten, auf dem er später als Kenner, Uebersetzer und Forscher so hervorragte. 1827 wurde er Scriptor, 1853 nach J. von Eichenfeld’s Jubilirung dritter Custos, als welcher er zur Abtheilung der Handschriften kam, der er dann bis an sein Lebensende vorstand. Wien hat der Gelehrte nur zweimal verlassen, als Student zu einer Ferienreise in die Schweiz und im Winter 1849/50 im amtlichen Auftrage, um an der Versteigerung des Tieck’schen Bücherschatzes in Berlin theilzunehmen und manches werthvolle Stück aus demselben für die Hofbibliothek zu erwerben. Die Länder, mit deren Literatur er sich sein Lebenlang, und zwar mit ebenso viel Liebe als Erfolg beschäftigte, und welche, als er schon in hohen Jahren stand, das Ziel seiner Sehnsucht blieben, Frankreich und Spanien, hat der Gelehrte nie betreten. In den Rahmen dieses schlichten Gelehrtenlebens fällt aber ein reiches geistiges Schaffen. Schon während seiner Studien in Gratz betrieb er mit allem Eifer das Studium neuerer Sprachen und Literaturen. Wie uns seine Biographen melden, beschäftigte er sich auch fleißig mit Musik, und einige seiner interessantesten Werke behandeln Episoden der Geschichte dieser Kunst, in welcher er auch gediegene theoretische Kenntnisse besaß. Auch der Poesie blieb er nicht [274] fremd, und bewarb er sich 1816 um einen von dem Verleger des Taschenbuches „Urania“ ausgesetzten Preis, den Ernst Schulze mit seinem Gedichte „Die bezauberte Rose“ davontrug, während Wolf ein Accessit zuerkannt wurde. Was mit dieser Dichtung, die nie gedruckt worden, geschehen ist, wissen wir nicht, die Schick’sche „Wiener Zeitschrift“ brachte aber in den Jahrgängen 1819 bis 1825 einzelne Gedichte aus Wolf’s Feder. Seine Biographen erzählen uns, wie durch die französische Revolution, welche uns überhaupt mit dem Wesen und Denken des Westens bekannt gemacht, zunächst seine Aufmerksamkeit auf die reiche und eigenartige Literatur desselben gelenkt wurde, wie er sich allmälig in deren Geschichte vertiefte und bei diesem Studium mit Vorliebe bei jenen Perioden verweilte, in denen die literarische Unabhängigkeit der Völker, die Eigenthümlichkeit ihres geistigen Lebens in hervorragender Weise zu Tage tritt. Vornehmlich war es die spanische Literatur, mit welcher sich der Gelehrte zeitlebens mit Vorliebe beschäftigte, doch wandte er sich auch in derselben am liebsten jenen Perioden und Gattungen zu, in welchen der nationale Geist Castiliens am entschiedensten selbstschöpferisch auftritt, nämlich der Periode des Mittelalters, der Romanzendichtung und dem Drama. Neben der spanischen Literatur war es dann die portugiesische und die französische, der er seine forschende Thätigkeit widmete, aber ebenso wie bei der spanischen der eigentlich nationalen Periode, der des Mittelalters, seine volle Aufmerksamkeit zuwendend. Auf diesen Gebieten, vornehmlich in kritischen Besprechungen fremder Arbeiten schriftstellerisch thätig, suchte er zunächst die Kenntniß dieser Literaturen in Deutschland zu verbreiten. Die bisherigen Anthologien schlossen spätestens mit dem Ende des achtzehnten Jahrhunderts und lieferten auch für dasselbe nur dürftiges Material. Mit seiner „Floresta de rimas modernas Castellanas“ wollte er diese Lücke ausfüllen und brachte aus der spanischen Kunstdichtung eine Blütenlese dar, welche als eine Fortsetzung von Böhl de Faber’s „Floresta de rimas antiguas“ angesehen werden kann. Nun wollte er aber auch die andere Richtung der spanischen Poesie, die Volksdichtung, in den Bereich seiner Forschung ziehen, weil auch in derselben wenig und namentlich in Spanien selbst so gut wie gar nichts geleistet worden war. Wohl lagen ein paar Sammlungen spanischer Volksdichtung, eine von Jacob Grimm (Silva de romances viejos, die zweite von Depping (Romancero castellano) vor, aber eine eigentlich wissenschaftliche Erforschung dieser Schöpfungen des spanischen Nationalgeistes war erst unserem Wolf vorbehalten, und so gab er die „Rosa de romances, romances sacados de’ la Rosas de Juan Timoneda als dritten Band zum „Romancero“ von Depping heraus, an welche sich die mehrere Jahre später in Gemeinschaft mit Conrad Hofmann veröffentlichte „Primavera y flor de romances“ anschließt. Diesen Arbeiten folgten Proben portugiesischer und catalonischer Volksromanzen, Forschungen über die älteste Periode der portugiesischen Poesie und andere über die neuesten Leistungen der Franzosen für die Herausgabe ihrer Heldengedichte, insbesondere aus der fränkisch-karolingischen Sagenzeit. Die S. 276 u. f. folgende Uebersicht der Schriften unseres