Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XII,2 (1925), Sp. 1931
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Lemovices (Lĕmovīces Caes. bell. Gall. VII 4. VIII 146. Plin. IV 109. Ptolem. II 7 Λιμουίκοι, Λεμόβικες), eine Völkerschaft in Aquitanien, zwischen den Biturigen und Arvernern, mit der Hauptstadt Augustoritum (bei Ptolem. Itin. Ant. 462 und bis ins 7. Jhdt.; rĭtum = Furt). Allmählich trat aber, wie bei den gallischen Civitates üblich, der Name der Civitas an die Stelle, so daß L. (Not. Gall.: civ. Lemovicum) Stadtname wurde, heute Limoges (aus dem gallischen Akkusativ Lemovicas, Limovicas zu erklären, der tatsächlich bei Gregor von Tours und später [als erstarrter Kasus] sich findet). Vgl. Gröhler Ursprung u. Bedeutung der französ. Ortsnamen I 76 (der zweite Wortteil -vīces kehrt wieder in Eburo-vices, Branno-vices; er bedeutet ‚Kämpfer‘ [zu got. weihan]). In Lemo- steckt ein Personennamen, abgeleitet vom Appellativum *lemos = Ulme.