Topographia Sueviae: Vrspringen

Topographia Germaniae
Vrspringen (heute: Urspring)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 210.
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Vrspringen /

Ein Adelich Frawen Closter / nicht weit vom Stättlein Schelklingen / an einem gar lustigen Orth / zwischen sehr hohen Bergen / vnd bey gar lautern / kalten / vnnd gesunden Wassern gelegen. Felix Fabri schreibet libro secundo Histor. Suevic. capite 14. daß oberhalb Vrspringen / auff einem Theil deß Bergs ein grosser Brunn entspringe / dessen Wasser herab ins Thal rinne / vnnd auff den Wiesen sich verliere / vnd verschwinde / welchem Bach / wie er darvor hält / auch deßwegen der Nam Schmiecha gegeben worden sey. Es ist besagtes Closter Benedictiner Ordens / vnder deß Bistumbs Costantz Geistlicher Jurisdiction; vnnd seyn desselben Advocaten / oder Kasten Vögte / vnd SchutzHerren / die Fürsten von Oesterreich von Alters her gewesen; wie Crusius bezeuget; der auch part. 2. Annal. lib. 9. cap. 13. die Frawen Meisterin desselben in der Ordnung / biß gegen seiner Zeit / setzet; vnnd saget / man glaube / daß deß Heiligen Vlrici / Bischoffs zu Augspurg / Eltern / solches gestifftet; aber lang hernach / vmbs Jahr 1127. dasselbe die Herren Rudiger / Adelbert / vnnd Walther / Herren zu Schelklingen / vornehme Schwäbische Adeliche Rittersleuthe / vermehret / vnnd es der Auffsicht deß Abbts Wernheri zu S. Georgen auff dem Schwartzwald befohlen haben. Als hernach Anno 1250. solches Closter / von deß Käyser Friederichs deß Andern Parthey / verwüstet / were es An. 1258. wieder in den alten Standte gesetzt worden. Vnd meldet er auch dieses / daß solcher Orth ein Meil Wegs von der Statt Ehingen gelegen seye.