Katalog der von der Kön. Akademie der bildenden Künste in Dresden alljährlich veranstalteten Kunst-Ausstellung 1872

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Titel: Katalog der von der Kön. Akademie der bildenden Künste in Dresden alljährlich veranstalteten Kunst-Ausstellung 1872
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Erscheinungsdatum: 1872
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Kurzbeschreibung: Übersicht über weitere Kataloge von Jahresausstellungen siehe Kataloge der Jahresausstellungen der Kurfürstl./Königl. Sächsischen Akademie der Künste
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[I]
KATALOG
der
von der Kön. Akademie der bildenden Künste
in
Dresden
alljährlich veranstalteten
Kunst-Ausstellung.



1872.


Eröffnung: den 1. Juli.
Schluss: den 30. September.


Preis des Katalogs 5 Ngr.
Die zu gegenwärtigem Kataloge erscheinenden Nachträge werden gegen dessen Vorzeigung unter Abtrennung der auf der Rückseite befindlichen Coupons unentgeltlich verabfolgt.




(Ausgegeben den 1. Juli 1872.)



DRESDEN.
Druck von Liepsch & Reichardt.
[II]
Bemerkungen.

Wegen der Preise der als „verkäuflich“ bezeichneten Kunstgegenstände, so wie wegen des Ankaufes ausgestellter Kunstgegenstände überhaupt, beliebe man sich an den Kanzlisten der Ausstellung (rechts beim Eintreten in den Saal) zu wenden.




Berichtigungen, welche den Katalog betreffen, sind durch Vermittlung des Kanzlisten an das Secretariat der Ausstellungs-Commission zu richten.



[3]

Akademische Nachrichten. (Vom 1. Juli 1871 – 30. Juni 1872.)Bearbeiten

Der akademische Rath erfuhr in seiner Zusammensetzung keine Veränderung.

Aus der Zahl der Lehrer schied am 13. August 1871 durch den Tod, wie in anderen weiten Kreisen so auch seiten der Kunstakademie lebhaft beklagt, der Generalstabsarzt Professor Dr. Günther (geb. 1806), welcher mit grosser Hingebung, Lehrbefähigung und bestem Erfolge seit dem Jahre 1843 den anatomischen Unterricht an der Kunstakademie ertheilt hatte. Von Michaelis 1871 an wurde der letztere mit Genehmigung des Kön. Ministeriums des Innern dem Generalarzte Dr. Roth übertragen.

Der Zahl der wirklichen Mitglieder wurde durch den Tod entrissen Dr. Julius Schnorr von Carolsfeld (geb. 26. März 1794 zu Leipzig), welcher am 24. Mai 1872 zu Dresden entschlief. Noch vor wenig mehr als Jahresfrist, als derselbe am 1. April 1871 seinem Wunsche gemäs aus seinen dienstlichen Stellungen als Professor der Malerei und Ateliervorstand bei der Kunstakademie, als Mitglied des akademischen Raths und als Director der Kön. Gemäldegalerie schied, um in den wohlverdienten Ruhestand zu treten, war dem scheidenden Altmeister Seiten der Gesammtheit des akademischen Raths der innige Wunsch ausgesprochen worden, dass es ihm noch recht lange vergönnt sein möge, künstlerisch thätig zu bleiben. Die bezügliche Hoffnung hat sonach leider keine Erfüllung gefunden. Schnorr’s Hintritt traf nicht nur seine collegialen Kreise, er [4] traf die gesammte deutsche Kunst, ist ein Ereigniss der deutschen Kunstgeschichte. Sein mehr als 50jähriges Wirken und Schaffen, seine hervorragende Bedeutung und Geltung, seinen directen und indirecten Einfluss auf dem Gebiete der deutschen bildenden Kunst gebührend und nur annähernd zu würdigen ist hier weder Raum noch Ort. Die Geschichte hat hierüber bereits ihr vollgültiges Urtheil gesprochen, die Mitwelt hatte dem Geschiedenen, einem der Marksteine und Mitschöpfer der grossen Epoche des ersten Wiederaufschwungs deutscher Kunst im Beginn dieses Jahrhunderts, noch während er in rüstiger Kraft unter uns wandelte, den unbestrittenen Preis zuerkannt. Den Ueberlebenden blieb die Trauer und die Herzenspflicht, ihrer Verehrung beim Abschlusse dieses grossen Lebens einen so einstimmigen und tiefempfundenen wie schmerzvollen Ausdruck zu geben. Wie tief und allgemein dieser Verlust namentlich in allen hiesigen und räumlich näheren Kreisen empfunden wurde, davon gaben die in ihrem Aeusseren durch die hiesige Kunstgenossenschaft auf das Würdigste gestaltete Feier der Beerdigung von Schnorr’s sterblicher Hülle und die von mehreren Rednern dem Verklärten gewidmeten Worte des Nachrufs ein beredtes Zeugniss.

Aus dem Kreise der Ehrenmitglieder verlor die Akademie durch den Tod:

Ferdinand Pettrich, geb. in Dresden, zu Anfang dieses Jahrhunderts Schüler und Reisestipendiat der hiesigen Kunstakademie, Ehrenmitglied seit 2. Juni 1827, gestorben als kais. brasilianischer Hofbildhauer hochbetagt zu Rom am 14. Februar 1872, und [5] Freiherr von Olfers, kön. preuss. wirkl. Geheimer Rath und Director der Kön. preuss. Museen a. D., Ehrenmitglied seit 5. November 1847, gestorben am 23. April 1872 im 79. Lebensjahre zu Berlin.