Gelehrten gibt ein reiches Bild seiner literarischen Thätigkeit auf Gebieten, [275] in denen er in der Literatur des Continents als bahnbrechend erscheint. Außer diesen Arbeiten über einzelne romanische Literaturen ist noch ein Werk besonders hervorzuheben, welches sich auf sämmtliche Literaturen des Mittelalters in gleichem Maße bezieht, und das von Wolf’s Arbeiten am meisten gekannt ist, nämlich: „Ueber die Lais, Sequenzen und Leiche; ein Beitrag zur Geschichte der rhythmischen Formen und Singweisen der Volkslieder und der volksmäßigen Kirchen- und Kunstlieder im Mittelalter“, welches Werk die Fachkritik für ein Muster derartiger Untersuchungen erklärt, und dessen Resultate zum großen Theile noch heute als feststehend sich erweisen und Jedem eine reiche Fundgrube bieten, der mit dem Studium des Mittelalters sich beschäftigt. Diese ausgezeichnete wissenschaftliche Thätigkeit des Gelehrten fand auch von allen Seiten ehrende Anerkennung. Nachdem ihn Spanien wiederholt, dann Portugal, Frankreich, Brasilien, Dänemark und Bayern, dieses mit dem Maximiliansorden für Kunst und Wissenschaft, ausgezeichnet hatten, verlieh ihm unser Monarch das Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens. Die Wissenschaft aber betheiligte sich an der Anerkennung des Gelehrten, indem ihn die Akademien von Berlin, Göttingen und München, die Académie des inscriptions et belles lettres, die Akademie der Geschichte zu Madrid und viele andere unter ihre Mitglieder aufnahmen, und österreichischerseits war er schon am 14. Mai 1847 zum wirklichen Mitgliede, am 29. Juli 1847 zum zweiten Secretär und zum Secretär der philosophisch-historischen Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften ernannt worden. Ferdinand Wolf starb 70 Jahre alt. Seine Gattin Josepha folgte ihm schon in wenigen Monaten (September 1866) im Tode. Er hinterließ aus seiner Ehe einen Sohn, Adolf, der in der Richtung, welche der Vater sozusagen bahnbrechend eröffnet hatte, fortarbeitete [vergl. die besondere Biographie S. 260], und zwei Töchter, Rosa und Hedwig. Erstere eine sehr begabte Dilettantin in der Landschaftsmalerei, Letztere mit literarischen Arbeiten beschäftigt, welche sie unter dem Pseudonym Luise Thal seit Jahren herausgibt [siehe ihre besondere Lebensskizze unter Wolf Hedwig S. 290]. Als Mensch genoß Ferdinand Wolf allgemeine Achtung und in Gelehrtenkreisen seines Faches großes Ansehen wegen Gründlichkeit und Gediegenheit seiner Forschungen. Als Vater war er der eigentliche Lehrer seiner Kinder, und von ihm ging auf seinen Sohn Adolf und die Tochter Hedwig die Vorliebe für romanische Literatur über. Merkwürdig steht er in Betreff seiner religiösen Anschauungen da, hinsichtlich deren man ihn für den eifrigsten Katholiken zu halten Ursache hätte, und doch war er nichts weniger als ein solcher. In seinen religiösen Ansichten ganz Pantheist, erkannte er nur den Gott der Philosophie, war aber dabei so ultraconservativ und ein so entschiedener Feind politischer und religiöser Ruhestörungen, daß er, den Katholicismus als das sicherste Mittel gegen die genannten Uebel betrachtend, ihm bei jeder Gelegenheit Lobreden hielt. Interessant ist ein Urtheil Halm’s über ihn, welches dieser gelegentlich einer Fahrt nach Hütteldorf, wo Rettichs wohnten, that. „Der alte Wolf“, bemerkte Halm, „ist doch ein sonderbarer Kauz; er selbst glaubt eigentlich an gar nichts, möchte aber am liebsten alle Welt katholisch machen können“. [276] Sich selbst charakterisirte der bescheidene Gelehrte mit seiner in das Deutsche Stammbuch Wien am 6. Mai 1852 eigenhändig geschriebenen Devise, welche einfach lautet: „Mein Wissen ist zweifeln“. Indem wir de folgenden Uebersicht der wissenschaftlichen Arbeiten Ferdinand Wolf’s die pietätvolle von Adolf Mussafia ausgeführte Zusammenstellung zu Grunde legen, weichen wir jedoch von der chronologischen Aneinanderreihung derselben ab, welche für strengwissenschaftliche Zwecke entsprechen mag, indessen unsere nach den Abtheilungen in I. Selbstständige und II. In gelehrten Sammelwerken und Zeitschriften zerstreute und letztere nach Ordnung dieser einzelnen Organe geschiedene für den praktischen Zweck des Forschers auf verwandten Gebieten entsprechender sein und das Finden eines gesuchten Artikels erleichtern dürfte.

