BLKÖ:Mayrhofer, Johann

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Mayrhofen
Band: 17 (1867), ab Seite: 186. (Quelle)
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Mayrhofer, Johann (Dichter, geb. zu Steyer im Traunkreise Oberösterreichs 3. November 1787, gest. zu Wien 3. Februar 1836). Das Gymnasium und die philosophischen Jahrgänge besuchte M. zu Linz. Auf des Vaters Wunsch, Geistlicher zu werden, trat er als Cleriker in das Stift St. Florian und blieb in demselben drei Jahre, neben seinem Berufsstudium sich viel mit alten Sprachen beschäftigend. Schon hatte er das Noviziat abgelegt, als er mit einem Male anderen Sinnes wurde, das Studium der Theologie aufgab und sich nach Wien begab, um dort jenes der Rechte zu beginnen. In Wien, wo eine bedeutende reiche Außenwelt auf ihn mächtig einwirkte, erwachte sein poetischer Schaffensdrang, der in der früheren Einsamkeit und unter den beengenden Verhältnissen, die ihn umgaben, nicht zum Durchbruche kommen konnte. Im Verkehre mit gleichgestimmten jungen Freunden machte sich bald auch ein heiterer, nicht selten zu schlagendem Witze sich zuspitzender Sinn bei ihm geltend. Diese gemüthliche frohe Laune bester kernhafter Qualität war, wie Feuchtersleben über ihn schreibt, ein Element in dieser ernsten tüchtigen Natur und ist auch später nie ganz von ihm gewichen, wenn sie sich gleich allmälig mehr verbarg und jenen minder schuldlosen Charakter annahm, den er selbst als kaustisch zu bezeichnen pflegte. Das in seinem Nachlasse vorgefundene Gedicht „Mephistopheles“ drückt diese gemüthliche Bitterkeit vollkommen aus, für solche Stimmungen erfand er sich eine Dichtungsform, die er „Sermone“ nannte, und worin er seine Galle über dasjenige ausließ, was an den Menschen gemein und für ihn verletzend war. Denn so derb sein Charakter auf der einen Seite, so sittlich zart bis zum Krankhaften war sein Gemüth auf der anderen. Was die literarischen Einflüsse auf diese eigenartige Natur betrifft, so sind hier vor Allem drei Namen zu nennen: Goethe, Herder und Feßler. M. lebte noch jene Zeit mit, in welcher neue Werke des Dichterfürsten erschienen und auf das Publicum wirkten. Begann auch schon die Welt von dem Dichter sich abzuwenden, ihm galt er gerade damals über Alles, und der nicht mehr verstandene Goethe interessirte ihn mehr als der Allbewunderte. Herder wieder in seiner Art, Alles im Großen und Ganzen anzuschauen und die Elemente des Weltalls in Einem Glauben und in Einer Religion versöhnend zu einigen, erschien seiner Denkart am angemessensten. Feßler’s [Bd. IV, [187] S. 201] Ansichten endlich aber über Musik, Weiblichkeit, ethische und religiöse Symbolik, die in dessen „Rückblick auf meine siebenzigjährige Pilgerschaft“ ausgesprochen sind, sagten ihm deßhalb so zu, weil sie mit seinen eigenen Anschauungen und Ideen am meisten übereinstimmten. Im Jahre 1814, Mayrhofer war damals 27 Jahre alt, lernte er den achtzehnjährigen Schubert kennen, und zwischen beiden entspann sich bald ein inniges geistiges Verhältniß, das eben in Mayrhofer’s Leben den Mittelpunct ausmachte und mehr als alle anderen Vorkommnisse den Dichter in ihm zur Reife brachte. Das