Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II A,2 (1923), Sp. 1833–1834
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4) Servius Ocella. Caelius Rufus berichtete dem Cicero im Frühjahr 704 = 50 (fam. VIII 7. 2): Servius Ocella nemini persuasisset se [1834] moechum esse, nisi triduo bis deprensus esset. Die folgenden Anspielungen über die näheren Umstände waren dem Cicero so unverständlich, daß er zurückschrieb (fam. II 15, 5): De Ocella parum ad me plane scripseras. Jedenfalls derselbe Ocella ist es, den Cicero Anfang Mai 705 = 49 auf seinem Cumanum erwartete (ad Att. X 10, 4. 13, 3. 17, 3) und den er auch noch im November 710 = 44 erwähnt (ebd. XVI 12 von dem Puteolanum). Der Beiname Ocella begegnet sonst in der augustischen Zeit bei Liviern, die in besonders engen Beziehungen zu den Sulpicii Galbae stehen, und bei diesen wiederum ist das Pränomen Servius häufig (vgl. über die betr. Persönlichkeiten und ihre Beziehungen einstweilen Mommsen Histor. Schr. I 399f., 3). Vielleicht gehört auch dieser Servius Ocella ebenso wie der spätere Kaiser Galba durch Geburt und Adoption zugleich den Sulpiciern und den Liviern an, so daß er mit einem Kognomen der letzteren ein Pränomen der ersteren verband; in diesem Falle wäre Ser. hier Pränomen.