Uebersicht der wissenschaftlichen Arbeiten von Ferdinand Wolf. I. Selbständige Werke: „Beiträge zur Geschichte der castilischen Nationalliteratur. Aus den Jahrbüchern der Literatur besonders abgedruckt“ (Wien 1832, Gerold, 8°., 154 und 24 S.). – „Ueber die neuesten Leistungen der Franzosen für die Herausgabe ihrer National-Heldengedichte, insbesondere aus dem fränkisch-karolingische, Sagenkreise; nebst Auszügen aus ungedruckten oder seltenen Werken verwandten Inhalts, Ein Beitrag zur Geschichte der romantischen Poesie“ (Wien 1833, Fr. Beck, 8°. VI und 182 S.) [vgl. auch weiter unten: II. Gelehrte Sammelwerke, Nr. 6]. – „Ueber altfranzösische Romanzen und Hofpoesie“ (Wien 1834, Gerold, 8°., 37 S.). – „Von Bruoder Rauschen und | Was wunders er getrieben hat in einem | Closter, dar in er sein | Zeit vertrieben und gedienet hat | in eins kochs gestalte |. (Am Schlusse:) Getruckt zuo Wien durch Magdalena Straußinn | als man zalt tausend achthundert und in fünff und dreyßigsten Jar“ (8°., L Seiten und zwölf nichtnumerirte Blätter. Die Herausgeber Ferdinand Wolf und Stephan Endlicher nennen sich in der Widmung). – „Kritische Beiträge zur anglo-normandischen Geschichte“ (Wien 1836, Gerold, 8°., 54 S.). – „Floresta de rimas modernas castellanas ó poesias seectas castellanas desde el tiempo de Ignacio de Luzan hasta nuestras dias, con una introduccion histórica y con noticias biográficas y criticas, recogidas y ordenadas por – –“, 2 Theile (Viena 1837, 8°., I. 420 S.; II. 515 S.). – „Ueber die Lais, Sequenzen und Leiche. Ein Beitrag zur Geschichte der rhythmischen Formen und Singweisen der Volkslieder und der volksmäßigen Kirchen- und Kunstlieder im Mittelalter. Mit VIII Facsimiles und IX Musikbeilagen“ (Heidelberg 1841, C. F. Winter, 8°., XVI und 514 S.), – „Rosa de Romances, ó Romances sacados de las „Rosas“ de Juan Timoneda que pueden servir de suplemento á todos los Romanceros asi antiguos come modernos, y espicialmente al publicado por el señor don G. B. Depping, escogidos, ordenados y anotados por– –“ (Leipzig 1846, Brockhaus, gr. 12“., XXIV u. 110 S.). – „Ueber eine Sammlung spanischer Romanzen in fliegenden Blättern auf der Universitätsbibliothek in Prag. Nebst einem Anhang über die beiden für die ältesten geltenden Ausgaben des „Cancionero de Romances“ (Wien 1850, Braumüller, gr. 8°. 189 S.), wurde in der Sitzung der Akademie philosophisch-historischer Classe vom 18. Juli 1849 gelesen. – „Zur Geschichte der Romanzendichtung und der Liederbücher in Spanien“ (Leipzig 1852. 8°., 63 S.). – „Primavera y flor de romances ó colleccion de los mas viegos i mas populares romances castellanos publicada con una introduccion y notas por Don Fern. José Wolf y Don Conrado Hofmann 2 Bände (Berlin 1886, A. Asher, 8°., I.: XC und 357 S.; II.: 429 S.). – „Ueber wissenschaftliche Akademien, mit besonderer Beziehung auf die k. österreichische“ (Wien 1856, Braumüller, gr. 8°., 25 S.). – „Studien zur Geschichte der spanischen und portugiesischen Nationalliteratur“ (Berlin 1859, A. Asher u. Comp., 8°., II und 747 S.) [enthält: I. Zur Geschichte der spanischen Literatur im Mittelalter; II. Ueber die Romanzenpoesie der Spanier; III. Zur Geschichte des spanischen Dramas; IV. Zur Geschichte der portugiesischen Literatur im Mittelalter]. – „Huyge van Bordeus, ein niederländisches Volksbuch, herausgegeben von –“ (Stuttgart 1860, [277] 8°., 88 S.) [bildet die LV. Publication des literarischen Vereines]. – „Ueber Domingos José Gonçalves de Magalhaens. Ein Beitrag zur Geschichte der brasilischen Literatur“ (Wien 1861, L. Mayer, VIII und 40 S.). – „Le Brésil littéraire. Histoire de la littérature Brésilienne suivie d’un choix de morceaux tirés des meilleurs auterus brésiliens“, 2 Bände (Berlin 1863, A. Asher, 8°. I. Band: XVI und 242 S.; II. Band 334 S). II. In gelehrten Sammelwerken, literarischen Zeitschriften u. s. w. zerstreut Gedrucktes. 1. In den Sitzungsberichten der kaiserlichen Akademie philosophisch-historischer Classe: „Ueber ein Denkschreiben Don Diego Hurtado de Mendoza’s an Kaiser Karl V., um ihn zu bestimmen, Mailands Besitz nicht aufzugeben“ [Bd. II, S. 188–265]. – „Cristóval de Castillejo’s Lobspruch der Stadt Wien“ [Bd. II, S. 292–311]; Wolf hatte das Grab Castillejo’s, dieses originellen spanischen Dichters, im Jahre 1848 der Neuklosterkirche zu Wiener-Neustadt aufgefunden. – „Ueber die Hofnarren Kaiser Karls V., genannt el Conde Don Frances de Zúñiga und seine Chronik“ [Bd. V, S. 21–63]. – „Ueber einige unbekannt gebliebene Werke Cristóval de Castillejo’s in einer Handschrift der k. k. Hofbibliothek zu Wien“ [Bd. V, S. 134–139]. – „Ein spanisches Frohnleichnamspiel vom Todtentanz. Nach einem alten Druck wieder herausgegeben“ [Bd. VIII, S. 114–150]. – „Ein Beitrag zur Bibliographie der Cancioneros und zur Geschichte der spanischen Kunstlyrik am Hofe Kaiser Karls V.