Spielmannslied

Textdaten
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Autor: Martin Boelitz
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Titel: Spielmannslied
Untertitel:
aus: Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 111–112
Herausgeber: Maximilian Bern
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Otto Eisner
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
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Originalsubtitel:
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Quelle: Commons = Google-USA*
Kurzbeschreibung:
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Die zehnte Muse (Maximilian Bern).djvu
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[111]

Spielmannslied.

Herr Nachbar, riegelt die Thüren fest,
Ein Dieb steht auf der Lauer,
Herr Nachbar, dass Ihr nicht vergesst,
Euer Zeisig lockt im Bauer,

5
Steckt schon das krause Köpfchen raus,

Herr Nachbar, hütet Euer Haus!
Ting ting, pinkperingping,
Ein Zeisig ist ein loses Ding
Zrrrr …

[112]
10
Im Schützenzelt ist Tanzmusik,

Hei, wie die Aeuglein blinken!
Der Spielmann geigt sein Meisterstück,
Vergisst sogar das Trinken,
Muss immer nach der Dirne schaun,

15
Stünd’ lieber mit ihr am Gartenzaun –

Ting ting, pinkperingping,
Ein Zeisig ist ein loses Ding
Zrrrr …

»He Jungfer!« – aber die Jungfer lacht,

20
Schlüpft kichernd durchs Gedränge,

Durch’s Hofthor in die Sommernacht,
Ins blühende Gehänge,
Das Köpfchen ward ihr gar zu warm,
Nun träumt’s in einem Spielmannsarm –

25
Ting ting, pinkperingping,

Ein Zeisig ist ein loses Ding
Zrrrr ziu!

Martin Boelitz.