unter Schubert’s Compositionen noch im Nachlasse befindliche und im Stiche noch nicht erschienene Gedicht Mayrhofer’s „Am See“ vermittelte die Bekanntschaft beider. Einige Jahre später bezogen beide Freunde sogar eine Wohnung, in welcher sie mehrere Jahre, 1819–1821, im schönsten Einklange inniger Freundschaft verlebten. In den Jahren 1817 und 1818 verband sich M. mit einigen Freunden, als Kreil [Bd. XIII, S. 179], Kenner [Bd. XI, S. 167], Ottenwald, Spaun u. A., zur Herausgabe einer Zeitschrift, welche für jüngere Leser berechnet, echt menschlichen und vaterländischen Sinn wecken und fördern sollte, und von der unter dem Titel: „Beiträge zur Bildung für Jünglinge“ (Wien, bei Härter) zwei Bände erschienen sind. Dabei trieb er fleißig das Studium der Classiker. Von einer Uebersetzung Herodot’s, welche in dieser Zeit begonnen worden, fanden sich im Nachlasse Fragmente vor. Auch Horaz war ihm lieb geworden, vor Allem aber fesselten die Stoiker seinen ihrem Ernste verwandten Geist. Zunächst an die Classiker reihte sich das Studium der Geschichte, in das ihn thätige Theilnahme an den „Jahrbüchern der Literatur“ und an Hormayr’s „Archiv“ versenkte. In den Staatsdienst tretend, wurde M. bei der Censurbehörde angestellt und übte als Regierungsconcipist und Bücherrevisor seine Pflicht mit ängstlicher Gewissenhaftigkeit, und Bauernfeld-Rusticocampiusin seinem „Buche von den Wienern“ schildert ihn: „Kränklich war er und verdrießlich, floh der heiteren Kreise Umgang, nur mit Studien beschäftigt, Abends labte ihn das Wisthspiel. So mit ältern Herren saß er, mit Beamten, mit Philistern, selbst Beamter, Büchercensor, und der strengste, wie es hieß“. Im Jahre 1824 gab M. auf Drängen seiner Freunde im Subscriptionswege seine Poesien unter dem einfachen Titel „Gedichte“ (Wien, Volke, 12°.) heraus, welche mit Ausnahme der Theilnahme einiger Freunde, nahezu unbeachtet geblieben sind. Ganz in seinem Berufe aufgehend und in einem wohl krankhaft gereizten und gesteigerten Innenleben gingen die Jahre dem Dichter in unbehaglicher Eintönigkeit dahin; von seinem Jugendfreunde Schubert, der ihm überdieß um acht Jahre in das Jenseits vorausgegangen, trennten ihn, wie M. selbst in seinen Aufzeichnungen schreibt, „der Strom der Verhältnisse und der Gesellschaft, Krankheit und geänderte Anschauung des Lebens“. Nach Schubert’s Tode (1828) betrat er an dem Tage, an welchem für diesen das Requiem abgehalten wurde, wieder jenes Haus (Wipplingerstraße, Nr. 420 alt[1], in welchem er in früheren Jahren den[188] Freund so oft aufgesucht, ja ein paar Jahre sogar mit ihm gewohnt hatte. Seinen Gefühlen um den ihm und der Kunst zu früh Entrissenen gab er in den Gedichten „Geheimniß“, „Nachgefühl an Franz Schubert“ (19. November 1828) und „An Franz“ Ausdruck. Im Jahre 1835 unternahm M. einen Ausflug nach Salzburg, Gastein und in das Bad Fusch, aus welchem er so gestärkt heimgekehrt war, daß sich sogar seine dichterische Thätigkeit wieder zu regen begann. Er entwarf in jener Zeit den Plan zu einem epischen Gedichte: „Der Vogelsteller“. das sich in der neuen Ausgabe seiner Gedichte vorfindet. Aber das währte nur sehr kurz, es war das