Topographia Sueviae: Marchdorff

Topographia Germaniae
Marchdorff (heute: Markdorf)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 124.
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Marchdorff / Marckdorff.

Zwo Meil von Ravenspurg / vnnd eine Meil von Merspurg gelegen / vnnd dem Bischoff zu Costantz gehörig; deßwegen Anno 1356. (aliis 1365.) der 56. Bischoff zu Costantz / Johannes III. von Cunrado von Honburg / einem Ritter / so dieses Stättlein jhme billicher / als dem Bischoff / gehörig zu seyn vermeynte / (wiewol sein deß Bischoffs Recht / darzu Keyser Carolus IV. bestättiget hatte) im Bischoffshoff zu Costantz / vber der Nachtmahlzeit / vmbgebracht worden ist. Gibt guten Weinwachs da. Anno 1079. eroberte Abbt Vlrich zu S. Gallen / dieses Marckdorff / so damals einem Graf Othen zuständig war. Folgendts Anno 1084. in dem Krieg der zween Aebbte auß der Auw / vnd S. Gallen / ward dieser Orth geplündert / vnnd in den Brandt gesteckt.

Anno 1643. ward Marchdorff / sampt Buchhorn / vnd viel andern Orten / biß nach Lindaw / auff ein halbe Meil von den Weymarischen außgeplündert. Gaspar. Bruschius de Episcpp Germ. cap. 4. p. 46. Johan. Guler. lib. 8. Rhaetiae.