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Topographia Superioris Saxoniae: Taucha

Topographia Germaniae
Taucha
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 180.
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Taucha.

Ein Stättlein / ein Meyl Wegs von Leipzig gelegen / welches An. 1221. Ertzbischoff Albrecht von Magdeburg erbauet; hernach Anno 1289. Marggraff Dieterich zu Meissen belagert / gestürmet / vnd zerbrochen hat. Ward hernach widerumb erbauet, vnnd ist lang bey Adelichen Geschlechten gewesen; biß solches endlich in der Statt Leipzig Gerechtsame / vnnd Gewalt kommen / welcher es noch gehörig ist; wielrelserus am 561. Blat seines Stättbuchs schreibet. Ist gleichwol der Zeit abgebrant. D. Tobias Heydenreich schreibet / in seiner Leipzigischen Chronick / am 51. Blat / vndern anderm / also: Als die Statt Merseburg mit Fewer angesteckt worden haben sich die Kauffleuthe von dannen gen Grininia folgends gen Taucha begeben / welche Stättlein auch deßwegen / vom Ertzbischof zu Magdeburg / mit einer Newen Mauer gebessert worden. Dieweil aber dieser Ort auch nicht bequem vnnd bald hernach verheeret / vnnd in Brand gesteckt wurde / ist folgends die Messe / oder der Jahrmarckt / von dannen nach Leipzig gelegt worden Anno 1431. ist Taucha von den Böhmen vnd Hussiten / gantz vnd gar zerstöret worden. Anno 1614. hat der Rath von Leipzig / den Churfürsten von Sachsen / vnd seinen Herren Bruder Hertzog Augustum, auff dem Schloß allhie / den 10. Aprilen / zu Gast gehabt. Biß hieher dieser.