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Topographia Germaniae
Lanoy (heute: Lannoy)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 181.
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[181] Lanoy / Lanoia, ein gutes / und vestes Stättlein / in Welsch Flandern / zwischen Ryssel / und Tornick / gelegen / von welchem das sehr vornehme Geschlecht der Herren von Lanoia den Nahmen hat / deme auch dieser Orth / sampt dem gantzen Gebiet vorhin gehört / ehe er an den Weibsstammen / und durch solchen an den Grafen von Büren / deß Printzen von Oranien Sohn gelangt. Von hinnen ist auch Carolus de Lonoia, Vice-Re zu Neapoli, gewesen / deme sich König Franciscus auß Franckreich / in der Schlacht vor Pavia / Anno 1525. gefangen geben; und von deme die Fürsten von Sulmona im Königreich Neapolis herkommen. So war auß diesem Geschlecht auch Philippus de Lanoy, Herr zu Beavoir. In diesem Stättlein Lanoye ist Franciscus Raphelengius, ein sehr gelehrter Mann in Lateinischer / Griechischer / Hebraischer / Chaldäischer / Arabischer / und Syrischer Sprach / und ein Tochtermann deß weitberühmbten Buchdruckers Christophori Plantini, zu Antorff / gebohren worden; wie Ludovicus Guicciardinus, in Beschreibung Flandern / dieses alles berichtet. Man machet zu Lanoye viel Saye / und andere Waaren. Die Frantzosen haben bey diesem Krieg diesen Orth eingenommen / aber die Spanischen / Anno 1646. sampt dem Schloß Ingelmünster / wieder erobert.