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Topographia Circuli Burgundici: Coeverden

Topographia Germaniae
Coeverden (heute: Coevorden)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 97–98.
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[97] Coeverden / Coverden / Covorden / Covordia, Coverdia, ein vornehmer Orth / oder Marcktfleck / sambt [98] einem Schloß in OverIssel / nicht weit von der Vider / oder Vecht / an einem Paß in beede Frießländer / gelegen. Das Schloß / so sehr vest / hat Graff Moritz von Nassau / den 2. Septembr. nach zimlichem Widerstand / erobert / und noch mehrers befestiget. Anno 1594. hernach / haben die Spanischen diesen Ort wieder belagert / den aber den 6. Mäy / vorgedachter Printz Moritz entsetzt hat. Sihe den Nassauischen Lorbeerkrantz fol. 91. und 101. Ist der Haupt-Ort im Ländlein Drent / nach Utrecht gehörig / davon man bald in die Graffschafft Bentheim kommen kan. In dem neuen Atlante deß Janssonii, wird dieser Ort also beschrieben: Coevorden ist ein überaus vester Ort / nicht allein wegen der schönen trefflichen Wercken / mit welchen er bevestiget ist; sondern auch von Natur / weil es überall mit grossen Morasten umbgeben: darneben seyn noch etliche Flüßlein / so dardurch lauffen / und sich in die Vecht ergiessen / welcher Fluß in Westphalen entspringet / und bey Gemluyden in die Suyder-See stürtzet. Hat auch ein sehr starckes Castell / ligt 8. Meilen von Gröningen / 6. von Steenwick 5. von Schwol / Olden-Siel / und Lingen / 9. von Deventer. Es ist diese Vestung ein Schlussel zum Frießland. Gegen Aufgang hat sie die Grafschafft Lingen / und gegen Mittag die Grafschafft Bentheim / und Hardenberg.