Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,1 (1897), Sp. 1170
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Cadrusi, eine von Alexander d. Gr. am Südabhange des indischen Kaukasos angelegte Stadt, Plin. VI 92; Cadrusia Solin. 57. Der Name erinnert an skr. kadru ,braun‘, vgl. Gadrosoi, Kedrosoi. Gleichwohl liesse sich an Entstellung aus Asterusia denken, Steph. Byz. p. 139 M., wo allerdings Vossius für ἰνδική lesen will σινδική, trotz Eust. Hom. p. 332, 20. Cunningham Anc. geogr. of India I 31 findet C. in den Ruinen auf dem Tumulus von Koratâs, welche nach Masson Travels III 166 sechs miles nordöstlich von Begrâm am nördlichen Ufer des Panǧhîrflusses liegen und wo aus der hellenistischen Zeit stammende Münzen und Topfscherben gefunden werden. Vgl. Alexandreia Nr. 6 und Cartana.