An der Kön. Kunstakademie zu Leipzig wurde der seit dem 1. Januar 1870 als Lehrer provisorisch angestellte Geschichtsmaler Herr Ludwig Nieper (geb. 12. Juli 1826 zu Braunschweig), welchem seit dem am 19. April 1871 erfolgten Ablebens des Directors Prof. Jäger die interimistische Leitung jener Anstalt übertragen worden war, vom 1. April 1872 an unter Ertheilung des Prädicats als Professor zum Director und ersten Lehrer ernannt.

Die fleissig benutzte akademische Bibliothek hat sich im letzten Jahre durch Ankäufe und Geschenke von 2792 auf 2825 Bände vermehrt.

Akademische Auszeichnungen. Am 4. November 1871 fand durch den durchlauchtigsten Herrn Curator der Kunstakademie, Se. Kön. Hoheit den Prinzen Georg, Herzog zu Sachsen, und in Anwesenheit Sr. Excellenz, des Königlichen Herrn Commissars bei dem akademischen Rathe, Staatsminister von Nostitz-Wallwitz in einer Versammlung der gesammten Akademie in feierlicher Weise die Verkündung und Ueberreichung derjenigen Auszeichnungen statt, welche Schülern der Akademieen zu Dresden und Leipzig als Anerkennung für von ihnen zur Ausstellung von 1871 eingelieferte Arbeiten zuerkannt worden waren.

Um Verleihung des Reisestipendiums, für welches im J. 1870 den bestehenden Bestimmungen zufolge die Architektur an der Reihe war, hatten [6] sich unter Erfüllung der vorgeschriebenen Bedingungen zwei junge Künstler durch Einreichung von anonymen Entwürfen beworben, welche dem als Aufgabe gestellten Programme gemäs, „ein in Dresden am östlichen Ende der innern Bürgerwiese zu erbauendes Concerthaus“ zum Gegenstande hatten. Mit Allerhöchster Genehmigung wurde nach dem Vorschläge des akademischen Raths das Reisestipendium auf 2 Jahre in der Höhe von 600 Thlr. jährlich[1] dem einen der Bewerber, vormaligem Schüler im Atelier des Herrn Prof. Nicolai,

Ernst Herrmann aus Dresden,

mit Rücksicht auf den von ihm unter dem Motto „Elbflorenz“ in 12 Blatt ausgestellten Entwurf, No. 883–894 des Katalogs, verliehen. Dem anderen Bewerber, ebenfalls vormaligem Schüler im Atelier des Herrn Prof. Nicolai, Oswald Haenel a. Dresden, wurde für seinen ebenfalls aus 12 Blatt bestehenden Entwurf (No. 895–906 des Katalogs) eine kleine goldene Medaille zuerkannt.

Die übrigen Ehrenbezeugungen waren:

4 kleine goldene Medaillen an: Robert Leinweber a. Böhmisch-Leipa (Atelier des Hm. Prof. Galeriedir. Dr. Hübner), Aloys Düll a. Wien (At. des Hm. Prof. Dr. Hähnel), Alexander Baumann a. Reval (At. des Hrn. Prof. Schilling) nebst einem Zeugnisse, dass die von ihm ausgestellte Gypsgruppe „Tankred tauft die sterbende Chlorinde“, der höchsten [7] akademischen Ehrenauszeichnung für würdig erachtet und ihm nur aus formellen Gründen die grosse goldene Medaille nicht habe verliehen werden können, Carl Schlüter a. Pinneberg i. Holstein;

2 grosse silberne Medaillen an: Hugo Harzer a. Dresden u. Hugo Duderstädt a. Chemnitz (At. des Hrn. Prof. Nicolai);

6 kleine silberne Medaillen an: Albert Raudnitz a. Dresden (At. des Hrn. Prof. Dr. Hübner), Richard Helmert a. Leipzig (At. des Hrn. Prof. Dr. Grosse), Rudolf Schuster a. Markneukirchen (At. des Hrn. Prof. Dr. Richter), Clemens Major a. Annaberg, August Schwenzer a. Löwenstein i. Württemberg (At. des Hrn. Prof. Dr. Hähnel), H. Käseberg a. Grimma (Mittelclasse der Leipziger Kunstakademie);

14 Ehrenzeugnisse an: August Heino a. Bautzen (At. des Hrn. Prof. Dr. Richter), Arthur Volkmann a. Leipzig (At. des Hrn. Prof. Dr. Hähnel), Christian Behrens a. Gotha, Ernst Eichler a. Werdau, Adolf Jahn a. Liegnitz, Gustav Kadner, Max Ziegra a. Dresden (Oberclasse), Carl Biltz a. Dresden, Max Bösenberg a. Leipzig, Richard Miersch a. Dresden, Feodor Müller a. Görlitz, Hermann Schumann a. Mügeln (2. Abthlg. der Bauschule), P. Zechendorf a. Leipzig (Actsaal der Leipziger Akademie), P. Püttner (Mittelclasse derselben Akademie);

16 mündliche Belobungen an: Ernst Dannhauer a. Altgeringswalde, Ernst Fischer a. Dresden, Bruno Urban a. Pulsnitz (Oberclasse) Georg Jähnich a. Meissen, Alfred Kowalski a. Suwalki, Erwin [8] Langer, Hermann Lische, Johannes Wichmann sämmtlich aus Dresden (Mittelclasse), Wilhelm Claudius a. Altona, Jacob Nöbbe aus Flensburg, Theodor Rocholl, a. Sachsenberg (Unterclasse), Rudolf Baron a. Leipzig, Max Ravoth a. Berlin, Richard Vogel a. Plauen i. V. (2. Abth. der Bauschule), O. Letz a. Leipzig, (Mittelclasse der Leipziger Akademie), P. Gräfe a. Stötteritz (Unterclasse der letzteren.)