letzte Aufflackern einer verlöschenden Flamme. Eines Tages, am 5. Februar 1836, kam er wie gewöhnlich frühen Morgens in sein Amt – das Bücherrevisionsamt befand sich zu jener Zeit am sogenannten Laurenzerbergel, gegenüber der Post – dort, wie Rusticocampius in ergreifender Einfachheit erzählt, begann er „zu schreiben, stand dann wieder auf – die Unruh ließ ihn nicht im Zimmer bleiben. Durch die düsteren Gänge schritt er, starr und langsam, wie in Träumen, der Collegen Gruß nicht achtend, stieg er nach den oberen Räumen. Steht und stiert durch’s offne Fenster. Draußen wehen Frühlingslüfte, doch den Mann, der finster brütet, haucht es an, wie Grabesdüfte. An dem offnen Fenster kreiselt Sonnenstaub im Morgenschein, und der Mann lag auf der Straße mit zerschmettertem Gebein“. Als alleinige Ursache dieser gräßlichen Katastrophe, mit der M.’s Leben im Alter von erst 49 Jahren abschließt, wird Hypochondrie bezeichnet. Er hatte sich durch den Sturz das Genick gebrochen, aber noch vierzig qualvolle Stunden gelebt. Nach Mittheilungen von Personen, die mit ihm in steter Berührung waren, wie der zur Zeit in Pension lebende Regierungsrath HölzlHölzl [Bd. IX, S. 119], hat M. schon früher einmal, und damals in einem Anfalle von Schwermuth, den Tod in der Donau gesucht, und war noch rechtzeitig herausgezogen und dem Leben erhalten worden. Als er aber das zweitemal an die gräßliche That ging, habe er diese nicht aus Lebensüberdruß, sondern aus fortwährender Angst vor der Cholera begangen[2]. Einige Jahre nach M.’s Tode erschienen seine Poesien in neuer Ausgabe unter dem Titel: „Gedichte. Neue Sammlung. Aus dessen Nachlasse mit Biographie und Vorwort herausgegeben von Ernst Freiherrn von Feuchtersleben (Wien 1843, 16°.). Es wird bezüglich dieser zweiten Ausgabe der Mayrhofer’schen Gedichte irgendwo die Bemerkung gemacht, daß in der alten (1824 erschienenen) die von Schubert componirten Gedichte durchweg enthalten sind, während sie in der neuen Ausgabe, mit wenigen Ausnahmen, fehlen. Es könnte somit scheinen, als habe der in dergleichen so gewissenhafte Feuchtersleben sich Eigenmächtigkeiten in der Redaction erlaubt. Dem ist aber durchaus nicht so. Die von Feuchtersleben besorgte Ausgabe kündigt sich nicht etwa als [189] zweite vermehrte Auflage, sondern vielmehr, und zwar auch auf dem Titel, als eine neue Sammlung der Mayrhofer’schen Gedichte an, daher sich also diese beiden Ausgaben, vom Jahre 1824 und vom Jahre 1843, beide ganz verschiedene Gedichte enthaltend, wechselseitig ergänzen. Außer mehreren kleineren Aufsätzen in Hormayr’s „Archiv“ verfaßte M. noch zwei Operntexte, von welchen Schubert den einen, „Die beiden Freunde von Salamanca“, in Musik gesetzt, der andere, „Adrast“, sich im Nachlasse des Dichters vorgefunden hat. Mayrhofer’s Charakteristik von Feuchtersleben hilft das Bild des unglücklichen Poeten vollenden. „Sogenannte Literaten“, schreibt Feuchtersleben, „vermied er auf das Aengstlichste. Der unbefangene, gesunde, kräftige Naturmensch war ihm der liebste. Die Späße eines derartigen witzigen Menschen, der einer lustigen Abendgesellschaft angehörte, trug er des Morgens darauf in sein Tagebuch