Textdaten
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Autor: Ignaz Franz Castelli
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Titel: Der Stotterer
Untertitel:
aus: Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 342
Herausgeber: Maximilian Bern
Auflage:
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Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Otto Eisner
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Commons = Google-USA*
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[342]

Der Stotterer.

Thomas Hase musst’ erscheinen
Bei dem Amt der Conscribierten;
Als sie dort ihn visitierten,
Fing er an gar sehr zu weinen,

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Sprechend: »He – Herr Ofizier!

Ni – ni – nichts fe – fehlet mir,
Aber sto – sto – stottern thu’ ich!«

     Der versetzte: »Sei nur ruhig,
Denn man braucht dich nicht zum Sprechen,

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Sondern nur zum Hau’n und Stechen!«

»Aber« – sagte Thomas weiter –
»Wenn vor einem Ze – Ze – Zelte
Man als Wa – Wa – Wacht mich stellte,
Und die Fei – Fei – Feindes-Reiter

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Spre – spre – sprengten auf mich ein,

Könnt’ ich nicht We – Werda! schrei’n!«

     Lächelnd sprach der Offizier:
»Das thut auch nichts; glaube mir,
Wenn die Wach’ nur schreien kann,

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Auf das Wort kommt’s da nicht an!«


     Immer stärker weinte Hase,
So, dass ihm die hellen Thränen
Liefen über Wang’ und Nase!
»Ach! ich mu – muss noch erwähnen,«

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Schrie er, »se – se – setzen wir,

Ein Fei – Feind hau – haut nach mir,
Oder sch – sch – schiesst sogar,
O ich a – a – armer Narr!
Au – au – aus wär’s mi – mit mir,

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Denn nicht schne – schne – schnell wie Ihr,

Könnt’ Pa – Pa – Pardon ich schrei’n!«


J. F. Castelli.