Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,2 (1905), Sp. 1667–1668
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Drappes, Häuptling der keltischen Senonen, hatte bei dem Abfall Galliens von Caesar im J. 702 = 52 mit seinen zusammengerafften Heerscharen den Römern viel Schaden gethan und wagte es noch nach der Niederwerfung des Aufstandes im J. 703 = 51 mit nur 2000 Mann, gemeinsam mit dem Cadurker Lucterius die römische Provincia Narbonensis zu bedrohen (Hirt. bell. Gall. VIII30,1). Verfolgt von C. Caninius Rebilus besetzten sie die Festung Uxellodunum am Lot im Gebiete der Cadurker (32, 2), führten aber dann ihre Truppen wieder heraus, um die Stadt zu verproviantieren (34, 2), teilten sich und wurden nun einzeln, erst Lucterius, dann D. geschlagen [1668] (35, 1ff.); D. selbst wurde im Gefecht gefangen (36, 6 vgl. 39, 1) und tötete sich durch Hunger in der Gefangenschaft (44, 3, vgl. Oros. VI 11, 20ff.). Über verwandte gallische Namen (Drappo, Drappus) vgl. Holder Altkelt. Sprachschatz 1315.