[9]

Schülerzahl.Bearbeiten

A. Kunst-Akademie zu Dresden.
a. Winterhalbjahr 1871/72.
Classen und Ateliers. in Summa. Ausländer Neuauf-
genommene
Unter-Classe 23 9 10
Mittel-Classe 21 10 2
Ober-Classe 13 5 1
Ateliers:
1. des Hrn. Prof. Dr. Hübner, für Geschichtsmalerei . 4 2
2. des Hrn. Prof. Grosse, desgl. 7 1
3. des Hrn. Prof. Dr. Hähnel, für Bildhauerei 6 4
4. des Hrn. Prof. Schilling, desgl. 6 5
5. des Hrn. Prof. Dr. Richter, für Landschaftsmalerei 3
6. des Hrn. Prof. Gruner, für Kupferstechkunst
7. des Hrn. Prof. Bürkner, für Holzschneidekunst 2
Sa. I. 83 36 13
Bau-Schule II. Abtheilung 25 7 5
Atelier (für Baukunst) des Hrn. Prof. Nicolai 19
Sa. II. 44 7 5
überhaupt 127 43 18
b. Sommerhalbjahr 1872.
Unter-Classe 21 10 11
Mittel-Classe 25 9
Ober-Classe 5
Ateliers:
1. des Hrn. Prof. Dr. Hübner, für Geschichtsmalerei . 5 2
2. des Hrn. Prof. Grosse, desgl. 8 1
3. des Hrn. Prof. Dr. Hähnel, für Bildhauerei 3 2
4. des Hrn. Prof. Schilling, desgl. 5 4
5. des Hrn. Prof. Dr. Richter, für Landschaftsmalerei 2
6. des Hrn. Prof. Gruner, für Kupferstechkunst
7. des Hrn. Prof. Bürkner, für Holzschneidekunst 2 1
Sa. I. 75 28 11
Bau-Schule II. Abtheilung 23 4 6
Atelier (für Baukunst) des Hrn. Prof. Nicolai . 16 2
Sa. II. 39 6 6
überhaupt 114 34 17
B. Kunst-Akademie zu Leipzig.
a. Winterhalbjahr 1871/72.
Unter-Classe 33 9 11
Mittel-Classe 10 2 1
Ober-Classe (Atelier u. Actsaal.) 12 3 2
überhaupt 55 14 14
b. Sommerhalbjahr 1872.
Unter-Classe 41 10 22
Mittel-Classe 17 3
Ober-Classe (Atelier u. Actsaal.) 7 3 1
überhaupt 65 16 23

Von der Gesammtzahl der Schüler der Dresdner Kunstakademie, einschliesslich der Bauschule, im laufenden Sommerhalbjahre 114, sind gebürtig: 31 [10] aus Dresden, 48 aus anderen Orten, des Königreichs Sachsen, 25 aus anderen Ländern des deutschen Reichs (13 aus Preussen, 4 Sachsen-Altenburg, 3 Sachsen-Coburg-Gotha, 1 Lippe-Detmold, 1 Waldeck, 1 Schwarzburg-Rudolstadt, 1 Reuss j. L., 1 Hamburg), 3 Oesterreich, 2 Russland, 2 England, 1 Württemberg, 1 Polen, 1 Amerika.

Nachrichten über die akademische Kunstausstellung.Bearbeiten

Die zu Leitung der Geschäfte der akademischen Kunstausstellung i. J. 1872 bestimmte Commission besteht aus den Professoren Heine, Vorsitzendem, Dr. Hettner und Dr. Grosse als Vertretern des akademischen Raths und den Malern Adolf Friedrich und Julius Grüder (stellvertretendem Vorsitzenden) als Vertretern der hiesigen Kunstgenossenschaft, so wie dem Architekten Richard Steche und dem Bildhauer Gustav Brossmann als Stellvertretern der beiden letzteren Künstler.

Die Ausstellung von 1871 umfasste 943 Nummern[2] (1870 850). Nach Abzug von 266 Nummern akademischer Klassenarbeiten (202 von der Dresdner, 64 von der Leipziger Akademie) verblieben 677 Arbeiten selbständiger Künstler, einschliesslich [11] 30 selbständiger Arbeiten von 14 Atelierschülern der Dresdener Akademie.

Die erwähnten 677 Arbeiten rührten von 342 Ausstellern her, nämlich 296 (nahe an 43%) von 118 hiesigen (1870: 111), 381 (etwas über 56%) von 224 (1870: 170) auswärtigen Ausstellern. Bemerkenswerth erscheint die steigende Betheiligung von Damen, deren im J. 1871 überhaupt 42 (1870: 37, 1869: 28), darunter 15 hiesige, (1871: 10) und 27 (1871 ebenfalls 27) auswärtige ausstellten.

Von den 224 auswärtigen Ausstellern befanden sich 16 mit 32 Nummern in Sachsen ausserhalb Dresdens, nämlich 5 in Leipzig (6 Nummern), je 2 in Chemnitz, Freiberg und Loschwitz, je 1 in Gruna, Meissen, Tharandt und Zittau.

