RE:Cham(m)anene

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,2 (1899), Sp. 2107
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Cham(m)anene, Praefectur im nordwestlichen Teile Kappadokiens, an den Grenzen von Phrygien und Galatien, Strab. XII 534. 540. Plin. n. h. VI 9 (Cammanene). Ptol. V 6, 12. Barth (Petermanns Mitt. Erg. Heft 3, 82) erkennt darin den Namen Haïmaneh wieder, der jetzt der Gegend südlich von Angora gegeben wird, wenngleich er zugiebt, dass in der uns bekannten Zeit Ch. östlich vom Halys zu suchen ist. Perrot (Exploration de la Galatie et de Bithynie I 273) denkt an die Möglichkeit, dass der Name später auf das linke Halysufer übergegangen ist. Ramsay (Asia minor 296) nimmt an, dass sich die Landschaft bis auf das linke Halysufer erstreckte.

[Ruge.]

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S I (1903), Sp. 282
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S. 2107, 6 zum Art. Cham(m)anene:

Mit Ch. combinieren die Assyriologen seit Norris vielfach die in den Keilinschriften Sargons erwähnte Landschaft Kammanu, welche in der Nähe von Melitene und zwar westlich davon zu localisieren ist, Schrader Keilinschr. und Geschichtsforsch. 153ff. Tiele Babyl.-assyr. Gesch. 268. Winckler Gesch. Babyl. u. Assyr. 175. 269. Bedenken äussert Delitzsch Wo lag das Paradies? 125. Da der Name Ch. nach den Classikern an einem Landstrich im nordwestlichen Kappadokien haftete, so hat man, die Identität von Ch. mit Kammanu vorausgesetzt, eine spätere Übertragung desselben in jene Gegend anzunehmen. Fraglich bleibt, ob das von Tiglathpileser I. erwähnte Volk der Ḳumani mit Kammanu = Ch. zusammenhängt; die Gleichung vertreten Hommel Gesch. Babyl. 530. Winckler a. a. O. 175. 269 und Altoriental. Forsch. II. Reihe I 115. 118. Tiele a. a. O. 163 und Winckler a. a. O. vermuten weiter, dass sich der alte Name Kumani (Kammanu) noch in Komana in Kataonien conserviert habe.