Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II A,2 (1923), Sp. 1688
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1) Sergius, vielleicht mit Vornamen M., soll von seinem Bruder L. Catilina bei den Sullanischen Proskriptionen 673 = 81 ermordet und nachträglich auf die Liste der Geächteten gesetzt sein. Daß solche nachträgliche Rechtfertigung von Mordtaten damals vorkam, sagen Dio frg. 109, 13 und Oros. V 21, 5; die Erzählung von Catilinas Bruder kennt nur Plut. Sulla 32, 2; Cic. 10, 3. Sie darf unbedenklich ins Reich der Erfindung verwiesen werden; die Angabe, daß der von Catilina in der Tat damals getötete Q. Caecilius (Ascon. tog. cand. 75 K.-S.) der Mann seiner Schwester gewesen sei (Q. Cic. pet. cons. 9; vgl. Nr. 50), hat zu ihrer Erdichtung beigetragen.