Jacob und Rahel (Gemälde der Dresdener Gallerie)

Textdaten
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Autor: Adolph Görling
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Titel: Jacob und Rahel
Untertitel: Von G. da Castelfranco
aus: Stahlstich-Sammlung der vorzüglichsten Gemälde der Dresdener Gallerie
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Erscheinungsdatum: 1848−1851
Verlag: Verlag der Englischen Kunst-Anstalt von A. H. Payne
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Erscheinungsort: Leipzig und Dresden
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Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
aktuelle Zuschreibung des Bildes: von Palma il Vecchio
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Bild
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Gemäldegalerie Alte Meister (Dresden) Galeriewerk Payne 120.jpg

Jacob and Rachel.     Jacob und Rachel.

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Jacob und Rahel.
Von G. da Castelfranco.

Das lieblichste Idyll lächelt uns aus diesem Gemälde Giorgiones in heiterster Ruhe entgegen. Ein malerisches Thal öffnet sich; schöne Heerden weiden auf dem Wiesengrün; Schafe werden am schattigen Waldessaum getränkt und dicht vor dem Beschauer fesselt eine einfache, herzliche Scene verwandtschaftlicher Zärtlichkeit den Blick. Volle, gerundete Formen, treffliche Anordnung und eine meistermäßige Perspective lassen sofort erkennen, daß der Maler dieses Bildes den gerechtesten Anspruch auf die Anerkennung der Nachwelt besitzt, wie seine Kunst der Gegenstand der Bewunderung seiner Zeitgenossen war. Giorgione Barbarelli zu Castelfranco 1477 geboren, der Zeitgenosse und Rival des großen Tizians, und der Schüler Giovanni Bellini’s brach in der venetianischen Schule die Bahn zu einer freiern, kühnern Zeichnung, die bis dahin zumeist Härte und Trockenheit gezeigt hatte. Seine Umrisse waren weich, zart, wellenförmig; er führte den Pinsel in leichter, breiter Weise, und verschmähte die ängstliche Sorgfalt des kleinlichen Ausmalens, um große malerische Effecte namentlich in der Gewandung zu erreichen. Sein Colorit ist blühend, oft brillant; seine Landschaften sind naturwahr und warm gemalt. Es ist zu bedauern, daß der Maler nur ein Alter von vierunddreißig Jahren erreichte. Seine Costüme sind selten historisch richtig, denn nur ein Raphael vermochte aus sich selbst heraus ein treffendes Idealcostüm zu schaffen; der großen Vorzüge des Castelfranco wegen wird man, obwohl die Illusion eine Störung dadurch erleidet, gern über hierhergehörige Mängel fortsehen.