Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IV,2 (1901), Sp. 2373
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Deferunda, nur begrifflich gedachte römische Göttin, der im Verein mit Adolenda und Commolanda im J. 183 n. Chr. von den Arvalbrüdern im Haine der Dea Dia beim Herabnehmen eines auf dem Dach des Tempels gewachsenen Feigenbaumes ein Opfer (oves II) dargebracht wurde. Henzen Act. fratr. Arv. p. CLXXXVI = CIL VI 1 p. 560; ergänzt auf einem Fragment der Acten vom J. 218, Henzen p. CCII = CIL VI p. 569. Zu den von Weissweiler (Jahrb. f. Philol. CXXXIX 1889, 37ff.) geäusserten Bedenken gegen die Annahme einer Göttin D. (Marini Atti e monum. dei fratr. Arv. 381ff. Henzen a. a. O. 147ff. Oldenberg De sacr. fratr. Arv., Berol. Diss. 1875. 45ff. Peter in Roschers Myth. Wörterbuch II 188, 40ff.) vgl. für die Form Jordan Krit. Beitr. 279ff., für die Sache Wissowa o. Bd. II S. 1480, 43f. 1482, 47ff.

[Aust.]