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Textdaten
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Autor: unbekannt
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Titel: Zur Abwehr
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aus: Die Gartenlaube, Heft 45, S. 720
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1864
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[720] Zur Abwehr. Das Wochenblatt des Reformvereins richtet einen mit allerlei gehässigen Unterstellungen ausgeschmückten, anonymen Angriff gegen die im vorigen Jahre hier in’n Leben getretene Lotterie von Kunstgegenständen zu Gunsten nothleidender Schleswig-Holsteiner. Ein ähnlicher, wenn auch minder gehässiger Angriff, dessen Autor gleichfalls Gründe gehabt zu haben scheint, seine Person nicht an das Tageslicht treten zu lassen, ist in dem Börsenblatt für den Buchhandel enthalten. Der letztere hat bereits von dem jetzigen Concessionar der Lotterie seine Erwiderung gefunden. Der Angriff des Reformvereinsblattes hat mehr oder weniger zugleich eine persönliche Tendenz gegen die Mitglieder des unterzeichneten Comités, denen bestimmte Parteistellungen beigemessen werden.

Zur Steuer der Wahrheit gegen diese aus der Luft gegriffenen Angriffe werden folgende Thatsachen genügen.

Das unterzeichnete Comité hat diese Lotterie nicht unternomnien, steht derselben in allen seinen Mitgliedern persönlich gänzlich fern und ist überhaupt erst zusammengetreten, nachdem das Lotterieunternehmen von anderer Seite bereits in’s Leben gerufen und von der herzoglichen Staatsregierung geprüft und genehmigt war. Weder der ursprüngliche, noch der jetzige Concessionar sind Mitglieder des Nationalvereins, der Verlag des jetzigen Concessionars ist sogar ein dem Nationalverein entschieden gegnerischer! Das controlirende Comité steht zu der Lotterie in weiter keiner Beziehung, als in der der Controlübung, im Interesse der spielplanmäßigen Durchführung, also im Interesse der Loosabnehmer. Von den Mitgliedern des Comités ist ein einziges zugleich Mitglied des Nationalvereins und dieses ist, auf ihm ausgesprochenen Wunsch, erst nachträglich, nach Bildung des Comités, beigetreten. Ueberhaupt erscheint es, gegenüber dem wohlthätigen Zweck des Unternehmens, im hohen Grade beschränkt oder böswillig, hierbei die politische Parteistellung in Frage zu ziehen, geschweige gehässig auszubeuten.

An der Organisation hat das Comité nichts ändern können, es hat dieselbe, als es, dazu dringend ersucht, zusammentrat, in dem von Seiten der Staatsregierung genehmigten Spielplan diese Organisation bereits fertig vorgefunden. Wenn das Unternehmen für den Loosvertrieb mehr aufwenden muß, als im Interesse des eigentlichen Zweckes wünschenswerth ist und als vielleicht die von dem Reformvereinsblatt nicht angegriffene Kölner Dombaulotterie, unterstützt durch zahlreiche geistliche Agenten, zu verwenden nöthig hat, so liegt der Grund hauptsächlich in den gehässigen Angriffen, die den Loosabsatz fortwährend erschweren und so den Erfolg gefährden.

Coburg, den 23. October 1864.

Für das controlirende Comité zur Lotterie zu Gunsten nothleidender

Schleswig-Holsteiner.
Der Vorsitzende.
Oberländer, Bürgermeister.


Anmerkung des WS-Bearbeiters:

Diese Entgegnung bezieht sich auf die Kritik an dem Artikel Die Coburger Lotterie für Schleswig-Holstein