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Topographia Germaniae
Thiel (heute: Tiel)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 90.
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[90] Thiel / Tiel / Tiela, Tila, Tilaea. Ein sehr veste Hansee-Stadt in Geldern / wann man von Nieumegen nach Bommel räisen thut / und den Herren General Staaden gehörig. Ihr Gebieth wird das Tilerwerd genannt. Ligt an der rechten Seiten der Waal / zwo Meilen / oder drey Stund gehens / von Bommeln / 4. Stund von der Andreas-Schantz / (die zwischen Thiel und Bommel / an einem Eck / da die Maas und Wael zusammen lauffen / gelegen) 6. Stund von Hertzogenbusch / und so weit auch von der Stadt Grave. Utrecht ligt 4. Stund gehens davon / Buyren nur 1. Stund / Cuylenburg 3. Stund / die Stadt Wyck 2. Stund. Und ob sie wol auff einer Seiten mit Moraß / auff der andern aber / wie gesagt / mit der Wael / oder Waal umbgeben; so ist sie doch noch über das / durch die Kunst / mit Bollwercken und Schantzen auffs beste verwahret. Ist vor Jahren ein mächtige Handels-Stadt gewesen / weiln sie in dem Privilegio, welches Käyser Otto der Erste der Stadt Magdeburg Anno 972. gegeben / den Städten Bardowik / Cölln und Mäintz / in Freyheit der Commercien / gleich gehalten wird. Sie hat auch Anno 1528. eine Belagerung tapffer außgestanden; wie hievon Joh. Angel. à VVerdenhagen part. 4. Rer. Hanseat. cap. 3. fol. 22. und von dem gedachten Fluß Wael / oder Vahali, fol. 21. und wie sich der Rhein in unterschiedliche Aerm außtheilet / (an deren einem / ehe er nach Arnheim kommet / das Castell Iselort liget) daselbst f. 20. seqq. weitläuffig zu lesen ist. Das vornehme Adeliche Geschlecht von Vych hat zu Tiel sehr ansehenliche / und gleichsam Fürstliche Häuser. Die Spanischen haben Thiel Anno 1606. und 1621. zu überhaschen vergeblich gesucht.