“ [Bd. X, S. 153–204]. – „Zur Bibliographie der Romanceros“ [Bd. X, S. 484–516]. – „Vierundzwanzig eigenhändige Briefe der Kaiserin Elisabeth, Gemalin Kaiser Karls VI., an den Staatssecretär Marques de Rialp“ [Bd. XII, S. 111–141]. – „Ueber Lope de Vega’s Comedia famosa de la reina Maria“ (nach dem im Besitze des Fürsten Metternich befindlichen Autograph des Dichters) [Band XVI, S. 241–279]. – „Proben portugiesischer und catalonischer Volksromanzen, mit einer literar-historischen Einleitung über die Volkspoesie in Portugal und Catalonien“ [Bd. XX, S. 17–168]. – „Beiträge zur spanischen Volkspoesie aus den Werken Fernan Caballero’s“ [Bd. XXXI, S. 133 bis 218]. – „Dom Antonio Jose da Silva, der Verfasser der sogenannten „Opern des Juden“ (Operas do Juden)“ [Bd. XXXIV, S. 249–278]. – „Ueber Cristóval de Castillejo’s Todesjahr“ [Bd. XXXVII, S. 100]. – „Ein Beitrag zur Rechtssymbolik aus spanischen Quellen“ [Bd. LI, S. 67–119]. 2. In den Denkschriften der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften philos.-histor. Classe: „Ueber die beiden wiederaufgefundenen niederländischen Volksbücher von der Königin Sybille und von Huon von Bordeaux“ [Bd. VIII, S. 180–282]. – „Le Roman de Renart le contrefait (nach der Handschrift der k. k. Hofbibliothek Nr. 2562, früher Hohendorf Fol. 39“ [Bd. XII, S. 71–86]. – „Ueber einige altfranzösische Doctrinen und Allegorien von der Minne, nach Handschriften der k. k. Hofbibliothek“ [Bd. XIII, S. 135–192]. – „Ueber Raoul de Houdenc und insbesondere seinen Roman Meraugis de Portlesguez“ [Bd. XIV, S. 153 bis 198]. 3. In den Wiener Jahrbüchern der Literatur und deren Anzeigeblatt (die mit einem * bezeichneten Artikel sind sämmtlich[WS 1] Anzeigen): „Bibliographische Nachricht von einigen der neuesten Ausgaben von Dante’s Werken“ [Anz. Bl., Nr. XXVI, S. 38–51]. – *„Espagne poétique. Choix de poésies castillanes depuis Charles-Quint jusqu’à nos jours.... Par Don Juan Maria Maury (1826)“ [Anz. Bl, Nr. XXVII, S. 8–14; Nr. XLI, S. 200 bis 218; Nr. XLV, S. 72–93; Nr. XLVII, S. 103–166: Nr. XLVIII, S. 45–106]. – *„Historia de la literatura Española escrita en Aleman par Bouterweck, traducida al Castellano y adicionada por F. José Gomez de la Cortina y D. Nicolés Hugalde y Mollinedo (1829)“ [LV, 243–264; LVI, 239–266; LVII, 169 bis 200; LVIII, 220–268; LIX, 25]. Diese Anzeige der Uebersetzung der Bouterweck’schen „Geschichte der spanischen Literatur“ erhebt sich weit über den Charakter einer gewöhnlichen Anzeige; sie ist, wie alle Anzeigen Ferdinand Wolf’s in den „Blättern für literarische Unterhaltung“ und anderen Zeitschriften, ein literar-kritisch-ästhetischer Excurs, reich an neuem Material mit Berichtigungen, schärferer Bezeichnung der Grenze zwischen Volks- und Kunstdichtung und geistvoller Würdigung des ausländischen Einflusses auf die spanische Poesie und in solchem Umfang geschrieben, daß sie die Grundzüge einer ersten [278] pragmatischen Darstellung der spanischen Literatur im Mittelalter enthält, und man in allen die spanische Literatur behandelnden Fragen nicht mehr auf Bouterweck, sondern auf Wolf verweist;– „Seyfrit’s Alexander Leben“ [Anz. Bl. Nr. LVII, S. 19–24]. – *„Le Romancero françois. Histoire de quelques anciens trouvères etc. Par M. Paulin (1833)“ [LXVI, 95 bis 129]. – „Spanisches Lesebuch... Von Dr.V. A. Huber (1832)“ [LXIX, 159 bis 193]. – *„Rapport à M. le Ministre... sur les anciens monumens de l’histoire et de la littérature de France... par M. Francisque Michel (1835)“. – „Chronique anglo-normandes... Imprimé sous les auspices de M. Gouizot (1836)“ [LXXVI, 2539–292; LXXVII, 83–201]. – *„Etudes sur l’origine de la langue et des romances espagnoles par M. E. Rosseeuw Saint-Hilaire. – „De primitiva cantilenarum popularium epicarum apud Hispanos forma... Scripsit V. A. Huber. – „Chronica del famoso cavallero Cid Ruydiez Campeador. Nueva edicion... por V. A. Huber (1844)“. – „Romancero castellano... publicado... por G. B. Depping (1844)“„Rosa de romances ó Romances sacados de las „Rosas“ de Juan Timoneda... publicado por G. B. Depping (1846)“ [CXIV, 1–72; CXVII, 82–168]. – *„Der Pentamerone oder das Märchen aller Märchen. Von Giambattista Basile. Aus dem Neapolitanischen übertragen von Felix Liebrecht“. – „Norwegische Volksmärchen, gesammelt von P. Asbjörnsen und Jörgen Moe. Deutsch von Fried. Bresemann (1847)“. – „Swenska folk Sagor och Äfventyr... och Georg Stephens (1845)“ [CXIX, 222–225]. – *„Biblioteca de autores españoles desde la formacion del lenguaje hasta nuestras dias ordenada por Buenaventura Carlos Ariban (1846)“ [CXXII, 76–125]. 