Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
korrigiert  
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Crassipes, L. in Inschrift aus Peiraieus und Samothrake
Band VII,1 (1910) S. 352353
Bildergalerie im Original
Register VII,1 Alle Register
Linkvorlage für WP   
* {{RE|VII,1|352|353|Furius 55|[[REAutor]]|RE:Furius 55}}        

55) L. Furius Crassipes. Während dieser Name in der Literatur nicht vorkommt, findet er sich auf zwei Inschriften. Die eine ist eine griechische aus dem Peiraieus; Ἡ βουλὴ | δῆμος | πρεσβεύσαν τὰ πρὸς Λεύκιον Φούριον | Κρασσόπην (Bull. hell. VI 278ff.), die andere eine lateinische aus Samothrake: Mustae picis | epoptae | L. Fourius L. f. Ou[f](entina tribu) | Crassupes | P. Teidius P. f. Pom(ptina tribu) ... (CIL III Suppl. 12318 = Dessau 4054); vielleicht handelt es sich um dieselbe Persönlichkeit, die etwa nach der Mitte des 2. Jhdts. v. Chr. in Griechenland als Beamter tätig war und sich in die Mysterien in Samothrake einweihen ließ. Die Fasten der makedonischen Statthalter und Unterbeamten jener Zeit sind ja noch sehr lückenhaft. Auch auf einer [353] Weihinschrift delischer Kompetaliasten gegen 660 = 94 wird ein Freigelassener eines L. Furius erwähnt (Bull. hell. XXXI 441), der mit diesem L. Furius Crassipes zusammenhängen könnte.