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Topographia Circuli Burgundici: Harlingen

Topographia Germaniae
Harlingen
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 103–104.
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[103] Harlingen / Diese in Frießland vier grosse Meilen von Staveren / 1. von Franeker / und 14. von Ambsterdam / an dem Ufer der West-See gelegene Stadt / ist neben dem erdenen Wall / mit acht starcken Bollwercken versehen / und wol dreymahl erweitert worden / daß sie also / nach Leewarden / jetzt die gröste / volckreichste / und reichste Stadt in dem so genanten WestFrießland; so wegen des niedern Bodens / auff welchen / durch Eröffnung der Schleusen man die Wasser lauffen lassen kan / übel zu belägern ist. Hat etliche fliessende Wasser / so die Stadt theilen / auff welchen man auch hin und wieder zu den umbligenden Orten kommen mag. Und ist daher eine grosse Schiffstellung allhie / wiewol die Lastschiff / wann sie nicht zuvor ausgeladen werden / wegen der Seichte auff 5. tausend Schritt von der Stadt ligen bleiben müssen. Man macht allhie viel Tuchs zu den Segeln; Item Papier / und anders; siedet auch da Saltz. Hat vier Thor zu Lande / eins zu Wasser / oder zum Port / nur eine Pfarrkirchen / und zween Prediger; [104] aber viel Widertäuffer. Besihe Ubbonem Emmium lib. 1. rer. Frisicar. histor. fol. 15. et de Republ. Frisiorum inter Flevum, et Lavicam, fol. 53. seqq. Georg Braun im 4. seines Städtbuchs / und Joh. Angel. von Werdenhagen de Rebuspub. Hanseat. part. 4. c. 17. fol. 93.