4. In den Jahrbüchern für wissenschaftliche Kritik. Herausgegeben von der Societät für wissenschaftliche Kritik zu Berlin, Stuttgart und Tübingen. Von J. G. Cotta: *„Poesias selectas castellanas desde el tiempo de Juan de Mena hasta nuestras dias... por Don Manuel Josef Quintana (1830)“ [1854, I, 249 bis 263]. – *„Lai d’Ignaurès, en vers, du XII siècle, par Renaut etc. publ. par L. J. N. Monmerqué et Francisque Michel (1832)“. – „Lai d’Havelock le Danois. XIII siècle (1853)“ [II, 245–247, 249–256]. – *„El Moro exposito o Córdoba y Burgos en el siglo decimo. Leyenda en doce Romances por Don Angel de Saavedra (1834)“ [1835, II, 563–575]. – *„L’Histoire de Palanus, Comte de Lyon, mise en lumière, jouxte le manuscrit de la Bibliothèque de l’Arsenal, par Alfred de Terrebasse (1833)“ [II, 945 bis 956]. – *„Roman du Comte de Poitiers, publié... par Francisque Michel (1831)“. – „Roman de la Violette ou de Gérard de Nevers, en vers, du XIIIe siècle par Gibert de XIIIe Montreuil publié... par Francisque Michel (1834)“ [1857, I, 905–936]. – *„Lais inédits des XIIe et XIIIe siècles, publiés pour la première fois... par Francisque Michel(1836)“ [II, 139–158]. – *„Monumens de la littérature romane, publiés sous les auspices de l’académie des Jeux floraux... par M. Gatien-Arnoult... Tome Iier (Las flors del Gay-Saber, estier dichas las Leys d’amors (1841)“ [1842, II, 422 bis 438, 441–463]. 5. In J. P. Kaltenbaeck’s Blättern für Literatur, Kunst und Kritik (Beilage zur „Oesterreichischen Zeitschrift für Geschichte und Staatskunde“): *„Bulletin de la Société de l’histoire de France. Revue de l’histoire et des antiquités nationales (1834)“ [1835, Nr. 13–15]. – *„La Complainte d’Outre-mer et celle de Constantinople par Rutebeuf. – „Un Sermon en vers, publié par Achille Jubinal. – „La Resurrection du Sauveur, fragment d’un mystère inédit, publié par A. Jubinal. – „Li Fabiel dou Dieu d’Amours, extrait d’un manuscrit... pub. par A. Jubinal. – „Des XXIII manières de Vilains, pièce du XIIIe siècle... par A. Jubinal [1835, Nr. 40]. 6. In Moriz Haupt’s und Heinrich Hofmann’s Altdeutschen Blättern.“ Zu Jacob Grimm’s Reinhart Fuchs“ [I, 5–7]. – „Zur Sage von Wieland dem Schmiede“ [l, 34–47]. – „Contenance de table“ [I, 266–277]. – „Nachträge zu F. Wolf’s Schrift über Leistungen der Franzosen für die Herausgabe ihrer Nationalheldengedichte“ [I, 15–29]. – „Inhalt der Lambacher Liederhandschrift“ [II, 311–316]. 7. Im Jahrbuch für romanische und englische Literatur. Herausgegeben [279] von Dr. Adolf Ebert, später von Ludwig Lemcke. „Rodrigo el Campeador. Estudio histórico... por Manoel de Monlina. – „Poëme de Cid. Texte espagnol... par Damas Hinard“[I, 120–130, 215–226]. – „Ueber den realistischen Roman und das Sittengemälde bei den Spaniern in der neuesten Zeit, mit besonderer Beziehung auf die Werke von Fernan Caballero“ [l, 247–297]. – „Der erste historische Roman im spanischen Südamerica. „Amalia. Por José Marmol [II, 164–182]. – „Nachwort zu Reinhold Köhler’s Aufsatz: Zu F. Wolf’s Proben portugiesischer und catalonischer Volksromanzen“ [III, 63–73]. – *„Cuentos y Poesias populares andaluces colleccionados por Fernan Caballero (1839)“ [III, 209–237]. – „Weitere Beiträge zur Geschichte des Romans im spanischen Südamerica“ [IV, 35–45]. – „Die „Nebulosa“. Von Joaquim Manuel de Macedo. Ein Beitrag zur Geschichte der brasilischen Literatur“ [IV, 121–141]. – „Ein neues Zeugniß für den historischen Cid“ [IV, 350–352]. – „Historia critica de la literatura española por Don José Amador de los Rios“ [V, 80–134; VI, 60–109]. – „Zur Geschichte der portugiesischen Nationalliteratur in der neuesten Zeit“ [V, 265 bis 326]. 8. In Dr. Friedrich Zarncke’s Literarischem Centralblatt für Deutschland: *„Ueber ein Fragment des Guillaume d’Orenge. Von Dr. Conrad Hofmann“. – „Amis et Amiles und Jourdains de Blaivies. Zwei altfranzösische Heldengedichte. Herausgegeben von Dr. Conrad Hofmann“ [1852, Nr. 39]. – *„G. Ticknor. Geschichte der schönen Literatur in Spanien. Deutsch mit Zusätzen herausgegeben von N. H. Julius (1852)“ [1852, Nr. 50]. – *„Münch-Bellinghausen Eligius Freih. v.: Ueber die älteren Sammlungen spanischer Dramen (1852)“ [1852, Nr. 51]. – „Dr. Adolf Ebert: Handbuch der italienischen Nationalliteratur. Historisch geordnete Anthologie (1853)“ [1853, S. 784–785]. – *„Obras de Don Iñigo Lopez de Mendoza, Marques de Santillana... compiladas... por José Amador de los Rios (1852)“ [1854, Nr. 14] – *„A. F. Ozanam: Italiens Franciscanerdichter im 13. Jahrhundert. Deutsch von N. H. Julius (1853)“ [1854, Sp. 227]I. – „Dr. W. L. Holland: Crestien von Troie. Eine literargeschichtliche Untersuchung (1854)“ [1854, Sp. 383]. – *„Ludwig Lemcke: Handbuch der spanischen Literatur. Auswahl von Musterstücken u. s. w., 3 Bände (1855)“ [1855, Sp. 433; 1856, Sp. 29]. – *„Floire et Blanceflor, Poëmes du XIIIe siècle publiés... par M. Edelestand du Meril (1856)“ [1857, Nr. 36]. 