BLKÖ:Spaur, Ulrich der Jüngere

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 36 (1878), ab Seite: 103. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Ulrich der Jüngere Spaur in Wikidata
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Spaur, Ulrich der Jüngere|36|103|}}

44. Ulrich der Jüngere (geb. 1495, gest. am Aschermittwoch 1549). Er war ein Sohn des Gratia Dei von Spaur und der Christine geborenen Künigl [siehe Stammtafel 1]. Als Kaiser Karl IV. die Gebrüder Leonhard, Sigismund und Ulrich den Aelteren in den Freiherrnstand erhob, bat auch Ulrich der Jüngere den römischen König Ferdinand I. um die gleiche Verleihung, und unterstützte seine Bitte damit, daß ja auch sein Großvater und Vater den Kaisern Friedrich III. und Maximilian und dem Erzherzog Sigmund gedient hatten. Ferdinand I. verlieh nun Ulrich dem Jüngeren am 24. September 1546 den Freiherrnstand, und erlaubte ihm, mit seinem Wappen auch das des erloschenen Geschlechts der von Valér zu vereinigen (über den Namen „Valér“ vergleiche Mathias (I.) S. 101, Nr. 36]. Nach Emmert’s „Darstellung der Erblandämter der gefürsteten Grafschaft Tirol“ Seite 112 hätte bereits Johann (Hans) von Spaur [S. 97, Nr. 16] für seine dem Kaiser Friedrich III. geleisteten Dienste am 29. Jänner 1463 den Freiherrnstand erhalten. Da sich aber seine Nachkommen dieses Titels nicht bedient, sei die oben erwähnte neuerliche Verleihung an die Gebrüder Leonhard, Sigismund und Ulrich den Aelteren erfolgt. Ulrich war mit Katharina von Madruzzo vermält, und von seinen Kindern sind die zwei Brixener Bischöfe Christoph Andreas [S. 93, Nr. 5] und Johann Thomas [S. 99, Nr. 25] besonders denkwürdig. Ulrich liegt in der St. Marcuskirche zu Trient beigesetzt und das Epitaph eines ihm von seinen Söhnen gesetzten Denksteines nennt ihn: „illustris et generosus vir ac pincerna haeredit. Comitis Tirolensis“. –