Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,2 (1905), Sp. 1709
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Drinus (Ptolem. II 16, 4 ῥεῖ δὲ ὁ Δρίλων ποταμὸς ἀπό τε τοῦ Σκάρδου ὄρους καὶ ἀπὸ τοῦ ἑτέρου ὄρους τοῦ κειμένου παρὰ μέσην τὴν ἄνω Μυσίαν … ἀφ’ οὗ καὶ ἕτερος ποταμὸς Δρεῖνος ὄνομα ἐνεχθεὶς ἐμβάλλει εἰς τὸν Σάουον ποταμὸν ἀπὸ δυσμῶν Ταυρούνου πόλεως. Tab. Peut. Drinum flumen [Strassenstation]; Geogr. Rav. 212, 5 Drinius; der Drinus der Dimensuratio provinciarum 18 R. ist der albanesische Drilon, s. d.), jetzt Drina, rechter Nebenfluss der Save, der aus dem Zusammenflusse der Tara und Piva entsteht, 170 km. (Skelani-Rača) weit 10 Monate hindurch schiffbar ist und im Unterlaufe (von Zwornik an) bei gutem Wasserstande auch mit Dampfern befahren wird. Wie er jetzt die Grenze zwischen Bosnien und Serbien bildet, so hatte man angenommen, dass er auch Dalmatien und Moesia superior geschieden habe. A. v. Domaszewski hat Arch.-epigr. Mitt. XIII 130ff. (vgl. CIL III p. 1445. H. Kiepert Formae orbis antiqui XVII Beiblatt S. 5) gezeigt, dass die Confinien bis in die Nähe von Singidunum (Belgrad) vorzuschieben seien. Nach W. Tomaschek Mitt. der geogr. Gegellschaft in Wien 1880, 500 ist der Name des Flusses illyrisch; A. Holder hat ihn zweifelnd in seinen altkeltischen Sprachschatz aufgenommen. Vgl Kiepert Lehrbuch der alten Geographie 354.