9. In den Brockhaus’schen Blättern für literarische Unterhaltung (die Anzeigen in diesen sind wahre literarisch-kritische Essays, welche gesammelt zu werden verdienen): *„El Artista, dedicado a la Reina Ntra Sra Doña Isabel II. Madrid en el despacho de estampas del Real Establecimiento litografico. Sus editores: Eugenio Ochoa y Federico Madrazo (1835)“ [1837, Nr. 358–361; 1839, Nr. 40–43]. – „Ueber das spanische Drama La Celestina und seine Uebersetzungen. Deutsch von Ed. v. Bülow; französisch von Germond de Lavigne (1840)“ [1845, Nr. 213–217]. – „Zur Geschichte des spanischen Dramas. Geschichte der dramatischen Literatur und Kunst in Spanien. Von Adolf Friedrich von Schack, 3 Bände. – „Études sur l’Espagne et sur les influences de la littérature espagnole en France et en Italie. Par Philarète Chasles. – „Thêatre de Hroswitha.... traduit en français.... par Charles Magnin (1845)“ [1848, Nr. 299 bis 302 und 321–328; 1849, Nr. 79–90]. – „Die spanische Literatur im Mittelalter. Von Ludwig Clarus, mit Vorrede von Jos. v. Görres (1846)“ [1850, Nr. 229 bis 234]. – „Zur spanischen Literatur: 1) Romancero general ó colleccion de romances castellanos anteriores al siglo XVIII... por Don Augustin Duran. 2 Romanze storiche e moresche... in versi italiani da Pietro Monti“ [1852, Nr. 16, 17]. – „Geschichte der schönen Literatur in Spanien, von Georg Ticknor. Deutsch mit Zusätzen von N. H. Julius (1852)“ [1853, Nr. 24]. – „Zur spanischen poetischen Literatur. Sämmtliche Originalgedichte des Louis Ponce de Leon. Deutsch übersetzt von C. B. Schlüter und W. Storck (1853)“ [1854, Nr. 19]. – „Die französische Poesie des Mittelalters. Altfranzösische Lieder, berichtigt, erläutert u. s. w. von Eduard Mätzner (1853)“ [1854, Nr. 37]. 10. In den Blättern zur Kunde der Literatur des Auslandes (München): „Autobiographie des Don Mariano José de Larza. Aus der spanischen Handschrift) [280] des Verfassers“ [1837, Nr. 46]. – Blanca-Fall. Spanische Volkssage. Dem Spanischen des D. J. A. de Achon nacherzählt“ [1839, Nr. 20, 21]. 11. In der (Halle’schen) Allgemeinen Literaturzeitung: *„Die alten Liederbücher der Portugiesen oder Beiträge zur Geschichte der portugiesischen Poesie vom 13. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts.... Von Dr. Christ. Fr. Bellermann (1849) [1843, II, 82 u. f., 89 u. f., 117 u. f.]; ein französische Uebersetzung dieses Artikels von Edelestand du Meril erschien im „Journal des Savants de Normandie“ 1844 [S. 30–51, 79–95]. 12. In der Wiener Zeitung und in deren Beilage: Oesterreichische Blätter für Literatur und Kunst: *„Etymologisches Wörterbuch romanischen Sprachen. Von Friedrich Diez (1853)“ [1854, Nr. 16]. – „Pietro Monti. Nekrolog“ [O. Bl., 1856, Nr. 36]. – „Polemisches über die kaiserliche Akademie der Wissenschaften zur Abwehr“ [1861, Nr. 231]. (Energische Abweisung eines in Kolatschek’s Blättern gegen ihn als Secretär der Akademie der Wissenschaften gerichteten plumpen Angriffs.) – *„Geschichte der Gesetzgebung und systematische Darstellung des Civilrechtes in Spanien von Amalio Marichalar Marquese de Montesa und Cayetano Manrique (1861)“ [1862, Nr. 47 und 48 und 1865, S. 456–463]. – *„Weihnachtsspiele und Lieder aus Süddeutschland und Schlesien. Von Dr. Karl Weinhold (1853)“ [1853, Nr. 39 und 40]. 13. In der Germania. Vierteljahrsschrift für deutsche Alterthumskunde, herausgegeben von Franz Pfeiffer: *„San Marte. Parcival-Studien. 1. Des Guiot von Provins bis jetzt bekannte Dichtungen. 2. Heft: Ueber das Religiöse in den Werken Wolfram’s von Eschenbach und die Bedeutung des heil. Grals in dessen Parcival (1861)“ [VI. 233 u. f.). 14. In der Katholischen Literatur-Zeitung: „Ueber die Dichtungen des Domingos José Gonçalves de Magalhaens: „Poesias“. – „Suspiros poeticos e Saudades“. – „Antonio José ou a Poeta e a Inquisicão, tragedia“.– „Olgiato. Tragedia“. – „A Confederacão dos Tamayos, poema epico“. – „Os mysterios, canticos funebres“ (1858)“ [VIII, Nr. 32, 33, 34, 36], wurde auch unter dem Namen des Dichters Domingos José Gonçalves de Magalhaens besonders gedruckt. 