Von den übrigen 208 auswärtigen Künstlern gehörten an: 54 München (87 Nummern), 54 Düsseldorf (76), Berlin 27 (49), Weimar 19 (37), Hamburg 5 (10), Karlsruhe 5 (5), Freiburg i. Br. 5 (11), Breslau 4 (7), je 3 Stuttgart, Prag, Rom, Wien, je 2 Frankfurt a. M., Haag, je 1 Antwerpen, Augsburg, Ballenstädt, Basel, Böhmisch-Leipa, Brüssel, Kassel, Danzig, Eisenach, Erfurt, Gera, Hannover, Königsberg i. Pr., Liegnitz, Lübbenau, Lyon, Mailand, Schwerin, Stettin, Triest.

Dem Material und der Art der Ausführung nach bestanden die erwähnten 677 Ausstellungsnummern aus:

427 Oelgemälden und Oelskizzen, 80 Aquarellen, 54 Blatt architektonischen Entwürfen, 37 Sculpturen, 34 Zeichnungen verschiedener Art (18 Cartons, 6 in [12] Kohle, 4 Federz., 3 in Bleistift, 2 in Sepia, 1 in Kreide), 24 Blättern in Gouache, 9 Nummern Radirungen, 4 Pastellgemälden, 3 Kupferstichen, 3 Photographien nach Kunstwerken, 1 Porzellangem., 1 Rahmen mit Holzschnitten.

Nach dem Gegenstande der Darstellung zerfielen dieselben 677 Kunstwerke in:

229 Landschaften einschliesslich Architekturbilder und Seestücke (1870: 209) und zwar 197 eigentliche Landschaften (162 Oelg., 25 Aquarelle, 6 Radirungen, 2 Federz., 1 Carton, 1Bleistiftz), 21 Architekturbilder (16 Oelgem., 2Kohlenz., 2 Radirungen, 1 Aquarell), 11 Seestücke, (sämmtlich in Oel);

154 genrebildliche Darstellungen, Stillleben und Interieurs (1870: 137), (123 Oelgem., 17 Aquarelle, 5 Sculpturen, 3 Kohlenz., 2 Bleistiftz., 2 Federz., 1 Pastellg., 1 Kupferstich);

72 Blumen- u. Fruchtstücke (1870: 41) nämlich 35 in Gouache, 23 Oelgem., 14 Aquarelle);

63 historische Darstellungen (1870: 65), nämlich 31 von biblischen und religiösen Gegenständen (14 Oelg., 9 Sculpturen, 3 Cartons, 2 Kupferstiche, 2 Photographien, 1 Aquarell), 21 dergleichen aus der Mythologie, antiken Dichtung und alten Geschichte (12 Cartons, 3 Sculpturen, 3 Sepiaz., 2 Oelg., 1 Aquarell), 11 aus moderner Dichtung und neuer Geschichte (4 Oelg., 3 Sepiaz., 2 Cartons, 1 Kohlenz., 1 Aquarell);

55 Bildnisse u. Studienköpfe (1870: 53) und zwar 36 Oelg., 11 Sculpturen, 3 Pastellg., [13] 1 Porzellang., 1 Kreidez., 1 Radirung, 1 Aquarell, 1 Photographie);

54 Blatt architektonischer Entwürfe (1870: 28);

47 Thierstücke (1870: 40), nämlich 41 Oelg., 8 Aquarelle;

1 Rahmen mit Holzschnitten verschiedenen Inhalts.

Die 37 ausgestellten Sculpturen (1870: 27), wovon 31 in Gyps, 5 in Marmor u. 1 in Bronze, bestanden in 12 Medaillons, 8 Büsten, 7 Gruppen, 6 Statuen und Statuetten und 4 Reliefs.

Die höchste Versicherungssumme der gleichzeitig anwesenden und gegen Feuerschaden versicherten Kunstwerke betrug 111,000 Thaler.

Verkauft wurden aus der Ausstellung (ausser einer für 4 Thlr. verkauften Zeichnung nach Gyps eines Classenschülers) überhaupt 98 Kunstwerke, (91 Oelgemälde, 3 Sculpturen in Bronze, 2 Aquarelle, 1 Gouachegemälde, 1 Kohlenzeichnung), also nahezu 141½ Procent der 677 ausgestellten selbständigen Kunstwerke, für den Gesammtpreis von 14,761 Thlr. 10 Ngr. – Pf., und zwar 64 Kunstwerke für 9,971 Thlr. 10 Ngr. – Pf. an Private, sowie 34 dergleichen an den Sächsischen Kunstverein für 4790 Thlr.

Die Katalognummern der 98 verkauften Kunstwerke sind: 3. 4. 7. 10. 12. 14. 22. 29. 30. 41. 44. 53. 60. 74. 76. 86. 87. 92. 93. 94. 96. 98. 100. 101. 102. 104. 110. 113. 131. 132. 140. 156. 161. 239. 249. 255. 263. 272. 279. 284. 293. 294. [14] 295. 297. 299. 304. 307. 312. 314. 317. 319. 320. 328. 330. 335.341. 342. 360. 370. 379. 380. 381. 384. 395. 396. 401. 409. 414. 422. 423. 424. 425. 427. 438. 441. 445. 448. 495. 511. 514. 796. 801. 802. 803. 805. 806. 820. 828. 830. 835. 836. 840. 847. 854. 856. 882. 908. 909.