ein, wo sie unter Young’s „Nachtgedanken“ und Herme’s „Trismegistos“ ihren Platz fanden. Seine Haushaltung war höchst einfach, an Mäßigkeit und Entsagung glich er einem Stoiker. Einige Bücher, eine Guitarre und die Pfeife bildeten seinen Hausschmuck, ein kurzer Schlaf nach Tisch und ein Spaziergang seine Genüsse. Einfach bis zur Vernachlässigung war sein Anzug. Seine Beschäftigungen kehrten Tag für Tag in derselben Ordnung und mit derselben Pünctlichkeit wieder. Seine äußere Repräsentation hatte etwas Starres, wie dieß Einsamen oft eigen ist. Unbeugsamer Ernst wurde von grellem Lachen unterbrochen. Sein Gang war fest, seine Handschrift stellte in jedem Buchstaben einen Lanzenschaft vor. Sein Körperbau war gedrungen, mittelgroß, seine Gesichtsformen wenig bedeutend, eher gemein; nur der Mund verzog sich gerne zu einem bedeutenden sarkastischen Lächeln, das Auge blitzte scharf und weitaus mit Adlerblick. Stolz hegte er nur in seinem Innern, andere Menschen überschätzte er. Beifall war ihm gleichgiltig, und wer ihm über seine Gedichte Schönheiten sagte, beleidigte ihn.“ Was aber Mayrhofer den Dichter anbelangt, so war er, wie Seidlitz treffend bemerkt, eines der reichbegabtesten österreichischen Dichtergemüther, aber dem Auslande, damals wie noch heute, wo er noch immer in Gottschall’s „Geschichte der deutschen Nationalliteratur“ leider fehlt, eine „unbekannte Größe“. In seiner Poesie herrscht das kraftvolle, etwas düstere Gepräge einer sich selbst genügenden Abgeschlossenheit; einer Mimose gleich scheint er bei jeder Berührung von außen zusammenzuzucken, darum zeigt er in seinen Poesien mehr ein inneres Zusammenleben, als einen Reichthum oder eine Mannigfaltigkeit äußerer Anschauung. In seinen Gedichten war M., wie Feuchtersleben schreibt, vor Allem wahr. Er gab sein Herz und seinen Glauben, und war in diesem Sinne subjectiv. Manier hatte er keine, wenn man nicht die Kraft so nennen will, die er vor Anderen besaß, möglichst vielen Gehalt in möglichst wenige Worte zu bringen. Man muß sich in seine Rhythmen hineinleben, sie öffnen immer neue Schätze, treues Auffassen der Natur, insoferne sie dem Geiste Symbole liefert, macht seine besten Gedichte zu Tropen. Ruhige versöhnende Weisheit, auf dem dunklen Grunde der Melancholie waltet allenthalben. „Die Poesie“, sagte er doch selbst, „soll ja versöhnen, nicht aufregen“. Selbstbeschwichtigungen sind eigentlich seine Gedichte. Sinn für das Große, für [190] Liebe und Natur durchwallet sie; Reflexion herrscht vor, jene Reflexion, ohne welche er nicht Dichter, nicht Mensch sein mochte. Ideale Richtung bei reeller Grundlage, Kraft und milde Klarheit, große Ergebnisse, reiner Erguß des Innern in melodischer Form, das waren die Eigenschaften seiner Dichtungen. Man warf ihm vor, er habe zu sehr den Standpunct eines Eremiten festgehalten, habe sich zu sehr abgeschlossen von der Welt; gibt es aber doch für den lyrischen Dichter keinen besseren, es ist die Vogelperspective, aus der er dem wüsten Getriebe ruhig aus seinem klaren Himmel zusieht.“ Eine Uebersicht jener Gedichte Mayrhofer’s, zu denen sein Freund Schubert die Musik schrieb, folgt in den Quellen.