15. In der Allgemeinen Literatur-Zeitung zunächst für das katholische Deutschland: „Manuale Dantesco per l’Abbate Guis. Jac. Ferrazzi (1865)“ [1865, Nr. 30. Dieser mit Z bezeichnete Artikel rührt nach Angabe des Redacteurs Dr. Wiedemann von Wolf her.] 16. In (Gräffer’s) Conversationsblatt. Zeitschrift für wissenschaftliche Unterhaltung: „Ueber die Musik und insbesondere den Gesang bei den Arabern“ [1821, Nr. 100–102), Ferd. Wolf’s erste gedruckte Arbeit. 17. In der Constitutionellen österreichischen Zeitung: „Vida politica del Marques de Miraflores [1866, Nr. 7]. 18. Aufsätze in verschiedenen Werken: In dem von le Roux de Lincy herausgegebenen Werke „Le Roman de Brut par Wace poète du XII siècle“ (Rouen 1836) I, LXXXIV–LXXXV: „Beschreibung der Handschrift Nr. 2603 in der Wiener Hofbibliothek“‘. – In dem von Francisque Michel herausgegebenen: „La Chanson de Roland ou de Roncevaux du XII siècle (1837)“ Seite 284–296: „Analyse des poëmes allemands sur la bataille de Roncevaux composés par le prêtre Chuonrat et par Striker. – In der Festschrift: Zur Feier des 19. Februar MMDCCCXLV als des 70. Geburtstages Seiner Excellenz des Grafen Moriz v. Dietrichstein, S. 21–25: „Ueber bis jetzt ganz unbekannt gebliebene Romanceros und Cancioneros des Juan Timoneda“. – Im Illustrirten Familienbuch des österreich. Lloyd (Triest) III, S. 55 u. f.: „Ueber wissenschaftliche Akademie mit besonderer Beziehung auf die k. k. österreichische“ (erschien später etwas erweitert im Sonderabdruck, s. oben Nr. 12). – Als Vorwort zu dem Werke: Schwedische Volkslieder der Vorzeit, übertragen von R. Warrens (Leipzig 1857) S. I–XL: „Ueber die Frage: In welchen Kreisen sind die jetzt sogenannten Volksballaden entstanden?“. – In der „Historia critica de la literatura española por D. J. A. de los Rios“ (Madrid 1862) tomo II, pag. 617–621: „Antwortschreiben in spanischer Sprache an José Amador de los Rios: sobre las rimas agudas de los antiguos romances popuares“. – In dem Werke Drei spanische Sittengemälde von Fernan Caballero. Uebersetzt von Hedwig Wolf (Ferdinand Wolf’s Tochter) (Wien 1863) S. 1–6 das Vorwort. – In dem Werke: Geschichte der schönen [281] Literatur in Spanien. Von Georg Ticknor, deutsch von N. H. Julius, Supplementband mit Berichtigungen und Zusätzen der dritten americanischen Ausgabe des Originals, bearbeitet von Adolf Wolf (dem Sohne Ferdinand Wolf’s) (Leipzig 1866) die Vorrede und etliche kleine Zusätze zu dem Werke. 19. In verschiedenen encyklopädischen Werken: a) in der von J. S. Ersch und J. G. Gruber herausgegebenen Allgemeinen Encyklopädie der Wissenschaften und Künste: I. Section, Bd. XXXIII, die Artikel: Baltasar Elisio de Medinilla; – Juan del Encina (oder Enzina); – Bd. XL: El Licenciado Pedro de Espinosa; – Alonso Esquerra (oder Ezquerra); – Don Francisco de Borja y Aragon, Principe de Esquilache; – Bd. XLI: Christovão Falcão (oder Falcam); – Manoel de Faria e Sousa; – Faria-Severim; – Band XLIII: Antonio Ferreira; – Bernardo Ferreira de Lacerda; – Jorge Ferreira de Vasconcellos; – Juan de Ferreras; – Bd. XLV: Florez Henrique; – Bd. LXVII: Gaspar Gil-Polo; – Gil Vicente; – Bd. LXX: Glosse (Poetik); b) im Conversations-Lexikon der Gegenwart (Leipzig 1838–1841, Brockhaus, gr. 8°.) 4 Bände, die Artikel: Don Juan Bantista de Arriaza y Superviela; – Don Manuel Breton de los Herreros; – Don Ramon Carnicer; – Antonio Feliciano Castilho; – Stephan Ladislaus Endlicher; – Michael Leopold Enk von der Burg; – Französische Philologie; – Don Juan Nicasio Gallego; – Manuel Garcia; – Joseph Melchior Gomis; – Karl Alexander Anselm Freiherr von Hügel; – Don Mariano José de Larra; – Don Alberto Lista; – Vicente Lopez y Postaña; – Don José de Madrazo y Agudo; – Santiago de Masarnau; – Don José Joaquin de Mora; – Luiz da Silva Mouzinho de Albuquerque; – Portugiesische Literatur; – Manuel José Quintana; – Juan Antonio de Ribera; – José Rivelles y Helip; – Angel de Saavedra; – Spanische Literatur und Kunst der neuesten Zeit; – Telesforo de Trueba Cosio; – Isidoro Gonzalez Velazquez; – Joaquin Lorenzo Villanueva; – Pablo de Xérica; c) in der Allgemeinen deutschen Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände. Conversations-Lexikon, neunte Originalauflage (Leipzig 1843 bis 1848, Brockhaus, gr. 8°.) 