Besuch der Ausstellung. Es wurden während der 92 Ausstellungstage 16,459 (1870: 11,830) Eintrittskarten und 2677 (1870: 1768) Exemplare des Katalogs verkauft. Die Gesammteinnahme belief sich i. J. 1871 auf 2541 Thlr. 10 Ngr. – Pf. (1870: 1723 Thlr. 22 Ngr. – Pf.), der Reinertrag auf 212 Thlr. 2 Ngr. 2 Pf. (1870: 49 Thlr. 2 Ngr. 1 Pf.)

Den bestehenden Bestimmungen gemäs wurde die eine Hälfte dieses Reinertrags, nämlich 106 Thlr. 1 Ngr. 1 Pf. dem hiesigen sächsischen Künstlerunterstützungsvereine für seine Zwecke überwiesen, die andere Hälfte zum Ankaufe von Werken sächsischer Künstler aus der Ausstellung bestimmt.

Für den letztgenannten Zweck ist im gegenwärtigen Jahre die Summe von 154 Thlr. 5 Ngr. 1 Pf. verfügbar, bestehend aus 47 Thlr. Kassenbestand von 1871, 106 Thlr. 1 Ngr. 1 Pf. die obenerwähnte Hälfte des Reinertrags von 1871 und 1 Thlr. 4 Ngr. – Pf. Zinsen von zeitweilig angelegten Baarbeständen auf 1871.

Im J. 1871 konnte, wie bereits im vorigen Jahresberichte erwähnt worden ist, ein Ankauf der gedachten Art wegen des zu geringen vorhandenen Kassenbestandes nicht stattfinden.

[15] Zur Chronik der Ausstellung ist noch zu verzeichnen, dass im J. 1871 durch die Ausführung eines von dem Kön. Ministerium des Innern ungeordneten Anbaues an der Rückseite des Ausstellungsgebäudes helle und geräumige, bis dahin mangelnde Expeditionsräume für die Ausstellung beschafft worden sind, eine Gewährung welche Seiten der Ausstellungs-Commission im Interesse der Förderung der Geschäfte mit lebhaftestem Danke begrüsst worden ist.

Endlich ist noch zu erwähnen, dass im vorigen Jahre unter Aufhebung der zeither üblichen Verpachtung der Garderobe der Aufwand für die Bezahlung der Garderobegeschäfte auf die Ausstellungskasse übernommen und die Erhebung von Garderobegebühren von den Besuchern der Ausstellung in Wegfall gebracht worden ist.

Die zeither mit der akademischen Jahresausstellung verbundene Ausstellung der Arbeiten von Classenschülern der hiesigen und der Leipziger Kunstakademie wird in diesem Jahre gesondert in Räumen des Akademiegebäudes und zwar im Anfänge des Monats August stattfinden.

Dresden, 30. Juni 1872.



[16]

I. Oelgemälde.Bearbeiten

Adam, Eugen, in München, Rindermarkt 3. III. Bearbeiten

1. Ein Jahrmarkt in Croatien.
 400 Thlr.

Arndt, Franz, in Weimar. Bearbeiten

2. Mühle in Oberbayern.
  300 Thlr.

Baade, Knud, in München, Blumenstr 20.Bearbeiten

3. Hinaus in’s offne Meer. Partie aus Norwegen.
  600 Thlr.

Bach, Alois, in München. Bearbeiten

4. Dorfgasse in Oberbayern bei aufziehendem Regenwetter.
  275 Thlr.

5. Pferde, in’s Haferfeld gerathen.
  45 Thlr.

Bach und Schleich, in München. Bearbeiten

6. Landschaft am Starnberger See. Thal.
 75 Thlr.

Barthelme, Hugo, in München, Müllerstr. 20, III. Bearbeiten

7. Mit Alpenrosen spielende Kinder.
  400 Thlr.

Blanckarts, Moritz, in Düsseldorf, Steinstr. 6.Bearbeiten

8. Ausmarsch der französischen Gefangenen aus Metz, 30. Oktober 1870. General Jurien will dem Prinzen Friedrich Carl den Rapport überreichen, den dieser dem General von Fransecky zuweist.
 30 Frd’or.

9. Husaren-Patrouille.
  15 Frd’or.

Bode, W., in Düsseldorf. Bearbeiten

10. Lauterbrunnerthal.
  350 Thlr.

11. Dorfpartie. Landschaft.
  80 Thlr.

12. Sonntagmorgen bei Salzburg.
  180 Thlr.

[17]

Boehm, W., in Dresden, Bismarckplatz 2, Gartenhaus.Bearbeiten

13. Der alte Schulmeister. Studienkopf.
  200 Thlr.

14. Die Schönheit des Dorfes. Studienkopf.
  150 Thlr.

Boshart, Wilhelm, in München, Schönfeld-Str. 8, II. Bearbeiten

15. Partie von Burgeis auf der Malser Haide in Tyrol.
  200 Thlr.

Bostelmann, Karl, Kön. Hannöverscher Hofmaler in Hamburg.Bearbeiten

16. Bildniss der Kön. Hofoperntänzerin Fräul. Rehwald in Dresden. Brustbild.
 Privatbesitz.

Brozik, Wenzl, in Dresden, Amalienstr. 4, part.Bearbeiten

17. Brautzug der Königin Kunigunde von Böhmen und des Ritters von Falkenstein aus der St. Veitskirche in Prag.
 Privatbesitz.

