BLKÖ:Schöpfler, Felix Anton

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Schöpfer, Friedrich
Band: 31 (1876), ab Seite: 198. (Quelle)
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Schöpfler, Felix Anton[WS 1] (Maler, geb. zu München im Jahre 1701, gest. zu Prag 1760). Ueber seine Jugend und Bildungsgeschichte liegen keine Nachrichten vor. Er arbeitete längere Zeit bei dem berühmten Kosmas Daniel Assam[WS 2] und später bei Christoph Groth in Stuttgart, darauf half er zu Durlach an den decorativen Arbeiten, welche anläßlich des markgräflichen Beilagers daselbst statthatten. Bald darauf finden wir ihn mit seinem Bruder Thomas in Worms, wo er mit diesem gemeinschaftlich die Haupttreppe des bischöflichen Palastes malte. Nach vollendeter Arbeit gingen die Brüder nach Schlesien, wo sie, nach den unten angegebenen Quellen, viel gearbeitet haben sollen. Nun trennte sich Felix Anton von seinem Bruder Thomas [199] und ging 1747 – nicht, wie uns Patuzzi berichtet, nach Innsbruck, wo er im Alter von 59 Jahren gestorben wäre, sondern – nach Prag, wo er sich häuslich niederließ und bis an sein Lebensende verblieb. Von seinen Arbeiten daselbst sind anzuführen: für die Kreuzkirche Reichenberg in Böhmen zwei Altarblätter: „Der H. Joseph“ und „Der H. Antonius von Padua“, und in der Fürst Lobkowitz’schen Lorettocapelle auf dem Hradschin zu Prag ist der al fresco gemalte Kreuzweg sein Werk.

Schaller (Jarosl.). Topographie des Bunzlauer Kreises, S. 273. – Neue Bibliothek der schönen Wissenschaften und Künste, Bd. XX, Stück 1, S. 146. – Dlabacz (Gottfr. Joh.), Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, Gottl. Haase, 4°.) Bd. III, Sp. 62. – Patuzzi (Alex.), Geschichte Oesterreichs (Wien, Wenedikt, schm. 4°.) Bd. II, S. 343, in der „Uebersicht der österreichischen Maler“.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Zu dieser Person gibt es Band 29, S. 156 f., einen 2. Artikel.
  2. Cosmas Damian Asam (Wikipedia).