15 Bände: Cid Campeador; – Renaud Castellan von Coucy; – Couplet; – Fableor; – Französische Literatur 1096–1515; dieser Artikel erschien auch im Separatdruck und in französischer Uebersetzung: Resumé de l’histoire de la littérature-française du moyen âge. De l’allemand.... par C. Etienne (Vienne et Pesth 1848, Hartleben); – Jeux floraux; – Jongleurs; – Lais; – Liebeshöfe; – Magelone; – Eligius Freiherr von Münch-Bellinghausen; – Portugiesische Sprache und Literatur; – Provenzalische Sprache und Literatur; – Refrain; – Reim; – Ritterpoesie; – Romanze; – Sirventes; – Spanische Sprache und Literatur; – Troubadour; – Trouvére; – Turpin; – François Villon; überdies hat er alle zur Geschichte der spanischen und portugiesischen Nationalliteratur gehörigen biographischen Artikel dieser neunten Originalauflage theils ganz neu bearbeitet, theils revidirt; – d) in der Allgemeinen deutschen Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände, Conversations-Lexikon, zehnte verb. und verm. Aufl. (Leipzig 1851–1855, Brockhaus) 15 Bände, die Artikel: Mateo Aleman; – Alguacil; – Autos; – Baëza; – Juan Bravo Murillo; – Burgos; – Cancionero Cancioneiro; – Carole; – Tomas José Gonzales Carvajal; –- Diego Enriquez de Castillo; – Cid Campeador; – Juan Bautista Diamante; – Don Juan; – Augustin Duran; – Antonio Enriquez Gomez; – Entremes; – Don Patricio de la Escosura; – Eduard Freiherr von Feuchtersleben; – Französische Sprache; – Don Manoel Eduardo de Gorostiza; – Alexandro Herculano de Carvalho; – Alcantara Miguel Lafuente; – Juan de Padilla; – Juan Ginez Sepulveda; – Walachen; – Wien; – Spanische Zeitungen; e) in Unsere Zeit. Jahrbuch zum Conversations-Lexikon (Leipzig 1857–1864, Brockhaus) Bd. VIII, S. 634–642: „Die brasilische Literatur“; f) in der Allgemeinen deutschen Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände. Conversations-Lexikon, eilfte umgearbeitete, verbesserte und vermehrte Auflage (Leipzig 1864 u. f., Brockhaus) die Artikel: Don Juan Arolas; – Doña Gertrudis Gomez de Avellaneda; [282] – Jaime Balmes; – Bazoche. Confrérie de Bazoche; – Blondel; – Manoel Maria Barbosa du Bocage; – Bertrand de Born; – Brasilische Literatur; – Bretonische Sprache und Literatur; – Chretien de Troies; – Conte; – Carolina Coronado; – Antonio Gonçalves Dias; – Don Luiz Eguilaz; – Antonio Garcia Gutierrez.
Quellen. Unsere Zeit (Brockhaus, Lex. 8°.), neue Folge, II. Jahrg. (1866) S. 461. – Allgemeine Zeitung (Augsburg, 4°.) 1866, Beilage in der Nummer 95: „Nekrolog, von Dr. L. Lemcke. – Riemann (H. Dr.). Musik-Lexikon (Leipzig 1882, Bibliogr. Institut, 12°.) S. 1018, Nr. 3 [nach diesem gest. 18. Februar 1866]. – Zarncke (Friedrich). Literarisches Centralblatt... (Leipzig, Avenarius, 4°.) 1866, Sp. 293 [nach diesem gest. 19, Februar 1866]. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. VI, S. 173 und 629. – Wiener Zeitung vom 1. März 1866, S. 647 u f.: „Nekrolog“, von A. Mussafia. – Jahresbericht über die Wirksamkeit der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften... nebst den für die feierliche Sitzung im Jahre 1866 bestimmt gewesenen Vorträgen (Wien, Staatsdruckerei, 8°.), S. 75–110, von Miklosich und Mussafia. – Almanach der kaiserl. Akademie der Wissenschaften (Wien, kl. 8°.) 1851, S. 271 [ein höchst unzulängliches, nur bis 1851 reichendes Verzeichniß seiner Schriften]. – Illustrirte Zeitung (Leipzig, J. J. Weber, kl. Fol.) 12. August 1854, Nr. 580, S. 99. – Wiener Zeitung, 1861, Nr. 231, S. 3598: „Polemisches über die k. Akademie der Wissenschaft.“ [Ferdinand Wolf’s Abwehr eines ungebührliche Angriffe auf seine Person enthaltenden Artikels, den Kolatschek’s „Stimmen der Zeit“ 1861, Nr. 33 brachten, und für dessen Verfasser man einen gewissen Franz Stark, später bei der Bibliothek des Wiener polytechnischen Institutes bedienstet, hielt, der wiederholt Proben literarischer Verleumdungen gegeben.] – Neuer Plutarch oder Biographien und Bildnisse der berühmtesten Männer und Frauen aller Nationen und Stände u. s. w. Vierte Auflage. Mit Verwendung der Beiträge des Freiherrn Ernst von Feuchtersleben neu bearbeitet von Aug. Diezmann (Pesth, Wien, Leipzig 1858, C. A. Hartleben, 12°.) Band IV, Seite 189.
Porträts. 1) Zusammen mit König Ludwig Philipp, Louis Napoleon, J. L. von Schedius, Franz Kazinczy und Franz Joseph Hartleben auf einem Blatte. Stahlstich von Karl Mayer’s Kunstverlag in Nürnberg. Verlag von C. A. Hartleben in Pesth (12°.) [auch nicht eine Spur von Aehnlichkeit]. – 2) Holzschnitt von A. N.(eumann) in der Leipziger „Illustrirten Zeitung“ Nr. 580, S. 100 [sehr ähnlich]. – 3) Unterschrift: Facsimile des Namenszuges: „Ferdinand Wolf“. Dauthage 1853 nach der Natur gez. und lithogr. Gedruckt bei J. Höfelich (Wien, Jos. Bermann, Fol.).

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: sämmlich.