Buchholz, K., in Weimar. Bearbeiten

18. Dorfidylle aus Thüringen.
 100 Thlr.

Choulant, T., Kön. Hofmaler in Dresden, Striessener Platz 5, part.Bearbeiten

19. Ponte Rialto in Venedig.
  Privatbesitz.

20. Am Dogenpalast in Venedig.
 Privatbesitz.

Cornill, Otto, in Frankfurt a/M.Bearbeiten

21. Der Hausirhändler.
 112 Thlr.

Dahl, Siegwald, Ehrenmitglied der kön. Kunstakademie in Dresden, an der Elbe 9, III. Bearbeiten

22. Rehbock „gestört“.
 Privatbesitz.

23. Rehbock „sicher“.
 Privatbesitz.

24. Mädchen, Tauben und Sperlinge im Winter fütternd.
  Privatbesitz.

[18]

Dietrich, Fräul. Adelheid, in Erfurt. Bearbeiten

25. Baumknospen- und Blüthengruppe.
  80 Thlr.

Duntze, J., in Düsseldorf.Bearbeiten

26. Norwegischer Fjord.
 170 Thlr.

27. Norwegische Winterlandschaft. Abendbeleuchtung.
  170 Thlr.

Eckardt, E. G., in Meissen.Bearbeiten

28. Wendisches Dorf „Kleinförstchen“ bei Bautzen.
  20 Thlr.

Eibner, Friedrich, in München, Frauenstr. 13.Bearbeiten

29. Der Dom zu Basel.
  275 Thlr.

Embde, Fräul. von der, in Cassel, Cölnische Allee 13.Bearbeiten

30. Flieder auf einem Steintische.
 80 Thlr.

Fabarius, F. W., in Düsseldorf.Bearbeiten

31. Ebbe. Motiv bei Ostende.
 68 Thlr.

32. „Auf eine Sandbank gelaufen. Seestück.
  100 Thlr.

Feddersen, Hans P., in Weimar. Bearbeiten

33. Landschaft. Herbst.
  200 Thlr.

34. Landschaft. Winter.
 200 Thlr.

Fischer, Fräul. Elise, in Dresden, Pillnitzer Str. 32. II.Bearbeiten

35. Weibliches Bildniss. Kniestück.
 Privatbesitz.

36. Weibliches Bildniss. Brustbild.
  Privatbesitz.

Freese, H., in Berlin.Bearbeiten

37. Entenjagd.
 170 Thlr.

Freiesleben, E., in Weimar.Bearbeiten

38. Rübezahl und Mutter Ilse.
  200 Thlr.

39. „Auf dem Wege zur Spinnstube“. Genrebild.
  130 Thlr.

40. Ein Held. Genrebild.
 130 Thlr.

[19]

Frey, Fräul. Friederike, in Freiburg, Bertholdstr. 32.Bearbeiten

41. Fruchtstück.
  45 Thlr.

Froriep, Fräul. Bertha, in Weimar.Bearbeiten

42. Männliches Bildniss. Brustbild.
  Privatbesitz.

Gaul, Gustav, in Wien, Margarethenplatz 2.Bearbeiten

43. Bildniss der Tragödin Sophie Schröder. Brustbild.
  200 Thlr.

44. Griechin. Studienkopf.
 220 Thlr.

Gehrich, H., in Düsseldorf.Bearbeiten

45.Unterwegs. Genrebild.
 70 Thlr.

Geibel, C., in Weimar. Bearbeiten

46. Vor Strassburg. Lagerscene.
 30 Frd’or.

47. Mittagsruhe in der Riesenmörser-Batterie vor Strassburg 1870.
  75 Thlr.

Grönland, Th., in Berlin, Schönberger Str. 25. Bearbeiten

48. Blumenstück.
 300 Thlr.

49. Fruchtstück.
  120 Thlr.

50. Winter.
  120 Thlr.

Günther, Otto, in Weimar. Bearbeiten

51. „Wieder daheim“. Genrebild.
  75 Frd’or.

Harrach, Graf F., in Berlin, Bellevuestr. 16.Bearbeiten

52. In den Weinbergen vor Wörth.
  Privatbesitz.

53. Preussische Schleichpatrouille vor dem Mont Valérien.
  Privatbesitz.

Heimerdinger, Friedrich, in Hamburg.Bearbeiten

54. Stillleben.
  200 Thlr.

Heino, August, Schüler im Atelier des Hrn. Professor Dr. Ludwig Richter in Dresden.Bearbeiten

55. Landschaft. Motiv aus Böhmen. Wald mit Frauen, Kindern und Ziegen.
  150 Thlr.

[20]

Heubner, Hermann, in Leipzig, Sidonienstr. 16, II. Bearbeiten

56. Zur Kirche. Genrebild.
  160 Thlr.

Heyn, Eduard, in Loschwitz.Bearbeiten

57. Mädchen mit Hahn. Studienkopf.
  120 Thlr.

58. Mädchen mit Buch. Studienkopf.
  180 Thlr.

Höninghaus, Adolf, in Dresden, an der Elbe 20, II.Bearbeiten

59. Sicilianische Landschaft.
  250 Thlr.

Hummel, Prof. Carl, in Weimar.Bearbeiten

60. Das alte Schloss von Corte auf Corsica.
  350 Thlr.

Jäger, Gustav, Prof., Director der kön. Kunstakademie zu Leipzig, † 19. April 1871.Bearbeiten

