RE:Philippos 11

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XIX,2 (1938), Sp. 2331
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11) P., makedonischer Teilfürst, Sohn Alexandros’ I. von Makedonien. Die Annahme Abels Makedonien vor König Philipp 167ff., daß Alketas der älteste Sohn Alexandros' I. gewesen sei und nach seiner Verdrängung Perdikkas II. und P. eine Zeitlang (448–436) gemeinsam über Makedonien geherrscht hätten, der sich neuerdings Momigliano Filippo il Macedone 16f. angeschlossen hat, ist unwahrscheinlich, aus den Quellen nicht zu belegen und daher abzulehnen: Geyer o. Bd. XIV S. 705; o. Bd. XIX S. 591f.; Makedonien 50ff. Vielmehr hat Alexandros neben seinem Nachfolger Perdikkas wenigstens zwei weiteren Söhnen Teilherrschaften eingeräumt, nämlich dem Alketas und P. Beide hat dann Perdikkas verdrängt. Die ἀρχή des P. lag am unteren Axios: Thuk. II 100, 3, und diese Lage hat dann P. veranlaßt, sich an Athen anzuschließen, als er nach der Verdrängung seines Bruders Alketas über das ihm drohende Schicksal im Klaren sein mußte: 436. Er wurde vertrieben und befand sich beim Ausbruch des Peloponnesischen Krieges als landflüchtiger Fürst bei den Athenern: Thuk. I 57, 3. 61, 4. Beim Angriff des Sitalkes von Thrakien auf Makedonien 429 war er bereits tot, da Sitalkes den Sohn des P., Amyntas, in seiner Begleitung hatte ὡς ἐπὶ βασιλείᾳ τῶν Μακεδόνων: Thuk. II 95, 3. Diod. XII 50, 4. Vgl. die angegebene Literatur.