Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 1315
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5) Ein A. schrieb ein Buch de metris in Versen. Zwei verderbte Hexameter werden von Maximus Victorinus GL VI 211, 23f. und Audax GL VII 339, 1f. (Baehrens Frgm. poet. Rom. S. 406) citiert, von Aldhelmus epist. ad Acirc. p. 236 Giles umschrieben. Der bei Rufinus GL VI 565, 4 citierte A. ist wahrscheinlich identisch mit ihm; desgleichen (nach Osanns Vermutung, Beitr. z. lat. Gramm. II 361) der bei Boethius comm. Aristot. περὶ ἑρμ. ed. sec. 1 p. 4 Meisel als Philosoph und Verfasser geometrischer und dialektischer Schriften genannte A., der nach Cassiodor. de mus. c. 6 (Migne LXX 1212) auch ein Compendium der Musik schrieb (s. Caesar Grundz. d. Rhythm. S. 4), sowie der CIL VI 1708 als Philosoph bezeichnete Consul des J. 335 Caeionius Rufius A. Zweifelhaft ist die Identität des Metrikers A. mit dem Mitunterredner in Macrobius Saturnalia Rufius (oder Furius) A., sowie mit dem A., dem Servius sein Buch de centum metris (GL IV 456) gewidmet hat, welch letzterer wahrscheinlich mit dem andern der beiden bei Macrobius eingeführten Albini (Sat. I 2, 3), dem Praefectus urbi des J. 402 Caecina Decius A., zu identificieren ist. Den bei Priscian GL II 304 citierten Dichter A. (Nr. 3) identificiert Baehrens mit dem Metriker, während Haube de carm. epicis saec. Aug., Breslau 1870, 16 ihm den Albinovanus Pedo, Hennig de Ovidii sodalibus, Breslau 1883, 14 den Kaiser Balbinus substituieren will. Die versus Albini magistri de laude metricae artis in einer vaticanischen Hs. (Keil anal. gramm. p. 24), die H. Wentzel symb. crit. ad hist. script. rei metr. lat., Breslau 1855, 55 unserm Metriker zuweist, gehören wohl späterer Zeit an, desgleichen die Erwähnung eines A. bei Keil a. a. O. S. 15. 26. GL I, XX. Alcuin S. 2081 ed. Putsch. Arevali zu Isidor II p. 385.

[Graf.]