Lebensbilder aus Oesterreich. Von A. Schumacher (Wien 1843, gr. 8°.) S. 99: „Erinnerungen an Johann Mayrhofer“. – In Mayrhofer’s, von Dr. E. Freiherrn von Feuchtersleben herausgegebenen „Gedichten. Neue Sammlung“ (Wien 1842, 8°.) befinden sich eine Biographie und ein Facsimile Mayrhofer’s. – Frankl (Ludwig August Dr.), Sonntagsblätter (Wien, 8°.) II. Jahrgang (1843), S. 1005: „Biographische Skizze“ von Feuchtersleben; III. Jahrg. (1844), S. 134: „Charakteristik“ von Gräffer. – Gräffer (Franz), Kleine Wiener Memoiren (Wien 1845, 8°.) Bd. II, S. 97. – Seidlitz (Julius Dr.), Die Poesie und die Poeten in Oesterreich im Jahre 1836 (Grimma 1837, J. M. Gebhardt, 8°.) Bd. I, S. 140. – Uebersicht jener Lieder und Gedichte Mayrhofer’s, zu denen Schubert die Musik gesetzt. Es ist ein Uebelstand und zugleich eine Ungerechtigkeit, daß über der – und sei es der schönsten – Composition zu einem Liede, des Dichters, welcher den Tonsetzer zu seinem Werke begeisterte, kaum mehr gedacht wird. Namentlich erscheint es hier bei Schubert und Mayrhofer, wo sich Poet und Compositeur wechselseitig ergänzen, ganz am Platze, jener Lieder zu gedenken, welche eben durch Schubert unvergeßlich geworden sind, und sonach folgen hier aus Schubert’s thematischem Verzeichnisse und v. Kreißle’s Biographie Schubert’s dieselben übersichtlich zusammengestellt. Dabei muß bemerkt werden, daß viele der von Schubert componirten Lieder Mayrhofer’s in die von Feuchtersleben besorgte Ausgabe der „Gedichte“ Mayrhofer’s nicht aufgenommen worden sind, und sich daher diese zweite und die erste Ausgabe ergänzen. Die von Schubert componirten Gedichte M.’s sind: „Memnon“, – „Antigone und Oedip“, – „Sehnsucht“, – „Erlafsee“, – „Am Strome“, – „Der Alpenjäger“, – „Auf der Donau“, – „Der Schiffer“, – „Wie Ulfru fischt“, – „Schlummerlied“, – „Die zürnende Diana“, – „Nachtstück“, – „Lied eines Schiffers an die Dioskuren“, – „Aus Heliopolis“, – „Iphigenia“, – „Die Sternenmächte“, – „Orest auf Tauris“, – „Der entführte Orest“, – „Philoklet“, – „Freiwilliges Versinken“, – „Fahrt zum Hades“, – „Abendstern“, – „Liebesend“, – „Der Einsame“, – „Auflösung“, – „Lambertine“, – „Heliopolis“, – „An die Freunde“, – „Zum Punsch“, – „Augenlied“. [Die bisher angeführten sind bereits im Stiche erschienen.] Noch ungedruckt sind: „Der Gondelfahrer“, – „Abschied, Wallfahrtslied“, – „Rückweg“, – „Der Fürstin Abendlied“, – „Am See“, – „Nach einem Gewitter“, – „Nachtviolen“, – „Alte Liebe rostet nie“.

  1. So gibt es Herr von Kreißle an. Nun aber finden wir in Wachter’s „Häuserschema“ ein Nr. 420 wohl „Am Hof“, aber nicht in der Wipplingerstraße, das gegenwärtig nach der neuen Numerirung drei Nummern [188] hat: am Hof Nr. 16, Schulhof Nr. 8, Parisergasse Nr. 1. Mit dieser Angabe stimmt auch der Katastralplan der Haupt- und Residenzstadt Wien vom Jahre 1829 überein.
  2. Es erscheint dem Herausgeber dieses biographischen Lexikons als ungeheurer Widerspruch, daß ein Mensch aus Furcht vor der Cholera sich selbst das Leben nimmt, und dazu in so gräßlicher Weise, wie es bei Mayrhofer der Fall gewesen. Er mag vor der Cholera Furcht gehabt haben, das Leben nahm er sich in einem Anfalle von Melancholie.