61. Heilige Nacht.
 400 Thlr.

Kamecke, O. von, in Weimar. Bearbeiten

62. Rosegg-Gletscher.
  2500 Thlr.

Kay, Hermann, in Berlin, unter den Linden 38. Bearbeiten

63. Bei der Dorfhexe. Genrebild.
 200 Thlr.

64. Bettelkinder. Genrebild.
  250 Thlr.

Kergel, Ludwig, in Dresden, Maternistr. 5, III.Bearbeiten

65. Winterlandschaft mit Schloss und Wasser.
  125 Thlr.

Klein, W., in Düsseldorf. Bearbeiten

66. Mühle a. d. Düssel.
 185 Thlr.

67. Am Niederrhein.
  36 Thlr.

Koller, Rudolf, in Neumünster bei Zürich. Bearbeiten

68. Schweizer-Idylle. Thierstück.
 8000 Fr.

Krause, Bernhard, in Berlin. Bearbeiten

69. Havellandschaft.
 100 Thlr.

70. Waldinneres.
  120 Thlr.

[21]

Krüger, Carl, in Dresden, Waisenhausstr. 5 b, III. Bearbeiten

71. Abziehendes Gewitter.
  50 Thlr.

Krüger, Carl, in Lübbenau. Bearbeiten

72. Landschaft.
 30 Thlr.

Kühn, Albin, in Weimar.Bearbeiten

73. Auf der Bleiche. Motiv aus Rudolstadt.
 250 Thlr.

Laar, Fräul. Ulrike, in Berlin, Königsplatz 3.Bearbeiten

74. In der Rosenzeit. Genrebild.
 400 Thlr.

75. Studien. Genrebild.
  175 Thlr.

Lage, Fräul. Julie von der, in Berlin, Trebbiner Strasse 11.Bearbeiten

76. Am mittelländischen Meere. Motiv von Capri.
  60 Thlr.

Lange, Julius, kön. Hofmaler in München, Arcostr. 7/0. Bearbeiten

77. Burg Hohenems in Vorarlberg.
  400 Thlr.

Lichtenheld, W., in München.Bearbeiten

78. Bauermädchen aus Dachau.
  65 Thlr.

Loefftz, L., in München, Königl. Akademie.Bearbeiten

79. Winterlandschaft.
 150 Thlr.

Lutteroth, A., in Berlin.Bearbeiten

80. Ruhe im Walde.
  300 Thlr.

Most, Ludwig, in Stettin, Rosengarten 2.Bearbeiten

81. Eine Schenke. Aufforderung zum Tanze.
  150 Thlr.

Nabert, W., in Düsseldorf. Bearbeiten

82. Harzlandschaft.
  250 Thlr.

Naumann, Carl, in München. Hasenstr. 1, II.Bearbeiten

83. Kinder im Walde. Genrebild.
  270 Thlr.

84. Ein Pechvogel. Genrebild.
  125 Thlr.

[22]

Neubert, Louis, in Weimar. Bearbeiten

85. Mühle in Thüringen.
 125 Thlr.

86. Abend im Hochgebirge. Motiv aus dem Pinzgau.
  125 Thlr.

87. Morgen im Hochgebirge. Motiv bei Berchtesgaden mit dem Watzmann.
  125 Thlr.

Noack, Fräul. Helene, in Dresden, Amalienstr. 29, II.Bearbeiten

88. Russische Veilchen.
  20 Thlr.

89. Blumenstück.
 35 Thlr.

Nordgren, A., in Düsseldorf. Bearbeiten

90. Schwedischer Wasserfall.
 700 Fl. ö. W.

Oer, Theobald, Freiherr von, Prof, Ehrenmitglied der Kön. Kunstakademie in Dresden, Struvestr. 12, II. Bearbeiten

91. Albrecht Dürer in Antwerpen.
 1000 Thlr.

Pausinger, Franz von, in München. Bearbeiten

92. Gewittersturm auf der Alm. Thierstück.
  1000 Fl. rh.

Peters, Fräul. Anna, in Stuttgart, Rothebühlstr. 1. Bearbeiten

93. Flieder und Tulpen.
  200 Thlr.

Peters, P. F., in Stuttgart, Reinsburgstr 1. Bearbeiten

94. Hohenaschau im bayrischen Hochgebirge.
 200 Thlr.

Petzl, Ferd., in München.Bearbeiten

95. Eine Gasse in Nürnberg.
  135 Thlr.

Renger, Ottokar, in Dresden, Circusstr. 3, part. Bearbeiten

96. Ruine Stolpen.
  Privatbesitz.

Ruths, Valentin, in Hamburg. Bearbeiten

97. Landschaft im Sabinergebirge.
 330 Thlr.

Scheins, Lud., in Düsseldorf. Bearbeiten

98. Mondschein. Westphälische Dorfmühle.
  26 Frd’or.

99. Winterlandschaft.
  36 Frd’or.

[23]

Schietzold, Rudolf, in München, äussere Landwehrstrasse 10, I.Bearbeiten

100. Am Starnberger See.
  180 Thlr.

Schleich, Ed., Prof., in München. Bearbeiten

101. Ein heiterer Frühjahrstag auf der Hochebene bei München.
  225 Thlr.

Schmieder, Albert, in Dresden, Pillnitzer Str. 28b III, Gartenhaus.Bearbeiten

102. Bildniss eines Knaben. Brustbild.
 Privatbesitz.

Schurig, Felix, in Dresden, Blumenstr. 39.Bearbeiten

103. Francesco Petrarca’s erste Begegnung mit Laura.
  650 Thlr.

Schuster, Rudolf, Schüler im Atelier des Hrn. Prof. Dr. Ludwig Richter in Dresden.Bearbeiten

