Hauptmenü öffnen

Leitfaden der vergleichenden Märchenforschung

Textdaten
>>>
Autor: Antti Aarne
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Leitfaden der vergleichenden Märchenforschung
Untertitel:
aus: Folklore Fellows’ Communications No. 13
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1913
Verlag: Suomalaisen Tiedeakatemian Kustantama
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Hamina
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Michigan-USA*, Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
FFC13.djvu
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[I]
FF COMMUNICATIONS No. 13


LEITFADEN
DER
VERGLEICHENDEN MÄRCHENFORSCHUNG
VON
ANTTI AARNE



HAMINA 1913,
SUOMALAISEN TIEDEAKATEMIAN KUSTANTAMA


[III]
Vorwort.

Das vorliegende Werk beabsichtigt die Märchenforscher mit der geographisch-historischen Untersuchungsmethode bekannt zu machen. Im ersten Abschnitt werde ich einige Gesichtspunkte allgemeiner Art über die Märchen darstellen, besonders über deren Ursprung, soweit die gegenwärtige Forschung diese Dinge zu erkennen vermag. Im zweiten Abschnitt werde ich die in den Märchen geschehenden Veränderungen beschreiben, von deren Kenntnis die Ermittelung der Schicksale der Märchen zunächst abhängt. Nachdem wir dann im dritten Abschnitt mit der Untersuchungsmethode selbst bekannt geworden sind, folgen im vierten praktische Winke für die Ausführung der Forschungsarbeit. Schliesslich referiere ich den Hauptinhalt der Märchen, die als Beispiele zur Beleuchtung verschiedener Umstände gewöhnlich herbeigezogen sind. Als Ergänzung zu dem Werke wird in der folgenden Nummer von FFC eine Übersicht der bei der Untersuchung nötigen Märchenliteratur erscheinen.

Man kann verschiedener Ansicht darüber sein, ob das von mir angewandte Verfahren, einige wenige Märchen als Beispiele zu benutzen, der Aufklärung der Dinge zum Vorteil gereicht hat. Es ist zuzugeben, dass eine grössere Märchenmenge eine mehr variierende Beispielwahl möglich gemacht hätte. Meine Behandlungsweise hat sich zunächst von dem Wunsche hergeleitet, das Werk so zu gestalten, dass auch die mit den Märchen weniger Vertrauten es anwenden können. Und unzweifelhaft ist es für jeden leichter, die [IV] Beispiele aufzufassen, wenn sie aus Märchen genommen sind, die er genau kennt und die man bei Bedarf in demselben Werke wieder lesen kann. Dass die von mir benutzten Märchen hingereicht haben, Beispiele für die verschiedenen Fälle zu bieten, das wird, hoffe ich, aus dem Werke deutlich werden.

Den herzlichsten Dank drücke ich hiermit den Herren Prof. Kaarle Krohn und Axel Olrik aus für die von ihnen erhaltene Unterstützung. Der erstere hat ausser dem, was er durch seine grundlegenden Untersuchungen für die Sache getan hat, mir im Laufe meiner Arbeit durch seine Ratschläge geholfen, und der letztere hat mir Manuskripte eines unter Arbeit befindlichen, die Grundfragen der Volksdichtung behandelnden grösseren Werkes zur Einsicht überlassen.

Berlin, den 15. November 1913.

Antti Aarne.     


[87]
Inhalt.
Seite
Vorwort III–IV
I. Ursprung der Märchen 1–22
II. Die Veränderungen in den Märchen 23–39
III. Die geographisch-historische Forschungsmethode 39–56
IV. Die Technik der Märchenforschung 57–78
V. Die als Beispiele benutzten Märchen 79–86