Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,2 (1905), Sp. 1663
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14) Drakon I, Sohn des Hippokrates und der Ablabeia (H. Schöne Rh. Mus. LVIII 57), Bruder des Thessalos und Vater des Hippokrates IV (Sor. vita Hippocr. Ideler Phys. et med. gr. I 255. Westermann 452. Gal. XV 111. XVI 5. Suid. s. Ἱπποκράτης). Er war Arzt wie sein Vater, von dem er in der Heilkunde unterrichtet worden war (quorum nobiles atque digne gloriosos Dragonem et Thessalum suos filios imbuit prudentia medicinae Schöne a. a. O.). Von seinem Leben und Wirken ist weiter nichts überliefert; denn die Notiz des Galen (XVI 625), dass er wie sein Bruder als Verfasser der zum hippokratischen Corpus gehörigen Schrift προρρητικόν α’ angesehen worden sei, ist eine unbegründete Vermutung alexandrinischer Ärzte. In der Sage von der Heilung des Glaukos durch Polyeidos spielt er die Rolle des Cheiron bei Palaiphatos (incr. 27, 289 West.).