104. Motiv aus Böhmen. Landschaft.
  80 Thlr.

105. Landschaft. Motiv aus Böhmen. Der Schreckenstein bei Aussig.
  250 Thlr.

Schweitzer, A., in Düsseldorf.Bearbeiten

106. Anhaltische Landschaft.
  75 Thlr.

Stademann, A., in München. Bearbeiten

107. Winterlandschaft. Aufgehender Mond.
  165 Thlr.

Steffan, J. G., in München. Bearbeiten

108. Gebirgsbach nach Regenwetter in der Ramsau.
  250 Thlr.

Steinfurth, H., in Hamburg. Bearbeiten

109. Tanzende Bacchanten. Oelskizze.
 30 Ld’or.

Stelling, C., in Weimar.Bearbeiten

110. Federviehverkäufer.
 200 Thlr.

Triebel, Carl, Prof. in Berlin. Bearbeiten

111. Der Ilsenstein im Harz.
  400 Thlr.

[24]

Wagner, Bernhard, z. Z. in Stuttgart, Paulinerstr. 7 p.Bearbeiten

112. Mutter und Kind.
  300 Fl. rh.

113. Bildniss des Cardinals Antonelli. Brustbild.
 300 Fl. rh.

Wagner-Deines, J., in München.Bearbeiten

114. Holländische Marine bei bewegtem Wasser.
  220 Thlr.

115. Am Hafen von Antwerpen mit Schiffen und Figuren.
  65 Thlr.

Webb, Charles M., in Antwerpen, 20 rue Haringrode.Bearbeiten

116. Zu Hause. Genrebild.
  250 Thlr.

Weber, Philipp C., in München, Brienner Strasse 23.Bearbeiten

117. Mühle im Schwarzwalde.
  200 Thlr.

Weichberger, E., in Weimar.Bearbeiten

118. Waldinneres.
  450 Thlr.

119. Regnerischer Herbstabend.
 350 Thlr.

Wille, Frau Clara von, in Düsseldorf.Bearbeiten

120. Hundekopf.
  4 Frd’or.

Wolf, Friedrich, in Dresden, Blumenstr. 39, III. Bearbeiten

121. Seifenblasen. Genrebild.
  110 Thlr.

122. Unpässlich. Desgl.
 120 Thlr.

Wurl, Fräul. Mathilde, in Berlin, Schönberger Ufer 18. Bearbeiten

123. Havelsee bei Potsdam.
  50 Thlr.

124.Nach Sonnenuntergang. Landschaft.
 100 Thlr.

Zeyss, Frau J., in Dresden, gr. Plauensche Str. 16, I. Bearbeiten

125. Die Rose von Gorce. Stillleben.
  150 Thlr.



[25]

II. Zeichnungen, Cartons, Aquarelle, Stiche etc.Bearbeiten

Bauer, Robert, in Eisenach.Bearbeiten

126 bis 128. Das Gleichniss vom Säemann und dem bösen Feinde, welcher Unkraut unter den Waizen säet. Drei Kohlencartons.
  400 Thlr.
  Ausführung in Farbe 1800 Thlr.

Hermann, Fräul. Elisabeth, in Dresden, Holzhofgasse 12, I.Bearbeiten

129. Fuchsien. Aquarell.
  9 Thlr.

König, Franz, in Berlin, Ritterstr. 93.Bearbeiten

130. Aus dem Harz. Zeichnung.

131. An der Saale. Desgl.

Lage, Fräul. Julie von der, in Berlin, Trebbiner Str. 11. Bearbeiten

132. Wilde Rosen mit Wasser-Rosen. Aquarell.
  18 Thlr.

133. Schneeglöckchen und Cylla. Desgl.
  6 Thlr.

Schulz, Leopold, Professor an der k. k. Kunstakademie in Wien, Josephstadt, Lenaugasse.Bearbeiten

Das apostolische Glaubensbekenntniss, dargestellt in 12 Bleistiftzeichnungen.
 800 Thlr.

134. Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erde.

135. Und an Jesum Christum, seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn.

136. Der empfangen ist von dem heiligen Geiste, geboren aus Maria der Jungfrau.

[26] 137. Abgestiegen zu der Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Todten.

138. Gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben.

139. Aufgefahren in den Himmel, sitzet zu der rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters.

140. Von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Todten.

141. Ich glaube an den heiligen Geist.

142. Die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen.

143. Ablass der Sünden.

144. Auferstehung des Fleisches.

145. Ein ewiges Leben. Amen

Steinfurth, H., in Hamburg.Bearbeiten

146. Entwurf, zu einem Friese, die Hochzeit der Kore und des Dionysos. Bleistiftzeichnung.

147. Die Nacht mit Tod und Schlaf. Desgl.




III. Plastik.Bearbeiten

Möller, Heinrich, in Dresden, grosse Ziegelstr. 24c, I. Bearbeiten

148. Weibliches Bildniss. Gypsbüste.
  Privatbesitz.




Folgen Nachträge.


  1. Mit ständischer Bewilligung ist inzwischen auf Antrag des akademischen Rathes, wie dankbarst anzuerkennen ist, die Höhe der akademischen Reisestipendien für die Folge von 600 Thlr. auf 800 Thlr. jährlich erhöht worden.
  2. Der Katalog enthält in Folge der Ueberspringung einer Nummer irrthümlich 944 statt 943.